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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Durchblick bei ARM Development Tools gesucht


Autor: Thomas (Gast)
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Hi zusammen,

ich brauche Eure Hilfe bei einer Entscheidung zum Thema ARM Development 
Tools. Ich google jetzt schon seit ein paar Stunden zum Thema 
Development Kits für einen Arm7 und blicke nicht mehr durch.

Konkret stelle ich mir die Frage, welche Development Tools am Besten für 
meine Anwendung geeignet sind und ich hoffe mal, dass der ein oder 
andere erfahrene Arm Profi mir hier vielleicht ein paar hilfreiche Tips 
geben kann.

Meine Aufgabenstellung:
Ich möchte einen AT91SAM7X-128 (evt. 256) programmieren. Wichtig ist 
mir, dass ich das Teil (mit möglichst wenig Aufwand) in C programmieren 
kann. Dabei kommt es mir insbesondere auf eine gute Netzwerk Bibliothek 
an (ich will mich nicht mit Low Level Sachen wie Arp, ICMP etc. 
aufhalten müssen).
Darüber hinaus wäre eine USB Bibliothek wünschenswert - aber nicht 
zwingend notwendig.

Auch wichtig sind mir Beispiel Programme, gute Dokumentation und im 
optimal Fall vielleicht ein Wizzard, der bei der Grundkonfiguration 
hilft.

Ich ziehe dabei sowohl freie Software wie auch kommerzielle Angebote in 
Betracht und habe dazu einige Fragen:

1. Wie sieht es mit der Netzwerk/USB Unterstützung aus, wenn man auf GCC 
basierende IDEs benutzt?
2. Falls 1., kann ich mein Programm dann noch verkaufen ohne die GPL zu 
verletzen?
3. Ich habe bei KEIL das RealView MDK gefunden. Das kann scheinbar viel 
zu viel und kostet dementsprechend über 4000$. Habe ich da bei Keil nur 
nicht das Richtige gefunden, oder muss ich dort wirklich so viel 
ausgeben, wenn ich auch eine Netzwerk Library haben möchte?
4. Ich habe auf der IAR Seite meine Fragen bezüglich Netzwerk nicht 
klären können. Bieten die nur einen Compiler/Debugger? Was kostet das 
IAR Paket ungefähr (falls ich das Netzwerk übersehen habe)? Nach welchem 
Produkt muss ich suchen?
5. Hab ich irgendeine nennenswerte IDE übersehen?

Danke schonmal im voraus,
Thomas

Autor: Dietmar E (Gast)
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> kann ich mein Programm dann noch verkaufen ohne die GPL zu
verletzen?

GPL-Programme darf man immer verkaufen.

Autor: Olli (Gast)
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Ich kann dir denn IAR nur wärmstens empfehlen. Hab den im Büro, echt 
super. Der kostet auch nicht allzu viel.

Euer Olli

Autor: let (Gast)
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Zu 1.
Für den GNUARM und seine Ableger gibt es µIP und lwIP. Ob die
den SAM7X unterstützen weiß ich allerdings nicht. 'out of the box'
wohl eher nicht. Da ist googeln angesagt.

Zu 2.
Die GPL des GCC ist kein Problem da seine Bibliotheken LGPL'ed sind.

Zu 3.
Ich fürchte die Preise hast du richtig interpretiert...

Zu 4.
IAR hat soweit ich weiß keinen TCP-Stack. Ich habe mal eine
Implementierung eines anderen Anbieters gefunden der 3000$
dafür haben will. Meiner Ansicht nach ergibt es nur dann einen Sinn
einen kommerziellen Stack einzusetzen wenn Support und 'Time to market'
entscheidend sind. lwIP ist recht verbreitet und wird gerne bei
DSL-Routern eingesetzt. Der Stack braucht allerdings ~20-30k RAM
wenn ein hoher TCP-Datendurchsatz gefordert wird. Falls nicht oder wenn
in erster Linie UDP verlangt wird, reicht vielleicht auch der deutlich
schlankere uIP Stack.
Der Preis für eine IAR Umgebung liegt angeblich bei 3000$, kann
aber vielleicht ausgehandelt werden wenn man eine Ein-Mann Firma
betreibt.

Zu 5.
Neben den freien Umgebungen WinARM, Yagarto/Eclipse gibt es noch
Crossworks von Rowley. Die bieten eine Gcc-basierte IDE für ~100€
bzw. ~1000€ an (privat/kommerziell). Ein RTOS wird mitgeliefert.
Dann ist da CodeSourcery die zusammen mit ARM an dem GCC rumbasteln.
Die bieten auch eine kommerzielle Umgebung mit GCC und IDE an.
Bei Rowley könnte ich mir vorstellen das die uIP und/oder lwIP
in irgeneiner Form (Demo Code) integriert haben.

Ich selbst mache beruflich (nebenbei) mit WinARM/Eclipse und LPCs
rum. Beim LPC2368 kommt derzeit lwIP zum Einsatz. Der Stack ist mir
aber zu groß und TCP Performance ist sekundär. Daher werde ich
mir in absehbarer Zeit den µIP etwas näher ansehen. Im neuen Jahr
wird es nämlich ernst mit den ARMen ;).

Autor: gerhard (Gast)
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hallo thomas,
hier meine 5 cent zu deiner frage:

wenn es "nichts" kosten soll (open surce) dann folgende lösungen:
-) ide/compiler/debugger:
www.yagarto.de
-) rtos/tcp/ip:
www.freertos.org
-) usb:
atmel usb framework:
http://www.atmel.com/dyn/products/tools_card.asp?t...
portierung f. gcc:
http://www.siwawi.arubi.uni-kl.de/avr_projects/arm...


wenn es was kosten darf:
-) ide/compiler/debugger:
www.iar.com (3000,- bis 5000,-€)
-) rtos/tcp/ip:
www.cmx.com (~3500,-€)
-) usb:
www.hcc-embedded.com (~3500,-€)

gruss
gerhard

Autor: Robert Teufel (Gast)
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Schau bei IAR mal nach dem Begriff "Power-Pac" das ist dann schon mal 
Compiler/Debugger/OS

http://www.iar.com/p176854/p176854_eng.php

USB ist meines Erachtens extra.

Robert

Autor: Thomas (Gast)
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Danke für Eure vielen hilfreichen Antworten. Offenbar gibt es eine ganze 
Menge möglicher Lösungen. Ich denke, dass ich mir mal den uIP Stack 
anschauen werde, da ich kein TCP (aber UDP) benötige.

Wenn dass nichts wird, so scheint mir die Software von Keil noch fast 
mit die günstigste zu sein, auch wenn Compiler + RL Library ca. 8000$ 
kosten (vielleicht kann man die ja direkt international bestellen und in 
$ zahlen).
Außerdem ist es natürlich ein deutlicher Zeitgewinn, wenn man direkten 
Telefon Support mit dazu bekommt.

Gruß,
Thomas

Autor: gast (Gast)
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Schau Dir mal die winIDEA an (kostenlos für privat!)

http://www.isystem.com/653/Develop._Hardware/Produ...

Autor: Thomas (Gast)
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Das winIDEA scheint mir gnadenlos günstig zu sein - aber von Netzwerk 
lese ich da nichts. Einen Arm Compiler samt IDE zu finden scheint mir 
auch nicht das Problem. Eher eine Art "Komplettset", was auch 
Bibliotheken mitbringt und diese venünftig einbindet.

Trotzdem Danke,
Thomas

Autor: Thomas (Gast)
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Ich überlege gerade, ob es nicht auch eine Alternative sein könnte den 
AVR32 mal auszuprobieren. Arm ist zwar sehr verbreitet - aber die IDE 
samt Bibliotheken sind sehr teuer. Beim AVR32 scheint es die 
Entwicklungsumgebung (basierend auf Eclipse) samt haufenweisen 
Beispielen kostenlos zu geben. Sehr interessant scheint mir da auch zu 
sein, dass es direkt die Treiber für die gesamte Peripherie inkl. 
Webserver Beispiele dazu gibt.
Für eine kleine Firma wie unsere wäre das eventuell eine echte 
Alternative, weil wir uns 8000$ nur schwer leisten können. Habt ihr da 
schon Erfahrungen mit gemacht?

Gruß,
Thomas

Autor: Marko Hörner (vitis01)
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Naja, die Toolchain für den AVR32 ist bislang aber alles
andere als einfach zu benutzen.
Das AVR32-Studio ist nicht ausgereift.
Die Linux-Version hinkt hinter der Windows-Version hinterher
und die Windows-Version macht bei mir zumindest auf 3
verschiedenen Rechnern den TÜV-Blinkertest.
Geht, geht nicht, geht, geht nicht, geht, geht nicht ...

Autor: ml (Gast)
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Hallo, ich schließe mich hier mal an. Ich soll auch den AT91SAM7X-128 
benutzen. Ich muß CAN, I2C, SPI und Ethernet verwenden. Auf dem Netzwerk 
muss SNMP laufen. Was nehme ich am besten? 3000euro sind sicher drin, 
8000euro wäre ein Problem.

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