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Forum: Offtopic Wer ist noch in der Kirche(nsteuernpflicht) ?


Autor: Master Zulu (Gast)
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Ich habe jetzt Nägel mit Köpfen gemacht und den ständig steigenden 
Abgaben und Steuern einen finanziellen Riegel vorgeschoben: Da ich mich 
gegen staatlich verordnete Ausbeute schlecht wehren kann, habe ich die 
Notbremse gezogen und bin aus der Kirche ausgetreten. Jetzt habe ich 
meine Jahresteuer bekommen: Über 2000,- Euro gespart.

Wer hat es genau so gemacht ?

Ich habe jetzt meine eigenen Gemeinde eine Spende für die neue Orgel in 
Höhe von 1000,- gemacht: Ging als Geschäfstausgabe durch und kostete 
mich folglich nur 450,- netto!

Autor: Heineken (Gast)
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Die meisten Ausgetretenen machen aber keine Spenden.

Heutzutage interessiert man sich vor allem für sich selbst. Sogar die 
Fortpflanzung wird verweigert. Gott? Beten? Wat dat denn?

In so einer Gesellschaft hat die Kirche keinen Platz mehr.

Dass die Kirche auch Altersheime, Kliniken und Co betreibt, ist doch 
egal. Man kann die Kirchen auch verkaufen und zu Moscheen machen, geht 
ja keiner mehr hin.

Autor: Hendi (dg3hda) (Gast)
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Wenn Du dir mal ansiehst, wie die sozialen Dienste befeuert werden, ist 
eher die Kirche nur Haus- und Personalherr (Tarife? Wozu...) und der 
Bombastanteil kommt vom Staat.

Gruß,
Hendi (Steuerpflichtig, aber nicht Kirchensteuerpflichtig)

Autor: Unbekannter (Gast)
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> Dass die Kirche auch Altersheime, Kliniken und Co betreibt, ist doch
> egal

Uh, oh... Da ist jemand mal wieder den Kirchen auf den Leim gegangen...

Warum glaubst Du, bist Du Krankenversichert?

Genau. Deine Krankenkasse bezahlt das Krankenhaus, Kliniken und Co. wenn 
Du die Dienste in Anspruch nehmen musst.

Krankenhäuser, Rettunsdienste, Altersheime sind alles 
Wirtschaftsbetriebe die mit Deiner Krankenkasse abrechnen. Kindergärten 
bezahlt die Gemeinde etc.

Autor: D. W. (dave) Benutzerseite
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> Kindergärten bezahlt die Gemeinde

Kommt drauf an, wo man wohnt. Stadt hätte bei uns keinen Kindergarten 
gezahlt.

Autor: Timbo (Gast)
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>Dass die Kirche auch Altersheime, Kliniken und Co betreibt, ist doch
>egal.

Richtig. Und was Priester mit kleinen Jungs in kirchlichen Einrichtungen 
machen wissen wir auch. Warste auch da?

Autor: traumichnichtzusagen (Gast)
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Die Sache mit der Kirchensteuer habe ich mir auch schon überlegt...
bis mir folgendes klar geworden ist: wo keine Kirche da ist, wird eine 
Moschee gebaut... deshalb zahle ich fleißig meine Kirchensteuer
Gruß...

Autor: Axel (Gast)
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Die Moscheen werden so oder so gebaut. Hängt von der Zahl der 
Moscheenutzer ab und nicht von der Zahl der Kirchennichtnutzer.

Ausserdem ist es wohl egal, ob irgendwo 2,3 Kirchen Moscheen oder 
sonstwas steht. Ich kann das Geld immer noch sinnvoll investieren.

Wenn Du die Zahl der Moscheen reduzieren willst, dann musst Du Gelände 
kaufen und Anwohnerrechnte anwaötlich gegen die Durchsetzen. Ich fürchte 
aber, Du wirst das Unterwandern druch Neo-Muslime nicht verhindern 
können.

Autor: Finanzamt (Gast)
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Hallo,

"Jetzt habe ich meine Jahresteuer bekommen: Über 2000,- Euro gespart."

Die Kirchensteuer beträgt in der Regel neun Prozent der Lohn- und 
Einkommensteuer (in einigen Bundesländern auch acht Prozent).

Daraus ergibt sich, dass Du mindestens 22000€ Einkommensteuer bezahlst. 
Ich würde auch da ansetzen .... Es gibt für jeden Steuersparmodelle.

Ich frage mich gerade: Bei 22000 Euro Einkommensteuer sind Deine 
Einkünfte ja 6-Stellig :-O

Gruß

Andreas

Autor: Netzgerät (Gast)
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Überlegt habe ich mir das auch schon, aber irgendwie kann ich mich noch 
nicht dazu entsdcheiden. Ich will ja später auch irgendwann man 
kirchlich heiraten und meine Kinder taufen lassen - das ist so ziemlich 
der einzigste Grund warum ich noch Kirchensteuer bezahle!

Autor: Golli (Gast)
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Ich werde nicht aus der Kirche austreten denn ein Großteil der 
Kirchensteuer wandert in caritative Einrichtungen und die sind 
essentiell in unserer Gesellschaft.

Als Steuersparmodell hatt ich vor einigen Jahren einen unserer zwei PKW 
verkauft und ich fahre jetzt nur noch einen Kleinwagen. Völlig 
ausreichend!

Autor: Kommentator (Gast)
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Kleine Anmerkung 1 : Die Kirchensteuer ist auf einen Maximalsatz von 
3,3% o.ä. limitiert.

Kleine Anmerkung 2 : 22000,- EKST zahlt man schon bei etwa 72.000, wenn 
man Alleinstehend ist. Der Staat langt da unheimlich hin!

Kleine Anmerkung 3 : "kirchlich heiraten" ist oft ein Problem, wenn die 
Partnerin anderer Konfession ist. Oft konvertieren einige im Glauben, um 
Heiraten zu können. Dann gibt es ja die Möglichkeit, rechtzeitig wieder 
einzutreten. Dann einfach zum Heiraten die Gemeinde wechseln. Das fällt 
kaum auf, daß man vorher lange nicht drin war. Es gibt sogar einen 
Service von der Kirche, habe ich mal gesehen, wo der Wiedereintritt 
gefördert wurde.

Ich würde aufs Heiraten komplett verzichten. Spart ne Menge Geld bei der 
Kirchensteuer! heheheh

Am Besten in Nevada oder in Utah bei den Mormonen heiraten. Ist auch 
kirchlich und Du kannst Deine Angetraute nach amerikanischem Recht 
innerhalb von 3 Jahren wieder in die Wüste schicken. (Geht echt!)

Autor: Chris (Gast)
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Hi,

ich würde gerne aus der Kirche austreten (Kirchensteuer ist nur tertiär, 
ich bin überzeugter ungläubiger ;) ).

Allerdings gibt es da ein Problem: Meine Mutter arbeitet in einer 
Einrichtung, die von der Kirche geführt wird.
Es soll da angeblich so sein, dass Mitarbeiter, deren Familienangehörige 
aus der Kirche austreten, Repressalien bekommen.
Sowas möchte ich "die paar Jahre" vor ihrer Rente natürlich nicht mehr 
auslösen.
Naja, so viel zum Thema Glaubensfreiheit...

Was mich an der Kirche(-nsteuer) massiv stört ist zum Beispiel die 
Tatsache, dass sich hier die fetten Bischöfe in Audi A6 (oder anderen 
überteuerten Autos) rumkutschieren lassen und gleichzeitig jeden Tag 
tausende Menschen regelrecht am Hunger verrecken.

Ich habe vor ein paar Jahren intensiver mit der Pfarrei hier zusammen 
gearbeitet (Fotografieren, Homepage, Administration PCs) und hmja, 
irgendwie schießen die von der Diözese (=regionale "Zentrale") mit 
Spatzen auf Kanonen:
Um das "Meldewesen" (Geburten, Hochzeiten, etc) zu machen, haben alle 
Pfarreien Lotus Notes mit einer Datenbank, soweit ja noch in Ordnung.
Nur: Mittlerweile sind die Pappenheimer so weit, dass die 
Internetverbindung per DSL direkt zu denen läuft, sprich die sind ein 
eigener ISP (wobei das früher noch perverser war: Dialup per ISDN auf 
eine was-weiß-ich wie große Telefonanlage, ich schätze 50-100 
Anschlüsse).

Lotus Notes kann allerdings auch per Internet relativ sicher (RC4) 
replizieren, machen viele unserer Kunden, bei denen es um richtig viel 
Geld geht. Zur Not würde ja auch noch ein simpler VPN-Tunnel per 
Software reichen...

Was mich aber schon sehr erschrocken hat: Es sind nach außenhin fast 
keine Ports offen, gerade mal HTTP, POP3, SMTP und evtl. noch IMAP. 
Verbindungen auf FTP-Server o.ä. konnten nicht hergestellt werden. 
Eingerichtet wurde es von einem "Fachmann" der Diözese, der allerdings 
die Hälfte an Config vergessen hat: kein WPAD und keine Proxy-Konfig im 
Virenscanner -> keine Updates.

Achja: wenn ich nochmal ans liebe Geld denke: die Pfarrei darf für so 
einen verstümmelten Anschlus (1 MBit) > 50€ zahlen...

Viele Grüße

Chris

Autor: Klaus (Gast)
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@ Hendi @ Unbekannter (Gast) und wer sonst noch alles

Also das stimmt so nicht ganz. Ihr habt recht, dass die Caritativen 
Dienste wie Altersheime usw. vom Nutzer bzw. dessen Versicherung zu 
bezahlen ist. Solche Einrichtungen haben deshalb nach entsprechenden 
wirtschaftlichen Regeln geführt zu werden. Wieviel die (Kranken) Kasse 
für eine entspechende Leistung bezahlt bestimmt die Kasse. Das 
Funktioniert ganz gut in einer Großstadt. Auf dem Land funktioniert das 
aber schlicht weg nicht mehr, denn dort bricht dann ganz schnell die 
Versorgung zusammen.
Begründung:
Schwarzwald (Süden Deutschlands) realtiv wenig besiedelt, topographisch 
recht anspruchsvoll.
Wenn hier Menschen Hilfe durch die Sozialstation benötigen (Pflegerische 
Hilfe, Hilfe im Haushalt usw). so kann man sich an einen Privaten 
Pflegedienstleister wenden. Dieser prüft wo die zu unterstützende Person 
wohnt und welche Leistung zu erbringen ist. Dabei stellt er fest, dass 
der Fahrweg recht hoch ist, im Winter Schnee liegt usw. Die Kasse zahlt 
ihm aber nur eine fixen Betrag pro Patient, egal wieweit er zu diesem 
Patienten zu fahren hat. Der Private Pflegedienstleister lehnt deshalb 
diesen Dienst ab weil es sich für ihn nicht lohnt (das darf er, Angebot, 
Nachfrage). Die von der Kirche teilweise mit Kirchensteuer getragene 
Sozialstation hat sich aus ihrer Etischen Überzeugung dazu verpflichtet 
niemanden (egal welcher Konfession oder aus der Kirche ausgetreten) die 
Pflege zu verweigern. Mehr Geld bekommt die Sozialstation dafür aber 
nicht. Die Leistung erbringen Krankenschwestern die einen Anspruch auf 
ein Gehalt haben wie du in ich. Die Sozialstation ist also immer ein 
Zuschussbetrieb. Dafür weden unter anderem die Kirchensteuern gebraucht. 
Glaubt ja nicht, dass das reicht. Ich bin ehrenamtlich Kassenwart eines 
Vereins der sich genau dafür starkmacht, dass dieser Dienst der 
Sozialstationen geleistet werden kann.

Das gleiche gilt für die Critas, oder das Diakonische Werk.
Das gleiche gilt für Hospitzgruppen die mit ihrem Dienst sterbende 
begleitet dessen Leistungen nicht mal in den Leistungskatalogen der 
Krankenkassen aufgeführt sind.

Wenn du also aus der Kirche austreten willst, dann tu das weil du mit 
der Religonsgemeinschaft der du bisher angehörtest nichts (mehr) 
anfangen kannst oder weil du glaubtst, dass man Kirche (Kulturbauten) 
abreisen sollte und dafür Parkhäuser hinstellen sollte usw. aber nicht 
wegen solch einem Schmarren den ihr hier verzapft.

Also ich reg mich echt auf.

Gruß

Klaus

Autor: Klaus (Gast)
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Hab oben noch was übesehn

>> Richtig. Und was Priester mit kleinen Jungs in kirchlichen Einrichtungen
>> machen wissen wir auch. Warste auch da?

Ja das wissen wir, dass das einige machen und das ist eine riesige 
Sauerei. Und die haben bei mir alles verspielt.

Das sind aber nicht alle. Genausowehnig möchte ich als Vater von fünf 
Kinder nicht mit Eltern gleichgestellt werden die sich an ihren Kindern 
vergehen. Das wissen wir nämlich auch. Seid nicht so naiv zu glauben das 
gäbe es nicht. Die Caritas (von der Kirche mit der Kirchensteur 
getragen) kann Euch gerne eines besseren belehren.

Gruß

Klaus

Autor: Kommentator (Gast)
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>Es soll da angeblich so sein, dass Mitarbeiter, deren Familienangehörige
>aus der Kirche austreten, Repressalien bekommen.

Na, auch das sagt ja einiges über diese Institution aus.

Autor: Lupin (Gast)
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Ich empfehle zu dem Thema Hagen Rether - Bin beeten, der zieht besonders 
den Vatikan durch den Dreck :)

Repressalien gegen Leute die nicht ins Bild passen sind an der 
Tagesordnung, deren Background wird vor einer Anstellung in einen der 
Kirchenkonzerne gründlich durchleuchtet.

http://www.sgipt.org/politpsy/krimi/kirche/sexmiskk.htm

Also ich bin in der evangelischen Kirche, von der hört man ja viel 
weniger solche Schreckensmeldungen. Aber zusagen tut mir die Kirche 
trotzdem nicht und ich werde wohl auch irgendwann austreten (aus 
Überzeugung, Kirchensteuer musste ich bisher noch nicht zahlen).

Autor: yalu (Gast)
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Wie sich die Zeiten ändern:

Früher waren es die Christen, die mit aller Penetranz die
Nichtchristen missionieren wollten, heute ist es genau umgekehrt :-)

Was ist passiert, habe ich etwas verpasst?  =8-O

Dies ist ja beileibe nicht der erste Thread zu diesem Thema im
Mikrocontrollerforum.

Autor: Der Schelm (derschelm)
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> Wer hat es genau so gemacht ?
>
> Ich habe jetzt meine eigenen Gemeinde eine Spende für die neue Orgel in
> Höhe von 1000,- gemacht: Ging als Geschäfstausgabe durch und kostete
> mich folglich nur 450,- netto!

Warum willsten das wissen? Schlechtes Gewissen? Angst vor der Hölle? 
Angst vor dem Papst und seinem Heiligen Zorn?

Merke: Auch die Kirche ist fehlbar (steht fast jeden Tag in der 
Zeitung). Eigentlich wissen das alle  fast alle  also alle außer der 
Kirche.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Chris:
> Achja: wenn ich nochmal ans liebe Geld denke: die Pfarrei darf für so
> einen verstümmelten Anschlus (1 MBit) > 50€ zahlen...

Die direkte Verbindung zum Himmel ist wegen der exorbitanten 
Sicherheitsmaßnahmen, die zur Abwehr des Teufels notwendig sind, eben 
etwas teurer. Deshalb auch die vielen verrammelten Ports und der nicht 
vorhandene Virenscanner. Updates kommen mit Gottes Wort; da braucht man 
nichts zu konfigurieren...


Diejenigen, die allen Enstes glauben, die Kirchen investierten die 
Kirchensteuer in caritative Unternehnungen, der ist diesen Lumpen ganz 
schön auf den Leim gegangen.

Die Wirklichkeit sieht so aus:
Unter Berufung auf das Subsidiaritätsprinzip erheben die Kirchen 
Anspruch auf die Führung von Kindergärten, Krankenhäusern, Altenheimen 
etc. und bekommen von den Gemeinden so viele 'Zuschüsse', daß sie dabei 
noch Gute machen. (Freie Träger haben dann häufig das Nachsehen, weil 
der Bedarf bereits von den konfessionellen Einrichtungen gedeckt ist.) 
Auf der anderen Seite haben ihre Beschäftigten stark eingeschränkte 
Rechte, werden schlechter als bei freien Trägern bezahlt und müssen sich 
von den Kohlensäcken auch noch Eingriffe in ihre Privatsphäre gefallen 
lassen.

Freie Träger bekommen nicht mehr Zuschüsse, wenn sie zum Zug kommen, 
haben aber den Vorteil, daß sie den Kleinen im Kindergarten nicht 
erzählen, im Himmel sei Jahrmarkt und den Omas im Altenheim nicht das 
Erbe abschwatzen.

Die katholische Kirche ist übrigens einer der größten Grund- und 
Immobilienbesitzer hierzulande - und von der Grund- und 
Grunderwerbsteuer befreit!

Wer dieser Lumpenbande sein Sauerverdientes noch hinterherwerfen will, 
der soll es tun. Alle anderen:

       AUS DER KIRCHE AUSTRETEN!

Autor: Bernd (Gast)
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Austreten ist eine Selbstverständlichkeit, egal welche Konfession!
Wer sich nicht von dem Gottesgedanken lösen kann/will braucht dafür 
keine Kirche. Ich denke nicht dass ich als Atheist einem Verein 
angehören sollte in dessen Heilsplan für Menschen wie mir ein Platz in 
der Hölle versprochen wird und in dessen heiligen Schriften nicht nur 
mehrfach zum Genozid,Steinigung und Mord aufgerufen wird sondern auch 
öffentlichen Vergewaltigung und Prügel als legitime Sanktionierung 
erscheinen.
Außerdem finde ich dass ich kein Mitglied einer Glaubensgemeinschaft 
sein kann ohne mich auch mit seiner Geschichte befasst zu haben, denn 
Gestern und Heute lassen sich nicht einfach so trennen und spätestens da 
überkommt mich ein grosses Bedüfnis möglichst wenig mit (beiden) 
Grosskonfessionen zu tun haben zu wollen.
Leider ist es so dass man als religiöser Mensch auch 200 Jahre nach der 
Aufklärung immer noch sehr viele Vorteile genießt, bzw als 
Konfessionsloser Steine in den Weg geräumt bekommt. Ganz wiederlich sind 
z.B die Kirchenaustrittsgebühren von 30 Euro... aber da gibt es ja zum 
Glück Interessengemeinschaften die dagegen klagen!


Gruss
Bernd

Autor: Jupp (Gast)
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Eintritt...Austritt...lachhaft...der ganze Schrott wurde doch nur 
geschaffen, um Geld in die Kassen zu spülen. Generell denke ich, dass 
Kirche nichts anderes als kommerzieller Glaube ist und den brauche ich 
nicht. Ich kann auch an Gott glauben, ohne von meinem Lohn Geld 
abzudrücken, für das samtbezogene Sitzbänke oder ähnlichen Müll gekauft 
wird.

Autor: Unbekannter (Gast)
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> Ich will ja später auch irgendwann man
> kirchlich heiraten und meine Kinder taufen lassen

Wozu kirchlich heiraten? Wenn Du für Deine Heirat eine Show willst, dann 
trag das Geld für die Kirchensteuer lieber auf die Bank und bezahlst von 
dem angesparten Geld dann Deine komplette Hochzeit inkl. der Show nach 
persönlichen Vorlieben.

Und wozu taufen?

Wenn Du aus der Kirche austreten willst, glaubst Du offensichtlich auch 
nicht an deren Märchen. Wozo dann also die eigenen Kindern dieser 
Quacksalberei aussetzen? Nur damit Oma & Opa zufrieden sind?

Also soviel Eier solltest Du schon haben, Deine Weltanschauung auch zu 
vertreten. Das spart auf lange Sicht eh viel Ärger, wenn die Fronten 
klar sind, auch wenn das Klären der Fronten mal kurz für dicke Luft 
sorgt, mit diversen Verwandschaftsteilen.

Aber das, wirst Du irgendwann noch selbst rausfinden, oder auch nicht. 
Ist dann aber auch egal.

Autor: Unbekannter (Gast)
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Noch ein kurze Anmerkung: Wenn man mit dem Gedanken spielt, auszutreten, 
sollte man es machen.

Man hat komischerweise im ersten Moment ein schlechtes Gewissen, weil es 
ja "normal" ist, in einer Kirche zu sein und weil das schon immer so 
war. Und die Kirche würde doch so viel gutes tun und vielleicht braucht 
man sie später doch noch mal usw.

Das ist aber alles nur anerzogen.

Sobald man ausgetreten ist, fühlt man sich schon sehr schnell richtig 
gut dabei, diesen alten Zopf einfach abgeschnitten zu haben und sich 
selbst von diesem Quarck befreit hat.

Auch wenn man sich beim Austritt auf dem Standesamt nochmal ein letztes 
mal über die "Austritts-Gebühr" ärgert, den sich diese Blutsauger 
gönnen.

Danach ist aber gut.

Lieber ein Ende mit schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Eines sollte man auch nicht vergessen:

So lange man in der (katholischen) Kirche ist, finanziert man die 
idiotischen Ansichten der Kirche, wie z.B. den Menschen zu sagen, sie 
dürften keine Kondome benutzen um sich vor AIDS zu schützen.

Autor: Sven L. (friemler)
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Warum austreten, wenn man noch nie 'drin' war?

hab da übrigens was interessantes gefunden:


Die klimatischen Bedingungen in der Hölle sind sicherlich unerfreulich,
aber die Gesellschaft dort wäre von Interesse.

Autor: Bastelmensch nicht angemeldet (Gast)
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Ich bin ausgetreten weil mir der ganze Hokus-Pokus nichts bringt.

Und ich bin trotzdem ein besserer Mensch als viele die tapfer ihre 
Kirchensteuer blechen und in die Kirche rennen.

Und beim Thema Geld finde ich es zum Kotzen wenn die Kirche in armen 
Ländern noch den Leuten das Geld abknöpft anstatt mal ihren Prunk und 
Protz zu Geld zu machen und den wirklich Bedürftigen auf dieser Welt zu 
helfen.

Autor: Timbo (Gast)
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Naja, dass Religionen das Gute auf der Welt mehren, die Story glauben 
doch eh nur die ganz armseligen. Es gibt dazu ein wunderbares Buch. Das 
ist echt klasse und noch dazu sehr suchterzeugend geschrieben...
http://www.amazon.de/Herr-ist-kein-Hirte/dp/3896673556/
Oder wer den großen Bruder Amazon nicht mag:
http://www.bol.de/shop/home/suchartikel/der_herr_i...

Autor: Rudi (Gast)
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Ich handhabe das ähnlich: Ich spende das Geld der caritativen 
Einrichtung direkt und setze es von der Steuer ab. So spare ich Geld und 
sorga dafür, daß die, die es echt brauchen, auch kiegen.

Autor: Nulpe (Gast)
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Im Prinzip ist das Problem doch ganz einfach zu loesen:

Wer keine Kirchensteuerzahlt hat keinen Anspruch auf kirchliche 
Feiertage. Denn wer seinen Glauben ablegt hat doch mit Ostern, 
Pfingsten, Weihnachten nichts mehr am Hut. Oder ? Was fuer Drecksaecke 
muessen das sein die aus der Kirche austreten und sich noch Ostereier, 
Weihnachtsbaeume oder sonstiges zuwenden ? Leuts wo ist euer Rueckrat ? 
Entweder oder.

Autor: CaH (Gast)
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Glaube hat nichts mit der kirchlichen Organisation zu tun. Ichb brauch 
doch nicht so einen "Glaubensverein" um Christ zu sein...

Selten so ein dämliches Posting gelesen...

Autor: gust (Gast)
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Die Kirche tut was für eure Kinder. Es gibt viele verschiedene 
Jugendgruppen, von Kindergottesdiensten bis zu Pfadfindern. Ist 
natürlich alles regional verschieden aber das ist alles besser als die 
Kinder vor der Glotze oder in Jugendgangs verkommen zu lassen.

Autor: Hagen Rether (Gast)
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Ich finde es schon alleine eine Unverschämtheit, daß der Staat den 
Verwaltungsaufwand für die Kirche erledigt und die Kirchensteuer 
einzieht. Für meinen Luftsportverein tut der Staat das nicht, das muß 
der Kassenwart selbst erledigen.

Wo ist der Unterschied? Trennung von Kirche und Staat, steht das nicht 
irgendwo im Grundgesetz...

Glauben tue ich nur eines, nämlich daß die Kirchen (die Kirchen an sich, 
gleich welcher Glaubensrichtung) konsequent seit Jahrtausenden eine 
ganze Menge Elend und Leid in die Welt bringen. Daß einige wenige 
Gläubige ihren Nächsten lieben und helfen, ist ein Tropfen auf den 
heißen Stein. Kaum ein Fortschritt auf dieser Welt, der nicht massiv von 
den Kirchen behindert wurde. Abschaffung der Sklaverei, 
Gleichberechtigung der Geschlechter, sexuelle Aufklärung, friedliches 
Mit- oder Nebeneinander verschiedener Weltanschauungen, ohne die Kirchen 
hätten wir das schon früher haben können.

Und heute? Kondome sind vom Teufel, Feminismus ist vom Teufel, 
Homesexualität ist vom Teufel. Gesegnetes Osterfest.

Einfach ignorieren die Vereine, austreten und sterben lassen. Nützt uns 
allen.

Autor: Hagen Rether (Gast)
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Oh, die Kirche tut was für die Kinder. Was denn? Flöten lernen, Orgel 
spielen, durch den Wald laufen - schön. Nur leider gibt's das nicht ohne 
gehörige Gehirnwäsche. Andere Vereine lassen unsere Kinder wenigstens in 
Ruhe spielen, basteln, toben. Gibt wirklich genug davon.

"Klar kannst du dahin gehen, aber wenn der Pfarrer die Hose runterlässt, 
kommst du sofort nach Hause! Nicht in den Mund nehmen!"

Autor: Hagen Rether (Gast)
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"Wer keine Kirchensteuerzahlt hat keinen Anspruch auf kirchliche
Feiertage. Denn wer seinen Glauben ablegt hat doch mit Ostern,
Pfingsten, Weihnachten nichts mehr am Hut. Oder?"

Was für ein Quatsch. Als würde man mit der Kirchensteuer Urlaubstage 
kaufen. Sag doch gleich: Wer keine Kirchensteuer zahlt, kommt nicht in 
den Himmel. Wo gibt's die Eintrittskarten? Man merkt echt, wie sehr es 
den Kirchen um die "gute Sache" geht.

Autor: CaH (Gast)
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Good Posting ^

Autor: Rudi (Gast)
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Die meisten Feiertage sind nach Christus "erfunden" wurden. In der Bibel 
steht weder etwas von Weihnachts- Oster- oder Pfingsfeiertagen.

Autor: Wir brauchen Kirche (Gast)
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>So lange man in der (katholischen) Kirche ist, finanziert man die
>idiotischen Ansichten der Kirche, wie z.B. den Menschen zu sagen, sie
>dürften keine Kondome benutzen um sich vor AIDS zu schützen.

Na mit deinem Austritt wird sich das auch nicht ändern und idiotische 
Ansichten findest du nicht nur in der Kirche. Schau mal deinen Staat an, 
was der für viele idiotische Ansichten vertritt. Wie wäre es denn mit 
einem Austritt aus dem Staat? Oder dein Arbeitgeber, oder deine 
Nachbarn, ja sogar deine Freunde haben zuweilen komische Ansichten. Und 
mal ganz davon abgesehen, wenn die Kirche morgen verkünden würde, ab 
jetzt nur noch mit Kondon, dann würdest du doch nach dem nächsten Grund 
suchen über die Kirche herzuziehen. Die liebe Kirche wird es dir also 
nie recht machen können.

Das Kirchen-Bashing treibt hier mal wieder seine Blüten. Leute die noch 
was von Kirche halten sind also Blöde? Aha! Komisch, eigentlich müsste 
doch dann die Welt zunehmens besser werden, besonders hier in D-Land. 
Immer mehr gerade junge Leute kehren der Kirche den Rücken, vom Glauben 
erst gar nicht zu reden. Dennoch entwickelt sich die Gesellschaft 
dadurch nicht immer mehr zum Guten, sondern eher das Gegenteil ist der 
Fall. Ist die sog. Gottlose Welt etwa die bessere Welt? Wohl kaum! 
Kirche ist viel mehr als das Kondome-Thema und Prunk-Vorwurf in Rom. Was 
Kirche ist findet man nur raus, wenn man sich darum bemüht. Ein 
Ansatzpunkt ist z.B. den Gesprächen von Harald Lesch im Bayrischen 
Rundfunk mal ein bißchen zu lauschen. Sich mit Gläubigkeit auseinander 
zu setzen setzt heißt auch immer über sich selbst zu reflektieren. Ich 
bin sehr froh, dass es in unseren Innenstädten noch Kirchen zwischen all 
den Kommerzbuden gibt. Es sind Oasen der Ruhe die eine starke Wirkung 
auf einen ausüben, wenn man sie betritt (schon alleine wegen der 
Akustik) und wenn man sich darauf einlässt.

Hier sind doch (sorry für den Ausdruck, soll jetzt nicht despektierlich 
sein) viele Ossis im Forum. Vielleicht denkt mal einer von denen (die 
vielleicht auch hier mitbashen), was für eine wichtige Rolle die Kirche 
dabei gespielt hat, diesen Unrechtsstaat aufzulösen und vielleicht denkt 
auch mal jemand darüber nach, dass wir (die Katholische Kirche) heil 
froh darüber sein können überhaupt ein Kirchenoberhaupt zu haben, das 
sich auch Gesellschaftskritisch äußert, z.B. gegenüber Bush und seinem 
Krieg.

Vielleicht hätten wir den ganzen Ärger mit muslimischer Radikalisierung 
nicht, wenn es auch dort eine zentrale Instanz geben würde, auf die sich 
diese Religion berufen könnte.

Kirche kann ein Gegengewicht bilden zu den Randolf Rodenstock's, zu den 
Olaf Henkel's, zu den Dieter Hundt's, zu den Prof. Sinn's die den 
Menschen nur noch als Produktivitätserbringer und Erfüllungsgehilfe von 
Renditeträumen am Aktienmarkt degradieren wollen. Kirche hat ein 
soziales Anliegen. Kirche thematisiert die wichtigsten Fragen den 
Menschen betreffend, die Frage nach der Sinnhaftigkeit allen Handelns, 
deren Antworten keine Börse geben kann.

Autor: CaH (Gast)
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Benötigt Glaube eine Organisation in Form der Kirche?

Fanatismus wird auch eine übergeordnete Organistion leider nicht 
verhindern können.

Wenn der gesunde Menschenverstand einfach nicht vorhanden ist....was 
soll man da tun?

Autor: gust (Gast)
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> Oh, die Kirche tut was für die Kinder. Was denn? Flöten lernen, Orgel
> spielen, durch den Wald laufen - schön. Nur leider gibt's das nicht ohne
> gehörige Gehirnwäsche.
[...]


Ein Blinder spricht übers Licht. Mehr kann man zu deinem Dummschwatz 
nicht sagen. Es gibt sicher Gemeinden, wo es nicht läuft wie es sollte. 
Aber das sind Ausnahmen. Auch in Vereinen ist nicht alles optimal.

Autor: bluppdidupp (Gast)
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Autor: Wir brauchen Kirche (Gast)
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>Benötigt Glaube eine Organisation in Form der Kirche?

Glauben kannst du zwar auch so (der Glaube ist auch völlig verschieden 
ausgeprägt), aber irgend eine Form der Organisation braucht es nach 
meiner Ansicht schon. Menschen sollen ja nicht alleine im stillen 
Kämmerlein ihren Glauben fristen, sondern sich zusammenfinden und z.B. 
die heilige Messe zusammen feiern.

>Fanatismus wird auch eine übergeordnete Organistion leider nicht
>verhindern können.

Mir fehlt bei den Muslimen eine gemeinsame Stimme die sich eindeutig und 
immer wieder gegen die Ausübung von Gewalt ausspricht. Ich denke schon, 
dass das einige junge Hitzköpfe von ihren Taten fern halten würde, zumal 
man auch nicht immer ganz sicher sein kann, was in den sog. 
Hinterhof-Moscheen gepredigt wird.

Autor: gast (Gast)
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Man sollte unterscheiden zwischen

a)
der teils fanatischen katholischen Kirche mit altmodischen Ansichten 
(Kondome), teils strikten Ritualen, prunkvollen Kirchen und 
"unfehlbarem" Kirchenoberhaupt das als Halbgott gefeiert wird

und

b)
der evangelischen Kirche.

Autor: Wir brauchen Kirche (Gast)
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Ich habe nichts gegen "prunkvolle" Kirchen! An einem neumodischen 
Betonbau den man Kirche nennt habe ich keinen Spass, aber z.B. der 
Kölner Dom (den man als prunkvoll bezeichnen kann) finde ich einfach 
Klasse! Wenn ich mir vorstelle, dass an dessen Stelle ein 
Geiz-ist-Geil-ich-bin-doch-nicht-Blöd-Markt stünde, dann erschaudert 
mich das bis ins Mark! Ich glaube ich hier werden viel zu viele 
Vorurteile gepflegt! Es gibt auch unter den Bischöfen sone und solche - 
sind auch alles nur Menschen. Selbst Ratzinger weiß sehr gut, dass er 
nicht unfehlbar ist, dessen bin ich mir sicher.

Übrigens, Disko im Dom womöglich noch mit Saufgelage und gogo Tänzerin 
halte ich für den absolut falschen Weg den Kirche überhaupt nur 
einschlagen könnte. Die sollen mal lieber bei dem ein oder anderen 
strengen Ritual bleiben und sich nicht anbiedern, da weiß man wenigstens 
was man hat :). Mir ist Kirche dagegen noch viel zu unpolitisch (damit 
meine ich nicht die Tagespolitik). Kirche sollte sich viel mehr zu 
Fragen der Beschäftigung, der Entlohnung, der Situation der Einkommen, 
der Sozialpolitik usw. äußern und natürlich auch zu Fragen der 
Frendenfeindlichkeit z.B. von rechten Vereinigungen.

Autor: gast (Gast)
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> Ich habe nichts gegen "prunkvolle" Kirchen!

vorhin wurde Geldverschwendung kritisiert. Das Haus des Glaubens muss 
nicht prunkvoll und teuer sein. Die Bediensteten der Kirche müssen nicht 
in Reichtum und Verschwendung schwimmen.


> Übrigens, Disko im Dom womöglich noch mit Saufgelage und gogo Tänzerin
> halte ich für den absolut falschen Weg den Kirche überhaupt nur
> einschlagen könnte.

Halte ich auch für falsch. Diskopartys und Jugendgottesdienste sind aber 
der richtige Weg, als Ergänzung. Falsch sind jahrhundert alte 
eingefahrene strikte Rituale. Luther wollte das schon verbessern, mit 
unbefriedigendem Erfolg. Eine Teilung der Kirche wollte er nicht. Es 
wird leider mal wieder Zeit für einen "neuen" Luther. Sein Wirken ist ja 
schon ein paar Jahrhunderte alt. Seitdem hat sich viel geändert, nur in 
der Kirche nicht.

Autor: tomas (Gast)
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Kurzmeldung vom 31.10.1992: „350 Jahre nach seinem Tod wird der Physiker 
Galileo Galilei offiziell von der Kirche rehabilitiert. Papst Johannes 
Paul II. stellt fest, Galilei sei Unrecht geschehen, als ihn die 
Inquisition im Jahre 1633 unter Folterdrohung zwang, dem 
kopernikanischen Weltbild abzuschwören, nach dem sich die Erde um die 
Sonne dreht. Der Papst gesteht den Richtern der Inquisition aber zu, sie 
hätten „guten Gewissens" gehandelt."
Quelle: http://www.erft.de/schulen/gymlech/galileo/galilei.htm
http://www.gutefrage.net/frage/was-haltet-ihr-von-...

Autor: Wir brauchen Kirche (Gast)
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>vorhin wurde Geldverschwendung kritisiert. Das Haus des Glaubens muss
>nicht prunkvoll und teuer sein. Die Bediensteten der Kirche müssen nicht
>in Reichtum und Verschwendung schwimmen.

Geldverschwendung gibt es überall. Es soll sogar Menschen geben die sich 
für Geld Feuerwerkskörper kaufen, um damit das neue Jahr zu begehen (und 
wenn ihnen das Spass macht, dann sollen sie es auch ohne schlechten 
Gewissens tun!).

Ein gewisser "Prunk" lässt sich doch gar nicht vermeiden. Unsere Kirchen 
sind teilweise über tausend Jahre alt und glücklicherweise noch in einem 
Stil gebaut, den man heute als "prunkvoll" einstufen könnte. So what? 
Das ist Geschichte und wir können froh sein, dass unsere Innenstädte 
derartig schöne Gotteshäuser zieren und dass die bediensteten nur so im 
Reichtum schwimmen halte ich noch nicht mal für ein Märchen, sondern für 
eine bösartige Verleumdung. Unser alter Dorfpfarrer (er sitzt inzwischen 
im Rollstuhl) hatte nie in seinem Leben eine Luxusvilla besessen.

Zwei Sätze dazu:

"Im Rahmen ihrer Einsparungen hatte das Ruhrbistum angekündigt, auch 97 
Gotteshäuser aufzugeben"

"Das Bistum teilte zudem mit, dass die höheren Kirchensteuereinnahmen im 
vergangenen Jahr benutzt wurden, um die Kreditaufnahme von 23 auf 4,5 
Millionen Euro zu senken. Daher führe an den beschlossenen Einsparungen 
kein Weg vorbei. (dpa)"

So rosig scheint die finanzielle Situation der Kirche also nicht zu 
sein.

Autor: blob (Gast)
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> Unser alter Dorfpfarrer (er sitzt inzwischen
> im Rollstuhl) hatte nie in seinem Leben eine Luxusvilla besessen.

Jetzt lass mal die Kirche im Dorf. Die Pfarrer bekommen während ihres 
Berufslebens ein Pfarrhaus gestellt und gehören zu den 
Besserverdienenden. Von den höheren Kirchenmännern will ich erst gar 
nicht reden.
Nach ihrer Amtszeit haben sie genügend Geld für ein eigenes Haus, wenn 
sie nicht extrem verschwenderisch gelebt haben.

Autor: Wir brauchen Kirche (Gast)
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>Jetzt lass mal die Kirche im Dorf ...

klar lass ich die im Dorf, die Stadt hat ja auch den Dom :)

eigenes Haus =! "in Reichtum und Verschwendung schwimmen" !!!

wir hättest du denn gerne einen Pfarrer entlohnt?

Mit einem Mindestlohn nach Prof. Sinn?

Der Mann hat immerhin mal studiert und gehört damit erstmal Prinzip 
bedingt (im Falle einer ordentlichen Anstellung) zu den sog. 
Besserverdienenden. So what?

Autor: blob (Gast)
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> eigenes Haus =! "in Reichtum und Verschwendung schwimmen" !!!

hab ich nirgendwo behauptet. Drehe mir nicht das Wort im Munde herum, 
wie dir es gerade passt.

> Der Mann hat immerhin mal studiert und gehört damit erstmal Prinzip
> bedingt (im Falle einer ordentlichen Anstellung) zu den sog.
> Besserverdienenden. So what?

Zu den Besserverdienenden unter den Studierten. Mit welcher 
Rechtfertigung?


(Ja es gibt auch Studierte und nicht-Studierte, die noch mehr verdienen, 
aber das macht es nicht besser)

Autor: Thilo M. (Gast)
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>eigenes Haus =! "in Reichtum und Verschwendung schwimmen" !!!

>wir hättest du denn gerne einen Pfarrer entlohnt?

Unser ev. Pfarrer wohnt in einer Wohnung im Gemeindehaus mit seiner 
Familie. Dem geht es nicht besser und nicht schlechter als den anderen 
Durchschnittsbürgern im Ort. Wenn ich sehe, wie seine Arbeitszeiten 
aussehen, muss ich sagen dass er in der Woche weit mehr Stunden 
zusammenbringt als 'normale' Durchschnitts-Arbeitnehmer. Er ist 
jederzeit erreichbar, den älteren Mitbürgern gibt er das Gefühl, ihr 
Glaube ist nicht umsonst, den jüngeren gibt er die Chance z.B. Musik zu 
machen (Proben in der Kirche usw.).

Ich bin selbst direkt nach der Lehre aus der Kirche ausgetreten, da ich 
den scheinheiligen Teil dieser Institution ablegen wollte. Ablasshandel 
gibt's schließlich schon lange nicht mehr (jedenfalls offiziell).
Wenn ich spenden will dann tu ich das. Ich mache auch öfter mal 
Beschallung oder Beleuchtung bei deren Veranstaltungen (natürlich 
gratis!).

Autor: Gast (Gast)
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Ich zahle lieber Kirchensteuer als Solizuschlag. Jährlich gehen von 
meinem Einkommen knapp 3000 EUR an Solizuschlag weg. Das ist einfach zu 
viel.

Autor: dachs (Gast)
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>Ich zahle lieber Kirchensteuer als Solizuschlag. Jährlich gehen von
>meinem Einkommen knapp 3000 EUR an Solizuschlag weg. Das ist einfach zu
>viel.

Irre ich mich oder bist Du auch einer derjenigen, die denken, nur Wessis 
zahlen Solizuschlag?

Das Wort Solizuschlag wurde allerdings genau deswegen erfunden, damit 
moeglichst wenige mitbekommen, dass es schlicht und einfach eine 
Steuererhoehung - in bis dahin unerreichter Hoehe - ist.

mfG

Autor: |_ 0 6 1 ( (Gast)
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No God => No Money

Autor: Outi Outlaw (outlaw)
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Heineken wrote:

> Heutzutage interessiert man sich vor allem für sich selbst. Sogar die
> Fortpflanzung wird verweigert. Gott? Beten? Wat dat denn?
>
> In so einer Gesellschaft hat die Kirche keinen Platz mehr.

Was hat das mit der Kirche zu tun ??

Ich bin schon vor Jahrzehnten aus der "Sekte" ausgetreten und unterhalte 
mich mit meinem Schöpfer direkt. Dazu brauche ich keine Prunkbauten, in 
denen mir die gesegneten Lemminge veraltete Verhaltensmuster aufzwingen 
wollen.

Für mich ist mein Glaube was persönliches. Wenn ich 
Massenveranstaltungen brauche, gehe ich in einen (sinnvolleren) Verein 
und wenn ich was Gutes tun will, denn spene ich direkt.

Autor: K. J. (theborg0815) Benutzerseite
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> Für mich ist mein Glaube was persönliches. Wenn ich
> Massenveranstaltungen brauche, gehe ich in einen (sinnvolleren) Verein
> und wenn ich was Gutes tun will, denn spene ich direkt.

Dito bin nie eingetreten warum auch weil man denn bei der Konfirmation 
Geld bekommt :P ne ist für mich kein ausreichender Grund Ich glaub net 
an gott warum auch Denkt mal an die Verfolgung der templer ..... wir 
bekommen auf dem sack weil so ein Depp nen juden vergast hat(sorry sags 
mal so salop) wofür aber die heutige Generation nichts kann, aber das 
was die Kirche damals gemacht hat übertrifft das bei weiten.

Autor: Noname (Gast)
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Bin auch ausgetreten. Ich habe nicht eingesehen 576€/Jahr an die Kirche 
zu zahlen, um den Pastoren deren Audis zu finanzieren.

Autor: Finanzamt (Gast)
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@Gast

>Ich zahle lieber Kirchensteuer als Solizuschlag. Jährlich gehen von
>meinem Einkommen knapp 3000 EUR an Solizuschlag weg. Das ist einfach zu
>viel.

Na ja, wenn Du 3000EUR Soli zahlst, dann Verdienst Du über 130000€ im 
Jahr! Ist mir schon klar, dass da einem 3000€ weh tun!

Ich glaube eher, dass Du nur ein Dummschwätzer bist. Denn Leute die 
150000€ im Jahr verdienen schreiben keinen solchen Scheiß! Und Du 
würdest Dich nicht über die 3000€ Soli, sondern über die 54500€ 
Lohnsteuer aufregen...

Autor: yalu (Gast)
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> Was mich an der Kirche(-nsteuer) massiv stört ist zum Beispiel die
> Tatsache, dass sich hier die fetten Bischöfe in Audi A6 (oder
> anderen überteuerten Autos) rumkutschieren lassen

> Ich habe nicht eingesehen 576€/Jahr an die Kirche zu zahlen, um den
> Pastoren deren Audis zu finanzieren.

Was geilt ihr auch eigentlich so an den Audis auf? Ein A6 ist zwar
kein Billigauto, aber auch nicht gerade der dekadente Luxusschlitten.
Für einen Bischof in seiner Position finde ich so etwas durchaus
angemessen, zumal m.W. Audi (anders als bspw. VW) kräftige Rabatte für
Firmen und den öffentlichen Dienst (die Kirche zählt wahrscheinlich
ähnlich) gewährt, so dass ein Passat o.ä. sicher nicht billiger kommt.

Aber warum tritt hier eigentlich keiner aus dem Staat aus?

Denn: Unsere Politiker haben sich mit einem A6 noch nie zufrieden
gegeben. Die Steuern, die wir an den Staat zahlen, liegen ein
Vielfaches über den läppischen 576€ und werden mindestens so sinnlos
vaporisiert wie bei der Kirche. Und wenn eine Personengruppe die
Verlogenheit erfunden hat, dann sind es doch die Politiker.

Also konsequent wäre das schon ...

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Nulpe wrote:
> Im Prinzip ist das Problem doch ganz einfach zu loesen:
>
> Wer keine Kirchensteuerzahlt hat keinen Anspruch auf kirchliche
> Feiertage. Denn wer seinen Glauben ablegt hat doch mit Ostern,
> Pfingsten, Weihnachten nichts mehr am Hut. Oder ? Was fuer Drecksaecke
> muessen das sein die aus der Kirche austreten und sich noch Ostereier,
> Weihnachtsbaeume oder sonstiges zuwenden ? Leuts wo ist euer Rueckrat ?
> Entweder oder.

Naja, jetzt tu nur noch so, als wären diese Feste auf dem Mist der 
Kirche gewachsen...

Die Wahrheit ist, daß sie die Feste der Religionen, die sie mit mehr 
oder weniger Gewalt verdrängt hat, gekapert hat, um zu verhindern, daß 
die Leute an diesen Tagen heimlich ihren früheren Göttern huldigten. Was 
man nicht verbieten kann, übernimmt man eben - das machten übrigens auch 
die Nazis mit dem 1. Mai: Um zu verhindern, daß die Arbeiter am 1. Mai 
streiken und demonstrieren, erklärten sie den 1. Mai zum Feiertag und 
veranstalteten selbst große Aufmärsche.

Wenn ich als Nichtchrist die kirchlichen Feiertage als freie Tage nutze, 
dann ist das nichts anderes, als den Pfaffen ihre Beute an Feiertagen 
wieder abzunehmen.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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gust wrote:
> Die Kirche tut was für eure Kinder. Es gibt viele verschiedene
> Jugendgruppen, von Kindergottesdiensten bis zu Pfadfindern. Ist
> natürlich alles regional verschieden aber das ist alles besser als die
> Kinder vor der Glotze oder in Jugendgangs verkommen zu lassen.

Mit anderen Worten: Sie indoktrinieren sie mit ihrem irrationalen 
Sche*ßdreck, sie lügen sie an und beschäftigen sie.

Nur weil der Staat nichts für die Jungen tut, sind die kirchlichen 
'Angebote' noch lange nicht gut.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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gast wrote:
> Man sollte unterscheiden zwischen
>
> a)
> der teils fanatischen katholischen Kirche mit altmodischen Ansichten
> (Kondome), teils strikten Ritualen, prunkvollen Kirchen und
> "unfehlbarem" Kirchenoberhaupt das als Halbgott gefeiert wird
>
> und
>
> b)
> der evangelischen Kirche.

Pillenpaul IV hat kürzlich mal wieder - völlig zu recht - festgestellt, 
daß alle christlichen Konkurenzunternehmen keine richtigen Kirchen sind.

Wenn es den Religiösen gelingt, sich wieder ähnlich wie im Mittelalter 
als oberste Autorität im Staat zu etablieren, dann sind die Tage der 
protestantischen Sekten sowieso gezählt.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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blob wrote:
>> Unser alter Dorfpfarrer (er sitzt inzwischen
>> im Rollstuhl) hatte nie in seinem Leben eine Luxusvilla besessen.
>
> Jetzt lass mal die Kirche im Dorf. Die Pfarrer bekommen während ihres
> Berufslebens ein Pfarrhaus gestellt und gehören zu den
> Besserverdienenden. Von den höheren Kirchenmännern will ich erst gar
> nicht reden.

Und rate mal wer die Pfaffen besoldet... Nicht etwa die Kirche, sondern 
der Staat.

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