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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik AD Wandler Beeinflussung bei verschiedenen Kanälen


Autor: Dirk (Gast)
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Hallo,

Ich arbeite gerade an einem Projekt, bei dem ich 3 Potis an den 
AD-Wandler angeschlossen habe (VCC, Schleifer auf den AD-Port, GND).

Wenn die drei Potis weit von einander entfernte Werte annehmen kommt es 
zu Störungen. Ich bin mir noch nicht 100%ig sicher ob es an dem 
AD-Wandler liegt, es deutet aber im mom alles darauf hin.

Die Frage ist was muss ich beachten wenn ich unterschiedliche Kanäle 
AD-wandle?

Dummy-Readouts? Mehr zeit zwischen den Wandlungen (_delay)? Oder 
irgendwelche Kondensatoren zwischenschalten?

Autor: Johannes M. (johnny-m)
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Was für ein Controller? Was für Potis (Widerstandswert)?

Normalerweise sollte keine nennenswerte Wartezeit zwischen zwei 
Wandlungen auf unterschiedlichen Kanälen erforderlich sein, wenn die zu 
messenden Spannungen nicht zu hochohmig sind. Das hängt aber 
hauptsächlich von der Beschaffenheit des S&H-Gliedes ab. Bei den AVRs 
wird afaik empfohlen, als Quellimpedanz im Bereich < einige 10 kOhm zu 
bleiben. In dem Falle liegen die Zeitkonstanten für das S&H im 
ns-Bereich und dürften keinen Einfluss auf die Messung haben.

Autor: Rahul Der trollige (rahul)
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Hast du mal ausprobiert, ein Poti an alle drei ADC-Eingänge zu hängen?

Autor: Thomas O. (kosmos)
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der A/D-Wandlers hat die Eigenart das nach dem Umschalten auf einen 
anderen Kanal der erste Wert bzw. die ersten unbrauchbar sind und nicht 
ausgewertet werden sollen. Deswegen wäre ein externer analoger 
Multiplexer besser z.B. 16:1 744067 diesen nutze ich um das Problem zu 
umgehen, 7 Pins einzusparen und dann auch noch gleich 16 Sensoren statt 
8 anschließen zu können.

Welchen Widerstand haben die Potis? Man könnte nen Kondensator vom 
Schleifer zur Masse schalten um es etwas zu glätten. Hier kommt es auf 
den Widerstand des Potis an wie groß der Kondensator sein muss, man kann 
aber auch gleich ein RC Glied einsetzen.

Autor: Rahul Der trollige (rahul)
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>der A/D-Wandlers hat die Eigenart das nach dem Umschalten auf einen
>anderen Kanal der erste Wert bzw. die ersten unbrauchbar sind und nicht
>ausgewertet werden sollen.

Wo steht das denn?
Die allererste Messung sollte man verwerfen - das steht zumindest in den 
AVR-Datenblättern, die ich mir bis jetzt angetan habe.
Nicht umsonst bietet der ADC die Möglichkeit, während der Messung schon 
den nächsten Kanal zu wählen. Der wird sofort nach erfolgter Wandlung 
umgeschaltet und das die nächste Messung durchgeführt ("continuous Mode" 
oder so ähnlich nennt sich diese Betriebsart).

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

richtig, man muß nur auf das Timing achten, umgeschaltet werden kann 2 
ADC-Takte nach dem Start der Wandlung, dann hat S&H den alten Wert 
gespeichert.
Nur nach Ändern der Referenz ist die erste Messung zu verwerfen.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Dirk (Gast)
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Es ist ein ATMega32 mit 10kOhm Potis.

Das Problem taucht wie gesagt nur auf wenn die eingestellten 
Widerstandswerte weit auseinander liegen, bzw wenn eines (oder mehr) der 
Potis auf Masse liegen.

Autor: Rahul Der trollige (rahul)
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Schaltplan!
Vielleicht ist auch deine AD-Wandlung (Timing) faösch eingestellt.

Autor: Gast. (Gast)
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Ich hatte das selbe Phänomen beruflich bei einem AT90PWM2 beobachtet.
Leider konnte ich damals keine Zeit investieren das ganze näher zu 
untersuchen.
Nur so viel weis ich noch: Es ging auch am STK500 (+Aufsatz) mit festen 
Sannungsteilern als ADC Quellen. Und es war kein "Free running mode" 
sondern ein nach dem Wandeln mit anderem Kanal gestartetem Messen.

Autor: Dieter Werner (dds5)
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> Und es war kein "Free running mode" sondern ein nach dem Wandeln
> mit anderem Kanal gestartetem Messen.

Auch dabei lässt sich der Fehler machen, den Kanal umschalten und sofort 
danach (ohne die acquisistion time abzuwarten) die Wandlung starten.

Die besten Ergebnisse erzielt man, wenn nach Ende einer Messung - 
unmittelbar vor oder nach Auslesen der Ergebnisregister - der Mux auf 
den nächsten Kanal umgeschaltet wird.

Autor: Dirk (Gast)
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Wie lang ist denn die acquisistion time?

ich setze nämlich das mux-register und starte danach dierekt die 
wandlung (single conversion)

Autor: Tcf Kat (tcfkat)
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Wenn der Mux die Kanäle umschaltet, müssen sich erstmal die internen 
Kapazitäten umladen... daher Deine Beeinflussung, wenn die Werte weit 
auseinander liegen.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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@Rahul Der trollige: So habe ichs noch in Erinnerung, glaube es steht 
dort das es nach dem ändern des ADMUX Registers ist und dort ist ja auch 
die Einstellung für die Referenzspannung. So genau habe ichs mir dann eh 
nicht angeschaut nachdem ich von diesem Nachteil im Forum gelesen habe, 
habe ich mir gleich nen günstigen 16:1 Analog-Multiplexer(74HC/T4067) 
verwendet, so das am AVR intern überhaupt kein muxen mehr nötig ist.

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