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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Selbstständigkeit -- was bringts


Autor: Christian (Gast)
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Hallo zusammen,

mich würde mal interessieren mit was für Ideen sich die Selbstständigen 
unter uns so verwirklicht haben. Generell interessiert mich

- Qualifikation
- Berufserfahrung
- Idee

Am Anfang
- Anzahl Mitarbeiter
- Gewinn

Aktuell
- Anzahl Mitarbeiter
- Gewinn



MFG

Autor: ... gast (Gast)
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Qualifikation : ueberqualifiziert.
Erfahrung : viel
Gewinn am Anfang : marginal
Gewinn aktuell : marginal

aber heute kann ich ohne schlechtes Gewissen erst um 10 aufstehen. Ich 
hab mich von der Vorstellung reich zu werden geloest, das bedeutet auch 
viel Steuern zu bezahlen unf keine Zeit zu haben, das Geld auch zu 
geniessen. Heut setz ich auf Lebensqualitaet. Ein schoener Tag. Da kann 
ich auch mal raus gehen eine Runde mit dem Fahrrad drehen ...

Autor: Carsten (Gast)
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Tät ich auch gerne, aber wenn man eine Familie zu versorgen hat, ist das 
nicht so einfach möglich, Pause zu machen.

Die Steueren regen mich auch auf!

Autor: Gast - mechatroniker (Gast)
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Steuerliche Vorteile hat es auf jeden Fall. Vor allem dann, wenn die 
Elektronik sowieso dein Hobby ist, was es ja sowieso sein muss, wenn du 
daran denkst, dich selbständig zu machen.
Dein "Hobby" kannst du nicht abschreiben, deine "Laborausrüstung für 
dein Gewerbe" auf jeden Fall!

Die Steuern zahlst du meist im nachhinein, und nicht schon im vorhinein, 
so wie der Angestellte.

Vorteile bei vielen Herstellern, die nur mit Unternehmern 
zusammenarbeiten.

Freie Zeiteinteilung, bessere Bezahlung (ich würde zumindest als 
Angestellter keine 30 Euro pro Stunde bekommen, wobei ich eh schon 
günstig arbeite). Rechnet man man den Stundenlohn auf die Arbeitszeiten 
eines Angestellten um (bezahlter Urlaub, 13.+14. Gehalt, bezahlter 
Krankenstand, ...), sind das immer noch 20 Euro pro h.

Ich bin ein Einzelunternehmer, und musste die Erfahrung machen, dass man 
bei den Banken als Selbständiger schlechter gestellt ist, als ein 
Angestellter mit regelmäßigem Einkommen.

Von der freien Zeiteinteilung brauch ich glaub ich nix mehr sagen...

Autor: anonymous (Gast)
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Was macht man denn so als selbstständiger Elektronikentwickler? Was wird 
da nachgefragt und wer sind die Kunden? Wie kommt man an Aufträge? Ist 
man wirklich vollbeschäftigt oder muss man unbezahlte Zwangspausen 
einlegen? Das kann man sicher nicht alles verallgemeinern. Trotzdem 
interessieren mich mal einige Beispiele. Aber bitte nicht nur Beispiele 
nennen, die extrem gut laufen und einen astronomischen Gewinn abwerfen. 
Denn in diesem Forum wird ja gern mit überduchschnittlichen Gehältern 
geprahlt und so getan, als seien diese der Normalfall.

Autor: Christian (Gast)
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Die Fragen von anonymous würden mich auch mal interessieren.

Stelle mir das so vor dass man als Elektronikentwickler der Superbrain 
sein muss mit 20 Jahren Berufserfahrung. Denn wenn ein Kunde was haben 
will womit man noch nie gearbeitet hat und man sagt, da muss ich mich 
erst reinarbeiten dann geht der doch zum nächsten, oder?

Auch scheint mir das mit der freien Entwicklung eher unsicher zu sein. 
Man weiß ja nie wie sich die Auftragslage entwickelt.
Wenn ich ne geile Steuerung oder ähnliches entwickele und damit eine 
bestimmte Firmengruppe anspreche stelle ich mir das alles ein bisschen 
einfacher und sicherer vor.

Autor: tom (Gast)
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Hi,

einfache Antwort: Selbstständig beteht aus 2 Worten - "selbst" und 
"ständig". Mehr braucht man eigentlich nicht zur Antwort. Der Rest ist 
prosa ... ;-)

Etwas Prosa: Du machst i.d.R. nichts anderes, als es auch ein 
Angestellter machen würde. Du must Dich nur selbst (!) um vieles 
kümmern, Dir selbst (!) die Aufträge besorgen. Du bist selbst (!) für 
alles verantwortlich. Und Du must in der Regel auch ständig (!) am Ball 
bleiben, sowohl fachlich, als auch wirtschaftlich. (d.h. Aufträge, 
Rechnung etc.)

Und: Du solltest Dir überlegen, ob Du das kannst und willst. (!!!) Die 
Erfahrung sagt: nicht jeder kann es. Aber wenn Du ohnehin schon komplett 
selbständig in Deiner Arbeit agierst und entscheidest, wenn Du auch in 
der Lage bist, Dein Leben ebendso zu managen, dann sollte es schon 
klappen ...

Schönen Tag noch,
Thomas

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Die Vorposter haben ja schon viel Richtiges dazu gesagt. Ich fasse mal 
die  Vorteile für mich zusammen:

1.) Ich kann von zuhause aus arbeiten -> viel Zeit/Geld gespart!

2.) Hobbyraum braucht nicht extra eingerichtet zu werden und kann 
komplett
    abgesetzt werden ;-)

3.) Beliebige Arbeitszeiten: niemand ist immer kreativ - dann macht man 
eben
    mal Buchführung oder widmet sich intensiv seiner Frau oder mäht den 
Rasen
    oder geht einkaufen ...

4.) Ich muss nur das entwickeln, was ich auch wirklich möchte
    Es ist (zumindest bei mir) in der Tat so, dass die Kunden Wünsche 
äußern
    und ich dann selbst entscheide, ob sich eine Entwicklung für mich
    lohnt und ich das auch möchte.
    Wenn die Aufgabe allerdings richtig interessant ist, dann mache ich 
auch
    schon mal Sachen, die sich eigentlich nicht lohnen. Wobei man da 
auch
    den Lerneffekt einbeziehen muss: lerne ich bei dem Projekt viel 
Neues,
    kann es sich eben doch lohnen - insbesondere, wenn der Kunde dann 
auch
    für mich trommelt bzw. wiederkommt.

5.) Ich bin sehr viel ausgeglichener - keine Vorgesetzten, kein Stress, 
den
    ich mir nicht selbst mache.

6.) Man lernt viele interessante Menschen kennen, viele interessante
    Kunden mit interessanten Technologiebereichen. Man hockt also nicht
    nur im Labor sondern hat viele soziale Kontakte (hätte ich anfangs
    nicht gedacht). Aber man muss natürlich dafür auch offen sein.


Nachteile?

Hmm, ich sehe nicht viele. Klar, man hat kein regelmäßiges Einkommen und 
am Anfang muss man knappsen, aber mittlerweile habe ich so viel Geld 
zurückgelegt, dass ich weit über ein Jahr komplett ohne Einnahmen leben 
könnte - das gibt Planungssicherheit!

Man lernt als Selbstständiger viel über Betriebsführung, Buchhaltung, 
Steuern usw. - natürlich ist das lästig aber es gehört eben dazu. bei 
mir geht es eigentlich seit dem Zeitpunkt gut, seit ich mir klar gemacht 
habe, dass ich die Buchführung nicht für das FA sondern in erster Linie 
für mich mache :-)

Was einem fehlen könnte, wären tägliche Kontakte zu Kollegen etc. - aber 
da muss eben jeder selbst aktiv werden - ich habe mir jedenfalls schon 
ein schönes Netz aufgebaut (und das, obwohl ich damals 300km zu meiner 
Frau gezogen bin).

Zu den gegebenen Stichpunkten: Meiner Meinung nach hast Du (Christian) 
noch einen falschen Blickwinkel auf die Ssk. Wie viele MA man hat oder 
wie viel Gewinn etwas abwirft, ist nicht so entscheidend, solange man 
davon gut leben kann. Man kann als Einzelkämpfer reich werden, aber auch 
mit 100 MA.

Zu der Aquise: Lass das Deine Kunden machen - Mund-zu-Mund-Propaganda 
ist meine Art der Werbung - wenn Du gut bist, läuft diese Maschinerie 
sehr schnell an. Ich habe nie auch nur eine Werbung geschaltet 
geschweige denn bezahlt!
Übrigens muss ich da mal die IHK hier loben - die kümmern sich wirklich 
gut gerade um uns "Kleine" - bisher gab es immer gute Antworten bzw. 
Weitervermittlung ... und auch den veransatltungen auch schon einige 
Aufträge. Dasselbe ist es beim WJD: viel Spaß, Fun, aber auch geniale 
Kontakte zu den "Großen".

Angefangen hab ich am 1.1.2005, meine Idee war (und ist) ein 
Unternehmen, das hilft, insbesondere die weltweiten Energieprobleme ein 
für alle Male zu lösen und sie eben so zu lösen, dass auch Ärmste sich 
das leisten können. das hört sich vielleicht dick aufgetragen an und ich 
bin davon auch noch meilenweit entfernt, aber die Idee steht schon in 
meinem Kopf und wenn ich mich dieses Jahr entsprechend vergrößere und 
MAs einstellen kann, dann werde ich die Entwicklung angehen :-)

Ziele sind absolut wichtig in der Ssk, ebenso aber auch, nicht alles 
selbst machen zu wollen (das war das Schwierigste, das ich lernen 
musste).

Gewinn habe ich noch nicht viel gemacht, da ich 80% in den AUfbau meines 
Unternehmens stecke. Aber ein Urlaub pro Jahr war bisher immer drin (man 
kann in DL sehr preiswerten und tollen Urlaub machen) und den sollte man 
sich auch gönnen - schließlich will ich noch 30 Jahre meinem Hobby 
nachgehen :-)

Ich hoffe, Du kannst mit meinem Geschreibsel etwas anfangen ;-) Wenn 
nicht: nachhaken!

Christoph

Autor: Christian (Gast)
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@Christoph D.

Bei dir würde mich noch interessieren mit welcher Berugserfahrung/ 
Qualifikation/Wissensstand Du angefangen hast?

>Ich muss nur das entwickeln, was ich auch wirklich möchte
>Es ist (zumindest bei mir) in der Tat so, dass die Kunden Wünsche äußern
>und ich dann selbst entscheide, ob sich eine Entwicklung für mich lohnt
>und ich das auch möchte.
>Wenn die Aufgabe allerdings richtig interessant ist, dann mache ich auch
>schon mal Sachen, die sich eigentlich nicht lohnen. Wobei man da auch den 
>Lerneffekt einbeziehen muss: lerne ich bei dem Projekt viel Neues, kann
>es sich eben doch lohnen - insbesondere, wenn der Kunde dann auch für
>mich trommelt bzw. wiederkommt.
Ich denke diesen Luxus mit der Auftragsannahme konntest Du Dir nicht von 
Anfang an leisten, oder?

>Zu den gegebenen Stichpunkten: Meiner Meinung nach hast Du (Christian)
>noch einen falschen Blickwinkel auf die Ssk. Wie viele MA man hat oder
>wie viel Gewinn etwas abwirft, ist nicht so entscheidend, solange man
>davon gut leben kann. Man kann als Einzelkämpfer reich werden, aber auch
>mit 100 MA.
So hatte ich das eigentlich auch nicht gemeint.
Beziehe ich meine Frage mal auf Dich, Du als Entwickler hast Dich 
selbstständig gemacht. Hattest Du schon von Anfang an Mitarbeiter oder 
hast Du am Anfang alleine gearbeitet. Stelle mir das schwer als 
Einzelkämpfer vor, denn wenn man als Etechniker z.B einen MA aus der 
Softwarebranche an Bord hat, der richtig gut Softwareentwicklung macht, 
dann ist das denke um einiges besser. Aber den wird man sich 
wahrscheinlich nicht leisten können :( Und so stellt sich mir die Frage, 
bietet man dann möglichst ein breites Spektrum an und hat entsprechen MA 
dafür oder arbeitet man gerade am Anfang eher alleine und beschränkt 
sich eben nur auf das was man kann und bildet sich dann kontinuierlich 
weiter.

>Ziele sind absolut wichtig in der Ssk, ebenso aber auch, nicht alles
>selbst machen zu wollen (das war das Schwierigste, das ich lernen
>musste).´
Das meine ich, niemand kann alles. Aber gerade am Anfang wo man 
sicherlich auf jeden Job angewiesen ist muss man doch alles annehmen und 
für ein breites Spektrum muss man eben ein Superbrain sein oder 
entsprechende MA haben, so stelle ich mir das vor.


MFG

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Christian wrote:
> @Christoph D.
>
> Bei dir würde mich noch interessieren mit welcher Berugserfahrung/
> Qualifikation/Wissensstand Du angefangen hast?

Ah, stimmt, hatte ich vergessen:
Ich hab eigentlich Informatik mit Nebenfach E-Technik studiert.
"Eigentlich", weil ich mich durchaus auch z.B. in Chemie-Vorlesungen 
gesetzt habe: immer das was ich interessant fand. Deshalb hat es auch 
vier Semester länger gedauert :-)
Zwischendurch war ich SHK, später dann an der Uni für zwei Jahre 
angestellt. Da hab ich dann aber erkannt, dass man in so großen 
Tretmühlen eher mit der Verwaltung als mit der Entwicklung kämpft und 
bin dann dort weg.

Das hört sich nicht besonders spektakulär an, aber muss ich ganz 
deutlich dazusagen, dass ich 90% dessen, was ich jetzt benötige, mir 
selbst beigebracht habe - das Studium hat nur die allerwenigsten 
Grundlagen dazu beigesteuert. Und das sind etwa zur Hälfte Grundlagen, 
die ich mir mühsam über Versuchsreihen etc. aneignen musste, also echte 
Forschung. Die fand übrigens damals auf dem Küchentisch mit einfachsten 
Mitteln statt - nur die Frage nach Drittmitteln etc. zu beantworten

Das Resultat ist, dass mein Abschluß natürlich nicht dolle ist, aber das 
interessierte mich damals schon nicht - ich habe jetzt dafür in 
verschiedenen Bereichen Wissen, für das die Industrie bereit ist, gut zu 
zahlen.

>> Wobei man da auch den
>>Lerneffekt einbeziehen muss: lerne ich bei dem Projekt viel Neues, kann
>>es sich eben doch lohnen - insbesondere, wenn der Kunde dann auch für
>>mich trommelt bzw. wiederkommt.
> Ich denke diesen Luxus mit der Auftragsannahme konntest Du Dir nicht von
> Anfang an leisten, oder?

Doch, das ging von Anfang an so. Ich hatte zu dem Zeitpunkt aber auch 
schon Dinge entwickelt, die sich gut verkauften.
Das heisst, dass die Anfragen schon kamen, als ich noch angestellt war 
und ich so einen "weichen" Übergang hatte.

Was ich noch vergessen hatte: ich habe mich intensivst auf die 
Selbstständigkeit vorbereitet. Über ein Jahr habe ich die IHK gelöchert, 
andere Unternehmer befragt, im Netz recherchiert, meine Website, 
Briefköpfe, Logos erstellt usw. und mich insbesondere steuerlich schlau 
gemacht. Dafür gab es dann auch keine bösen Überraschungen :-)

> So hatte ich das eigentlich auch nicht gemeint.
> Beziehe ich meine Frage mal auf Dich, Du als Entwickler hast Dich
> selbstständig gemacht. Hattest Du schon von Anfang an Mitarbeiter oder
> hast Du am Anfang alleine gearbeitet.

Ich bin immer noch alleine ;-)
Allerdings hat mein Tag auch nur 24 Stunden und es ist jetzt so, dass 
ich wohl meine Frau einstellen werde, einfach weil (wie sie mal richtig 
bemerkte), "meine Arbeitszeit zu schade dafür ist, mich mit Kleinscheiss 
zu beschäftigen" (also Rechnungen schreiben, Sachen bestellen usw.).

> Stelle mir das schwer als
> Einzelkämpfer vor, denn wenn man als Etechniker z.B einen MA aus der
> Softwarebranche an Bord hat, der richtig gut Softwareentwicklung macht,
> dann ist das denke um einiges besser.

Es kommt darauf an, was man macht. Das was ich entwickele, ist schon 
sehr speziell und andere dürften das Wissen nicht haben.
Dadurch, dass ich sowohl mich eigentlich sowohl in der 
E-Technik/Informatik als auch der Chemie zu Hause fühle, ging das bisher 
eigentlich ganz gut.

> Aber den wird man sich  wahrscheinlich nicht leisten können :( Und so stellt 
sich mir die Frage,
> bietet man dann möglichst ein breites Spektrum an und hat entsprechen MA
> dafür oder arbeitet man gerade am Anfang eher alleine und beschränkt
> sich eben nur auf das was man kann und bildet sich dann kontinuierlich
> weiter.

Ich kann es Dir nur aus meiner Sicht schildern: ich würde alleine 
anfangen. Weiterbildung ist sowieso ein absolutes MUSS ... ständig und 
intensivst.
Mit Mitarbeitern ist man gerade anfangs nicht so frei in seinen 
Entscheidungen, wie man sein muss.
Außerdem dürfte es mit MA schwer sein, diese Anfangszeit ohne 
Kreditaufnahme durchzuziehen (worauf ich besonders stolz bin :-)
Schulden schränken immer Deinen Handlungsspielraum ein - und das ist 
schlecht, wenn Du Dich positionieren musst.

>>Ziele sind absolut wichtig in der Ssk, ebenso aber auch, nicht alles
>>selbst machen zu wollen (das war das Schwierigste, das ich lernen
>>musste).´
> Das meine ich, niemand kann alles. Aber gerade am Anfang wo man
> sicherlich auf jeden Job angewiesen ist muss man doch alles annehmen und
> für ein breites Spektrum muss man eben ein Superbrain sein oder
> entsprechende MA haben, so stelle ich mir das vor.

Wenn man als "einfacher Entwickler" (nicht falsch verstehen :-) 
anfängt, sicherlich. Man ist dann eben nur einer unter vielen.
Mach Dir klar, warum die Leute zu DIR kommen sollen und nicht zur 
Konkurrenz. Was ist Dein Alleinstellungsmerkmal?
Wenn Du keines hast, dann schaffe Dir eines, und zwar möglichst, bevor 
Du Dich selbstständig machst.

Zu mir kommen die Leute, weil es eben sonst niemanden gibt, der dieses 
Wissen hat und die Brücke von der E-Technik zur Chemie schlagen kann.
Mein Wissen ist mein Kapital ("Achhh?" ;-)

Noch etwas:
Bei aller Begeisterung für mein Projekt - ohne meine tolle Frau hätte 
ich es nie bis heute geschafft - sie hält mir den Rücken frei und berät 
mich bei meinen Entscheidungen und ich schätze ihren Rat sehr. 
Insbesondere hat sie oft einen anderen Blickwinkel, der einem selbst 
verborgen bleibt, weil man zu tief in der Materie steckt.
"Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau" - diesen Satz 
kann ich nur unterschreiben. Und selbstverständlich würde ich für sie 
mein Unternehmen aufgeben (was wohl auch nicht selbstverständlich ist).
Insofern ist "Einzelkämpfer" nicht ganz richtig - wir sind in gewissem 
Sinne schon zwei - bald dann auch offiziell :-)

Und ein Letztes: Garantien gibt es nicht und alles, was im Leben 
wirklich wichtig ist, kann man nicht kaufen - das ist im Leben halt so.
Deswegen hängt an meiner Magnettafel rechts neben mir ein Zettel mit 
einem Satz:

"Zu allem Großen ist der erste Schritt der MUT." (J.W.v.Goethe)

In diesem Sinne,
Christoph

Autor: 6635 (Gast)
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Wie das so laeuft... man redet mit Leuten und irgendwann kommt jemand, 
der will was aehnliches, das man schon mal gemacht hat. Der will ne 
feste Offerte. Der Selbstaendige schaezt er habe 1 Monat, kostet soviel. 
Dann kommt diese Schwierigkeit, und jene, ud schliesslich ging's dann 3 
Monate. Der Preis ist natuerlich fest. Das kann man kompensieren und 
gleich zu beginn wegen das Dreifache verlangen. Dann kommen dann noch 
Diese, die verlangen die Produktionsunterlagen, ohne fuer die 
Entwicklung bezahlt zu haben. Was macht man wenn der Kunde zu einem 
bestehenden Projekt noch 10% Zusatz entwickelt haben wollte, und das 
alles haben will ? USW.

Autor: Cheffe (Gast)
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> Was macht man wenn der Kunde zu einem bestehenden Projekt noch 10% > Zusatz 
entwickelt haben wollte,....

Es gibt Situationen, da musst du als Selbständiger die 'Aschbacken' 
zusammenkneifen. Irgendwann lohnt es sich doch!

Autor: 6635 (Gast)
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Ja. Muss man. Meine Erfahrung ist, man den Kunden die vollen Kosten 
nicht anhaengen kann, speziell fachfremden Kunden. Was aber haeufig 
geht, ist dass ich die Rechte behalte. Dh der Kunde bekommt die 
Entwicklung guenstiger, und ich darf das Resultat nachher selbst auch 
verticken. Wobei natuerlich zwischen duerfen und tun noch ein 
Unterschied ist. Man kann's zumindest auf die Webseite werfen und so den 
Superbimbo markieren.

Autor: High-Performer bei Siemens (Gast)
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Sieht so aus, als machte ich die falschen Projekte. Ich war bisher kein 
einziges mal in der Lage etwas entwicklen zu müssen, was auch nur 
annährend Ähnlichkeit mit bereits geleisteten Sachen hatte.

Wie schafft ihr das ?

Autor: 6635 (Gast)
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Zwei Dinge. Was ist nah ? Ein Atmel auf einer Leiterplatte und beide 
male hast mit include Mega32.h angefangen. Ist das nah ? 
Moeglicherweise.
Zum Anderen glaubst du ja auf einem Gebiet Fachmann zu sein. Dann ist 
alles dort schon mal nah. Du kannst alles ? Tatsaechlich ? Ich bin auch 
schon 25 Jahre im Business und hab schon vieles gemacht, eigentlich 
werde ich immer schneller. Trotzdem wird die Menge der Gebiete, die ich 
ueberschaue immer kleiner, dies da sich alles rasend schnell entwickelt. 
Standardmaessig gehe ich an eine Ausstellung und sehe was Interessantes, 
bestell mal ein Evaluation Kit, und lass mal die Demo runter. Aha. sehr 
interessant ... da koennte ich mich auch mal damit beschaeftigen ... 
muesste einen Monat haben, den ich nicht habe ... ausstecken, einpacken, 
das war's.

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