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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Störungen beim Audio-Kompressor unterdrücken, wie?


Autor: Andre (Gast)
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Hallo zusammen,

Ich habe mir, nach freundlicher Hilfe durch Forenmitglieder hier, eine 
recht gut funktionierende Audio-Kompressorschaltung mit LED/LDR gebaut. 
Nun habe ich sie gestern in die Zielumgebung eingebaut, und dabei leider 
festgestellt das irgendein Störgeräusch auftaucht.

Ich denke das das Geräusch von der benachbarten Microcontrollerschaltung 
mit RS485 Anbindung stammt, und irgendwie in meine Schaltung fließt. Das 
hängt alles an der gleichen Spannungsversorgung/Masse...

Allgemeine Frage also: wie kann ich solche Übertragungen generell 
verhindern/abschwächen? Mehr Kondensatoren um die Spannungsversorgung? 
Drosseln? Schaltung in ein Metallgehäuse?

Bin für jeden Tipp dankbar!

Viele Grüße
  Andre

Autor: Hauke Radtki (lafkaschar) Benutzerseite
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ohne schaltplan kann man da leider wenig sagen.

Das kann an vielem liegen, an Kapazitiver einkopplung, an störungen über 
die spannungsversorgung etc.

Sinn eines kompressors ist ja, die dynamik zu begrenzen. Meistens hat 
man dazu dann im "Ruhezustand" eine sehr hohe verstärkung, wodurch dann 
natürlich jede kleine störung stark verstärkt wird.

Autor: Andre (Gast)
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Genau, so sehe ich das auch!
In dem System war vorher ein Mikrofonvorverstärker ohne Kompression 
verbaut -> keine Störgeräusche.

Nun rangiert der Kompressor bei Stille im hohen Verstärkungsbereich und 
verstärkt irgendwas...
Kurzes Klopfen aufs Mikro -> Verstärkung geht in die Knie -> Kein 
Geräusch mehr...

Was könnte ich also nun tun um das möglichst stark abzuschwächen?

Anbei mein Schaltplan, Kerko und Elko die im Plan am 7812 sind, sind im 
Layout direkt an der Versorgungsspannung des OPV...

Mit der Hoffnung auf Vorschläge :)
  Andre

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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R3 und C3 entfallen
C1=470p oder 1n
parallel zum LDR 470p
IC1 PIN8+4 10uF||100nF <-- erledigt, hatte ich überlesen
Alle Masseanschlüsse gehen getrennt an IC2_GND und treffen sich dort.
Grundverstärkung senken: parallel zum LDR einen 470K.

R1,R2,R4 eine Zehnerpotenz kleiner wählen

Sind aber nur Vorschläge...

Axelr.

Autor: Hauke Radtki (lafkaschar) Benutzerseite
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hmm, bin ich blöd oder seh ich deinen kompressor dadrin nicht? Oo

Autor: HildeK (Gast)
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Eine Grundeigenschaft eines Kompressors ist, dass er bei kleinstem (oder 
keinem) Eingangssignal auf maximale Verstärkung geht. Da in einem Mikro 
ganz gerne mal Netzbrumm oder anderes eingefangen wird, wird dies eben 
bis zu einem unerwünschten Level verstärkt.
Ich würde die maximale Verstärkung verringern, indem ich dem LDR einen R 
parallelschalte. Ausserdem sind R8 und R11 (?) sehr hochohmig!
Außerdem: ich weiss jetzt nicht genau, wie schnell der LDR sein kann, 
aber die ansteuernde LED wird pulsen und entsprechend der LDR seinen R 
verändern. Das gibt jede Menge Klirr.

@Hauke Radtki
Der LDR bei IC1B ist als Diode gezeichnet und soll je nach Beleuchtung 
durch die LED1 die Verstärkung ändern.

Autor: Hauke Radtki (lafkaschar) Benutzerseite
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Ah ok hab mich schon gewundert, aber man muss nur lesen, steht ja LDR 
dran.
LDRs sind relativ träge, deren reaktionszeit liegt zwischen etwa 100ms 
bis hin zu mehreren sekunden (besonders bei übergängen von hell zu 
dunkel dauert es lange bis sie wirklich wieder den Dunkelwiderstand 
erreicht haben)

Und sonst: wie gesagt, Ruheverstärkung senken, wenn du sie nicht 
wirklich so hoch brauchst.

Autor: Andre (Gast)
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Super, vielen Dank für Eure Hinweise! Werde das morgen gleich mal 
erproben!

>Alle Masseanschlüsse gehen getrennt an IC2_GND und treffen sich dort.

Hmm, könnt Ihr mir das mal erklären? Bisher habe ich in der Schaltung 
eine Massenfläche über alles drübergelegt, also in alle Zwischenräume. 
Hat das den gleichen Effekt oder ist das kontraproduktiv in dem Fall? 
Wenn ja, wieso?

Danke und viele Grüße
  Andre

Autor: HildeK (Gast)
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>>Alle Masseanschlüsse gehen getrennt an IC2_GND und treffen sich dort.

>Hmm, könnt Ihr mir das mal erklären? Bisher habe ich in der Schaltung
>eine Massenfläche über alles drübergelegt, also in alle Zwischenräume.
>Hat das den gleichen Effekt oder ist das kontraproduktiv in dem Fall?
>Wenn ja, wieso?

Ist ein nicht einfaches Thema. Kontraproduktiv würde ich auch nicht 
sagen - Masseflächen sind immer gut.
Ich würde die Stromversorgung von 'hinten' (von der Ausgangsseite) 
anschließen. Am Besten wohl den GND der Spannungsversorgung an den C5 
und den Massepin des OPA. Auch bei einer durchgehenden Massefläche, die 
ich für richtig halte, sollte der Spannungsregler so sitzen, dass die 
Ströme der LED nicht über z.B. die Eingangsgroundleitungen und die 
Bezugspunkte von C2 und C7 fließen.
Wenn du, so wie gezeichnet, über die drei Pins Signal, GND und 
Versorgung zuführst, dann könnte da schon ein Problem sein. Spendiere 
mal ein eigens Pinpaar für die Versorgung.
Auch deine Massefläche ist vermutlich nicht ideal, da sie wahrscheinlich 
auf der Leiterbahnseite sitzt und durch die normalen Leitungen immer 
wieder größere Lücken hat. Besser wäre es, eine zweiseitige Platine zu 
verwenden, bei der eine Kupferfläche nur die Masse ist.
Hier ist auch eine empirische Vorgehensweise empfehlenswert.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Bei meinen optischen Kompressoren habe ich den LDR nicht im 
Gegenkopplungszweig des OVs eingebaut, sondern im Signalzweig zwischen 
erster und zweiter OV-Stufe. Der 2. OV erhält eine mit Poti einstellbare 
Verstärkung, während der LDR das Eingangs-Signal bei Beleuchtung gegen 
Masse zieht und somit abschwächt. Den Modulationstiefe stelle ich über 
den LED-Strom ein. Somit befindet sich der LDR in einer niederohmigen 
Umgebung, was auch für den Signal-Rausch-Abstand besser ist.

Autor: Andre (Gast)
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So, die Schaltung ist verbaut und läuft einwandfrei!
Es hat gereicht, die Spannungsversorgung für das Elektretmikrofon hinter 
dem 7812 Spannungsregler zu beziehen, und die Spannungsversorgung direkt 
an den Kompressor, und von dort aus erst an den Mikroprozessor 
nzuschließen.

Vielen Dank jedenfalls nochmal für Eure kompetente Hilfe!

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