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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Ansteuerung eines LCD (ohne Controller)


Autor: MisterT (Gast)
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Hallo Forum,

ich habe eine LCD Anzeige, bei der ich momentan keine Ahnung hab, wie 
man diese ansteuert.
Es ist eine LCD Anzeige für eine Uhr mit 4 Stellen (7 Segment + Punkt 
unten rechts), dem Doppelpunkt in der Mitte und 6 zusätzliche Zeichen 
(Pfeile) in der Anzeige.
Angesteuert wird die Anzeige im Original von einem NEC 4 Bit (ja das 
Teil ist schon älter...) µC der wohl einen LCD Controller besitzt.
Zur Anzeige gehen 22 Leiterbahnen, welche vom LCD mit einem Leitgummi 
abgegriffen werden. Aber 22 Leitungen sind doch für eine konventionelle 
Ansteuerung zu wenig?
Nun ist die Frage, ob ich das LCD mit einem AVR ansteuern kann? Wenn ja 
wie? Oder gibt es einen LCD Controller der die Ansteuerung übernimmt? 
Ich möchte auch ungern die 22 I/O Pins am AVR verbrauchen.

Gruß
MrT

Autor: PVZ (Gast)
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Ein AVR Mega169P kann das.

Autor: Marvin M. (Gast)
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Angesteuert werden kann solch ein relativ primitives LCD mit jedem 
beliebigen µC, der genügend I/O hat. Einen AVR Mega169P muss man sich 
deshalb nun nicht extra kaufen...
Üblicherweise wird bei solchen Anzeigen gemultiplext, dazu würden 
eigentlich 7 + 4 = 11 Leitungen ausreichen, zuzgl. der Punkt, wären 11. 
Entweder sind die Segmente irgendwie exotisch miteinander verschaltet, 
oder einige der Anschlüsse sind einfach nicht belegt.
Bei LCDs muss man dann nur darauf achten, dass man eine 
"Wechselspannung" anlegt - die Polarität von Segment und Backplane muss 
regelmäßig wechseln, um  die 50 Hz reichen da.

Autor: Christian U. (z0m3ie)
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Im minimalfall brauchst du 4 Datenleitungen und 3 Steuerleitungen

Autor: MisterT (Gast)
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Also es ist ein NEC PD75328 Controller der das LCD bisher ansteuert.
An das LCD gehen 2 COM Leitungen und 20 Segment Leitungen.
Wie geht nun die Ansteuerung im Detail? Oder doch nen Atmega169? Von den 
rest funktionen die der hat, würde der für meine Anwendung gut reichen.
Hab leider kein Datenblatt zum LCD :(

Autor: interessent (Gast)
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Such doch einfach mal hier im Forum. Gibt genügend Beiträge, in denen 
das schon behandelt wurde.

Wenn ich mich recht entsinne, gab es von einem grösseren 
Halbleiterhersteller mal ne schöne AppNote, die dieses Thema behandelt 
hat. Die hat mir damals sehr geholfen. Meine Ergebnisse waren 
allerdings, dass der Kontrast nicht soo berauschend war, was wohl an der 
zu niedrigen Ansteuerspannung lag, kann aber natürlich auch einfach am 
LCD gelegen haben.

Autor: Georg C. (citkid)
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MisterT wrote:
> Wie geht nun die Ansteuerung im Detail?
Bau dir eine Wechselspannung (einfachst Rechteck 3-5V; oder direkt aus 
dem µC). Lege diese an einen Anschluß der LCD. Nun suche mit dem Finger 
alle Pins ab. Verfahre mit den anderen Anschlüssen genauso.
Wenn du nun möglichst früh anfängst noch etwas Gehirnschmalz zu 
aktivieren, dann erkennst du schnell Knotenpunkte und die einzelnen 
Symbole.
Die Wechselspannung kannst du auch gleich für deine Schaltung verwenden.

µC-Port als Input ohne Widerstand = Symbol wird nicht angezeigt.
µC-Port als Output (L/H egal) = Symbol wird angezeigt.

Gibt es eine Matrix must du den Port für den Knotenpunkt ständig 
zwischen Input und Output wechseln. Als Ersatz für einen 
Wechselspannungsgenerator.

Autor: Mike (Gast)
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@Georg C.

Ich glaube nicht das man so ein optimales Ergebnis erreicht. Am LCD 
solltem immer definierte Pegel liegen. Und vor allem müssen sie mit 
Wechselspannung betrieben werdnen. Bis zu 2 Gegenelektroden bekommst du 
die Ansteuerung noch so hin, danach wird das ziemlich schnell sehr 
unübersichtlich.

Hier mal eine Wellenform für ein einfaches Display (1 Gegenelektrode):

--+ +-+ +-+ +-+ +-+
  | | | | | | | | |   -> COM
  +-+ +-+ +-+ +-+ +-
--+ +-+   +-+ +-+ +-
  | | |   | | | | |   -> SEGx (erste Hälfte aus und 2. Hälfte an)
  +-+ +---+ +-+ +-+

Für zweifach Multplex wird das schon komplizierter (Spannungslevel ist 
0V-1,5V-3V):

COM1 (Gegenelektrode 1)
--+     +-+     +-+     +-+     +-+
  +-+ +-+ +-+ +-+ +-+ +-+ +-+ +-+
    +-+     +-+     +-+     +-+

COM2 (Gegenelektrode 2)
  +-+     +-+     +-+     +-+
--+ +-+ +-+ +-+ +-+ +-+ +-+ +-+ +-+
      +-+     +-+     +-+     +-+

SEG1 (alles an)
    +---+   +---+   +---+   +---+
    |   |   |   |   |   |   |   |
----+   +---+   +---+   +---+   +---

SEG2 (Segmente die COM1 gegenüber liegen sind an)
  +---+   +---+   +---+   +---+   +--
  |   |   |   |   |   |   |   |   |
--+   +---+   +---+   +---+   +---+

SEG3 (Segmente die COM2 gegenüber liegen sind an)
--+   +---+   +---+   +---+   +---+
  |   |   |   |   |   |   |   |   |
  +---+   +---+   +---+   +---+   +--

Die Wellenform für alles aus darfst du dir jetzt selber ausdenken ;)

Die Segmente werden dunkel wenn die Spannung zwischen Segment- und 
Gegenelektrode 3V beträgt. Ansonsten liegen da 1,5V und das LCD lässt 
das Licht durch. Die 1,5 Volt kannst du über einen Spannungsteiler 
herstellen.

Autor: Werner B. (Gast)
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Autor: Georg C. (citkid)
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Werner B. wrote:
> Guckstdu hier...
>
> http://www.edn.com/article/CA268383.html?spacedesc...
Ich muß zugeben, dass ich bisher eine 2stellige 7segment LCD betrieben 
habe. Betrieben mit ext. Wechselspannung. Und nur testweise. Ich stand 
nämlich genauso vor der Frage - wie geht das?
Also die Doku zum Link zeigt eine Super Pösung mit mit µC. Bis auf 
meinen Fehler mit der µC-Wechselspannung, hier habe ich vergessen, dass 
in meiner Darstellung dann nur positive oder negative Impulse erzeugt 
würden; aber eben keine Wechselspannung, lag ich trotzdem richtig. Eine 
LCD benötigt Wechselspannung zum Zeigen und spannungslos zum nicht 
Zeigen. Wie man das löst ist nun mal egal. Es gibt halt intelligente 
Lösungen und andere. Wichtig ist eben nur das Ergebnis.

Autor: MisterT (Gast)
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Ich hab mir nun mal nen Atmega169 bestellt und werde es mal damit 
versuchen. Ansonsten habe ich von Atmel auch ne App Note zum betreiben 
der LCDs gefunden.

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