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Forum: HF, Funk und Felder RFID - UHF-Systeme: Wo genau sendet der Transponder?


Autor: qurad (Gast)
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Hallo,
ich beschäftige mich mit RFID und versuche derzeit einen Überblick über 
die Funktionsweise von UHF-Systemen zu bekommen. Ich verstehe jedoch 
nicht ganz, auf welchen Frequenzen der Transponder antwortet.

Klar ist, dass das Lesegerät auf einer Frequenz zwischen 865 und 868 MHZ 
sendet. Dieser Bereich ist in 200 KHZ-Kanäle aufgeteilt. Aber wie geht 
es von da aus weiter? Antwortet der Transponder immer 200 KHZ versetzt?

Mal ein Beispiel: Angenommen das Lesegerät sendet auf 866,7 MHZ. 
Antworten dann alle Transponder auf 866,5 und 866,9 MHZ (unteres + 
oberes Seitenband)? Oder spielt da auch die Datenrate (also laut ISO 
18000-6 10kbit/s oder 40 kbit/s) eine Rolle, da der Lastwiderstand ja im 
Takt der Daten zugeschaltet wird?


Die Frage mit anderen Worten formuliert: Wie sähe das Frequenzsprektrum 
in dem Frequenzbereich 865-868 MHZ für mein Beispiel aus?

Wäre klasse, wenn jemand Licht ins Dunkel bringen könnte ;)

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Der Empfang funktioniert vermutlich ähnlich wie ein 
Radar-Bewegungsmelder: Eine Detektordiode in der Nähe des Senders wird 
vom Sendesignal stark ausgesteuert, und mischt damit die beiden 
empfangenen Seitenbänder direkt auf 200 kHz herunter. Damit muß man nur 
noch einen Empfänger für 200 kHz bauen. Die 200 kHz sind natürlich mit 
dem Datensignal moduliert, haben also selbst wieder Seitenbänder.

Autor: qurad (Gast)
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Hallo, danke für die Antwort. Das trifft es allerdings nicht ganz, oder 
ich habe es nicht richtig verstanden.

Ich hole mal etwas weiter aus:

Das Backscatter-Prinzip läuft folgendermaßen: Das RFID-Lesegerät strahlt 
ein konstantes Feld aus (beispielsweise mit der Frequenz 866,7MHZ). Der 
Transponder schaltet nun im Takt der Daten (0,1,0,1,1...) einen 
Lastwiderstand ein und aus. Mit geschaltetem Widerstand herrscht 
Anpassung, ohne geschalteten Widerstand herrscht Fehlanpassung (oder 
anders herum, spielt für das Prinzip aber jetzt keine Rolle). 
Fehlanpassung bedeutet Reflektion, Anpassung bedeutet keine Reflektion - 
man nimmt also quasi eine Amplitudenmodulation des reflektierten Signals 
vor.

Google sagt: "Die Funk-Antwort des UHF-Tags erfolgt durch Aufmodulieren 
des Antwortsignals mit 200 kHz auf die Grundwelle. Dadurch entsteht ein 
Seitenband 200 kHz oberhalb und unterhalb dieser CW, es belegt also 
außer dem Sendekanal auch einen Nachbarkanal."

Die Frage ist jetzt, wie sieht das Frequenzspektrum aus, das ich "in der 
Luft" sehen würde?

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Eine große Spektrallinie für die Sendefrequenz, links und rechts im 
Abstand von 200 kHz zwei etwas breitere und wesentlich kleinere Linien. 
Das ist in erster Näherung eine Amplitudenmodulation zuerst mit 200 kHz 
und die 200 kHz sind nochmal mit dem Datensignal moduliert, daher die 
verbreiterte Linien.

Autor: qurad (Gast)
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Vielen Dank, ich glaube jetzt habe ich es verstanden!
Muss mich dringend nochmal mit Darstellungen im Frequenzbereich befassen 
:/

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