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Forum: Analogelektronik und Schaltungstechnik Französischer Funkamateur fertigt eigene Röhren!

Autor: Robert S. (razer) Benutzerseite
Datum:

Gerade in einem anderen Forum entdeckt:
http://blog.makezine.com/archive/2008/01/make_your...
Super!

Gruß Robert
Autor: ARM-Fan (Gast)
Datum:

Da geht ja jedem Technikbegeisterten das Herz auf beim Zusehen.
Genial!
Autor: Thomas B. (detritus)
Datum:

Unfassbar...
Autor: Frank B_. (frank_b) Benutzerseite
Datum:

Whow... absolut klasse.
Autor: Merci (Gast)
Datum:

Merci für den Link!
Autor: yalu (Gast)
Datum:

Der Typ scheint wirklich alles zu können :-)

Auch das Video selbst ist einfach genial gemacht.
Autor: Gast (Gast)
Datum:

der wahnsinn in dosen ..
hut ab. das video ist erste klasse
Autor: Otto (Gast)
Datum:

Hallo Robert,

vielen Dank für den tollen Link - der Typ hat echt was drauf....
und die Dinger funktionieren sogar....

Gruss Otto
Autor: Esko (Gast)
Datum:

Ein wahrer Könner nicht nur seines Fachs.
Autor: gast (Gast) (Gast)
Datum:

wozu braucht man heutzutage noch röhren? außer für hochleistungssender.
Autor: Eisbaer ... (leiterbahn)
Datum:

gast (Gast) wrote:

> wozu braucht man heutzutage noch röhren? außer für hochleistungssender.

man braucht sie immer dann, wenn man etwas aussergewoehnliches bauen
moechte.
etwas was sich vom ueblichen abhebt.
natuerlich werden roehren im "QRO" bereich eingesetzt. sie sind dort
einfach billiger.
jetzt mal ganz ehrlich ...
was ist wohl schoener anzusehen.. ein popeliger FET oder eine roehre mit
gluehendem heizfaden ?
kommt immer drauf an, was man will.
ich finds einfach schoen ne eigenbau tube im video zu sehen.
manchmal ist es so : nostalgie rulez

cu
k
Autor: Karl (Gast)
Datum:

> wozu braucht man heutzutage noch röhren? außer für hochleistungssender.

Funkamateure sind oft Nostalgieliebhaber. Dies erklärt auch die häufig
vorkommende Ablehnung von moderner Technik bei Funkamateuren. Der
ComputerDAU-Anteil ist bei ihnen auch sehr hoch. Da schlägt das Herz bei
einer Röhre schon gleich höher. Und ein Funkamateur der bei seiner
Betriebstechnik nicht vorwiegend morst, der wird nicht ernst genommen
und wer das Morsen gar nicht kann oder seine Schwerpunkte im Hobby
anders setzt, der wird von den alten Hasen oft verlacht. Das Ergebnis
dieser Arroganz ist der Mitgliederschwund.
Autor: Hauke Radtki (lafkaschar) Benutzerseite
Datum:

Absolut genial! Hat schon jemand versucht das nachzumachen? Ich wäre
sofort dabei ;)
Autor: lontano (Gast)
Datum:

vive la France !
le jour de gloire est arrivé !
Autor: nixcheck (Gast)
Datum:

Es sieht aus als ob der Typ hat es tatsächlich geschafft hat den
gesamten Produktionsablauf einer Röhre zu rekonstruieren und das ganze
dann noch ohne ein Wort oder eine einzige technische Zeichnung zu
dokumentieren.
Sollte das wirklich der Fall sein dürfte das wirklich ein Meisterwerk
des Dokumentar - video - block  .. oder was weiß ich...  werden.
Stilistisch ist es eh schon vom feinstem.
Da wird versucht eigentlich schon vergessene Technologie zu erhalten.
Ich kann mich für so was auch total begeistern und sehe darin auch einen
Vorteil für zukünftige Technologien.
Viele "moderne" Technologienutzer scheinen das nicht zu verstehen.
Autor: Düsentrieb (Gast)
Datum:

Autor: Michi Müller (Gast)
Datum:

Sehr beeindruckend.

Hier hat auch jemand seine eigene "Nixie"-Röhre gebaut :

http://tubedevices.com/alek/pwl/lc1d/homemade_nixi...
Autor: Sven S. (schwerminator)
Datum:

Sieht das nur so aus, oder hat er sämtliche Werkzeuge auch selbst
gebaut?

Naja ich finde es wahnsinnig! Besonders die Stückzahl, die er da
fertigt.

mfG, Sven
Autor: Daniel R. (daniel_r)
Datum:

>>wozu braucht man heutzutage noch röhren? außer für hochleistungssender.

Also Röhren im allgeiemnen Sinn sind in einigen Gerätschaften drin. TV
;), Mikrowelle...

Und man braucht sie für Rock'n'Roll! Was würde ich nur ohne meinen
Röhrenverstärker für die E-Gitarre machen? Der Sound ist einfach nur
geil. Transistoramps sind zwar mittlerweile auch echt gut geworden, aber
ein guter Röhrenamp ist einfach unschlagbar. ENGL rox :)

Daniel
Autor: Jörg H. (idc-dragon)
Datum:

Beeindruckend!
Der Herr muß vom Fach sein, die Gerätschaften auch.
Vielleicht hat er sich so eine Art Prototypen-Werkstatt nach Hause
gerettet.
Autor: 1234 (Gast)
Datum:

Ja. Immerhisn ist das moeglich. Dasselbe mit Siliziumtechnologie zu
machen wird schwierig. Machen wir mal eine 2N3055 ...
Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Naja, die Röhren, die er baut, entsprechen wohl eher einem
Spitzentransistor denn einem 2N3055...  Aber die Gerätschaften
können einen schon neidisch machen.
Autor: crazy horse (Gast)
Datum:

und ein wenig Chemie (Barium für die Katode und ein wenig Gettermetall
für Vakuumverbesserung) fehlen noch. Und weil kein Katodenmaterial mit
kleiner Austrittsarbeit da ist, muss das Dingen auch so hell glühen :-),
was weder der Lebensdauer der Heizung noch der des Vakuums zuträglich
ist. Auch die anderen Parameter dürften nicht berauschend sein.
Aber trotzdem: Respekt. Wahnsinn.
Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Moment mal, Barium(oxid) braucht man doch nur für indirekt geheizte
Röhren, oder?  Direkt geheizte benutzen einen Wolframdraht.
Autor: Timbo (Gast)
Datum:

Schönes Video, nur leider nutzt es wohl keinem etwas. Wäre toll wenn er
erklärt wie man das selbst machen kann, aber so ist es aus der
Kategorie: "Ich hab den Größten". Aber trotzdem: krasse Sache!
Autor: 3456 (Gast)
Datum:

Es geht darum moeglichste viele Elektronen mit moeglichst wenig Aufwand
aus der Kathode rauszubekommen. Mann kann auf eine hohe Temperatur
heizen, das waere dann der Fall von Wolfram, oder man nimmt ein
Material, das weniger austrittsarbeit hat. zB Bariumoxid. Ein schweres
Erdalkalimetall, das gerne mal ein Valenzelektron abgibt. Eine andere
Methode waere Feldemission, da arbeitet man mit mikroskopisch feinen
Spitzen die eine extrem hohe Feldstaerke an der Spitze haben kann. Das
macht man bei Elektronenmikroskopen so. Es gibt immer mal was zu
verbessern, aber immer laeuft schon mal was.

Mit Silizium wuerde man zuerst mal ein gross-strukturiges Teil bauen.
Uebrigens ist GalliumArsenid etwas einfachen und schon fast in der
Garage machbar. Bei der Litho muesste man etwas Abstriche machen. Aetzen
mit Argonplasma ist auch fast machbar.
Autor: 3456 (Gast)
Datum:

Zum Video. Ich hab eigentlich begiffen wie's geht. Es hat ein paar
technologische Knackpunkte, die muss man wissen. Das Einschmelzen der
Draehte ins Glas. Das sind keine Eisendraehte. Sondern Kovar. Eine
Legierung, die denselben Ausdehnungskoeffizienten wie Glas hat. Kann man
kaufen.
Autor: Kai Franke (kai-) Benutzerseite
Datum:

find ich echt cool sowas. Was der da für eine Ruhe ausstrahlt...
unglaublich
ich muss zugeben wenn ich was herstelle sieht das viel hektischer aus,
aber ich glaub das nächste Mal versuch ich auch einfach mal einen Gang
runterzuschrauben :)
Autor: Hauke Radtki (lafkaschar) Benutzerseite
Datum:

Ja, das ist echt faszinierend.

Auf der Seite zu dem deutschen Röhrenbastler findet man auch ein paar
technologische tipps ;) Z.b. das mit dem gleichen
Ausdehnungskoeffizienten, und das ein spezielles Material verwendet
wird, welches mit dem Glas verschmilzt (um es luftdicht zu bekommen)

Aber ich denke die meisten Gerätschaften sollten sich bauen lassen (er
wird es wohl auch nicht anders gemacht haben)
Autor: Peter Dannegger (peda)
Datum:

Jörg Wunsch wrote:
> Moment mal, Barium(oxid) braucht man doch nur für indirekt geheizte
> Röhren, oder?  Direkt geheizte benutzen einen Wolframdraht.

Nö, herkömmliche Röhren aus der Serienproduktion glühen nur dunkel, auch
die direkt geheizten.
Z.B. die Batterieröhren der D-Serie (Heizung: 1,4V/25mA) oder die
bekannte AZ11 (4V Heizung).
Man muß ja nicht unnötig Heizleistung verpulvern.

Ich denke auch nicht, daß diese Röhre mit herkömmlichen mithalten kann
bezüglich Lebensdauer und Parameter.
Und als Mikrofon dürfte sie auch ganz gut taugen, ich hab da nirgens ne
Fixierung der Elektrodenabstände gesehen.


Peter
Autor: netter Mensch (Gast)
Datum:

@timbo

ich denke wenn man so jemanden anschreibt dann wird er dir bestimmt
alles erklären wenn du wirklich interesse hast und er das merkt. Aber
solche leute sind schwierig die fragen dich bestimmt aus ob du es jemals
gewagt hast eine nicht funktionierende Röhre zu entsorgen oder
betrügerischer weise jemals einen halbleitertransistor verwendet hast.
;)

Der Typ ist nen liebhaber und hat sich die benötigten Geräschaften alle
selbergebaut die pumpe den entspannungsofen dann noch die
punktschweißvorrichtung und nicht zu vergessen die diversen halter und
lehren.

große hochachtung vor diesem könner.
Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Peter Dannegger wrote:

> Ich denke auch nicht, daß diese Röhre mit herkömmlichen mithalten kann
> bezüglich Lebensdauer und Parameter.

Die Gerätschaften, in denen er die am Ende betrieben hat, sahen eher
so aus, als wollte er damit Röhren aus der Anfangszeit des Rundfunks
ersetzen, die dann wohl in der Tat auch noch in vergleichbarer
Technologie gefertigt worden waren.  Da ist die berühmte AZ1 selbst
in ihrer Anfangszeit wohl schon eine Generation später, die besagten
D-Röhren wohl eher drei...

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