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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik externes Clocksignal - ATmega8515 geht kaputt :(


Autor: Julian Krick (illuminatus)
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Hallo Leute,
ich wollte einen ATmeg8515 mit einem externen Takt versorgen, der von 
einem anderen Chip bereitgestellt wird. Um ihn weiterhin seriell 
programmieren zu können, brauchte ich daher einen Taktgeber am 
Programmier-Adapter, wofür ich einen NE555 genommen habe.
Nachdem es erstmal nicht ging und ich im Datenblatt nachgesehen habe, 
habe ich, um die richtige Spannung am XTAL1 hinzubekommen, noch einen 
Schmitt-Trigger hinter den NE555 geschaltet.
Alles ist auf der gleichen Platine und benutzt die selbe Spannungsquelle 
(Labornetzteil). Das Signal des NE555 war wunderbar sauber, hab am Oscar 
nachgeguckt.
Nun ging es immer noch nicht. Also hab ich einen anderen ATmega8515 in 
die Fassung gesetzt (der noch auf den internem Taktgeber eingestellt 
war) und versucht, diesen auszulesen, um zu gucken, ob vielleicht das 
halbe MHz vom NE555 schon HF-Störungen verursacht. Und tatsächlich, den 
anderen ATmega8515 konnte ich auch nicht auslesen.
Ich habe also noch ein bisschen weiter rumprobiert (aber im 
Programmieradapter selbst nichts weiter gelötet als an XTAL1 und Klemmen 
für die Spannungsversorgung), mit dem Erfolg, dass hinterher auch die 
ATmega8515s mit internem Taktgeber ohne NE555 nicht mehr funktionierten. 
Hab sie wohl irgendwie geschossen, vermute ich. Woran liegt das?

Achja, um die µC zu testen, ob sie mit dem NE555 an bzw. aus 
funktionieren, habe ich sie mittels PonyProg beschrieben und geguckt, ob 
der "Write successful" war. Kann es sein, dass nichts durchgebrannt ist, 
sondern lediglich irgendwas wichtiges überschrieben wurde, weil durch 
die Störungen anstatt korrekter Befehle eben nur Müll angekommen ist?

Wäre dankbar für eure Hilfe. Ich habe heute 3 tapfere µC verloren! :'(
Schönes Wochenende!
Julian

Autor: Johannes M. (johnny-m)
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Hast Du auch daran gedacht, dass die ISP-Frequenz höchstens 1/4 des 
CPU-Taktes sein darf? Das macht bei 500 kHz CPU-Takt nur noch max. 125 
kHz ISP-Frequenz. Schau mal in den Einstellungen nach. Ich weiß jetzt 
aber nicht ob (und wenn ja, wo) man in PonyProg die Frequenz einstellen 
kann, weil ich noch nie das Bedürfnis hatte, einen AVR mit so niedriger 
Taktfrequenz zu programmieren. Müsstest Du mal schauen.

Autor: Julian Krick (illuminatus)
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Doch klar, da hatte ich dran gedacht. Ich wollt's einfach mal 
ausprobieren, weil ich ne NE555-Schaltung noch rumliegen hatte und mir 
dachte, die eben zu nehmen ist einfacher als nen Quarzoszillator zu 
bauen.
Das Problem ist ja, dass auch die Chips, die noch auf den internen 
Taktgeber eingestellt sind, jetzt nicht mehr gehen, nachdem sie in der 
Schaltung waren.
Ich hatte sie eingesetzt, um zu testen, ob es eventuell an HF-Störungen 
liegt, dass es nicht geht.

Nen Kurzschluss kann es nicht gegeben haben, das hätte das Labornetzteil 
angezeigt.

Brennt vielleicht irgendwas im µC durch, wenn ich irgendwas an den 
XTAL1-Pin hänge, obwohl die FuseBits noch für den internen Taktgeber 
konfiguriert habe?

Irgendwie kommt mir das alles höchst seltsam vor.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Mit welcher Schaltung hast Du denn den 555 auf 500kHz hochtritzen 
können?

Da ist der schon mächtig am ackern und zieht ordentlich Stromspitzen.
Daß das aufm Oszi noch rechteckähnlich sein soll, kann ich kaum glauben.

Nenn mal die komplette Bezeichnung und den Hersteller des 555, manche 
kommen etwas höher als der Originaltyp.
Man sollte aber ab 100kHz keinen 555 mehr nehmen.
Z.B. ein 74HC14-Gatter mit RC-Glied ist da wesentlich besser geeignet.

Und wenns der TTL-Typ ist, schafft der auch keine 5V. Kann gut sein, daß 
der AVR sich total verfust hat, wenn die Amplitude nicht stimmt. Dann 
hilft nur noch ein HV-Programmer (STK500).


Peter

P.S.:
Ich geh mal davon aus, daß Du den 555 mit der gleichen VCC versorgt 
hast, wie den AVR.
Daß Spannungen größer oder vor VCC and den Pins anliegen, mögen die AVRs 
nämlich garnicht, kann tödlich sein (parasitärer Tyristoreffekt).

Autor: Julian Krick (illuminatus)
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Danke für die Antwort erstmal.

Der NE555 war TTL und hat auch keine 5V geschafft. Um die erforderliche 
Mindestspannung für HIGH am XTAL1-Pin hinzubekommen, war noch ein 
Schmitt-Trigger dazwischen. Der sollte dann spätestens ein sauberes 
Rechtecksignal draus gemacht haben, am Oskar sah es zumindest wunderbar 
aus.

Die Schaltung für den NE555 war ganz normal, mit Kondensator und Poti 
zum Regeln, das Maximum war eben 500kHz.

Ja, die Spannungsquelle für den NE555 und den Operationsverstärker und 
den AVR war die selbe, aber jeweils nur 5 Volt. Wie sollte es denn da zu 
Spannungsspitzen kommen?

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