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Forum: Mikrocontroller und Elektronik ADXL213 mit C167CR auswerten

Autor: Peter (Gast)
Datum: 20.12.2007 11:17
Dateianhang: adxl213.pdf (269,6 KB, 111 Downloads)

Hey,

ich habe es jetzt geschafft den ADXL213 Neigungssensor (ähnliche
Funktionsweise wie ADXL202) mit meinem uC, einem C167CR auszuwerten.
Der Sensor liefert ein seinem Neigungswinkel proportionales
Tastverhältniss eines Rechtecksignals.
Dieses Tastverhältniss schwankt zwischen minimal 20% (Winkel=-90°) und
maximal 80% (Winkel=+90°).

Ich verwende für jede Achse einen Timer in Gated Timer Mode zum
auswerten.
Der Timer zählt also solange das Ausgangssignal des Sensors HIGH ist.
Somit erhalte ich einen dem Tastverhältniss proportionalen Timerwert.
Mit absteigender Flanke wird der Timer in einem Interrupt ausgelesen und
wieder 0 gesetzt.
Mein C167CR liefert mir nun Werte zwischen 480(20%) und 2000(80%).
Diese Verteilung ist zwar nicht ganz linear, aber man kann damit
rechnen. Ich habe nähmlich eine Bandbreite von 1520 Werten.
Im Dateianhang befindet sich ein Datenblatt des Sensors, wo auf Seite 8
der Verlauf des Tastverhältnis dargestellt ist. Für die errechnung des
Winkels wird nur die X-Achse betrachtet, die Y-Achse könnt ihr euch also
wegdenken.
Ich habe 30%Tastverhältnis pro g und einen Offset von 50%.
Ich ziehe nun von dem erhaltenen Timerwert die 50% Offset ab und
dividiere diesen Wert durch 30%.
Meine Formel zur Winkelberechnung:
winkel= (aktueller_timerwert-wert50%)/(wert50%-wert20%);
Damit erhalte ich Werte zwischen +1 und -1, die ich mithilfe von
ArcusSinus in einen Winkel umwandeln kann.
Das funktioniert und der Winkel passt auch.

Mein Problem ist nun folgendes:
Der errechnete Winkel erstreckt sich nicht stufenlos von +90° bis -90°.
Bei einem Wert von 2000 erhalte ich folgenden Winkel:
winkel = (2000-1240)/(1240-480)=1 =>asin(1)=90°
das passt.
Der nächstkleinere Wert ist allerdings 1999.
Wenn ich nun 1999 in die Formel einsetze erhalte ich
winkel=759/760=099868 =>asin(0.99868)=87°
Ich brauche allerdings einen Winkel von zumindest 89°.

Habt ihr eine Idee, wie ich meine Formel ändern könnte, oder was ich
falsch gemacht habe.

MfG. Peter
Autor: Michael K. (mmike)
Datum: 20.12.2007 11:51

Du musst die Timerauflösung erhöhen!
Wenn Du sehr genaue Winkelauflösungen willst, dann fahr die Bandbreite
runter (ist bei mir bei ca. 0.5Hz) und dann kommst Du auch in 1/100°
Regionen (relativ).
Ich hab das Ganze auch schon mal durchexerziert und hier der Code (nicht
dokumentiert und optimiert und zudem noch für nen AVR):
#include <avr/io.h>
#include <avr/interrupt.h>


#include <math.h>
#include "m_usart.h"
#include "fcts.h"
#include "main.h"


// Globals
volatile uint32_t  value, pw;
volatile uint16_t  endpw, endvalue;
volatile uint8_t    MState = 0;



// ISR's ******************************************************************************
ISR (SIG_UART_RECV)
{
  uint8_t ch;
  ch = UDR;
}

ISR (TIMER1_OVF_vect)
{
  if (MState < 2)
    value += 65535;
  if (MState < 3)
    pw     += 65535;
}

ISR (INT0_vect)
{
  if (MState == 0)
  {
    Enable16bitTimer ();
    EnableEInt0Falling ();
    MState++;
  }
  else if (MState == 1)
  {
    endvalue = TCNT1;
    EnableEInt0Rising ();
    MState++;
  }
  else if (MState == 2)
  {
    endpw = TCNT1;
    Disable16bitTimer ();
    DisableEInt0 ();
    MState++;
  }
}

double MeasureAngle ()
{
  value   = 0;
  pw     = 0;
  MState   = 0;
  TCNT1    = 0;
  EnableEInt0Rising ();

  while (MState < 3);

  pw += endpw;
  value += endvalue;

  // 0.49 = ZeroGBias (normalerweise 0.5)
  // 0.3  = Sensitivity pro g
  double ratio = (((double)value / (double) pw) - 0.49) / 0.3;

  double angle = asin (ratio) * RAD2DEG;

  return angle;
}

/*******************************************************************************************/
int main ()
{
  // Locals

  DDRD   = 0x00;
  PORTD  |= (1 << PD2) | (1 << PD3);        // Enable pullups

  DDRC = 0xFF;
  PORTC = 0xFF;

  // Value init
  pw = 0;

  Init_UART ();

  sei ();

  for (;;)
  {
    uint8_t  i;
    uint8_t count = 250;
    double mangle = 0.0;
    double rangle = 0.0;

    for (i = 0; i < count; i++)
    {
      mangle = MeasureAngle ();
      rangle += mangle / (double)count;
    }
    
    long   rvalue = (int)(rangle * 100.0);
    
    if (rvalue < 0)
    {
      uart_putc (' ');
      uart_putc ('-');
      rvalue = -rvalue;
    }
    uart_putc (0x30 + (rvalue % 10000) / 1000);
    uart_putc (0x30 + (rvalue % 1000) / 100);
    uart_putc ('.');
    uart_putc (0x30 + (rvalue % 100) / 10);
    uart_putc (0x30 + (rvalue % 10));
    uart_putc ('\n');
  }
  
  return 1;
}

Hoffe es hilft!

Grüße,
Michael
Autor: Michael K. (mmike)
Datum: 20.12.2007 11:55
Dateianhang: adxl213.png (10,6 KB, 50 Downloads)
preview image for adxl213.png

Hier noch meine math. Herleitung ....

Grüße,
Michael
Autor: Peter (Gast)
Datum: 20.12.2007 15:31

Hey,

meine Timerauflösung ist bereits auf dem maximal möglichen, nämlich bei
einer Abtastubngsperiodedauer von 0.4us.
Allerdings ist unser Sensorausgangssignal relativ 'hochfrequent',
nämlich 1kHz.
Ich nehme an du meinst mit Bandbreite die Frequenz des Sensors?
Es gibt aber auch im Datenblatt eine Bandbreite zu bestimmen, mit den
beiden Kondensatoren, wobei ich die auf ca 25Hz (Cx=0.22uF) habe. Wozu
diese Bandbreite genau dient habe ich nie verstanden, ich weiß nur ich
würde gerne 25 Mal pro sekunde einen Winkel bekommen.

Mit dem Code fang ich leider nichts an, weil ich die Programmiersprache
nicht kenne und somit auch den Code nicht verstehe.
Und die mathematische Herleitung ist eh ungefähr so wie bei mir.

Danke trotzdem Mal für die Hilfe.

MfG. peter
Autor: Michael K. (mmike)
Datum: 20.12.2007 22:32

Sofern ich es verstanden habe bestimmt die Bandbreite die
"Schnelligkeit" des Sensors. D.h. bis zu welcher Frequenz können
Bewegungen des Sensors bei eingestellter Bandbreite noch detektiert
werden. Bei meiner Beschaltung hat der Sensor noch eine Bandbreite von
0.5Hz um das Rauschen maximal zu unterdrücken(Siehe Tabelle 6 RMS
noise[mg]). Wird jetzt der Sensor schlagartig geneigt, so läuft der
gemessene und ausgegeben Wert dem aktuellen Wert nach ....

> Allerdings ist unser Sensorausgangssignal relativ 'hochfrequent',
> nämlich 1kHz.
Die Ausgabe des Sensorsignals T2 (in Deinem Fall rund 1ms) wird über R2
bestimmt.
T2(s) = Rset / 125MOhm
Datenblatt Seite 1 unter dem functional block diagram ....
für eine Ausgabe von 25 Hz brauchst Du:

T2 (25Hz) = 40ms

40ms = Rset / 125MOhm

RSet = 125e6 * 40e-3 = 5e6 Ohm = 5 MOhm

> Mit dem Code fang ich leider nichts an, weil ich die Programmiersprache
> nicht kenne und somit auch den Code nicht verstehe.

C !!??

Grüße,
Michael

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