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Forum: Platinen Autorouten mit Target

Autor: Matthias (Gast)
Datum: 17.09.2007 16:45

Hi,

ich bin gerade dabei meine erste Platine zu layouten.
Da ich nicht Platinenrouten nicht gerade spannend finde,, würde ich
gerne den Autorouter damit beschäftigen. Ich verwende Target und finde
das Programm im Umgang wirklich sehr gut.

Nun habe ich den Autorouter Gridless Hybrid Router gestartet und mache
jeweils 100 Durchläufe. Leider schafft er es nicht alle Leitungen zu
routen.

Meine Frage wäre: Wie viele Durchgänge sollte man standardmäßig
einstellen ? Ich gebe ihm vor, dass er nur die untere Kupferschicht
hernehmen darf.
Autor: Thomas B. (owz)
Datum: 17.09.2007 17:05

Hallo Matthias,

Nur so eine Idee:
Routen mit nur einer Kupferebene... Da ist nicht mal ein Kreuzen von
Leitbahnen möglich, außer es geht irgend wie unter ein Bauteil durch. Da
kann der Autorouter unter umständen keine Lösung finden, weil es keine
gibt. Probiers einfach mal mit 2 Ebenen. Die Leiterbahnen auf der
Oberseite, kannst du z.B. als Drahtbrücken ausführen, wenn du keine
Doppelt Kaschierte Platte willst.

MfG Owz
Autor: Detlev T. (Gast)
Datum: 17.09.2007 17:07

1. Wenn das Entflechten von Platinen so einfach wäre, wären hier viele
Leute arbeitslos.
2. Das Routen beginnt schon mit dem Schaltplan und dem sinnvollen
Platzieren der Elemente
3. Es gibt nicht immer eine Lösung für das Routen, da die Kupferbahnen
sich auf derselben Ebene nicht kreuzen dürfen (Kurzschluss)
4. Selbst wenn es eine Lösung gibt, findet ein Autorouter sie nicht
immer.
5. Selbst wenn ein Autorouter eine Lösung findet ist sie nicht unbedingt
gut.
6. Selbst wenn sie gut ist, ist sie fast nie optimal.

Vielleicht von ganz ganz einfachen Projekten abgesehen ist immer eine
Menge Eingreifen des Benutzers erforderlich, um ein gutes Layout zu
machen. Überlege dir im Kopf, wie das Layout ungefähr aussehen soll, und
nimm den Autorouter dann als automatischen Leiterbahnenleger. Das ist
mein Rat
Autor: Stefan (Gast)
Datum: 17.09.2007 17:13

...guter Rat, ich kann mich nur anschliessen.
Autor: Horst Gschwandtner (Gast)
Datum: 17.09.2007 17:43

Vergiss den Autorouter - wir haben Ihn in der Firma aber der taugt
nichts bzw. bedarf es einer zeitaufwendige Konfiguration um überhaupt
ein mittelmäßiges Ergebnis zu bekommen.
Autor: Horst Gschwandtner (Gast)
Datum: 17.09.2007 17:43

ihn natürlich
Autor: Matthias (Gast)
Datum: 17.09.2007 18:24

OK, habs pr Hand gemacht. Aber danke für die Tipps
Autor: yalu (Gast)
Datum: 17.09.2007 18:44

Auch wenn's schon zu spät ist:

Beim Target-Autorouter erreicht man oft ein ganz ordentliches
Ergebnis, wenn man ihn einmal (mit den Standardoptionen) komplett
durchlaufen lässt, dann großzügig alle Leiterbahnen, die nicht gut
aussehen (zu lang, zu verwinkelt etc.), auflöst und den Router
anschließend ein zweites Mal startet. Mit "großzügig" meine ich ca. 25
bis 40% der verlegten Leiterbahnen.

Wenn es natürlich keine vollständige Lösung gibt, was bei einseitigen
Platinen oft der Fall ist, gibt es halt keine. Dann musst du dir mit
Brücken behelfen.

Oft kann man auch durch geschicktes Permutieren gleichartiger
Anschlüsse (bspw. Gattereingänge, Portleitungen etc.) im Schaltplan
das Routen vereinfachen. Beim Ändern der Portleitungen eines µC muss
natürlich die Software angepasst werden. Aber Software ist, wie der
Name sagt, weich und änderungswillig, im Gegesatz zur Hardware.

Alle Billigrouter (egal, ob Target oder Eagle) sind sehr unflexibel,
wenn man einzelne Leitungen garantiert kurz (bspw. Anschlüsse von
Quarzen uder Stützkondensatoren) oder breit (Stromversorgungslei-
tungen, Leistungsausgänge) haben möchte. Diese verlegt man meist
besser von Hand.

Zusammen mit einer guten Bauteilplatzierung und geschickten Zuordnung
gleichartiger Anschlüsse, die sowiso Handarbeit erfordert ist dann der
Weg zum komplett handgemachten Layout nicht mehr weit. Dieses ist
nicht nur von höherer Qualität, sondern sieht auch optisch viel besser
aus.

Der Autorouter ist ganz praktisch, um schnell zu erkennen, ob eine
Bauteilplatzierung halbwegs vernünftig ist: Schafft der Router nur
50%, dann sind die Bauteile schlecht oder zu dicht platziert. Schafft
er aber auf Anhieb 90%, kann ich fast sicher sein, von Hand 100%
hinzukriegen.

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