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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Mikrocontroller-Code und die GPL


Autor: Gast (Gast)
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Hallo,

ich hatte meinen (Assembler-)Code für diverse RC-Modellbau Projekte 
unter der GPL im Internet zugänglich gemacht.

Nun verdient jenmand mit meinen Programmen Geld bei ebay (ist durch die 
GPL ja erlaubt), aber ohne Nennung meines Namens und ohne 
Sourcecode-Weitergabe.

Meine Frage: wie kann ich verhindern, dass die GPL augehebelt wird? 
Jemand brennt einen Mikrocontroller mit meinem Code, schützt gegen das 
Auslesen, wie kann ich dann beweisen, dass da drin mein Code läuft?

Dies betrifft eigentlich jede mögliche Lizenz für 
Mikrocontroller-Software.

Müsste ich wirklich ein Gerichtsverfahren anstrengen, um die Herausgabe 
des Codes zum Beweis der Urheberschaft zu erzwingen?

Danke!

Autor: Niels Hüsken (monarch35)
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Gast wrote:

> Nun verdient jenmand mit meinen Programmen Geld bei ebay (ist durch die
> GPL ja erlaubt), aber ohne Nennung meines Namens und ohne
> Sourcecode-Weitergabe.

Das ist dann wohl ganz klar ein Verstoß. Ich würde einen Anwalt mit 
Branchenkompetenz (IT-Recht) konsultieren. Du solltest auf jedenfall 
erstmal Sicherstellen, daß es sich tatsächlich um deinen Quellcode 
handelt.

Autor: Jadeclaw (Gast)
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Gast (Gast) schrieb:
> Meine Frage: wie kann ich verhindern, dass die GPL augehebelt wird?
> Jemand brennt einen Mikrocontroller mit meinem Code, schützt gegen das
> Auslesen, wie kann ich dann beweisen, dass da drin mein Code läuft?
Nur, in dem man dafür sorgt, daß bei Signalkombinationen, die im 
normalen Betrieb nicht vorkommen, ein bestimmter Code oder Sequenz 
ausgegeben wird. Da aber derjenige die Source hat, kann sowas 
ausgehebelt werden, in dem derjenige diese Fallen entfernt und neu 
übersetzt. Evtl. auch ein bestimmtes Timingverhalten kann als Nachweis 
dienen.

> Dies betrifft eigentlich jede mögliche Lizenz für
> Mikrocontroller-Software.
Ja.

> Müsste ich wirklich ein Gerichtsverfahren anstrengen, um die Herausgabe
> des Codes zum Beweis der Urheberschaft zu erzwingen?
Leider ja. Wenn der Nachweis gelingt, eine recht sichere Sache, wie 
Verfahren in der jüngeren Vergangenheit bewiesen haben. Den Nachweis zu 
führen, wird schwierig.

Gruss
Jadeclaw.
( not logged in )
Disclaimer: Dies ist keine Rechtsberatung, sondern lediglich eine 
Rechtsmeinung, da ich kein Jurist bin. Für rechtsverbindliche Auskünfte 
ist ein zugerlassener Rechtsanwalt zu konsultieren.

Autor: Peter (Gast)
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Sag das mal denen: http://gpl-violations.org/
Die sind heiß auf sowas.

Autor: gast (Gast)
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oder schreib ihm eine drohmail dass du dass dem finanzamt und/oder EAR 
meldest wenn er das nicht unterlässt 8)
(ich gehe mal davon aus dass er das ohne gewerbe und ohne elektroschrott 
anmeldung verkauft) g

Autor: Unbekannter (Gast)
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> Nun verdient jenmand mit meinen Programmen Geld bei ebay (ist durch
> die GPL ja erlaubt), aber ohne Nennung meines Namens und ohne
> Sourcecode-Weitergabe.

Warum bist Du Dir sicher, dass er Deinen GPL-Code verwendet?

Hast Du nur eine Vermutung, oder hast Du Anhaltspunkte oder sogar 
Beweise?

Der springende Punkt:

Wenn Du mehr als einen Verdacht hast, kannst Du zu einem (Fach)Anwalt 
gehen und diesem Menschen die Hölle heiß machen. Du kannst "lieb" zu ihm 
sein und ihn zwingen den Sourcecode mitzuliefern, oder Du kannst "böse" 
zu ihm sein und Geld daraus schlagen. Genaueres erklärt Dir ein Anwalt 
Deines Vertrauens.

Wenn Du allerdings nur eine Vermutung hast, kannst Du es praktisch 
vergessen. Du kannst zwar auf dem Zivilwege erreichen, dass er in 
"seinen" Source-Code einen Sachverständigen Einblick gewähren lassen 
muss etc., das ist aber alles rechtlich viel Aufwand und lohnt nur 
meisst für die Fälle, bei denen es um viel Geld geht.

Autor: Gast (Gast)
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> Hast Du nur eine Vermutung, oder hast Du Anhaltspunkte oder sogar
> Beweise?

sagen wir mal: eine starke Vermutung. Die Beschreibung der Features 
passt genau, die Hardware ist praktisch identisch (nur triviale 
Änderungen des Layouts), der mitgelieferte Schaltplan ist die .pdf Datei 
von meiner Homepage.

> (ich gehe mal davon aus dass er das ohne gewerbe und ohne elektroschrott
> anmeldung verkauft)
Richtig. Alles privat, ohne Gewährleistung, ... wer da für 60 EUR kauft, 
ist eigentlich schon selbst schuld.

Mir ging es aber gar nicht so um meinen konkreten Fall, sondern eher um 
das Prinzip der GPL. Und aus den Antworten lerne ich, dass es sich nicht 
lohnt, Hobby-Projekte unter der GPL ins Internet zu stellen, sondern 
entweder gleich als Public Domain unter Verzicht auf alle Rechte, oder 
nur das HEX File rauszugeben.

Denn der Aufwand, bei einer Verletzung der GPL dagegen vorzugehen, steht 
in keiner Relation zu einem Hobby-Projekt. Das lohnt wohl nur für 
größere Projekte, bei denen es um viel Geld geht.

Nochmal Danke für eure Antworten!

Autor: Arno H. (arno_h)
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Hallo,
hast du den pdf-Schaltplan selbst erstellt (keine abgemalte 
Herstellerapplikation)?
Dann greift hier doch schon mal das Urheberrecht oder sehe ich das 
falsch?
Wenn auch die Wortwahl der Beschreibung und das Layout sich so stark 
ähneln, liegt die Vermutung eines Plagiats sehr nahe.

Arno

Autor: Unbekannter (Gast)
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> Und aus den Antworten lerne ich, dass es sich nicht lohnt,
> Hobby-Projekte unter der GPL ins Internet zu stellen, sondern
> entweder gleich als Public Domain unter Verzicht auf alle Rechte,
> oder nur das HEX File rauszugeben.

Das ist doch Blödsinn...

Zum einen gibt es "Public Domain" in Deutschland nicht. Du hast immer 
ein Urheberrecht, und das kannst Du nicht aufgeben in Deutschland (in 
den USA geht das).

Nun ja, zum Kern:

Was soll es bringen, nur noch das Hex-File zu veröffentlichen? Das ist 
dem Ebay-Typen doch pieps egal, dann brennt er eben nur das Hex-File.

Mit dieser Aktion würdest Du nur alle ehrlichen Anwender schädigen.

Rechte zu verteidigen gibt immer Arbeit. Nun ja, nicht so depremiert 
sein, sondern einfach nachdenken, ob Du den Typ in die Pfanne hauen 
willst, oder nicht. Wenn nicht, dann lebe damit dass es immer 
irgendwelche Leute geben wird, die einfach nur schmarotzen, das wirst Du 
nicht verhindern können.

Wenn Du aber mal zu Deiner eigene Genugtuung ein Exemple statuieren 
möchtest, dann mach das. Analysiere die Situation, sammle Material über 
diesen Ebay-Typ. Vielleicht verletzt er noch Rechte von anderen. Such 
Dir Mitstreiter. Stell ihm eine Falle, evtl. mit einem Update Deines 
Projektes, irgendeine Verbesserung/Änderung, mit der Du dann beweisen 
kannst, dass er die GPL missachtet.

Du musst das wie ein strategischen Kampf sehen, wie ein Schachspiel. So 
etwas gewinnt man nicht einfach dadurch, dass man frustiert ist oder 
einfach mal einen Schuss ins Blaue wagt. Statt dessen muss man sich 
vorbereiten, und Munition sammeln. Wenn man genug Munition zusammen hat, 
kann man anfangen zurück zu schiessen.

Denn Du hast einen entscheidenden Vorteil: Der Ebay-Typ weiß noch gar 
nicht, dass Du ihn beobachtest und sich der Himmeln über ihn zusammen 
zieht.

Autor: let (Gast)
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Weiß jemand ob schonmal ein deutsches Gericht eine über Verletzung
der GPL geurteilt hat?
Ich kann mir vorstellen das so ein Fall nie vor einem (deutschen)
Gericht verhandelt wird. Unser Rechtssystem ist ja sehr auf
materielle Werte ausgerichtet, wo es dann um Schadenersatz geht.
Doch ein Author der seine Software unter die GPL stellt dürfte
es schwer haben einen Schaden zu beziffern.

Bitte nicht falsch verstehen: Ich finde es ist eine Sauerei fremden
Code als eigene Leistung auszugeben. Zumal im Fall der GPL die
kommerzielle Nutzung ja erlaubt ist und 'nur' die Quellen offen-
gelegt werden müssen.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Die Frage ist, warum hast Du es nicht selber vermarktet?

Wenn es dann ein anderer tut und damit einen Markt trifft, dann freue 
Dich doch, daß Deine Arbeit Früchte trägt.

In Deutschland Elektronik zu vermarkten, ist eine sehr teure und 
bürokratische Sache.

Er hat bestimmt keine CE-Prüfung gemacht und sich auch nicht angemeldet, 
einen Container Elektronikschrott zu entsorgen. Wenn er also ein paar 
Mäuse macht, dann sieh das ruhig als Belohnung für das Risiko an, daß er 
eingeht. Reichtum wird er bestimmt nicht anhäufen.


Peter

Autor: Μαtthias W. (matthias) Benutzerseite
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Autor: Gast (Gast)
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@Unbekannter:
> Zum einen gibt es "Public Domain" in Deutschland nicht. Du hast immer
> ein Urheberrecht, und das kannst Du nicht aufgeben in Deutschland (in
> den USA geht das).
Danke für den Hinweis, das wusste ich nicht.

> Was soll es bringen, nur noch das Hex-File zu veröffentlichen? Das ist
> dem Ebay-Typen doch pieps egal, dann brennt er eben nur das Hex-File.
stimmt schon - ich dachte, mit meinem Quelltext fällt dann der Beweis 
der Urheberschaft ein wenig leichter.

@Peter:
> Die Frage ist, warum hast Du es nicht selber vermarktet?
Wie bereits von dir festgestellt: CE, Elektronik-Schrott, ..

> Wenn es dann ein anderer tut und damit einen Markt trifft, dann freue
> Dich doch, daß Deine Arbeit Früchte trägt.
Einerseits tue ich das ja auch. Aber wie let schon schreibt:
> Ich finde es ist eine Sauerei fremden Code als eigene Leistung
> auszugeben.

Dennoch bin ich der Ansicht, dass sich ein Gerichtsverfahren oder auch 
nur der Gang zum Anwalt in diesem Fall nicht lohnt. Für kleine Projekte 
läßt sich die GPL halt in der Praxis nicht durchsetzen, den Aufwand 
dafür will ich nicht investieren. Deswegen bin ich aber nicht 
deprimiert.

Ich habe gelernt,
> dass es immer
> irgendwelche Leute geben wird, die einfach nur schmarotzen, das wirst Du
> nicht verhindern können.

Ich denke, damit kann ich leben.
Vielen Dank nochmal für eure Meinungen!

Autor: Unbekannter (Gast)
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> Weiß jemand ob schonmal ein deutsches Gericht eine über
> Verletzung der GPL geurteilt hat?

Ja, schon zwei mal:

  http://www.dr-bahr.com/news_det_20060923104204.html

Übrigens ist witzigerweise Deutschland AFAIK das erste Land, in dem die 
GPL vor Gericht bestehen musste. Inwzischen hat sie auch schon ein paar 
mal in den USA und anderen Ländern bestanden.

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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Anwälte beschaffen sich (kaufen) in diesen Fällen Muster von den 
fraglichen Artikeln, um die vermutete Verletzung zu dokumentieren. Ein 
Fachmann (du oder ggf. ein Gutachter) kann dann das Ding untersuchen. 
Geht aus Codeebene natürlich nur, wenn es nicht geschützt ist. Ohne 
Codezugriff könnte man z.B. auf deine hoffentlich spezifische 
Initialisierungsreihenfolge oder Timings prüfen... Das geht in die 
Richtung Hardwareforensik. Vielleicht solltest du das auch machen.

Gerade bei Code für µC halte ich es für gut möglich, dass eine gleiche 
Aufgabe (Funktion) zu einem ähnlichen oder gar gleichen Code führt. 
Einen Verstoss könnte man dann nur belegen, wenn eindeutige Beweise 
deinem Code zugeordnet werden können und die Beweise nicht trivial (z.B. 
Beispielcode aus dem Atmel Datemblatt oder aus dem Internet) sind. 
Andere weniger harte Beweise wären z.B. die IP der Firma des vermuteten 
Verletzers taucht als Codedownloader in deinen Webserverlogfiles auf.

Wenn du dir nach der Prüfung der Beweislage ganz ganz sicher bist, 
könntest du auch freundlich Kontakt mit dem Verkäufer aufnehmen. Er 
könnte dann z.B. den Sourcecode und ggf. seine Änderungen gemäß GPL dem 
Produkt beilegen und du hättest deine Reputation als Autor. Pass aber 
auf, in welcher Form du den Kontakt machst. Auf keinen Fall schreien 
"GPL-Verstoß!!!! Produkt sofort einstellen!!!" Das kann übel ausgehen, 
wenn du schiefliegst oder dein Recht nicht durchbekommst. In dem Fall 
kannst du schadensersatzpflichtig werden.

ADD: Ich kann mir auch vorstellen, dass dir die GNU-Gemeinschaft in 
diesem Fall hllft und den Fall wasserdicht macht. Pass aber auf, dass du 
Vermutungen von Nachweisen sauber trennst.

Selbstgeklauter Disclaimer: Dies ist keine Rechtsberatung, sondern 
lediglich mein persönliche Meinung. Für rechtsverbindliche Auskünfte ist 
ein zugelassener Rechtsanwalt zu konsultieren.

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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Peter Dannegger wrote:
> Die Frage ist, warum hast Du es nicht selber vermarktet?
>
> Wenn es dann ein anderer tut und damit einen Markt trifft, dann freue
> Dich doch, daß Deine Arbeit Früchte trägt.

Freuen kann er sich aber nur, wenn der Autor auch korrekt genannt wird 
und die Kunden alle Möglichkeiten erhalten, die der Autor ihnen mit 
seiner Lizenz eingeräumen will (z.B. sich soviele µC selbst zu 
programmieren wie sie wollen; der Verkäufer unterbindet dies ja durch 
Locknits!).

Ich wäre auch stinkig, wenn ein bauernschlauer Verkäufer mich um meine 
einzigen Früchte (Reputation) bringt. Ich würde dem Verkäufer ja gönnen, 
dass er geschäftstüchtig ist, nur nicht auf DIE Art.

Autor: Morin (Gast)
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Wahrscheinlich kannst du diesen speziellen Fall vergessen, aber in 
Zukunft könntest du die oben genannten Falltüren einbauen mit denen sich 
nachweisen lässt, dass es sich um deinen Code handelt: 
Erkennungssequenzen,

- die keinen anderen Zweck erfüllen als den Autor (dich) zu erkennen, 
allerdings im Code durchaus mit anderen Funktionen vermischt sein können
- die im Code so gut versteckt sind, dass man sie beim Klauen nicht 
findet
- die im normalen Betrieb nie ausgelöst werden, d.h. nur durch ungültige 
Eingabewerte, oder mit vernachlässigbarer Wahrscheinlichkeit, oder 
unerkannt als Störungen (Wasserzeichen) in der eigentlichen Ausgabe
- die auch beim Testen nicht oder unwahrscheinlich genug auftreten, so 
dass sie vom "Dieb" nicht bemerkt werden
- die unwahrscheinlich genug sind um eine Zufällige Erzeugung 
auszuschließen
- die, falls möglich, eine Referenz auf dich in sich tragen (z.B. Name + 
Datum), allerdings nur, wenn das die obigen Punkte nicht verletzt (z.B. 
wenn es auf die Falltür aufmerksam macht)

Natürlich lässt sich das alles aufdecken und entfernen, aber wer das 
schafft der könnte den Code auch gleich selbst schreiben. Schwieriger 
wird es da, dein Programm gut zu dokumentieren, ohne die Falltüren zu 
verraten.

Zuguterletzt solltest du mit einer Klage warten, bis es sich lohnt, da 
du damit natürlich deine Tricks aufdeckst.

> Und aus den Antworten lerne ich, dass es sich nicht
> lohnt, Hobby-Projekte unter der GPL ins Internet zu stellen, sondern
> entweder gleich als Public Domain unter Verzicht auf alle Rechte, oder
> nur das HEX File rauszugeben.

Der Knackpunkt ist nicht Hobby oder Profimäßig, sondern der Aufwand der 
drinsteckt. Bei trivialen Sachen lohnt es sich tatsächlich nicht, wegen 
der Lizenz Krach zu schlagen. Bei komplizierteren Sachen schon.

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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> Nun verdient jenmand mit meinen Programmen Geld bei ebay (ist durch die
> GPL ja erlaubt), aber ohne Nennung meines Namens und ohne
> Sourcecode-Weitergabe.

Hast du ihn mal nach dem Quellcode gefragt? Er muß ihn nicht mitliefern. 
Es reicht auch, ihn auf Anfrage zur Verfügung zu stellen.

Autor: Winfried (Gast)
Datum:

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Wenn hier geschrieben wird, dass einem jemand um seine Früchte bringt, 
dann ist die Frage, um welche Früchte?

Wenn es das Geld meint, was er damit verdient: Würde er es nicht machen, 
würde ich als GPL-Veröffentlicher auch kein Geld verdienen. Diese 
Früchte können also nicht gemeint sein. Ob jemand Geld damit verdient 
oder nicht - ich bleibe immer ohne Geld.

Wenn es die Anerkennung ist in Form von "Jeder soll wissen, dass der 
Code von mir kommt." dann kann man sicher mit demjenigen sprechen, dass 
er das auch tut. Dem Verkäufer wird das kaum schmerzen, so lange er sein 
Geld weiter damit verdienen kann. Auch kann man den Verkäufer um eine 
Spende für das Projekt bitten, was bestimmt klappt. Vielleicht 
entwickelt sich sogar eine interessante Zusammenarbeit, wo man spezielle 
Teile für ihn gegen Geld programmiert, die dann wieder GPL werden.

Ich sehe aber schon ein: Es gehört eine große Portion Mut dazu, etwas 
anderen frei zur Verfügung zu stellen und es auszuhalten, wenn andere 
Leute Geld damit machen.

Autor: Unbekannter (Gast)
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> Wenn hier geschrieben wird, dass einem jemand um seine Früchte
> bringt, dann ist die Frage, um welche Früchte?

Es geht um die Rechte, um die Rechte dass jeder Mensch an diesen 
Stückchen Open-Source-Code hat.

Ich finde es immer wieder spannend (bzw. beinahe deprimierend), wieviele 
Menschen unfähig sind, die Open-Source-Bewegung im Kern zu verstehen.

So viele Menschen haben überhaupt kein Verhältnis zu "frei" im Sinne von 
Freiheit. Viele Menschen haben immer nur Dollar- bzw. Euro-Zeichen in 
den Augen. Sie sind schlichtweg unfähig, ihre gewohnten Gedankengänge zu 
verlassen. Sie sind als Sklave dem Konzept Geld unterworfen.

Wenn ich es böser formulieren darf: Viele Menschen sind schlichte 
Konsum-Droiden, die alles als gegeben ansehen. Was nicht für Geld zu 
bekommen ist, existiert für diese "Menschen" nicht. Keinerlei 
Initiative, keine Kreativität, kein Freiheitsgefühl und kein 
Schaffensdrang vorhanden. Sehr arme und einfältige Menschen.

Der Ebay-Typ kann soviel Geld verdienen wie er will, es geht einzig und 
allein um den verdammten Source-Code den er mitzuliefern hat! Dieser Typ 
verwehrt seinen Kunden Rechte, die sie haben.


Kleine Analogie, die vielleicht besser verständlich ist: Überlegt mal, 
wenn es die vielen Freiwilligen bei den Freiwilligen-Feuerwehren nicht 
gäbe. Menschen die ihre Freizeit opfern und ihre Gesundheit risikieren, 
um andere in Not zu helfen. Was würde die Gesellschaft ohne solche 
Menschen nur machen?


Aber das schöne an Open-Source: Open-Source ist real, Open-Source wächst 
stetig, mal langsamer mal schneller. Open-Source wird kontinuierlich 
mächtiger.

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Ich habe hier eine Schaltung mit einem Atmega8 aufgebaut, dessen 
Programm
vom Autor auch unter GPL veröffentlicht wurde. Diese Schaltung fanden 
auch weitere Kollegen nützlich, so daß ich sie 4* nachbauen wollte.

Ich schrieb dem Autor eine Mail und er antwortete, daß ich die Software
"so wie sie ist" benutzen dürfe und ich die Geräte sogar verkaufen 
dürfe.
(Staun, warum macht er das nicht selbst?)
Nun, ich habe sie als Geschenk an die Kollegen vergeben, zusammen mit 
einer CD, auf der sich alle Dateien befanden, die er auf seiner Seite
veröffentlicht hatte und eine eigene Hinweis-Datei, in der stand:
"Diese Software ist NICHT von mir verfasst sondern von XXX auf der und 
der Webseite.

Ich meine, daß das der sicherste Weg ist, um Ärger mit dem Autor
auszuschließen.

Effekt: Ich erhielt Anfragen, wie man denn die
.asm und die .hex-Dateien auf dem Rechner installieren  müsse. :-))


MfG Paul

Autor: Morin (Gast)
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---
Ich bin kein Anwalt und erteile keine rechtlichen Auskünfte. Was ihr 
hier lest ist die Meinung von mir als Privatperson.
---

> Wenn es das Geld meint, was er damit verdient: Würde er es nicht machen,
> würde ich als GPL-Veröffentlicher auch kein Geld verdienen. Diese
> Früchte können also nicht gemeint sein. Ob jemand Geld damit verdient
> oder nicht - ich bleibe immer ohne Geld.

Ohne Geld ja, ohne Code nein. Dem Autor ging es darum, dass er sowie die 
Endbenutzer in Code und gewissen Rechten daran bezahlt werden. Das ist 
in den richtigen Händen genauso wertvoll wie Geld. Für die andern ist es 
zumindest kein Nachteil. Diese Bezahlung in Code soll der Preis für den 
Ursprünglichen Code sein, den der Autor damit "verkauft" hat.

> Wenn es die Anerkennung ist in Form von "Jeder soll wissen, dass der
> Code von mir kommt." dann kann man sicher mit demjenigen sprechen, dass
> er das auch tut.

Nochmal: Verlangt werden der Vermerk UND eine Ausgabe des Codes unter 
entsprechender Lizenz. Kein Geld, kein sonstwas. Das steht so in der 
Lizenz drin; da braucht man nicht lang zu diskutieren; und es ist auch 
keine Bitte, sondern eine Bedingung daran dass der Code von anderen 
Personen als dem Autor weiter verteilt wird.

> Ich sehe aber schon ein: Es gehört eine große Portion Mut dazu, etwas
> anderen frei zur Verfügung zu stellen und es auszuhalten, wenn andere
> Leute Geld damit machen.

Du scheinst Neid und Urheberrechtsverletzung/Copyrightverletzung zu 
verwechseln. In der Tat gehört Mut dazu, dass andere Geld mit dem 
eigenen Werk verdienen. Das muss jeder für sich entscheiden. Wer deshalb 
später rumheult und neidisch ist, der ist selbst dran blöd.

In diesem konkreten Fall geht es aber um eine Verletzung der 
Bedingungen, die der Autor an die Weiterverteilung geknüpft hat. Werden 
diese Bedinungen erfüllt, steht dem Geldverdienen von Seiten des 
ursprünglichen Autors nichts im Weg.

Vergiss bitte nicht dass die GPL nicht etwa die sieben Weisheiten der 
Hippies in Tontafeln geritzt sind (oder was ähnlich bescheuertes). Sie 
ist eine Lizenz und damit ein Dokument von juristischer Bedeutung.

Autor: Sergey (Gast)
Datum:

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"Lock bits" sind kein Schutz gegen das Extrahieren des Codes (Invasiv / 
nicht-invasiv).
Mit dem extrahierten Code kann man auch den GPL-Verstoss beweisen.

Durch ein kommentiertes ASM-Listing kann man dann auch beweisen, dass 
Teile deines
C-Codes kompiliert und dann ohne GPL-Beachtung in ein "neues" Projekt
kopiert wurden.

Autor: Rolf Magnus (Gast)
Datum:

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> "Lock bits" sind kein Schutz gegen das Extrahieren des Codes (Invasiv /
> nicht-invasiv).
> Mit dem extrahierten Code kann man auch den GPL-Verstoss beweisen.

Lock-Bits sind eine Kopierschutzmaßnahme, und damit zumindest ein 
juristischer Schutz, also dürfte Code, der unter Umgehung dieser 
extrahiert wurde, kaum als Beweis herangezogen werden können.

Autor: Gast (Gast)
Datum:

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hier ein kleiner Update zu meinem Problem:

Ich habe den Hersteller, von dem ich vermute, dass er meinen GPL Code
ohne Beachtung der GPL verwendet, angeschrieben.

Antwort: er kennt meine Homepage, hat auch ein paar Ideen übernommen 
(z.B. die Anschlussbelegung auf der Platine, die Platine ist bis auf 
triviale Änderungen vom Layout gleich). Die Features der Software 
entsprechen exakt den Features meines Codes. Er hat mir auch angeboten, 
mich auf der Produktseite als Urheber auszuweisen und meinen Namen als 
Softwareautor anzugeben.

Aber: die Software wurde angeblich dennoch komplett selbst erstellt 
(obwohl die GPL ja die Verwendung des Codes erlauben würde). Wers glaubt 
... das Widerspricht sich auch mit dem Angebot der 
Softwareautor-Namensnennung.

Ich denke, für viele ist die GPL völlig unverständlich. Bevor sie den 
Code weitergeben, behaupten sie eher, sie haben alles selbst gemacht, um 
irgendwelche Copyrightansprüche auszuschließen. Das Gegenteil ist schwer 
beweisbar.

Die Möglichkeit, Lock-Bits zu setzen verträgt sich prinzipiell nicht mit 
irgendeiner Software Lizenz, die liberaler ist als "Alle Rechte 
vorbehalten". Im Embedded-Bereich gelten wohl andere "Gesetze" als im 
Bereich der PC-Software. Ich glaube daher, dass sich die GNU GPL in der 
Welt der Mikrocontroller-Software nicht durchsetzen kann.

Ich werde meinen Code dennoch unter der GPL belassen, damit wenigstens 
diejenigen sich daran halten (können), die die GPL verstanden haben.

Danke für eure Antworten!

Autor: Niels Hüsken (monarch35)
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Gast wrote:

> Aber: die Software wurde angeblich dennoch komplett selbst erstellt

Vieleicht findest du in deinem Code ja irgendwo einen Punkt, wo sie sich 
nicht so verhält wie Ursprünglich gedacht; irgend eine Eigenheit ; quasi 
einen Bug.

Wenn die Software deines Kontraenden einen identische Eigenheit/ Fehler 
aufweist, liegt der Verdacht sehr nahe, daß die Software kopiert und 1:1 
übernommen worden ist. Dann könnte man den Typ mit rechtlichen Mitteln 
zwingen, seinen Quellcode herauszurücken.

Autor: Winfried (Gast)
Datum:

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Wenn es also nicht um Geld, sondern um die Weitergabe des Codes geht: 
Hast du denn meinen Vorschlag mal aufgegriffen, denjenigen, der es 
vertreibt mal darauf anzusprechen, dass er bitte den Code mitgeben möge? 
Oder einen Hinweis darauf. Meist fruchtet das nämlich, weil es dem 
Verkäufer kaum Nachteile bringt, aber den Vorteil, dass er sich keine 
Feinde macht. Direkt miteinander zu reden bringt oft mehr, als über 
Rechtsanwälte miteinander kommunizieren zu wollen.

Dein Argumentation, warum dir das wichtig ist, finde ich gut: Denn es 
fördert ja auch direkt dir Kreativität der Menschen, die es einsetzen. 
Der eine oder andere wird vielleicht anfangen, im Code rumzubasteln und 
dadurch was zu lernen oder was noch besseres zu veröffentlichen. Das ist 
eine gute Sache.

Die Neiddebatte ist auch ganz wichtig und das muss man auch 
berücksichtigen. Es ist einfach schmerzhaft, wenn jemand anderes viel 
Geld mit dem macht, was man selber geschaffen hat. Da muss man vom 
Charakter schon reifen, um das aushalten zu können. Für mich war das 
jedenfalls schon öfters eine Herausforderung. Und ich habe einige 
erlebt, die das nicht ausgehalten haben und sich aus der 
Open-Source-Bewegung komplett zurückzogen.

Autor: Gast (Gast)
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@Niels:
> Dann könnte man den Typ mit rechtlichen Mitteln
> zwingen, seinen Quellcode herauszurücken.

Sicher. Aber nur, damit der Code dann weitergegeben wird, ist mir der 
emotionale, zeitliche und finanzielle Aufwand zu groß.

@Winfried:
>Hast du denn meinen Vorschlag mal aufgegriffen, denjenigen, der es
>vertreibt mal darauf anzusprechen, dass er bitte den Code mitgeben möge?

Klar. Lt. GPL reicht sogar der Hinweis, den Code bei Bedarf 
runterzuladen oder per email zugesandt zu bekommen. Das steht nicht im 
Gegensatz zu kommerziellen Interessen. Das alles habe ich geschrieben.
Aber die Antwort war: die Software ist komplett selbst erstellt.

>Und ich habe einige
>erlebt, die das nicht ausgehalten haben und sich aus der
>Open-Source-Bewegung komplett zurückzogen.

Das verstehe ich jetzt sehr gut!

Autor: Unbekannter (Gast)
Datum:

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> Sicher. Aber nur, damit der Code dann weitergegeben wird, ist mir
> der emotionale, zeitliche und finanzielle Aufwand zu groß.

Nein. Der springende Punkt ist:

Wenn er Deinen GPL-Code verwendet hat, ohne die GPL zu beachten, werden 
ihm ja laut GPL (und schon in deutschen Gerichtsurteilen bestätigt), 
alle Rechte aus der GPL verwehrt.

Also hat der Typ überhaupt keine Rechte Deine Software zu verwenden.

Und nun kommt der "Trick": Da er keine Rechte erhalten hat, da er sich 
nicht an die GPL gehalten hat, hat er eine Urheberrechtsverletzung 
begangen!

Und genau an diesem Punkt greift man an: Das Stichwort heisst 
Nachlizenzierung.

Der zweite "Trick" an dieser Geschichte: Du kannst die Bedingungen der 
Nachlizenzierung praktisch frei gestalten. D.h. es steht Dir frei, pro 
verkauften Gerät mit Deiner Software z.B. eine Lizenzgebühr von 25,- € 
zu verlangen, oder ihm eine pauschale Volumenlizenz zu verkaufen etc.

Immer daran denken: Als Autor hast Du Urheberrechte. Du kannst Deinen 
Code unter verschiedene Lizenzen stellen. Z.B. GPL und eine 
"kommerzielle" Lizenz.

Und wenn der Typ sich so doof anstellt, Deinen Namen etc. zu nennen, 
hast Du ihn doch schon wunderbar am Wickel. Damit gibt er ja praktisch 
zu, Deinen GPL-Code unberechtigterweise zu verwenden.

Ich würde auf diesem Wege noch etwas Material sammeln und würde mir 
wirklich überlegen, mit dem gesammelten Material zu einem Anwalt zu 
gehen und die große Keule rauszuholen.

Dein "Glück" ist vermutlich, dass der Ebay-Typ etwas doof und naiv ist.

Autor: Stefan X. (avrpf)
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Mal eine blöde Frage. Da man mit Software die unter GPL gestellt ist 
eigentlich kein Geld verdient werden dürfte/solle (absichtlich oder 
unabsichtlich):

Was passiert nun wenn jemand eine Dienstleistung, nämlich das flashen 
der Software auf einen Chip bei e**y für sagen wir mal 1,00 (oder 5,00) 
EUR verkauft und bekommt dann aber weil so viel Interesse da ist 30,00 
oder sogar 100,00 EUR für seinen Dienst. Was wäre dann?

Sollte er die 99,00 EUR für open-source Projekte spenden oder auf die 
Seite legen bis ihn mal jemand verklagt und von den Zinsen leben?

Nur so ein Gedanke

Grüße
Stefan

EDIT: Das Nachlizenzieren muß aber meistens verhältnismäßig sein. Wenn 
also die Chips für 30,00 EUR verkauft werden und schon 5,00 EUR Material 
und Versandkosten anzurechen sind wirst Du keine 35,00 EUR pro Chip 
bekommen.

Autor: Uwe Berger (boerge) Benutzerseite
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Natürlich kann man mit Dienstleistungen rund um GPL-Software Geld 
verdienen. Voraussetzung ist, dass man sich an die festgelegten Regeln 
der GPL hält! Im obigen Fall also z.B. die Mitlieferung/Bereitstellung 
des Quuellcodes, Nennung der Autoren usw..

Es ist eine irrige Annahme, dass GPL-Software gleichbedeutend mit 
kostenloser Software ist. Das "Frei" in Freier Software steht NICHT für 
FREIbier. Vielmehr steht es für die berühmten "GNU-Freiheiten": 
http://www.gnu.org/philosophy/free-sw.html

Die meisten Leute meinen diese Freiheiten, wenn sie ihre Software z.B. 
unter GPL stellen.

Grüße Uwe

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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> Mal eine blöde Frage. Da man mit Software die unter GPL gestellt ist
> eigentlich kein Geld verdient werden dürfte/solle (absichtlich oder
> unabsichtlich):

Quatsch! Der Verfasser der GPL hat selbst mit dem Verkauf von Software 
unter ebendieser Lizenz eine Weile lang seinen Lebenunterhalt verdient.

> Was passiert nun wenn jemand eine Dienstleistung, nämlich das flashen
> der Software auf einen Chip bei e**y für sagen wir mal 1,00 (oder 5,00)
> EUR verkauft und bekommt dann aber weil so viel Interesse da ist 30,00
> oder sogar 100,00 EUR für seinen Dienst. Was wäre dann?

Was soll dann sein? Dann hat er 100 Euro verdient.

> Sollte er die 99,00 EUR für open-source Projekte spenden oder auf die
> Seite legen bis ihn mal jemand verklagt und von den Zinsen leben?

Das könnte er z.B. damit machen, wenn er es für sinnvoll erachtet. Oder 
halt was andere, was man so mit Geld macht.

> EDIT: Das Nachlizenzieren muß aber meistens verhältnismäßig sein. Wenn
> also die Chips für 30,00 EUR verkauft werden und schon 5,00 EUR
> Material und Versandkosten anzurechen sind wirst Du keine 35,00 EUR p

Naja, der andere muß die Lizenz ja nicht annehmen. Er darf dann halt den 
Code nicht mehr benutzen. Die Frage ist nur, wie dann die bereits 
verkauften Geräte abgerechnet würden.

Autor: chris (Gast)
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Teilweise wird hier die GPL zimlich falsch verstanden.
Deshalb wollte ich nicht posten, sondern um mitzuteilen, daß es bei
microchip sehrwohl möglich ist, den Code zu vergleichen.
Die Code protection von Microchip ist in verschiedenen Dokumenten
beschrieben, und lapidar gesagt, sie gibt einen teil des Codes frei,
nähmlich 4 bits von 12. Damit ist es eindeutig veststellbar, ob
und wieviel des verwendete HEX codes identisch sind.

Autor: Sergey (Gast)
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Mache einfach eine Ebay Auktion um 1 EUR Startpreis und max. Laufzeit 
mit einem
Link, wo man den Code downloaden kann und in der selben Kategorie mit 
dem
selben Titel, oder noch besser als Shop-Artikel, da es billiger ist.

Autor: Sergey (Gast)
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... die Auktion am Ende der Laufzeit mit einem Zweit-Account ersteigern.

Autor: Winfried M. (win)
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Bei AVR funktioniert das nicht so wie bei PIC, da gibt es keine Bits, 
die auslesbar wären. Was isses denn für ein Controller?

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