www.mikrocontroller.net

Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Billiste lösung einen Verbraucher zu schalten


Autor: K. A. (flashbanger)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo, Ich plane grade einen Weichendekoder für Märklin Motorrola.

Ich müsste den strom meines Atmega8 verstärken. Da eine weiche ca 10W 
verbracuht (16V AC).

Ich steh nun vor der frage ob ich einen transistor oder ein relai 
benutzen soll??? Relais sind mit teilweise 1,50€/stück sehr teuer, und 
bei 4 ausgängen also 8 Stück lohnt sich der selbstbau dann fast schon 
nicht mehr.

Transistoren sind aber irgendwie auch nicht so billig. Was gibt es für 
möglichkeiten die weichen billig und verschleisfrei zu schalten???


MfG Flashbanger

Autor: Magnus Müller (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nimm ein Reedrelais von Pollin (0,30€). Das kann ausreichend Strom 
schalten und benötigt zur Ansteuerung nur 5V und wenig Strom. Man kann 
es also direkt an die Ausgänge des Mega8 hängen (trotzdem bitte die 
Freilaufdiode nicht vergessen!).

Reedrelais COTO 9000-0117
5 V-/500 , Schaltleistung 200 V-/1 A. RM 5. Maße (LxBxH): 19x5,1x7,5 mm.

http://www.pollin.de/shop/detail.php?pg=NQ==&a=NzI...

Gruß,
Magnetus

Autor: Magnus Müller (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
...und stelle dich darauf ein, dass du dir bei derartigen Applikationen 
schnell mal Störimpulse einfängst, die dich als "Entwickler" schnell um 
einige Jahre altern lassen können ;)

Autor: mr.chip (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Heute schaltet man Lasten doch eigentlich mit MOS-FETs?

Autor: Magnus Müller (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
mr.chip wrote:
> Heute schaltet man Lasten doch eigentlich mit MOS-FETs?

...16V Wechselspannung auch?

Autor: mr.chip (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> ...16V Wechselspannung auch?

Autsch...natürlich weniger :-) (Wobei es ja via Bulk-Anschluss an 
gewissen FETs doch möglich sein soll(?))

Autor: (geloescht) (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
(Dieser Beitrag wurde geloescht)

Autor: Magnus Müller (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Guido Fischer wrote:
>> ...16V Wechselspannung auch?
>
> Ja, als PhotoMOS Relais in A Schaltung.

PhotoMOS gäbe es bei Pollin zwar auch (Achtung: nur SMD!), aber nur mit 
250mA Schaltleistung. Wobei ich ja bezweifle, dass die Erregerspule der 
Weiche wirklich 10W verbrät...

http://www.pollin.de/shop/detail.php?pg=NQ==&a=NzI...

Autor: K. A. (flashbanger)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Naja die antriebe müssen nicht mit 16V AC geschaltet werden. ES würd 
auch mit 12V DC laufen. würd dann ein seperates netzteil für die weichen 
kaufen bzw. ich glaub ich hab noch eins.


Das ganze soll wirklich verschleisfrei und vllt auch geräuschlos laufen.

MfG Flashbanger

Autor: Magnus Müller (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Das ganze soll wirklich verschleisfrei und vllt auch geräuschlos laufen.

Die Reedrelais hörst du garantiert nicht, die Weiche leise zu bekommen 
dürfte jedoch eine Herausforderung werden grins

Autor: Michael U. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

keine Ahnung, ob sich das geändert hat, aber Reed-Relais und induktive 
Lasten: Funkenlöschung (AC) oder Freilaufdiode (DC) nicht vergessen.
Ich habe die Erfahrung, daß die Dinger gern verkleben oder verschweißen.

Halbleiter war damals noch nicht Mode, übliche (billige) Kleinrelais 
machten keine Probleme.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Jürgen Berger (hicom)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
wie wär's mit Brückengleichrichter und Transistor
im Gleichstromkreis? Das ganze kostet dann keine
-,50€

Jürgen

Autor: K. A. (flashbanger)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Was haltet ihr vom ULN2803 kostet ca 40 ct.


Hab's mal vom Open-DCC-Weichendekoder abgeschaut.

MFG Flashbanger

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die einfachste Lösung ist es, die Weichen mit Gleichspannung zu 
betreiben und dann mit MOSFETs zu arbeiten. Kostet einmal einen größeren 
Brückengleichrichter und einen Elko und ansonsten pro Schaltstelle nur 
zwei kleine MOSFETs (einen pro Richtung), z.B. IRF7401.

Autor: Tcf Kat (tcfkat)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@magnetus: Ich will ja nicht nörgeln, aber ein Reedrelais für induktive 
Lasten wäre mir etwas kritisch. Lt. Pollin ist die Angabe für DC.

@flashbanger: Der ULN280x kann aber nur DC schalten. Selbst mit einem 
Brückengleichrichter dahinter geht nicht, weil alle Ausgänge denselben 
GND-Bezug haben.

Warum nicht ein klassisches Kleinrelais nehmen? Es gibt von 
Matsushita/NAIS solche Teile, so breit wie DIP. 1,5€ ist aber schon 
ziemlich billig...
Ansonsten, wie schon vorgeschlagen, was mit einem PhotoMOS mit 
nachgeschaltetem (SMD)Brückengleichrichter machen... oder normaler 
Optokoppler, Darlington und Brückengleichrichter; dürfte auch recht 
billig sein.
Snubber nicht vergessen.

Autor: Peter Dannegger (peda)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Michael U. wrote:

> keine Ahnung, ob sich das geändert hat, aber Reed-Relais und induktive
> Lasten: Funkenlöschung (AC) oder Freilaufdiode (DC) nicht vergessen.
> Ich habe die Erfahrung, daß die Dinger gern verkleben oder verschweißen.

Ich kann auch nur dringenst von Reed-Relais abraten, die Dinger kleben 
wie Sau.

Sie sind nur für Kleinspannungen gut geeignet (wenige mV), da durch das 
Schutzgas keine Oxidschicht entsteht.


Entweder normale Kleinrelais, Opto-MOS oder FETs an Gleichspannung. Die 
Gleichspannung muß nicht mal gesiebt sein, nur Graetzbrücke hinter die 
16V~, fertich.


Peter

Autor: Tcf Kat (tcfkat)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Sowas kannst Du auch machen. Der Brückengleichrichter und die Supressor 
können auch etwas kleiner ausfallen. Das Teil macht allerdings ca. 2V 
Spannungsverlust im Ein-Zustand.
Ob das günstiger/kompakter ist, sei mal dahingestellt...

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Für jeden Schaltweg so ein Monster? Als Einzelanwendung ist´s ja schick.

Autor: Marvin M. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich würde die Weichen (wie oben schon beschrieben) einfach mit 
Gleichstrom schalten. Das wird die Spulen äußerst peripher tangieren...

Hm - was mir gerade so einfällt: Ginge das nicht auch mit einem Triac, 
oder sind da die Spannungen zu klein? Es gibt Opto-Triacs bis 100mA (aus 
dem Gedächtnis heraus) in einem DIL-8, da hätte man auch eine 
galvanische Trennung und müßte sich um die Störungen der Spulen auf der 
µC-Seite nicht solche Gedanken machen.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Triac geht auch, alles eine Kostenfrage. Die OptoTriacs lassen entweder 
selbst genügend Strom zu (Datenblätter der einzelnen Typen checken) oder 
lassen sich an einen herkömmlichen Triac koppeln. Je nach Triac ist 
dabei mit wenigen 100mV bis zu einigen Volt Spannungsabfall zu rechnen.

Autor: Tcf Kat (tcfkat)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@travelrec: Yep, sind schon ein paar Teile, aber eben alles 
Billigstbauteile. Wie ich schon sagte, muss man durchrechnen, ob das 
günstiger als die Relaislösung ist. Wenn die Weiche auch mit DC läuft 
(zu spät gelesen), kann der Br-Gleichrichter und die Supressor 
entfallen, Freilaufdiode an der Weiche reicht dann.

TRIAC und OptoTRIAC dürfte imho teurer sein (und geht nur für AC)...

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Also ich habe schon ein paar Weichendekoder gebaut ;-) , dabei haben wir 
auf den ULN2803 zurückgegriffen, der die an 18V Gleichspannung liegenden 
Weichen (jeweils 4 Stück) schaltet. Durch die eingebauten Freilaufdioden 
ist ein wirksamer Schutz vor Induktionsspannungen gleich mit dabei. In 
SMD sind die Teile schön klein. Der Controller begrenzt die Schltzeit 
der Einzel-Transistoren auf 300ms, so daß bei klemmenden Weichen kein 
Rauch aufsteigt. Das geht alles sehr schön und unkompliziert. 
Gleichspannung hat schon gewisse Vorteile, auch was die Verlegung der 
Spannungsführung für sonstige Elektronik unter der Platte angeht. 
Prinzipiell kommt man so mit einer Masse und 2 positiven Spannungen 
(Fahrstrom / Zubehör (Weichen)) aus. Das hängt allerdings auch vom 
verwendeten Bahn-System ab.

Autor: TT-Mocki (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Für Magnetspulenantrieben ist die Geschichte erstmal klar. Ich verbaue 
aber motorische Antriebe, die ja bekanntlich entweder 'ne postive 
Spannung (Halbwelle) oder 'ne negative gegen Bezugspotenzial (GND) 
brauchen. Wenn ich jetzt Weichendecoder mit den ULN 2803 in den 
Ausgängen benutzen will, wie kann ich das ganze ohne! Relais dann lösen. 
Gibbets sowas wie "invertierende Darlington-Arrays" o.ä.?

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.