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Forum: Offtopic Switchercad schneller machen


Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Hallo,

ich lasse gerne mal eine Schaltng mit Switchercad von www.linear.com 
simulieren. Leider geht es oftmals ziemlich langsam, nur 30-50 µs/s, 
wenn ich viele Bauteile verwende. Nun berechnet das Programm doch alle 
Spannungs- und Stromwerte zu jedem Zeitpunkt von Anfang an, um mit 
diesen Werten weiterzurechnen. Warum kann denn das Programm nicht aus 
der rekursiven Berechnung eine nichtrekursive machen, also dass wenn man 
das Kurvenfenster zoomt nur das berechnet wird, was da zu sehen ist, mit 
der entsprechenden Genauigkeit? So dass aus der eingegeben Schaltung 
eine Formel wird, die dann in Abhängigkeit von der Zeit einfach den Wert 
direkt berechnet. Sind zwar bestimmt ein paar nichtlineare 
Differentialgleichungen, die da ein Gleichungssystem bilden, aber es 
sollte doch software geben, die solche Schaltungen effizienter 
simuliert.
Gibt es da vielleicht auch irgendwelche Tools, die das Programm 
schneller machen? - durch Effizienzsteigerung oder durch sowas wie 
verlustbehafftete Komprmierung.
Wenn man durch Komprimierung von Bildern, Musik und Videos, ca. 90 % 
Speicherplatz einsparen kann, ohne dass man einen merklichen 
Qualitätsunterschied feststellt, dann sollte man doch ähnliche Techniken 
zur Schaltungssimulation anwenden können, wodurch man 90 % Zeitersparnis 
bei der Berechnung hat, aber halt mit dem Nachteil, dass die Ergebnisse 
nicht ganz so genau sind?
Ein schneller Computer bringt auch nichts. Ein Freund von mir hat sich 
einen mit 8 GB DDR2-Ram und QX9650-Prozessor geholt und auch nicht viel 
mehr als die doppelte Geschwindigkeit erreicht.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Stefan Helmert wrote:
> Ein schneller Computer bringt auch nichts. Ein Freund von mir hat sich
> einen mit 8 GB DDR2-Ram und QX9650-Prozessor geholt und auch nicht viel
> mehr als die doppelte Geschwindigkeit erreicht.

Glaub mir, mit meinem supergeheimen Quantencomputer gehts auf jeden Fall 
schneller!

Außerdem ist ja die Dauer der Simulation proportional abhängig zum 
Arbeitsspeicher... Ja ne.

Autor: Christian R. (supachris)
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Das geht doch noch. Wenn ich Schaltregler berechne und echte 
Kondensatorwerte incl. parasitärer Induktivitäten usw. ansetze, dann 
gehts im ns/s Bereich vorwärts.
Es gibt die Möglichkeit, vorher berechnete Werte einzubeziehen, savebias 
und loadbias mal in der Hilfe suchen. Ansonsten kann man da nur durch 
Rechenpower was machen. Oder halt auf kosten der Genauigkeit in den 
Optionen mit den Parametern spielen, ist aber auch aufwendig, da einen 
guten Kompromiss zu finden.

Autor: Thomas (Gast)
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Komplexe Probleme lassen sich halt nicht mehr symbolisch lösen, da muss 
schon ein nummerischer Ansatz her.
Versuchs doch mal mit Qucs, das hat bei mir SwitcherCad schon lange 
komplett ersetzt. Die Simulationsmöglichkeiten sind viel mächtiger und 
auch die Schaltplaneingabe ist sehr viel komfortabler. Einzig die 
Auswertung der Ergebnisse gefällt mir noch nicht so gut. Es gibt auch 
einen Windows-Port, obwohl das Programm eigentlich für Linux entwickelt 
wird.
Qucs basiert übrigens nicht auf SPICE, sondern hat einen eigenen Solver. 
Dafür kann das Programm aber auch mehr.

http://qucs.sourceforge.net/

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