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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Aktives NF-Tiefpassfilter brummt


Autor: Paul H. (powl)
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Hi!

Ich habe einen Tiefpassfilter nach diesem Schaltplan auf meinem 
Steckboard aufgebaut, das ganze soll für Audiosignale vor dem Verstärker 
gedacht sein und ab 100Hz so alles abschneiden was geht. Habe den Filter 
mit FilterPro von TI berechnet. Filtern tut er. Das Netzteil ist eine 
kleine Eigenkonstruktion.

Leider brummt der Tiefpassfilter ziemlich heftig. Der Brumm hat 
Netzfrequenz bzw. jede Halbwelle scheint eine positive Brummwelle zu 
erzeugen. Es folgen gleich noch die Bilder vom Oszilloskop.

Als ich mal anstatt des Netzteils zwei Akkus drangehängt hab hat alles 
auch ohne Brummen funktioniert.

Ich messe nun mit dem Oszilloskop mal den Brumm direkt an den 
Spannungsversorgungseingängen des 4fach OpAmps und an allen vier 
Ausgängen und füge das als Bild ein.

lg PoWl

Autor: Im Grunde genommen... (Gast)
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...ist das eine Masseschleife. Suche mal im Netz, da findest du einige 
Lösungsmöglichkeiten.

Autor: Helmi (Gast)
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@Paul

Zwischen den beiden Widerständen R10,R11 und R5 würde ich noch einen 
Impedanzwandler einfügen. Sonst dürfte deine Filtercharakteristik nicht 
so ganz exat stimmen.

Gruss Helmi

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Ich vermute mal das Steckbrett, welches das Netzteilbrummen auffängt. 
Lege eine an Masse geklemmte Alufolie darunter. Desweiteren könnte Dein 
Netzteil selber unsauber arbeiten, die Siebung nicht ausreichen, der 
Trafo an seine Grenzen stoßen etc.

Autor: Paul H. (powl)
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Im Grunde genommen... wrote:
> ...ist das eine Masseschleife. Suche mal im Netz, da findest du einige
> Lösungsmöglichkeiten.

Bingo, du scheinst recht zu haben! Wenn ich den Kondensatoren jeweils 
ein eigenes Kabel zur gemeinsamen Masse spendiere verschwindet das 
brummen.

Die Frage ist nur, wenn ich das demnächst auf Lochrasterplatine aufbaue, 
wie soll ich das dann da machen? Kabel zu einer gemeinsamen Masse 
ziehen? Ellenlange nebeneinanderlaufende Leiterbahnen aus Lötzinn?


Helmi wrote:
> @Paul
>
> Zwischen den beiden Widerständen R10,R11 und R5 würde ich noch einen
> Impedanzwandler einfügen. Sonst dürfte deine Filtercharakteristik nicht
> so ganz exat stimmen.
>
> Gruss Helmi

Hast recht, scheinbar werden dadurch die Audiosignale auch sehr 
abgeschwächt. Sind 10k zuviel? Beeinflusst das das Signal der 
Soundkarte?


Travel Rec. wrote:
> Ich vermute mal das Steckbrett, welches das Netzteilbrummen auffängt.
> Lege eine an Masse geklemmte Alufolie darunter. Desweiteren könnte Dein
> Netzteil selber unsauber arbeiten, die Siebung nicht ausreichen, der
> Trafo an seine Grenzen stoßen etc.

Das mit dem Steckboard war indirekt richtig. Alufolie hat hier nicht 
geholfen. Die Dimension des Netzteils und des Trafos sollten mehr als 
ausreichend sein.

lg PoWl

Autor: Paul H. (powl)
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Hab ne kleine Frage zum Oszilloskop:

Wieso muss eigentlich die Masseleitung am Oszilloskop nicht genuso 
geschützt werden wie die Zuleitung vom Tastkopf zum Oszi? Hier kann es 
doch auch Einstreuungen geben?

lg PoWl.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Ja, nur daß diese Einstreuungen auf einen gemeinsamen Massepunkt laufen, 
an den auch der Meßverstärker angeschlossen ist und somit die 
Einstreuungen auf Masse eliminiert werden. Wichtig ist allerdings, die 
Masse des Tastkopfes auch direkt und kurz mit der Masse der Schaltung zu 
verbinden, da sonst das Bezugspotential des Signals gestört wird.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Ach nochwas: die Eingänge von Deinem Filter sind 
gleichspannungsgekoppelt. Das kann Probleme machen, da Du durch 
eventuell einfließende Gleichspannungen den Arbeitspunkt sämtlicher OVs 
verschieben kannst. Besser ist es, noch einen Entkopplungs-Kondensator 
vor den ersten OV zu schalten. Selbigen legt man auch an den Ausgang 
einer NF-Schaltung.

Autor: Helmi (Gast)
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@Paul Hamacher (powl)

>Hast recht, scheinbar werden dadurch die Audiosignale auch sehr
>abgeschwächt. Sind 10k zuviel? Beeinflusst das das Signal der
>Soundkarte?

In erster Linie stimmt deine Filtercharakteristik nicht mehr
weil die Frequenz deines 1. Tiefpasses von R5 abhaengt. Durch die 
Reihenschaltung von den beiden 10K + 1.8K hat sich die Grenzfrequenz 
jetzt nach unten verschoben. Diese ganzen Filterschaltungen brauchen 
eine niederige Quellenimpedanz sonst stimmen sie nicht. Die beiden 
Summierwiderstaende kannst du gar nicht so niederohmige machen wie das 
Filter sie haben will -> du must einen Impedanzwandler dazwischen 
schalten. Dann duerftest du auch eine geringere Abschwaechung des 
Signales haben. Du koenntest ja auch dem Impedanzwandler noch eine 
Verstaerkung geben.

>Wieso muss eigentlich die Masseleitung am Oszilloskop nicht genuso
>geschützt werden wie die Zuleitung vom Tastkopf zum Oszi? Hier kann es
>doch auch Einstreuungen geben?

Doch hier kann es auch einstreuungen geben. Dein Massekabel wirkt ja wie 
eine Antenne in dem induktiv was eingekoppelt wird. Als Abhilfe kann ich 
dir folgenden Tipp geben. Wenn du ein Stueckchen blanken Draht zur einer 
Sprirale aufwickelst , Durchmesser genau so gross wie der Massering 
vorne an deiner Messspitze, anderses Ende an Masse angeschlossen dann 
hast du die Kuerzeste Virbindung die es gibt nach Masse.

Gruss Helmi

Autor: Paul H. (powl)
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Travel Rec. wrote:
> Ach nochwas: die Eingänge von Deinem Filter sind
> gleichspannungsgekoppelt. Das kann Probleme machen, da Du durch
> eventuell einfließende Gleichspannungen den Arbeitspunkt sämtlicher OVs
> verschieben kannst. Besser ist es, noch einen Entkopplungs-Kondensator
> vor den ersten OV zu schalten. Selbigen legt man auch an den Ausgang
> einer NF-Schaltung.

Also das Problem ist zwar bei mir nicht aufgetreten aber möchte diese 
Eventualität doch berücksichtigen. Wie groß müssen die Kapazitäten an 
Ein- und Ausgang ungefär sein?

Noch was: Was ist besser? 100n Keramikkondensatoren oder 100n 
Folienkondensatoren? Bei Reichelt gibt es ja noch andere. Welche sind 
als Abblockkondensatoren und für solche Entkopplungsfälle gut geeignet? 
Der ESR ist doch ausschlaggebend, oder gibt es da noch andere Faktoren? 
Welche C's könnt ihr mir empfehlen?

Helmi wrote:
> @Paul Hamacher (powl)
>
>>Hast recht, scheinbar werden dadurch die Audiosignale auch sehr
>>abgeschwächt. Sind 10k zuviel? Beeinflusst das das Signal der
>>Soundkarte?
>
> In erster Linie stimmt deine Filtercharakteristik nicht mehr
> weil die Frequenz deines 1. Tiefpasses von R5 abhaengt. Durch die
> Reihenschaltung von den beiden 10K + 1.8K hat sich die Grenzfrequenz
> jetzt nach unten verschoben. Diese ganzen Filterschaltungen brauchen
> eine niederige Quellenimpedanz sonst stimmen sie nicht. Die beiden
> Summierwiderstaende kannst du gar nicht so niederohmige machen wie das
> Filter sie haben will -> du must einen Impedanzwandler dazwischen
> schalten. Dann duerftest du auch eine geringere Abschwaechung des
> Signales haben. Du koenntest ja auch dem Impedanzwandler noch eine
> Verstaerkung geben.

Tut mir leid, habe ganz vergessen den Impedanzwandler selbst zu 
erwähnen, ja hatte vor einen dazuzuschalten wenn es so nicht richtig 
funktioniert, was offensichtlich der Fall ist. Ist es in Ordnung wenn 
ich das Signal das von meiner Soundkarte kommt einfach so über 10kOhm 
widerstände zusammenführe? Beeinflusst der Linke Kanal dann den rechten 
nicht und umgekehrt oder ist das stabil genug? Wobei dann könnte ich ja 
auch mehr nehmen, 47kOhm oder so, wenn ja eh der Impedanzwandler 
dazwischen ist.

>>Wieso muss eigentlich die Masseleitung am Oszilloskop nicht genuso
>>geschützt werden wie die Zuleitung vom Tastkopf zum Oszi? Hier kann es
>>doch auch Einstreuungen geben?
>
> Doch hier kann es auch Einstreuungen geben. Dein Massekabel wirkt ja wie
> eine Antenne in dem induktiv was eingekoppelt wird. Als Abhilfe kann ich
> dir folgenden Tipp geben. Wenn du ein Stueckchen blanken Draht zur einer
> Sprirale aufwickelst , Durchmesser genau so gross wie der Massering
> vorne an deiner Messspitze, anderses Ende an Masse angeschlossen dann
> hast du die Kuerzeste Virbindung die es gibt nach Masse.

Ja, habe das grade nochmal getestet tut mir leid. Das Bild wird durch 
die Einstreuungen auch unscharf wenn ich die Masse nicht am Tastkopf 
verbinde.

Autor: Paul H. (powl)
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Ach ja, jetzt hätt ichs schon fast vergessen. Wie siehts mit der 
Stromversorgung aus? Alle Masseverbindungen über einzelne Leitungen an 
einen gemeinsamen Massepunkt oder ist der Leitungswiderstand auf 
Lochraster so gering, dass es hier keine Masseschleifen gibt? Bei meinem 
Steckboard scheint das ja ein erhebliches Problem zu sein. Es gibt 
deutlich sichtbare Spannungsspitzen zwischen der einen und der anderen 
Masseschiene.

lg PoWl

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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>Wie groß müssen die Kapazitäten an Ein- und Ausgang ungefär sein?

Bin mit 4,7 .. 10µF immer ganz gut gefahren.

>Was ist besser? 100n Keramikkondensatoren oder 100n
>Folienkondensatoren? Bei Reichelt gibt es ja noch andere. Welche sind
>als Abblockkondensatoren und für solche Entkopplungsfälle gut geeignet?
>Der ESR ist doch ausschlaggebend, oder gibt es da noch andere Faktoren?
>Welche C's könnt ihr mir empfehlen?

Für die Audio-Zweige möglichst Folie mit kleinem 
Volumen/Kapazitätsverhältnis nehmen (MKS, MKT). Zum Abblocken eigent 
sich Keramik-Vielschicht, als SMD direkt am IC.

>Wie siehts mit der
>Stromversorgung aus? Alle Masseverbindungen über einzelne Leitungen an
>einen gemeinsamen Massepunkt oder ist der Leitungswiderstand auf
>Lochraster so gering, dass es hier keine Masseschleifen gibt?

Bei Audio immer besser einen Massepunkt direkt am Versorgungs-Elko 
nehmen, von dort aus sternförmig nach außen ziehen. Direkt am IC 
nochmals abblocken. Keine Massen an unterschiedlichen Sternenden 
verbinden.

Davon abgesehen würdest Du bei einem 24db/Okt. Linkwitz-Riley Filter die 
Hälfte der OVs einsparen. Alles wäre somit mit einem TL074 
realisierbar.

Autor: Paul H. (powl)
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Travel Rec. wrote:
>>Wie groß müssen die Kapazitäten an Ein- und Ausgang ungefär sein?
>
> Bin mit 4,7 .. 10µF immer ganz gut gefahren.

Oh, sind so große Werte notwendig? Solche Folienkondensatoren sind sehr 
groß und teuer. Hätte eher mit so 1µF..2µF gerechnet. 1,5µF hätte ich 
noch hier. Muss er Eingang auch so eine große Kapazität haben? Hier 
müssen doch keine so großen Ladungen hin und hergeschoben werden.

>>Wie siehts mit der
>>Stromversorgung aus? Alle Masseverbindungen über einzelne Leitungen an
>>einen gemeinsamen Massepunkt oder ist der Leitungswiderstand auf
>>Lochraster so gering, dass es hier keine Masseschleifen gibt?
>
> Bei Audio immer besser einen Massepunkt direkt am Versorgungs-Elko
> nehmen, von dort aus sternförmig nach außen ziehen. Direkt am IC
> nochmals abblocken. Keine Massen an unterschiedlichen Sternenden
> verbinden.

Besser ist es. Ich frage nur damit ich mir eventuell die Arbeit ersparen 
kann lauter einzelne Massebahnen auf Lochraster zu ziehen, das ist nicht 
grade unanstrengend. Mag mir nur ungern die mühe machen und es wär 
garnicht notwendig. Im Zweifelsfall mag ich sie mir jedoch bzw. ich kann 
ja eignetlich einfach kabel nehmen, oder?

> Davon abgesehen würdest Du bei einem 24db/Okt. Linkwitz-Riley Filter die
> Hälfte der OVs einsparen. Alles wäre somit mit einem TL074
> realisierbar.

Habe die Berechnung in FilterPro mal als Bild angefügt. Die Kurve hat 
das besondere Merkmal, dass sie bis 100Hz sogar etwas ansteigt und 
danach gleich sehr steil abfällt. Das ganze ist immernoch für meinen 
Bass-Shaker. 100hz sind noch angenehm, werden aber nicht mehr so stark 
erzeugt also sollten diese noch etwas verstärkt werden. Frequenzen ab 
ca. 110Hz bis 200Hz sind absolt ätzen! Sie verursachen ein komisches 
kribbelnd kitzelndes Gefühl im Rücken (auch danach noch), seltsames 
unangenehmes Drücken im Bereich der Wirbelsäule am Hals, Kopfschmerzen.. 
und und und.. nicht zu empfehlen.

Weitere Frage: Kann ich einen LM 3914 10 Segment Display Driver 
verwenden um mir eine Pegelanzeige zu bauen?

lg PoWl

Autor: Helmi (Gast)
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@Paul

Ich habe dir mal einen Impedanzwandler / Addierstufe aufgemalt.

Die beiden Kanaele sind dort voneinander getrennt.
Es beeinflusst der eine Kanal den anderen nicht.

>Habe die Berechnung in FilterPro mal als Bild angefügt. Die Kurve hat
>das besondere Merkmal, dass sie bis 100Hz sogar etwas ansteigt und
>danach gleich sehr steil abfällt.

Das die Kurve vorher nocheinmal ansteigt ist darauf zurueckzufuehren das 
du ein Tschebyscheff Filter genommen hast. Beim dem faellt die Kurve 
zwar schneller ab hat dafuer aber kurz davor noch eine ueberhoehung. 
Falls das nicht gewuenscht ist sondern ein gerader Verlauf dann nimmst 
du besser ein Butterworth Filter.

Auch ist die Impulsantwort beim Tschebyscheff Filter schlechter als beim 
Butterworth Filter. Das heist wenn du auf dem Filtereingang ein Impuls 
gibst dann schwingt der Ausgang noch eine Zeitlang nach. Das ist zwar 
beim Butterworth Filter auch vorhanden aber nicht so stark. Dafuer ist 
der Abfall oberhalb der Grenzfrequenz nicht so steil. Wenn du aber ein 
Impulstreues Filter haben moechtest dann must du ein Bessel-Filter 
nemmen.
Das hat kein ueberschwingen in der Impulsantwort dafuer aber leider denn 
flachsten Abfall oberhalb der Grenzfrequenz.

Gruss Helmi

Autor: Helmi (Gast)
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@Paul

>Weitere Frage: Kann ich einen LM 3914 10 Segment Display Driver
>verwenden um mir eine Pegelanzeige zu bauen?

Sicher kannst du damit eine Pegelanzeige bauen.
Du must allerdings dein Signal vorher durch einen Aktiven Gleichrichter 
gleichrichten.

Gruss Helmi

Autor: Paul H. (powl)
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Hi, danke für die Addiererschaltung! Sind die Kondensatoren mit 470n in 
Ordnung?

Wegen dem LM, durch einen aktiven Gleichrichter gleichrichten? Wie sieht 
so ein aktiver Gleichrichter denn aus?

Ich stell mir das im Moment so vor: Mit einem OpAmp ein 
Gleichspannungsanteil dazuaddieren, der den Abfall an den 
Gleichrichterdioden ausgleicht, dann ein Brückengleichrichter. Dahinter 
einen Tiefpass damit das ganze nicht flackert.

lg PoWl

Autor: JensG (Gast)
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@ Paul
>> Bei Audio immer besser einen Massepunkt direkt am Versorgungs-Elko
>> nehmen, von dort aus sternförmig nach außen ziehen. Direkt am IC
>> nochmals abblocken. Keine Massen an unterschiedlichen Sternenden
>> verbinden.

>Besser ist es. Ich frage nur damit ich mir eventuell die Arbeit ersparen
>kann lauter einzelne Massebahnen auf Lochraster zu ziehen, das ist nicht
>grade unanstrengend. Mag mir nur ungern die mühe machen und es wär
>garnicht notwendig. Im Zweifelsfall mag ich sie mir jedoch bzw. ich kann
>ja eignetlich einfach kabel nehmen, oder?

Also zu jedem einzelnen Bauteil brauchste kein extra Masseleitung 
ziehen. Wichtig ist, daß der Wechselstrom des Netzteils (vom Trafo über 
Gleichrichter zum Elko, und über Masse zurück) nicht über die selbe 
Masseleitung geht wie die Signalmasse (Signalmasse nenne ich jetzt 
einfach mal die Masse der OPV-Schaltung). Also kurz gesagt: Masse ziehen 
vom Trafo bis zum Siebelko, von dort dann weiter zur Reglerschaltung, 
und von dort (oder vom Siebelko) geht die Masse weiter zur 
OPV-Schaltung. Innerhalb der OPV-Schaltung brauchste eigentlich keinen 
Stern, weil dort dann keine Brummströme vom Netzteil herumirren.
Das ganze ist sozusagen baugrupenorientiert.

Autor: Helmi (Gast)
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Die 470 N sind so in Ordnung (ergibt eine untere Grenzfrequenz von ca. 
3.3Hz)  fg = 1/(2*pi*100K*470n)

Ich habe dir eine Gleichrichterschaltung angehaengt.

Gruss Helmi

Autor: Paul H. (powl)
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Helmi wrote:
> Die 470 N sind so in Ordnung (ergibt eine untere Grenzfrequenz von ca.
> 3.3Hz)  fg = 1/(2*pi*100K*470n)
>
> Ich habe dir eine Gleichrichterschaltung angehaengt.
>
> Gruss Helmi

Hi, danke für die gleichrichterschaltung, aber würde nicht auch ein 
"Spitzenwertgleichrichter" genügen? Ich muss ja nicht beide Halbwellen 
beachten.

lg PoWl

Autor: Paul H. (powl)
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Noch eine Frage:

Was ist eigentlich bei deinem Addierer der Unterschied zum 
Impedanzwandler?

kommt das aufs gleiche hinaus oder ist der Addierer hier besser?

lg PoWl

Autor: Helmi (Gast)
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Bei deinem Spitzenwertgleichrichter bekommst du immer denn hoechsten 
Spitzenwert deines Signales allerdings ist der Abfall der Spannung so 
erstmal nicht gegeben -> Du brauchst noch irgendeine Entladeschaltung 
fuer dein C im einfachsten Fall einen Widerstand parallel dazu.

>Was ist eigentlich bei deinem Addierer der Unterschied zum
>Impedanzwandler?

Die Schaltung macht halt beides gleichzeitig. Erstmal die beiden Signale 
addieren ohne das das eine Signal ins andere ueberspricht. Zum zweiten 
die Impedanzwandlung auf grund der Tatsache das der Eingangswiderstand 
hier 100K bertraegt und der Ausgangswiderstand der gegengekoppelten OP 
Schaltung einige Ohm.


Gruss Helmi

Autor: Paul H. (powl)
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So hier ne etwas aktuellere Version.

Habe das ganze soweit jetzt mal auf Lochraster aufgebaut. Ein brummen 
kriege ich nicht. Allerdings ist die Filtercharakteristik eine ganz 
andere. Das typische an der Cherbychef, dass die Kurve nahe der 
Grenzfrequenz noch einmal etwas ansteigt, hab ich überhaupt nicht. Im 
gegenzug fällt sie ab 80Hz langsam ab und wird dann ab 100Hz richtig 
steil.

Ich verstehe das einfach nicht, ich habe jetzt mit ausgebautem OpAmp mal 
die Widerstände nachgemessen, zuerst hatte ich R5 und R6 vertauscht und 
dachte es läge daran, aber nachdem nun alle Widerstände richtig sind 
funktioniert es immernoch nicht richtig. Habe den Aufbau schon zwei mal 
überprüft. Die Werte der Folienkondensatoren stimmen laut der 
Beschriftung auch.

Was kann denn da nur schief gelaufen sein?

Habe übrigens eine gemeinsame, dicke Masselötbahn verwendet und es 
brummt nichts.

lg PoWl

Autor: HildeK (Gast)
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Meine Ausgabe von FilterPro (2.00.0017) zeigt an, dass der vierte 
Verstärker ein Gain-BW-Produkt von 5,46 MHz haben muss. Der TL074 hat 
nur 3 MHz und daran könnte es liegen.
Wenn ich den Ripple-Parameter deutlich verkleinere, werden die 
Anforderungen an den D-Zweig geringer (bei 0.01 Ripple brauchts nur noch 
2,1 MHz GPW) und das von dir beschriebene Verhalten im Frequenzgang 
tritt auf.
Siehe Screenshot.

Autor: Paul H. (powl)
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Wow, danke. Nach 3 mal Schaltung und Schaltplan kontrollieren wäre ich 
schon fast verzweifelt. Könnte es evtl. auch daran liegen dass meine C's 
beim Löten zu heiß geworden sind?

Bei mir sieht das nicht anders aus. D.h. ich brauche einen anderen 
OpAmp. Gibts da einen pinkompatiblen der sich hierfür eignen könnte?

lg PoWl

Autor: HildeK (Gast)
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Optimiere den Ripple. Probier mal 0,025dB und schau dir die Kurve an. 
Ich wäre damit zufrieden. Der Dämpfungsverlauf im Durchlass ist wie 
gewünscht, die Sperrdämpfung hat bei 200Hz nur 65 dB statt deiner 70 
dB. Damit solltest du aber leben können.

Es gibt schon schnellere OPAs, spontan fällt mir der uralte LF357 ein, 
der müsste gerade so noch gehen - über die aktuellen bin ich nicht auf 
dem Laufenden. Manche Hersteller haben Parameterlisten zu 
Bauteileauswahl - hierzu wären sie zu gebrauchen.

Gute Nacht.

Autor: Paul H. (powl)
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oh nein, dh. ich muss meine ganze Filterschaltung nochmal abreißen? :-( 
verdammt das war ne menge Arbeit. Und nochmal neue Teile bestellen, och 
mist!

Autor: Paul H. (powl)
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Hiermit dürfte es also gehen?

Autor: Paul H. (powl)
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Hab noch eine Frage:

Was gibt diese Frequenz eigentlich genau an und wieso muss diese bei der 
Cherbychev abstimmung so hoch sein?

Danke für die Hilfe!

lg PoWl

Autor: HildeK (Gast)
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>Hiermit dürfte es also gehen?
Ja, ich denke schon. Aber du könntest das ja auch vorher simuliern, 
bevor du neu einkaufst.
Die grundsätzlich andere Frage ist, ob in deiner Anwendung das bisher 
gebaute und das neu theortisch errechnete einen wahrnehmbaren 
Unterschied macht. Ich glaube das nicht.

>Was gibt diese Frequenz eigentlich genau an und
Aus GBW kann man bestimmen, bei welcher Frequenz noch welche Verstärkung 
möglich ist. Bei GBW = 5MHz kannst du also 1MHz noch um Faktor 5 
verstärken oder 100 kHz um Faktor 50.
>wieso muss diese bei der Cherbychev abstimmung so hoch sein?
Chebychev hat die steilste Flanke im Übergangsbereich. Das scheint der 
Grund zu sein, warum man hier einen breitbandigen Verstärker braucht. 
Vermutlich muss er sehr viel Verstärkung machen. Die Theorie dazu habe 
ich aber nicht parat.

Autor: Paul H. (powl)
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Nunja ich probiere das einfach mal aus. Wenn mich die Ergebnisse mit dem 
jetzigen Tiefpass zufriedenstellen dann behalte ich alles bei und 
erweitere mein Kondensatoren und Widerstandssortiment halt etwas ;-)

Danke für die großartige Hilfe!

lg PoWl

Autor: HildeK (Gast)
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Bitte, gerne!
Viel Erfolg.

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