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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Elektrische Baugruppen in Kleinserie


Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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Halloechen,

habe folgendes Problem.

Wir sind eine kleine Firma die Kleinserien herstellt bzw herstellen 
laesst (die PCBs werden von einer anderen Firma hergestellt). Zur Zeit 
haben wir jedoch eine Menge Probleme und die Baugruppen die wir erhalten 
funktionieren nicht.

Desweiteren haben wir auch eine Menge Ausfaelle im Feld.

Wie kann man in Kleinserien die Zuverlaessigkeit erhoehen bzw 
Schwachstellen im Bereich der Production feststellen.

Wahrscheinlich sind die moeglichen Ursachen sehr vielfaeltig. Hat jemand 
Tips fuer mich.

Autor: Der Dude (Gast)
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Einen gscheiden Ingeniör einstellen.

Autor: olaf (Gast)
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> Zur Zeit haben wir jedoch eine Menge Probleme und die Baugruppen die
> wir erhalten funktionieren nicht.

Das kannst du eigentlich nur verbessern in dem ihr die Geraete einen 
Eingangstest unterziehst. Du kannst natuerlich auch den Bestuecker 
bitten das zu testen, aber das macht der ja auch nicht umsonst und oft 
geht es auch nicht weil die Schaltung nur komplett funktioniert.
Ausserdem kann man im Microcontroller natuerlich auch Testroutinen 
einbauen. Ich hab z.b immer einen kleinen Pfostenstecker drauf wo ich 
ein LCD-Modul mit einer Taste aufstecken kann um so verschiedene Tests 
zu fahren.

> Desweiteren haben wir auch eine Menge Ausfaelle im Feld.

Da hilft nur Analyse durch den Entwickler der Schaltung und dann 
abstellen der Ursache. Sollte das sehr oft vorkommen und immer andere 
Ursachen haben dann austausch des Entwicklers.


> Wahrscheinlich sind die moeglichen Ursachen sehr vielfaeltig.

Das ist leider richtig.

Olaf

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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Danke erstmal fuer die konstruktiven Tips... Bitte mehr davon.

Auf der Produktionsseite habe ich leider wenig Einfluss. Klar ein End of 
Line Tester waere schon was huebsches... Aber wie gesagt das ist nicht 
ganz einfach zu implementieren.

Wir haben BGA Komponenten und ich bin mir nicht so sicher ob der 
Hersteller den Prozess wirklich im Griff hat. Zu unsrer Schande muss ich 
aber gestehen das wir wirklich Kleinserien fahren (ca. 200 Stueck).

Wir sind dabei einen Funktionstester zu bauen, so dass man einen 
Eingangstest machen kann. Wuerden das Ganze auch spaeter automatisieren 
und dann eventuell fuer Dauerlaeufe und / oder Umwelttests (Temperatur) 
benutzen.

Danke nochmals

Autor: lontano (Gast)
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...wenn der Lieferant BGAs nicht beherrscht dann wechsle ihn.
Gibt der dir keine Garantie auf seine Arbeit ?
Darf er dein Material verpfuschen ?
Oder ist das Projekt etwa nicht ausgereift ?

Wie sehen die Fehler aus? Daraus kann man doch Schluesse ziehen !

Autor: crazy horse (Gast)
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eben, du musst schon das Problem genauer spezifizieren.
In Frage kommt so ungefähr alles, was überhaupt mit dem Projekt zu tun 
hat.
-Platinendesign und deren Herstellung (E-Test?)
-die Schaltung selbst, nahe oder gar über den Bauteilwerten 
dimensioniert?
-dabei auch worst-case-Betrachtung Spannung/Temperatur gemacht?
-ESD-Schutz?
-Software?
-Bauteile vom Ramschmarkt oder seriöse Distributoren?
-Bestückungsgenauigkeit/Lötprofile?

Aus deiner Hilflosigkeit entnehme ich, dass ihr da alle so keine rechte 
Ahnung von habt. Entweder selbst reinarbeiten, einen fähigen Mann/Frau 
einstellen oder an einen ext. Dienstleister vergeben, der das ganze mal 
von Grund auf durchleuchtet. Nicht billig, aber trotzdem sinnvoll. 
Gerade als kleine Firma kann man es nicht leisten, Pfusch zu liefern.

Autor: yyyy (Gast)
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Wo ist denn der Betrieb, vielleicht kann man sich das ansehen.

Autor: Dieter Stotz (Gast)
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Hallo,

zunächst sollte analysiert werden, ob es sich wirklich um 
Bestückungsfehler handelt, oder ob es nicht andere Ursachen gibt (z. B. 
chargenabhängige Bauteiltoleranzen). Falls sich Ersteres betätigt, muss 
halt ein Prüfverfahren konzipiert werden -- wenn möglich, bereits beim 
Bestücker.


Dieter

Autor: Heestersfan (Gast)
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Nenne mal Namen (deine Firma, PCB-Hersteller), dass man mal was in der 
Hand hat.

Autor: Nitram L. (nitram)
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Heestersfan wrote:
> Nenne mal Namen (deine Firma, PCB-Hersteller), dass man mal was in der
> Hand hat.

Lass das, du kanst damit sehr viel Ärger bekommen...
Ich glaube nicht, das es deinen Chef erfreut, von seinen Kunden zu 
höhren, das eure Q-Probleme im Forum besprochen werden...
Noch dazu, wenn nicht klar ist, wer verantwortlich ist!


Frag die Baugruppen bei einem anderen Bestücker an (z.B. bei uns :-)),
und vergleich die Qualität und den Preis...

nitraM

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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Erstmal vielen Dank fuer die vielen konstruktiven Beitraege...

Stimmt es gibt hier im Betrieb eine gewisse Hilflosigkeit und die Firma 
heisst Adapt-a-lift.com.au. Steht aber nicht viel drin bezueglich 
unserer elektronischen Produkte. Ist ein Startup und wir sind in 
Australien (Melbourne). Ich habe dort vor ca. 8 Wochen angefangen und 
versuch mir immmer noch ein Bild zu machen.

Das HW Design (Schematic and PCB Layout) wurde bisher von einem externen 
Dienstleister gemacht. PCB und Bestueckung werden immer noch in China 
gemacht. Habe heute erfahren das beide nicht englischsprachig sind und 
nur von unserem Einkaeufer (ein Chinese) gesteuert werden. Bezueglich 
Garantien konnte ich noch nichts herrausfinden. Muss mal fragen ob die 
elektrische Tests durchfuehren um das "nackte" PCB zu testen.  In 
Circuit Test duerte ein wenig schwer sein da fast keine Testpunkte 
eingefuegt worden sind (haben leider wenig Platz auf dem PCB). 
Erschwerend kommmt noch hinzu das wir einige BGA Komponenten haben.

Habe gesehen wie PCBs ohne ESD Schutz angefasst werden, PCB Panels durch 
Brechen mit der Hand vereinzelt werden usw. usw. Bei uns an der Werkbank 
wird dann der Rest (Gehaeuse usw.) zusammengebaut.

Haben z.B Ausfaelle mit einem Bluetooth Modul (LMX9820). Die Dinger 
funken angeblich ploetzlich nicht mehr, nach einem halben Jahr im Feld. 
Groesste Belasung die ich im Feld sehe ist Temperatur und Vibration. 
Neben der elektischen Belastung. Dummmerweise habe ich kein Zugriff 
(fehlende Testpunkte) auf die BGA Pads. Naechste Woche kommmt der 
Softwerker wieder und dann werden wir versuchen das Problem 
einzukreisen.

Dann haben wir noch Quarze die nicht schwingen.

Nebenbei habe ich nun erfahren das die wir keine Tests machen wie 
Reverse Polaity, Kurzschlussfestigkeit usw.

Hui.. eine Menge zu tun, zu lernen und einzuarbeiten. Bin mir nur nicht 
sicher ob das eine Person alleine stemmen kann. Immerhin haben wir 
insgesamt 10 Produkte...

Nochals vielen Dank fuer die vielen Beitraege.

Gruesse aus  dem sonnigen Melbourne...

Autor: Jadeclaw (Gast)
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Daniel Duesentrieb schrieb:
> Habe gesehen wie PCBs ohne ESD Schutz angefasst werden,
Ouch! Das allein produziert nicht nur DoA-Ausfälle, sondern durch 
Vorschädigung auch Ausfälle später im Betrieb. Hatte vor Jahren mal 
einen Artikel über diese Problematik gelesen ( Quelle ist mir leider 
entfleucht ), diesen Assembler solltet ihr sehr schnell in die Wüste 
schicken.

> PCB Panels durch Brechen mit der Hand vereinzelt werden,
Unbestückt ist das bereits ein Problem, da dabei Haarrisse entstehen, 
sind die Platinen bereits bestückt, weil es ja billiger ist, ein großes 
Ding durch die Lötmaschine zu schieben, als viele kleine, dann wundert 
mich garnichts mehr.

Mein Rat: Sucht euch einen anderen Fertiger, möglichst einen lokal am 
Ort oder im näheren Umkreis, auch wenn der etwas teurer ist, da mal eben 
hinfahren zu können, wenn was ist, mit vernünftig ausgebildeten Leuten 
in Englisch reden zu können, das wiegt den Mehrpreis bei weitem auf, 
vorallem, weil der ganze Serviceärger dann auch vom Tisch ist. Und 
eventuelle Änderungen sind dann auch leichter in die Serie einzubringen. 
Was Spätausfälle innert der Garantie anbelangt, die Teile 48 oder 72 
Stunden bei 50°C im Wärmeschrank zu backen, kann bis zu 99% der Ausfälle 
vermeiden, wenn nicht die anderen Gründe zum Tragen kommen. Ich kann 
mich an eine deutsche Textilmaschinenfirma erinnern, die hatten jede 
Menge Spätausfälle bei Steuerungsmodulen, seit die Teile im Wärmeschrank 
gebacken werden, ist Ruhe.

> Dann haben wir noch Quarze die nicht schwingen.
Kann am Fertiger und den Umgang mit dem Material liegen, schlechte 
Qualität ist auch nicht auszuschließen.

> Nebenbei habe ich nun erfahren das die wir keine Tests machen wie
> Reverse Polaity, Kurzschlussfestigkeit usw.
Schaltung mal ansehen, wenn die Schaltung aus einem Fahrzeug-Bordnetz 
versorgt wird, sollte die übliche Beschaltung drin sein.
( Drossel, Elko, Transil/Verpolschutzdiode, etc. )
Sollte da der Spannungsregler ungefiltert am Eingang hängen, na denn.

Gruß
Jadeclaw.

Autor: lontano (Gast)
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Da raechen sich die Chinesen ! Wir haben sie in der Vergangenheit 
beschi..en....  Da muesst ihr klaeren was ihr falsch gemacht habt und 
dann echt hart verhandeln...sonst kichern die Chinesen und du sitzst in 
der merde.
Schoen dass es bei dir jetzt angenehm warm ist....
Schoen, dass die Chargen nicht ZU gross sind... bei der naechsten 
Revision muss eben das Oszillatorproblem geloest werden...oft genuegt 
ein Widerstand ;-)

Und jetzt ein Sprung ins Meer um alles zu vergessen bis auf den Haifisch

Autor: Gast (Gast)
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@Daniel

Wir haben zu danken! Da weiß man doch gleich wieder, warum man seine 
Baugruppen hierzulande (.de) fertigen läßt :-)

Autor: Bensch (Gast)
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Nach der ersten Beschreibung hätte ich schon im Scherz auf China 
getippt.....

Nachdem ich mich vor einigen Jahren über Fertigung in Asien schlau 
gemacht hab (meine Frau ist Asiatin), hab ich dann doch konsequent die 
Konstruktion der Baugruppen so geändert, dass die Produktionskosten bei 
mindestens gleicher Zuverlässigkeit drastisch gesunkenm sind. Dadurch 
war eine Fertigung im Land möglich.

Ein wichtiges Problem in China und auch anderen Ländern: Man muss vor 
Ort sein, damit man die Leute sofort in den Allerwertesten treten kann, 
wenn sie Mist bauen. Das ist natürlich kaum möglich bei Stückzahlen von 
100 bis 1000 (wie bei euch auch). Also bitte Finger weg!

Autor: Tupf (Gast)
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In unserer Firma muessen wir einen Testprozess durchlaufen (sogenannt 
acceptance test), bevor wir ueberhaupt etwas ausliefern duerfen. Da ihr 
viele Probleme im Feld habt, scheint es mir, dass es bei euch nicht 
passiert ist.

Es ist wichtig zu wissen, das Feldprobleme viel, viel, viel ... teurer 
sind als Probleme dir ihr beim Entwickeln und Testen feststellt.

Auch wichtig zu wissen ist, dass Test keine Qualitaet verbessert. 
Qualitaet muss man in die Schaltung entwickeln. Test kann aber die 
Auslieferung rauszoegern und verhindern.

Testprozess heisst:
*Testplan erstellen (ueberlegen und dokumentieren, was und wann ihr 
testet)
*Usecase Dokument erstellen (ueberlegen und dokumentieren, wie der 
Benutzer die Schaltung verwendet)
*Testcase Dokument erstellen (ueberlegen und dokumentieren, wie ihr 
testet)
*Akzeptanzkriterien festlegen und dokumentieren.

Es ist auch zu empfehlen, dass der Tester eine andere Person ist, als 
der Entwickler. Entwickler sind sehr oft befangen.


Bis dann ...

Autor: lontano (Gast)
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du solltest die fertigen Geraete eine Nacht durchlaufen lassen.
Funktionieren sie noch am Vormittag.....dann ist die Wahrscheinlichkeit 
sehr gering dass die Kiste jemals kaputt geht. BGA ist allerdings ein 
Problem fuer sich....da muessen dir die Levantiner Kurznasen Garantien 
geben !

Autor: 1234 (Gast)
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Die erste Serie sollte man immer vor Ort fertigen, bei einem lokalen 
Bestuecker. Nach china zu gehen lohnt sich nur bei grossen Serien,dh bei 
Produkten, die bereits etabliert sind und wo man mit hohen Stueckzahlen 
sparen kann.
Richtig, man kann nicht immer bei hohen Stueckzahlen sparen. 
Voraussetzung, dass eine grosse Serie ein erfolg wird, ist :
- die Fehler sollten behoben worden sein. Ein Rueckruf wird mit der 
Stueckzahl teurer.
- die Teile sollten sich schnell genug verkaufen, sonst ist es Geld, das 
am Zins liegt.
- es sollte etabliert sein und nicht nur an einen einzelnen Kunden 
gehen. Wenn der einzige Kunde die Technologie wechselt und das Produkt 
nicht mehr will, alles in die Tonne zu werfen ist schlecht.

Autor: Kest (Gast)
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Stichwort: QUALITÄTSSICHERUNG!

Nicht die Chinesen sind schuld, sondern ihr. Nimmt mal Gelbe Seiten und 
schaut, wer sich damit auskennt. So, wie es sich anhört, und da gebe ich 
einem meiner Vorposter Recht, habt ihr ein echtes Problem mit 
Qualitätssicherung. Was erwartet man auch ohne Tests, ohne zu wissen, 
wie und was überhaupt gemacht wird, ohne Kommunikation...

Da es meist Kleinserien sind, solltet ihr nicht auf Kosten achten (in 
der Produktion), sondern eher in der Gegend produzieren lassen. Da kann 
man auch anrufen und fragen, was los ist.

Und überhaupt, bei einem StartUp auf Chinesen verlassen ist keine gute 
Idee. Erst, wenn alles funktioniert, kann man anfangen Kosten zu 
reduzieren.

Grüße,
Kest

Autor: Bensch (Gast)
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@ kest,
genauso sieht's aus. Ich hab schon mehrere Firmen gesehen, die beim 
Sparen den Bach runtergingen.
Gelbe Seiten, naja..

Für wichtig halte ich, dass man ein Komplettpaket kauft, also Entwurf, 
Layout und Fertigung (zumindest Nullserie) aus einer Hand. Was so 
mancher Layouter abgibt, ist Müll, kaum sinnvoll zu fertigen.
Besser man fragt Frau Google, z.B. mit "elektronik baugruppenfertigung". 
Da stehen wir auch drin und unser SMD-Bestücker....
Es macht gerade bei Kleinserien Sinn, einen Dienstleister auszusuchen, 
der in der Nähe ist. Ist vielleicht nicht der billigste, aber unterm 
Strich evtl. doch der günstigste. Notfalls kann man ihm die 
Fensterscheiben einwerfen, wenn er nicht spurt...... :-)

Autor: 1234 (Gast)
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Ich hab schon einige Serien hinter mir. Trotzdem lerne ich noch jedes 
mal hinzu wenn ich mit meinem Bestuecker die Details bespreche. Oder 
wenn ich zusehe was die Leute dort so machen.

Autor: Asiate (Gast)
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Man kann mit China Geschäfte machen, wenn es um Kugelschreiber geht, 
aber keineswegs, wenn es um die BGAs geht.

Autor: Winfried (Gast)
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Da gebe ich zu bedenken, dass selbst qualitativ hochwertige IBM-Lenovo 
Notebooks aus China kommen. Es gibt fast nichts mehr an Elektronik, was 
nicht von dort kommt. In allen Qualitäts-Schattierungen. Grundsätzlich 
können die das also schon.

Autor: Tim (Gast)
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Ja, das ist aber auch wieder eine Sache der Qualitätssicherung. 
Wahrscheinlich ist da immer jemand vor Ort...

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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Erstmal vielen Dank fuer die wirklich zahlreichen Beitraege... Super von 
euch nur konstruktive Dinge ... super.

Grundsaetzlich muss ich die Chinesen mal in Schutz nehmen... Habe fuer 
Delphi gearbeitet... jedenfalls gab es dort ein Ranking unter den 
Werken... China war immer unter den ersten drei... aber Deutschland und 
ein weiteres aus den USA... aber egal.
Ich hab schon mal Kleinserien vergeben in Singapur (habe dort mal gelebt 
und gearbeitet) und hatte einen wirklich guten Service... Nur Gerbers 
und BOM gesendet und am Ende kam was raus was zu gebrauchen war... Die 
haben aber auch nochmals meine Gerbers geprueft, ist das ueberhaupt 
herstellbar, haben Feedback gegeben was eventuell vorteilhafter waere 
usw. Die nackten Platinen waren geprueft (ach ja haben jetzt eine 
Platine da fehlt mal eben ein GND Pin, einfach nicht verbunden). Haben 
selber alle moeglichen Tests implementiert usw.

Hier kann ich nichts davon sehen...

Ich halte euch auf dem Laufenden... ;)
Gruesse aus Melb.

Autor: Thomas Müller (thomas1123) Benutzerseite
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gehts denn nicht auch ohne BGA?
 also ich meine das layout und die schaltung nochmal überarbeiten und 
dann vieleicht solche kritischen teile vermeiden. habe davon ner 
softwarefirma aus redmond gehört, die ein gerät auf den markt gebracht 
hat das man an den fernseher anschliesst und spiele damit spielen kann. 
nun gibt es dort auch ein BGA teil auf der platine das zu ausfallquoten 
von +30% führt.

ich denke du wirst dich in deiner firma ein wenig unbeliebt machen 
müssen und denen erklären das mindestens ein wechsel der dinstleister 
(es wird nur auf den ersten blick teurer) wenn nicht sogar ein 
neuentwurf der schaltung (das wird auch auf den ersten blick nochmal 
kräftig teuer) zu tätigen ist aber dadurch der beim kunden vor ort 
negativ auffallender ausfall eurer hardware verringert oder gar 
weitestgehenst vermiden werden kann was auf lange sicht VIEL billiger 
kommt
denn ich weiss nicht wie oft bei euch ein einzelner kunde einen ausfall 
eures gerätes hat. der wird ja auch irgentwann feststellen das immer das 
gleiche gerät
den ablaug behindert und sich eventuell einen neuen anbiter suchen

mfg
Thomas

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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Danke nochmals...

Der Dienstleister ist erstmal fest bis eben bewiesen ist das der Mist 
baut.

Leider haben wir ueberall Baustellen. Fangen wir von hinten an ... die 
SW koennte fehlerhaft sein (wenigstens benutzen wir hier Tools die ein 
wenig kosten, Keil)... die HW funktioniert irgendwie... (diese zu 
verbessern ist hauptsaechlich meine zukuenftige Aufgabe)...

Aber alles was da vor ist ... Components, PCB, Manufacturing, ICT, EOL 
Test... Desweiteren haben wir keinen Funktionalen Tester wo man mal das 
Ganze debuggen bzw auch mal einen Dauerlauf durchfuehren kann...

Alles Chaos bzw typisch australisch... no worries...

Unbeliebt, ja das werde ich mich machen... Wie geasgt meine Hauptaufgabe 
soll im Bereich Entwicklung liegen. Daher muss ich den Sack bezueglich 
moeglicher Fehler so gut wie moeglich zu machen. Wo soll man Fehler 
suchen, wenn man nicht weiss Komponenten, Manaufacturing, HW Design, 
Assembly and Handling, Software oder sonsteiges. Schlimmstenfalls eine 
Kombination von allem...

Danke nochmals... Ein paar Tips habe ich schon aufgegriffen und arbeite 
gerade an ein paar Dingen um ein wenig Licht ins Chaos zu bringen...

Autor: Der Dude (Gast)
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wer wegen 200 Stück in China fertigen lässt, ist selber schuld. Such Dir 
einen Fertiger vor Ort, zu dem Du hinfahren und die Probleme ansprechen 
kannst.

Autor: Artur Funk (Gast)
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@ Daniel: Liefert ihr auch an China eure BGA Chips oder werden diese 
dort vor Ort billig bezogen?Wenn ja, dann könnte es sein dass es RoHS 
Chips sind, die irgendwo verbaut waren danach aber einen Reball-Prozess 
mit Blei durchlebten. Wenn der Bestücker diese Chips mit höheren 
Temperaturen durch den Offen schiebt, schmelzen die Blei-Balls ab und es 
gibt an manchen Pins keine Durchkontaktierung mehr.

Autor: The Devil (devil_86)
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Mal ein bissl OT:
Das ist echt ein qualitativ hochwertiger Thread mit vielen guten Tipps 
für den TO! Ganz großes Plus für alle Poster!!!

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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Halloechen,

als Threadstarter moechte ich gerne wie The Devil allen Postern danken. 
Speziell fuer die Qualitat der konstruktiven Antworten... Habe das hier 
schon anders erlebt...

@ Artur Funk: Unser Manufacturer besorgt die Teile... Werde das mit 
unseren Einkaeufer checken ob wie das mit dem Manufacturer abgesprochen 
ist... Danke fuer den Hinweiss... wusste gar nicht das sowas moeglich 
ist...

@ Jadeclaw: Danke fuer den Tip mit dem Backen... Das laesst sich 
einrichten...

Allen noch einen schoenen, stressfreien Tag...

Autor: Artur Funk (Gast)
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>> Habe das hier schon anders erlebt...
Der Dude hält doch die Quote der sinnlosen Klugscheißer ;)

Im Allgemeinen würde ich die gelieferte Ware erst nach Eingangsprüfung 
bezahlen, dann haben die mit dem Problem drüben selbst zu kämpfen und 
geben sich dementsprechend mehr mühe.

Autor: 1234 (Gast)
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Die Loetverbindungen der BGA werden mit roentgen geprueft. Da muesste 
man allenfalls man mit ein Paar Leiterplatten zum lokalen Zahnarzt.

Autor: Bensch (Gast)
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Abgesehen von den Problemen mit chinesischen Bauteillieferanten- da hab 
ich auch so meine Erfahrungen. Könnte da einige Beispiele nennen. NIE 
WIEDER !!!

Ich würde in jedem Fall mal unverbindlich einen Experten zu Rate ziehen. 
Das könnte ein lokaler Dienstleister sein, der Entwicklung und 
Bestückung macht. Der wird vermutlich sofort etliche Probleme sehen, 
angefangen vom Layout (EMV, Padgrössen, Anordnung der Bauteile..) bis 
zur Lötqualität.
Hab neulich noch mit unserem Bestücker gesprochen. Was für Probleme der 
manchmal hat mit den Layouts seiner Kunden, ist unglaublich. Aber die 
sind dann oft auch noch so arrogant, dass sie ihre Fehler nicht 
wahrhaben wollen. Sie produzieren ja schliesslich nur das Beste....

Wenn's nicht so weit weg wär, würd ich's ja selbst anbieten. Aber 
vielleicht im nächsten Jahr mal.

Autor: 1234 (Gast)
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Ja, das ist richtig, die Bestuecker muessen manchmal kompletten Schrott 
fertigen, sagen das dem Kunden aber nicht, er koennte ja ausflippen und 
das naechste Mal einen Anderen nehmen.

Autor: David (Gast)
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@1234
also wär wohl definitiv einen grund den bestücker zu wecheln, wenn er 
einen nicht auf offensichtliche fehler aufmerksam macht...

Autor: Bensch (Gast)
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@ david

Wäre besser, ihn direkt zu fragen. Dann muss er nicht mehr fürchten, 
einen Kunden zu verlieren.

Ich zeige ihm vor Beginn der Serie eine Musterplatine, wird bei uns im 
Haus gemacht. Normalerweise gibt's da keine wesemtliche Kritik mehr, da 
ich ja den Produktionsprozess und die Probleme kenne.
Der arme Entwickler an seinem Rechner, der noch nie die Produktion 
gesehen hat, hat da sicher mehr Schwierigkeiten. Wenn er (und sein 
Chef!) das weiss und einsieht, ist aber schon viel gewonnen.

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