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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Fehler bei 2,8V und langsam sinkender Spannung?


Autor: Paul H. (powl)
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Hi!

Mein AVR Tiny26 Misst über den ADC und einen Spannungsteiler unter 
Benutzung der internen Referenzspannugn alle 10 Sekunden seine 
Versorgungsspannung und speichert diese in zwei Registern ab. Das 
Hauptprogramm fragt diesen Wert nun periodisch ab und schaltet die LEDs 
am AVR ab sobald die Spannung unter einen bestimmten Wert (bei mir 2,8V) 
gesunken ist.

Zusätztlich wird über I²C und einen Mega8 das Messergebnis immer an den 
PC gesendet um den Spannungsverlauf der Akkus zu beobachten.

Leider stellte ich schon 2 mal fest dass die Abschaltung der LEDs bei 
Akkubetrieb nicht funktionieren mag. Ich verstehe das garnicht, der µC 
arbeitete scheinbar korrekt weiter. Nur er wollte sich nicht abschalten. 
Noch paradoxer: bei Netzbetrieb mit meinem Labornetzteil funktioniert 
die Abschaltung!?

Jemand ne Ahnung was für ein Mysterium dahinter steckt? Ist es die nur 
sehr langsam sinkende Versorgungsspannung? Zufall? Arbeitet der µC schon 
bei 2,8V nicht mehr richtig? Läuft auf 8Mhz.

mfg PoWl

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Überleg mal: Die Referenzspannung beträgt 2,56V, deine Betriebsspannung 
2,8V...

Autor: Paul H. (powl)
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Geht über einen Spannungsteiler, überlesen? :-)

ADCwert von 1023 entspricht einer Betriebsspannung von ca. 4,21V. Wie 
gesagt funktioniert es ja am Netzteil, wenn ich die Spannung langsam 
verringere, einwandfrei. Nur mit den Akkus geht es eben nicht.

mfg PoWl

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Naja, ich war hiervon ausgegangen:
> Arbeitet der µC schon bei 2,8V nicht mehr richtig?

Autor: Paul H. (powl)
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Also der µC kann seine Referenzspannung aufrechterhalten bis die 
Versorgungsspannung darunter sinkt. Als AREF hab ich allerdings auch 
sowas um die 2,8V gemessen, darunter sinkt der ADCwert natürlich einfach 
nicht mehr. So genau hab ich jetzt nicht nachgeschaut. Ich glaub der 
niedrigste ADCwert war 640 den ich bekommen hab.

Jedenfalls wird das ding bei einem ADC-Wert gleich oder kleiner 680 
abgeschaltet. Diese Erkennungsroutine wird immer durchlaufen. Ob das 
Programm weiterläuft oder sich irgendwo im nirgendwo verfängt weiß ich 
nicht. Die Timer-ISR die die ADC-Messung startet und die ganze Routine 
um die Messergebnisse per TWI wegzuschicken funktionieren aber auch noch 
einwandfrei, deshalb versteh ich beim besten Willen nicht wo hier der 
Fehler liegt.

Funktioniert unterhalb von 3V beim Tiny26 irgendwas nicht mehr richtig 
sodass er das nicht mehr erkennen kann? Habe jetzt die Grenze mal auf 3V 
gelegt, vielleicht geht es besser.

Allerdings versteh ich dann auch nicht wieso das alles einwandfrei mit 
dem Netzgerät funktioniert. Alles sehr komisch.

mfg PoWl

Autor: Andreas K. (a-k)
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Kleiner Tip am Rande: Wenn du als ADC-Referenz Vcc nimmst und den 
ADC-Muxer auf die 1,1V-Referenz einstellst und diese misst, kriegst du 
ein vergleichbares Ergebnis komplett ohne externem ADC-Eingang und 
Spannungsteiler.

Autor: Paul H. (powl)
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Belehrt mich eines Besseren aber afaik hat der Tiny26 keine 1,1V 
referenz, konnte auch im Datenblatt diesbezüglich nix finden. Aber ich 
schau nochmal, danke! Würde mir zumindest Portpins einsparen.

Allerdings liegt das Prob nicht am ADC! Der funktioniert, immerhin 
bekomme ich ja die Werte noch weiterhin zuverlässig an den PC geschickt.

Das ist ja das merkwürdige :-( Irgendwie ist das aussichtslos. Ich 
probiers nun mal in dem ich die untere Spannungsgrenze auf 3V stelle ob 
es da besser geht.

mfg PoWl

Autor: Andreas K. (a-k)
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Hast ja recht. Sind 1,18V. MUX=11110.

Und falls du diese Referenz immer noch unter REFS suchst, hast du das 
Prinzip dieser Messung nicht verstanden.

Autor: Paul H. (powl)
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nein hab shcon verstanden was du meinst, hab ich wohl übersehen, danke, 
werd ich einbauen ;-)

Autor: Arno R. (conlost)
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Hallo,

könnte es eventuell daran liegen, das nach abschalten der LEDs die 
Spannung bei Akkubetrieb wieder leicht ansteigt, was beim Netzgerät ja 
nicht der Fall sein wird ?

Es grüßt,
Arno

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Eine Batterie kann man sich als Konstantspannungsquelle mit 
Reihenwiderstand vorstellen. Die Spannung bleibt immer konstant, bloß 
der Widerstand nimmt zu.

Beim Netzteil bleibt der Innenwiderstand aber klein und Du drehst die 
Spannung runter.

Warscheinlich sinkt die Spannung, die LEDs schalten ab, die Spannung 
steigt wieder, die LEDs schalten zu usw. bis irgendwann die Spannung zu 
klein ist, um rechtzeitig abzuschalten.

Du müßtest ne große Hysterese oder nen Einschalttaster nehmen, um die 
LEDs wieder anzuschalten.


Peter

Autor: Paul H. (powl)
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Die LED wird garnicht erst abgeschaltet. Ist sie erstmal abgeschaltet 
bleibt sie auch aus und die Software springt in eine Schleife rein. 
Allein schon um zu verhindern dass sie ständig ein und aus geht wenn die 
ADC-Messung schwankt.

Naja, hab schon seit ein paar Stunden akkus dran hängen und grade ist 
die Spannung mal wieder rapide am fallen. Werde das ganze mal "live" 
beobachten.

mfg PoWl

Autor: Paul H. (powl)
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Seltsam, jetzt hat es funktioniert?

Lag es doch daran dass vorher die Spannung des AVR zu niedrig war um 
diese Operation gescheit auszuführen?

mfg PoWl

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