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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Temperaturkoeff der Induktivität eines Gleichstrommotors


Autor: Frank (Gast)
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Hi,

kann mir irgendjemand eine Größenordnung für den Temperaturkoeffizienten 
der Induktivität eines permanenterregten Gleichstrommotors nennen? Gerne 
auch mit Quellenangabe, falls bekannt. Ich hab im Netz nichts gefunden, 
der Hersteller hat keine Daten oder rückt sie zumindest nicht raus.
Meine andere Überlegung wäre, dass der Rotor geblecht ist (wie ein 
Trafo) und die Temperaturabhängigkeit der Induktivität sich darüber 
berechnen lassen müsste. Leider finde ich außer den üblichen Formeln 
nichts dazu, also keine Werte.

Danke schonmal :)

Autor: peter-neu-ulm (Gast)
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Zuerst mal kann die Änderung nur im Prozentbereich liegen. Die Ursache 
des Feldes ist die Magnetisierung des Dauermagneten und die ändert sich 
nicht direkt durch die Temperatur, sondern nur durch dauerndes 
Temperaturspiel. Beispiel sind Drehspulmessgeräte, die über Jahre ihre 
Genauigkeitsklsse 1 oder gar 0,5 einhalten.
Etwas anders läuft es, wenn der magnetische Kreis und damit die 
Feldstärke ständig geändert wird. Durch die mechanische Wärmedehnung 
kann dann der Luftspalt im magnetischen Kreis sich ändern. Aber auch das 
macht nur geringe Änderungen aus.
Noch mehr Einfluss hat das durch den Strom im Motor zusätzlich erzeugt 
Feld, dieses kann  mit seinem Wechsel zur schleichenden 
Entmagnetisierung führen, aber auch das spielt sich eher im 
zehn-Prozentbereich ab.

Autor: peter-neu-ulm (Gast)
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Hoppla, ich spreche vom Dauermagnetfeld, die Induktivität ändert sich, 
außer das Eisen wird gelegentlich in die Sättigung gebracht, unter 1%. 
Die Nichtlinearität der weichmagnetischen Materialien überdeckt diesen 
Efffekt bei weitem.

Autor: Frank (Gast)
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Danke. Kennst du diesbezüglich Literatur, die man als Quelle angeben 
könnte?

Autor: Frank (Gast)
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Noch etwas zur Änderung des Magnetfeldes: Der Fluss geht doch direkt in 
das Drehmoment ein, oder? Der Hersteller gibt das Blockierdrehmoment in 
einem Temperaturbereich von -20 bis +120 °C zwischen 320 mNm und 170 mNm 
an. Die Leerlaufdrehzahl zwischen 4300 und 5100 U/min. Bei meinen 
überschlagsmäßigen Berechnungen ändert sich die Drehmomentkonstante um 
ca +- 10 %. Den Ankerwiderstand habe ich als Widerstand der Wicklung 
angenommen und mit dem TK von Cu entsrechend angepasst. Sind das 
realistische Werte? Oder anders gefragt, wo kommt diese 
Temperaturabhängigkeit sonst noch her? Allgemeines Vorgehen sinnvoll?

Autor: mr.chip (Gast)
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> Oder anders gefragt, wo kommt diese Temperaturabhängigkeit sonst noch her?

Weils bei -20°C einfriert :-)

Autor: Frank (Gast)
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Hä? Check ich ned, sorry :(

Autor: peter-neu-ulm (Gast)
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> Literatur angeben
So direkt weiß ich auch keine Literaturstellen über die 
Temperaturabhängigkeit der Induktivität. Vielleicht findet man etwas bei 
der Temperaturabhängigkeit von Ferrit-(Schalenkernen) oder von fertig 
gelieferten Speicherdrosseln. Lieferanten/Hersteller von Trafoblechen 
(Vakuumschmelze.. ) wären vielleicht auch ein Weg

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