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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Amateurfunk-Lizenz erwerben?


Autor: funker (Gast)
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Hi,
wohin muss ich mich wenden, wenn ich eine Amateurfunk-Lizenz machen
will?
Wie aufwendig ist das? Muss man nur einen Test bestehen oder sind auch
Unterrichtstunden pflicht? Und was kostet der Spass?

Danke, John

Autor: Carsten Sprung (Gast)
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Die Prüfung nimmt dir die RegTP ab. Infos dazu findest du unter
www.regtp.de.

Grüsse

Autor: Bernd Schmidt (Gast)
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Autor: Joerg Wunsch (Gast)
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Erstmal würde ich normalerweise sagen, bißchen OT hier, geh' lieber
zur Newsgruppe de.comm.ham.  Allerdings ist diese Gruppe in den
letzten Jahren mächtig von einigen Trotteln zugemüllt worden, so daß
dort echte amateurfunkbezogene Themen mittlerweile schon ziemlich an
den Rand gedränt worden sind. :-(

Erstens: das Wort ,Amateurfunklizenz' gibt's nur in der
Umgangssprache.  Offiziell heißt das Teil mittlerweile ,,Zulassung zur
Teilnahme am Amateurfunkdienst''.  Diese erhält man bei der RegTP
nach
bestandener Prüfung.  Die RegTP findest Du im WWW
(http://www.regtp.de/), dort findest Du auch die Dir nahegelegenen
Außenstellen, die eine Prüfung abnehmen.  Prinzipiell darfst Du aber
zu jeder Außenstelle gehen, also nicht nur zu der, die Deinem Wohnort
am nächsten liegt.

Die zu beachtenden Gesetzlichkeiten findest Du ebenfalls dort,
allerdings ist das ringsum einiges.  Die Prüfungsgebühren sollten auch
da zu finden sein (aus dem Kopf kenne ich sie nicht).  An laufenden
Gebühren verlangt man nachher von Dir eine sogenannte
Frequenznutzungsgebühr (das ist der Anteil am Betriebsaufwand der
RegTP, der nicht vom Staat getragen wird, umgelegt auf die einzelnen
Nutzergruppen) und eine EMV-Gebühr, die der Deckung der Kosten der
RegTP dient, die zur Erkundung und Behebung elektromagnetischer
Störungen erforderlich sind und die nicht einem konkreten Verursacher
angelastet werden können.  Wenn beispielsweise Lieschen Müller einen
Fernseher bei Ladi kauft und Dich damit dann später beim Amateurfunk
beeinträchtigt, weil die Krücke ein kaputtes Schaltnetzteil hat, dann
kannst Du für das Aufspüren dieses Geräts bei Lieschen Müller die
RegTP in Anspruch nehmen.  Da Lieschen aber kein Vorsatz oder grobe
Fahrlässigkeit nachzuweisen ist (das Ding hat ein CE-Blemblem drauf
und Lieschen hat es im guten Glauben betrieben, daß damit alles in
Ordnung sei), werden die Kosten letztlich von allen getragen.
Umgekehrt gilt gleiches natürlich, wenn Dein Amateurfunksender die
Nachbarschaft beeinträchtigt, Du aber Deine Verpflichtungen
ordnungsgemäß eingehalten hast.

Die größte Amateurfunkvereinigung des Landes ist der DARC
(http://www.darc.de/).  Der ist in sogenannten Ortsverbänden
organisiert, und es ist im Allgemeinen keine schlechte Idee, beim
nächsten dieser OVs mal mit Deinem Anliegen vorzusprechen.  Manche
Ortsverbände organisieren auch Lehrgänge für eine Prüfung, aber auch
die, die sowas nicht selbst machen, können Dir vielleicht Tips geben.
Die Mitgliedschaft ist nicht Pflicht für den Amateurfunkbetrieb, aber
insbeonsdere, wenn Du am Austausch von QSL-Karten mit anderen
Funkamateuren interessiert bist, solltest Dir Dir das ruhig mal
überlegen, da dieser Verein seinen Mitgliedern das QSL-Büro mit der
entsprechenden internationalen Anbindung zur Verfügung stellt.  Man
kann die Karten natürlich auch mit der Post versenden, aber das dürfte
auf die Dauer auch teuer sein, und nicht jeder Funkpartner wird
gewillt sein, die Karten auf dem Postweg zu senden.

Der DARC sponsort auch eine Webseite mit einem Online-Lehrgang
einschließlich Prüfungssimulation für die Klasse 3 (Einsteigerklasse,
Betrieb auf 144...146 MHz und 430...400 MHz mit maximal 10 W
effektiver Strahlungsleistung) unter
http://www.amateurfunkpruefung.de/ (die Prüfungssimulation geht aber
nur mit Internet Explodierer oder altem Netscape).

Eine Prüfungssimulation für Klasse 1/2 (zwischen denen seit dem
kürzlich international beschlossenen Wegfall der Morseprüfung als
Voraussetzung für den Kurzwellenbetrieb nun praktisch kein Unterschied
mehr besteht) gibt's unter http://www.online-amateurfunkpruefung.de/
.

Selbst wenn Du nicht im DARC bist, solltest Du Dir zumindest unter
http://www.darc.de/bandplan/ die Bandpläne mal zu Gemüte führen.  Das
ist die vom internationalen Amateurfunkverband empfohlene und von den
Mitgliedsverbänden für ihre Mitglieder verbindliche Aufteilung der
Amateurfunkbereiche für die einzelnen Betriebsarten.  Es gehört daher
auch für Nichtmitglieder der Verbände zum guten Ton, sich daran zu
halten, und wird in der BRD offiziell dahingehend unterstützt, daß
(obwohl es formal kein Gesetz ist) die Prüfung Fragen zum zulässigen
Betrieb gemäß dieser Bandpläne mit eingebaut hat.

Die Prüfung ist mittlerweile für alle Klassen eine
,,Kreuzelprüfung''
(multiple choice, also wie Fahrschule).  Bis vor kurzem war Klasse 1/2
noch eine verbale Prüfung, bei der man zu jeder Frage was schreiben
mußte.  Hat beides Vor- und Nachteile.  Theoretisch kann man die
multiple choice Fragen auswendig lernen, ohne sie zu verstehen --
allerdings sind es wirklich recht viele.  Zum Glück, Amateurfunk soll
ja Experimentalfunk sein, so daß man vom Metier doch ein wenig Ahnung
mitbringen möchte.  Andererseits genügt natürlich ein winziger
Schusselfehler bei einer Kreuzelprüfung, daß man eine Frage falsch
beantwortet (und manche Fragen bei Klasse 1/2 muß man sich schon
wirklich gründlich durchlesen), während in der verbalen Prüfung der
Prüfer sehen konnte, daß der Prüfling das Thema verstanden hatte, und
gut war's.  Inhaltlich orientiert sich die multiple choice Prüfung an
dem, was auch zuvor für Klasse 1/2 abgefragt worden ist.

Ich habe beide Online-Simulationen neulich mal gemacht und in einem
Bruchteil der Zeit beide Prüfungen erfolgreich ,,abgelegt'', auch
nach
> 20 Jahren Afu-,,Lizenz'', ohne Vorbereitung.  Wenn man das einmal
verstanden hat, ist es also nicht so schwer.  Meine Frau hat
seinerzeit die komplette Klasse 1 Prüfung einschließlich der
Morseprüfung innerhalb von 6 Wochen (gemessen am Beginn der
Vorbereitungszeit) erfolgreich bestanden.  Wir hatten etwas Zeitdruck,
der nächste Prüfungstermin der RegTP stand fest, und die Genehmigung
wurde für einen Auslandsaufenthalt in St. Petersburg gebraucht.
(Gastlizenzen bekommt man generell nur unter Vorlage einer
heimatlichen Lizenz.  Lediglich bei längerfristigem Aufenthalt kann
man im Gastland alternativ dann dort die Prüfung ablegen.)  Dabei war
allerdings das Erlernen der Morsezeichen für Prüfungstempo 60 ca. 80 %
des Aufwandes...  (Normalerweise hat man dafür eher 1 Jahr angesetzt.)

73 de DL8DTL

Autor: funker (Gast)
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danke für die infos

Autor: DerDominic (Gast)
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Ich hatte meinen Lehrgang damals beim örtlichen OV gemacht.
Das war ein netter Kreis und immer sehr interessant.

Mitlerweile habe ich die Lizenz zurückgegeben.....

73 ex DF8VA

Autor: Joerg Wunsch (Gast)
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> Mitlerweile habe ich die Lizenz zurückgegeben.....

Warum eigentlich?  OK, sie wollen jedes Jahr paar Euros dafür, aber
selbst alte Bekannte, die schon seit geraumer Zeit praktisch nicht
mehr QRV sind, geben sie deshalb trotzdem nicht zurück.

Autor: Ralph (Gast)
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Guck' mal hierhin:

http://www.qsl.net/dj4uf/lehrg/main.htm

viele grüße
ralph

Autor: Andreas Schmitt (Gast)
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>> Mitlerweile habe ich die Lizenz zurückgegeben.....
>Warum eigentlich?  OK, sie wollen jedes Jahr paar Euros dafür, aber
>selbst alte Bekannte, die schon seit geraumer Zeit praktisch nicht
>mehr QRV sind, geben sie deshalb trotzdem nicht zurück.

kann ich auch nicht ganz nachvollziehen aber es wird bestimmt Gründe
dafür geben. Nun ich bin froh das ich, wenn auch nur die kleine Lizenz
seit Ende 1995 habe und befasse mich auch (Immerwieder monatlich
aufgefrischt durch die Abo's 2er Zeitschriften) nebenher regelmässig
damit. In der einen Zeitschrift ist zB. auch ein Kurs mittlerweile im
10. Teil über die Atmel-Controller. Soweit ich weiss gibts den aber
auch im Web.

Trotzdem das dieses Thema hier etwas OT ist, sind dort immer wieder
Bauanleitungen und Beschriebungen
(http://www.funkamateur.de/download/down3.htm) zu finden, wie zB. ein
RTTY-Monitor oder ein I2C-Bus Monitor, mit Mikrocontrollern und
LCD-Display einfachst und genau richtig für den Einstieg.

73 de DG9UBF, Andy in JN49GL

Autor: Frank Linde (Gast)
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Kleine Ergänzung noch zum Zeitrahmen: Da ich es im häuslichen Umfeld
damals irgendwie nicht gebacken bekommen habe, mich regelmässig in Ruhe
mit dem Thema zu beschäftigen, habe ich einen dreiwöchigen Intensivkurs
besucht. Hat sehr viel Spaß gemacht, weil man sich drei Wochen lang
unter Gleichgesinnten nur auf's Hobby konzentrieren konnte und im
Schnitt gehen über 90% der Teilnehmer mit der gewünschten und fast alle
Teilnehmer mit irgendeiner Lizenz nach Hause. Und es wurde sehr viel
Wert auf die Technik gelegt, so dass wirklich etwas hängen geblieben
ist, was man praktisch nutzen kann. Ein Jahr später haben die
Kenntnisse ohne Auffrischung jedenfalls auch noch für die kanadische
Lizenz gereicht...

73 de DK2FL/VE3FLD
Frank

Autor: Dominic thomé (Gast)
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>> Warum eigentlich?  OK, sie wollen jedes Jahr paar Euros dafür, aber

Naja, ein paar Euro ist leicht untertrieben. Und wenn Du die CW-Taste
so wie ich schon 10 Jahre nicht mehr in der Hand hattest überlegst Du
Dir auch, ob due den Frequenznutzungsbeirtrag wirklich zahlen willst.
Ich rief also bei unserer Aussenstelle der RegTP an und machte mich mal
schlau. Ich konnte dadurch die Lizenz zurückgeben und erhielt im
Gegenzu für 20€ eine Zeugnis das Bestätigt daß ich die Prüfung zur
Lizenzklasse 'B' (was ist das eigentlich heute ?) abgelegt habe. Das
heißt, ich kann jederzeit wenn ich mich wieder mit der Materie befassen
will (vielleicht als Rentner, wenn ich jemals einer werden sollte[Hallo
Herr SChröder]), ein Rufzeichen bekommen. OK, dann hab ich
höchtswahrscheinlich 3 Buchstaben im suffix, aber damit kann ich
leben.

Achja, falls jemand Interesse an einer FB33 hat, bitte melden....

73 DD

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