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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Anekdoten aus dem Berufsleben - Der Schildbürgerstreich


Autor: Rallye-Maxe (Gast)
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Es war einmal eine kleine (naja, doch eher eine große) Firma an einem 
großen deutschen See (dem größten angeblich), die gelüstete es, neue 
Produkte zu bauen. Genauer: Sie hatten einen neuen Auftrag und suchten 
Leute. Da sie schwach besetzt und mit Knowhowträgern unterversorgt 
waren, die Kunden aber drängten, sollten viele Externe hinzugezogen 
werden und um die zu finden, wurde eine ganze Horde an Suchern und 
Vermittlern losgeschickt, das Internet und die ganze Welt nach 
entwicklungswilligen Menschen zu durchforsten.

Schon tags darauf quollen die Foren über, vor lauter Angeboten ähnlichen 
Inhalts, wurden Versprechungen gemacht über die Situation und die 
Zustände in der Firma am großen See, so sei die Bezahlung wörtlich 
überirdisch

So rafften sich die Intelligenten und Gelehrten des Landes auf, sich zu 
bewerben um eine der wundervollen Positionen bei der Firma am großen 
See.

Und oh Wunder: Selbst hohe Stundensatzforderungen wurden von anbietenden 
Werbern und Vermittlern klaglos akzeptiert, flux Daten und Namen 
notiert, um sie den Entscheidern dort vorzulegen. Doch kaum hatten die 
Gelehrten die Vorverträge unterschrieben, hörten sie gar nichts mehr den 
großen Jobs. Selbst nachzufragen, war ihnen verboten und laut Vertrag 
dürfen sie 12 Monate lang keinen Kontakt zu den firmen herstellen, da 
dies als "Verkaufsaktivität" gewertet werden könnte und die Advokaten 
auf den Plan rufen könnte.

Eine Gelehrte hatten den Braten auch gerochen und die seltsamen Verträge 
erst garnicht unterschrieben, andere hatten ungewollt doppelt 
unterschrieben, sodaß sich die Vermittler und Werber um die Gelehrten 
schlugen und sich gegenseitig auszustechen versuchten.

Die Firma am großen See indes bekam von der Vielzahl der Gelehrten so 
garnichts mit, die schlauen Werber und Vermittler präsentieren den 
verdutzten Chefs einige Halbgelehrte, die sogenannten "Helbleeren", die 
dann die Arbeit machen mussten. So hatten die Werber einen großen Profit 
und die Gelehrten ausgeschaltet und konnten diesen dann ganz andere 
Aufträge präsentieren zu viel niedrigeren Sätzen. So haben die schlauen 
Werber die Gelehrten und die Firma gleichermassen ausgetrickst und den 
fetten Profit gemacht und beide voll im Griff.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann vermitteln sie noch heute.

P.S. :

Hoffen wir, daß die Halbgelehrten die Software einigermassen hinbringen, 
auf das Bagger graben, Kühlschränke kühlen und Flugzeuge fliegen mögen.

Autor: clio (Gast)
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Ist diese Firma zufällig in Radolfzell ansässig?

Autor: Petri (Gast)
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Gegenfrage: Kommen die Schildbürger aus Radolfzell ?

Autor: Axel (Gast)
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Mein lieber Herr, was es doch alles gibt :D

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