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Forum: Offtopic Bezeichnung für Noch-Nicht-Absolvent gesucht

Autor: Totti (Gast)
Datum: 09.02.2008 15:36

Hallo zusammen,

einen Studenten, welcher in einem Diplomstudiengang eingeschrieben ist
und seine Diplomarbeit angemeldet aber noch nicht beendet hat, nennt man
üblicherweise einen Diplomanden.

Wie nennt man denn einen Studenten, welcher in einem Bachelorstudiengang
eingeschrieben ist, seine Bachelorthesis angemeldet aber noch nicht
beendet hat?

Wie nennt man denn einen Studenten mit analogem Fortschritt in einem
Masterstudiengang?

Gibt es da überhaupt spezielle Bezeichnungen oder heißen die alle
Diplomanden?


Viele Grüße,

Totti
Autor: Johannes M. (johnny-m)
Datum: 09.02.2008 16:11

Diplomand ist aber eine eher umgangssprachliche Bezeichnung.
Normalerweise wird ein Student im Hauptstudium als "Candidatus" (kurz
Cand.) bezeichnet, während ein Student, der noch weit vom Abschluss
entfernt ist, "Studiosus" (kurz Stud.) heißt (z.B. "Cand. Ing." für
einen Ingenieur, der es fast geschafft hat, im Gegensatz zum "Stud.
Ing.", der das Meiste noch vor sich hat und zum "Dipl.-Ing.", der alles
hinter sich hat...).

Ob es ähnliche Bezeichnungen bei den Master- und Bachelor-Studiengängen
offiziell gibt, weiß ich nicht. "Cand. Master" wäre das dann...
Autor: Totti (Gast)
Datum: 09.02.2008 16:25

Danke für Deine Antwort.

Jedoch geht es mir genau um diese umgangssprachliche Bezeichnung.

Hintergrund: In unserer Abteilung gibt es einen neuen Mitarbeiter.
Dieser wurde mir zunächst als "der neue Praktikant" vorgestellt. Als ich
ihn dann mal  so Bezeichnete sagte er mir: "Ich bin kein Praktikant, ich
arbeite gerade an meiner Bachelorthesis". Ich sagte: "Gut, dann halt
Diplomand statt Praktikant, nö, Diplomand ist ja auch nicht korrekt."

Zugegeben, nicht wirklich wichtig, interessiert mich dennoch.


Totti
Autor: Johannes M. (johnny-m)
Datum: 09.02.2008 16:30

Tja, ich vermute mal, dass die ganze Bachelorei und Mastermisere
hierzulande noch zu neu ist, als dass sich da schon irgendwelche
dahingehenden Begriffe etabliert hätten...
Autor: Morin (Gast)
Datum: 09.02.2008 16:38

Wenns doch nur umgangssprachlich sein soll dann nenn ihn doch den
"Bachelorand" :)
Autor: Totti (Gast)
Datum: 09.02.2008 16:43

Bachelorand gefällt mir :)
Autor: Kai Giebeler (runtimeterror)
Datum: 09.02.2008 16:52

Na ja... wenn er ein Praktikum bei euch macht ist er in meinen Augen ein
Praktikant. Praktikant ist ja kein Abschluss sondern eine
Anstellungsart.
oder?
Autor: Jürgen (Gast)
Datum: 09.02.2008 18:24

die korrekte Bezeichnung ist:

   Absolvent in spe

oder kurz:

   Abs.i.sp.
Autor: Paul Baumann (Gast)
Datum: 09.02.2008 18:33

Wenn er von der Uni "geflogen" ist, dánn: Dr.ex.mat.

;-)

MfG Paul
Autor: Johannes M. (johnny-m)
Datum: 09.02.2008 18:36

Jürgen wrote:
> oder kurz:
>
>    Abs.i.sp.
Ah ja... Und die "Abkürzung" i. sp. ist vermutlich dadurch zu erklären,
dass ein Punkt weniger Tinte verbraucht als ein n bzw. e und man somit
auf Dauer (bei den Millionen von "Abs. i. sp.s", die so rumlaufen) eine
Menge Tinte sparen kann...
Autor: Topentwickler (Gast)
Datum: 09.02.2008 18:46

Eventuell: Studentefix
Autor: Totti (Gast)
Datum: 09.02.2008 20:21

Also, Praktikant ist er ja nicht. Er arbeitet ja schließlich bei uns an
seiner Bachelorarbeit.

Abs.i.sp. hebt mir den Unterschied zwischen Bachelorand, Masterand und
Diplomand zu wenig hervor und bis zum Dr.ex.mat. ist es für ihn noch ein
weiter Weg.

;-))

Hmm, Studentefix - da kommt mir die Aussage eines Personalers in den
Sinn:
"Bachelors sind zertifizierte Studienabbrecher" (Quellen habe ich keine)
Soviel zu dieser "Bachelorei" und der "Mastermisere". Aber lassen wir
das, diese Diskussion möchte ich nicht schon wieder anregen.

Bachelorand soll er sein. Punkt.


Schönen Abend noch.
Autor: Paul Baumann (Gast)
Datum: 09.02.2008 20:27

Genau! Das ist komplexe Logik, genau so, wie Jemand, der noch kein DEO
hat, ein DEODORANT ist.

:-)
Paul
Autor: Johannes M. (johnny-m)
Datum: 09.02.2008 20:32

Totti wrote:
> "Bachelors sind zertifizierte Studienabbrecher" (Quellen habe ich keine)
Komisch, etwas ähnlich Bissiges lag mir auch auf der Zunge resp. in den
Fingern, aber ich hab es mir verkniffen...
Autor: Totti (Gast)
Datum: 09.02.2008 20:35

Paul, YMMD.
Autor: ETler (Gast)
Datum: 09.02.2008 20:52

noob oder nerd :)
Autor: Totti (Gast)
Datum: 09.02.2008 20:56

Öhm, weder noch. Wieso?
Autor: willi (Gast)
Datum: 10.02.2008 03:39

und ein weiblicher bachelor? bachelorette??????
weiblicher master? mistress?????
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 10.02.2008 13:55

Totti:
> Wie nennt man denn einen Studenten, welcher in einem Bachelorstudiengang
> eingeschrieben ist, seine Bachelorthesis angemeldet aber noch nicht
> beendet hat?
>
> Wie nennt man denn einen Studenten mit analogem Fortschritt in einem
> Masterstudiengang?

Opfer einer völlig verfehlten Hochschulpolitik.
Autor: muhkuh (Gast)
Datum: 15.05.2008 10:59

made me laugh :-)
Autor: Irritierter (Gast)
Datum: 15.05.2008 11:27

=> "Candidus" (absolet; Latein ist ähnlich wie Deutsch im Vergleich zu
Russisch/Chinesisch u.a. aussterbender linguistischer Ast ) !
Autor: Frank (Gast)
Datum: 15.05.2008 11:40

@  Uhu Uhuhu
Was stört Dich konkret am Bachelor/Master? Ich kann die affige Haltung
einfach nciht nachvollziehen, dass Bachelor/Master immer in den Dreck
gezogen wird. Letztendlich ist der Studienumfang so ziemlich genau der
gleiche, wie bei einem Diplomstudiengang (sofern man den Master macht).
Die Bachelararbeit ist meiner Meinung nach sogar noch umfangreicher als
die Studienarbeit, die im Dipl-Studiengang vorgesehen ist.

Frank
Autor: Patrick (Gast)
Datum: 15.05.2008 11:54

@Frank

Ich bin genau Deiner Meinung. Zumal ich gerade ein Bachelorstudium
absolviere und der Unterschied zum früheren Diplomstudium an der
gleichen Hochschule nur der imens erhöhte Selbststudiumsanteil
darstellt. Der Fehlglaube, Bachelor sei weniger Wert als ein Dipl.Ing.
ist völliger Quatsch. Das ist nur in den Köpfen der Leute so drin und
bringt man leider auch nicht so schnell wieder raus. Das ist der Grund,
warum "meine" Hochschule nicht mehr mit der Bezeichnung
"Bachelorstudium" Werbung macht, sondern mit "Ingenieurstudium". Der
Abschluss ist dann aber trotzdem der Bachelor.
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 15.05.2008 12:32

Frank wrote:
> @  Uhu Uhuhu
> Was stört Dich konkret am Bachelor/Master? Ich kann die affige Haltung
> einfach nciht nachvollziehen, dass Bachelor/Master immer in den Dreck
> gezogen wird.

Ich ziehe nichts in den Dreck und den Affen kannst du behalten.

> Letztendlich ist der Studienumfang so ziemlich genau der
> gleiche, wie bei einem Diplomstudiengang (sofern man den Master macht).

Nur daß das Ganze richtig verschult und in ein mehr als knappes
Zeitkorsett gepreßt ist. Blicke über den Tellerrand werden zwar
wohlwollend zur Kenntnis genommen, Zeit kosten dürfen sie aber nicht.
Das Ganze ist lediglich auf bestmögliche Verwertung des per Studium
veredelten Menschenmaterials ausgerichtet.

> Die Bachelararbeit ist meiner Meinung nach sogar noch umfangreicher als
> die Studienarbeit, die im Dipl-Studiengang vorgesehen ist.

Seit wann ist der Umfang ein Gütekriterium?

Ich konnte mir seinerzeit fast doppelt so viel Zeit nehmen, mein
Diplomstudium zu absolvieren, als den Master-Studenten heute zugestanden
wird. Da blieb einerseits reichlich Zeit, den Lebensunterhalt selbst zu
verdienen und sich andererseits auch noch mit vielen Dingen zu
beschäftigen, die mit dem Studienfach direkt nichts zu tun haben. Das
erweitert den Horizont.
Autor: Johannes M. (johnny-m)
Datum: 15.05.2008 13:29

BTW: Ich glaube vorletzte Woche lief bei Frontal21 ein Beitrag über
Bologna (also über das ganze Bachelor-Master-Zeugs), und im
Bundesdurchschnitt wird es als glänzender Misserfolg gewertet.
Einerseits ist das gesetzte Ziel, die Studienabbrecherquoten zu senken,
nicht nur verfehlt, sondern sogar ins Gegenteil verkehrt worden
(Bachelor-Studiengänge haben deutlich höhere Abbrecherquoten als die
noch existenten Diplomstudiengänge), was wohl u.a. daran liegt, dass die
Studenten völlig überfordert sind. Manche Hochschulen haben wohl auch
einfach ihre alten Diplomstudiengänge einfach umbenannt, während einige
tatsächlich neue Studiengänge aufgebaut haben. Die Industrie ist
offensichtlich auch noch sehr zögerlich bei der Einstellung von
Bachelors. International sieht es ähnlich aus. Der deutsche Bachelor ist
nicht vergleichbar mit dem US-Bachelor und wird demzufolge auch kaum
international anerkannt (was eigentlich einer der Hauptaspekte der
Einführung war).

Und der Bachelor entspricht bestimmt nicht dem Dipl.-Ing., sondern
höchstens dem Dipl.-Ing.(FH)!

Das ganze Bologna-System ist ein ziemlicher Reinfall, weil es praktisch
sämtliche gesetzten Ziele verfehlt hat, was sicher nicht nur daran
liegt, dass (sinngemäßes Zitat der Präsidentin der
Hochschulrektorenkonferenz in o.a. TV-Beitrag) "das ganze einfach nicht
ausreichend finanziert wurde". Dass an deutschen Hochschulen die
finanziellen Mittel in den letzten Jahren eher geschrumpft als gestiegen
sind, ist bekannt, und das wird vermutlich auch durch die Einführung der
Studiengebühren nicht wesentlich besser. Ich (als Mitarbeiter einer
Hochschule) kriege das kalte Kotzen, wenn ich sehe, wie überstürzt man
da in den letzten Jahren versucht hat, sich an die Amis anzupassen,
indem man einfach versucht, dem völlig anders aufgebauten und
organisierten deutschen Hochschulsystem ein Lehrprinzip aufzudrücken,
das mit den hiesigen Mitteln derzeit schlicht nicht durchführbar ist.

Andererseits befürworte ich ganz klar Versuche, die Studienzeiten
generell zu verkürzen, wozu der Bologna-Versuch aber so, wie er nunmal
ist, nicht geeignet ist.

Es gibt sicher Ausnahme-Unis, an denen man die entsprechenden Mitteln
versucht hat, Bologna sinnvoll umzusetzen, aber die meisten deutschen
Unis haben diese Mittel nicht. Und solange die Mittelverteilung in den
Hochschulen an die Fachbereiche (zumindest bei uns hier ist das so)
immer noch nach der Anzahl der Studenten durchgeführt wird (unter
völliger Außerachtlassung der Tatsache, dass ein Ingenieurstudent im
Laufe seiner Ausbildung sicher mehr kostet als z.B. ein
Germanistikstudent, und dadurch eine klare finanzielle Vernachlässigung
der Ingenieur- und Naturwissenschaftlichen Fachbereiche), sehe ich da
auch keine Aussicht auf Besserung. Leider...
Autor: Johannes M. (johnny-m)
Datum: 15.05.2008 14:02

Johannes M. wrote:
> Und der Bachelor entspricht bestimmt nicht dem Dipl.-Ing., sondern
> höchstens dem Dipl.-Ing.(FH)!
...und das auch nicht, weil beim Bachelor im Regelfall der Praxisbezug,
der ein FH-Studium ausmacht, nicht gegeben ist...

Und der Vergleich "Umfang Abschlussarbeit Bachelor <==> Umfang
Studienarbeit" hinkt gewaltig, weil eine Studienarbeit in einem
Diplomstudiengang keine Abschlussarbeit ist, sondern "lediglich" eine
wissenschaftliche Arbeit geringeren Umfangs, bei der der Student
Erfahrungen in Sachen "weitgehend selbständiges wissenschaftliches
Arbeiten" sammeln soll unter Einbeziehung dessen, was er bis dahin im
Studium gelernt hat. Bei uns(TM) müssen die Diplomstudenten mittlerweile
übrigens zwei Studienarbeiten anfertigen.
Autor: madler (Gast)
Datum: 15.05.2008 14:16

>Und der Vergleich "Umfang Abschlussarbeit Bachelor <==> Umfang
>Studienarbeit" hinkt gewaltig

Der hinkt schon deswegen gewaltig, weil das auch bei jeder Uni/FH anders
ist.
Allein deswegen erledigen sich hier die meisten Diskussionen zu dem
Thema.

Bei uns(TM) ist Umfang, Aufwand, Dauer, Vortrag etc von Bachelor-Arbeit
und Studienarbeit zB genau gleich.
Autor: Johannes M. (johnny-m)
Datum: 15.05.2008 14:28

madler wrote:
>>Und der Vergleich "Umfang Abschlussarbeit Bachelor <==> Umfang
>>Studienarbeit" hinkt gewaltig
>
> Der hinkt schon deswegen gewaltig, weil das auch bei jeder Uni/FH anders
> ist.
Da haste allerdings Recht...
Autor: Diploma(n)t (Gast)
Datum: 15.05.2008 14:40

Also bei uns wurde die Umstellung etwa so gemacht:
Bachelor == Vordiplom, Master == Diplom
Ist jetzt aber auch schon einige Jahre her...

Der Hauptunterschied war damals, das man sich mit "nur" nem Vordiplom
nirgendswo bewerben brauchte, das aber mit dem Bachelor so gedacht und
gewünscht ist.
Autor: Johannes M. (johnny-m)
Datum: 15.05.2008 15:05

Diploma(n)t wrote:
> Also bei uns wurde die Umstellung etwa so gemacht:
> Bachelor == Vordiplom, Master == Diplom
Und das ist genau die Bestätigung des Vorurteils "Bachelor ist nur ein
Vordiplom mit Sahnehäubchen".

> Der Hauptunterschied war damals, das man sich mit "nur" nem Vordiplom
> nirgendswo bewerben brauchte, das aber mit dem Bachelor so gedacht und
> gewünscht ist.
Tja, eine Mogelpackung eben... Nur wegen des neuen Namens für
"abgebrochener Student" werden die wenigsten Unternehmen solche Leute
einstellen. Im Regelfall wird ein Bachelor noch ein Masterstudium
draufsetzen müssen, um realistische Chancen auf einen vernünftigen Job
zu haben. Und damit wäre die Forderung nach kürzeren Studienzeiten
(zumindest was die Regelstudienzeit angeht) im Normalfall ad absurdum
geführt.

t_{Bachelor} + t_{Master} > t_{Diplom}
Das Einzige, was man dem neuen Modell zugute halten kann, ist das i.d.R.
straffer organisierte Studium, das Überschreitungen der Regelstudienzeit
zumindest erschwert. Aber auch das ist nicht an allen Hochschulen
gegeben... Außerdem wird dadurch den Studis die bisher gegebene
Möglichkeit genommen, ihr Studium selbst zu organisieren.
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 15.05.2008 15:34

Johannes M. wrote:
> Außerdem wird dadurch den Studis die bisher gegebene
> Möglichkeit genommen, ihr Studium selbst zu organisieren.

Und genau das ist m.A. ein ganz gravierender Punkt. Aber nur konsequent,
wenn man gut funktionierende Roboter produzieren will, die sich auch
selbst vermehren...
Autor: Johannes M. (johnny-m)
Datum: 15.05.2008 15:49

Uhu Uhuhu wrote:
> Johannes M. wrote:
>> Außerdem wird dadurch den Studis die bisher gegebene
>> Möglichkeit genommen, ihr Studium selbst zu organisieren.
>
> Und genau das ist m.A. ein ganz gravierender Punkt. Aber nur konsequent,
> wenn man gut funktionierende Roboter produzieren will, die sich auch
> selbst vermehren...
I, Robot...
Autor: Kevin K. (nemon)
Datum: 15.05.2008 21:00

ich studiere derzeit mechatronik als bachelor, möhte danach aber den
master machen. zeitlich sind an der uni hannover 7/3 semester angesetzt,
in der zeit schaffen es aber nur die allerwenigsten. angefangen haben
wir mit um und bei 70 leuten, im 4. semester sind jetzt noch geschätzt
30 übrig. da es mechatronik an unis nicht als diplomstudiengang gibt,
sind vergleiche recht schwierig, aber bei uns ist es so, dass
etechniker, maschbauer, mechatroniker, wiings und noch mehr vorlesungen
zusammen haben, unabhängig vom abschluss, also die maschbau diplomer und
bachelor anfangs die identischen vorlesungen ahben, imho geht das erst
nach dem vordiplom auseinander, da können dann aber auch fächer gewählt
werden und es würfelt sich eh vieles durcheinander. in sofern denke
ich,d ass zumindest bei uns ein masterabschluss mit einem diplom
ebenbürtig ist. ob der nun etwas besser, oder schlechter ist, kann man
vermutlich garnicht verallgemeinern, da insbesondere zum ende des
studiums hin in der spezialisierungsphase die gewählten fächer sich kaum
vergleichen lassen. evtl. ist messtechniuk tendentiell leichter, als
fahrzeugbau (nur ein beispiel). nur den vergleich bachelor/diplom halte
ich für unangemessen, da sind bei uns immerhin 3 semester, an vielen
anderen hochschulen sogar 4 semester utnerschied, in der zeit fachlich
das gleiche pensum zu erreichen halte ich für nicht machbar, dann würde
vermutlich niemand das studium schaffen.
Autor: Johannes M. (johnny-m)
Datum: 15.05.2008 21:13

@Kevin K.:
Sorry, aber wenn Du nen Master machen willst, dann solltest Du Dir
dringendst eine Tastatur besorgen, die auch eine Großbuchstabentaste
hat. Wie hast Du eigentlich ohne Shift-Taste die Klammern und den Slash
hinbekommen?
Autor: Artur Funk (Gast)
Datum: 15.05.2008 21:57

Ganz einfach: angehender Ingenieur
Autor: Thilo M. (power)
Datum: 15.05.2008 22:06

Oder: Student
Autor: Sven Woehlbier (woehlb)
Datum: 15.05.2008 23:03

Der angestrebte Sinn der Einführung von Bachelor and Master war meiner
Meinung nach, Abschlüsse international vergleichbar zu machen.

Allerdings ist meines Wissens nach der Ingenieur nur in Deutschland eine
geschützte Berufsbezeichung. Im Sinne eines genialen Fachmannes wird
dieser Begriff international für Abschlüsse benutzt, die mit dem
deutschen Dipl.-Ing. (egal ob UNI oder FH) nicht gleichzusetzen sind. Um
Diskussionen vorzubeugen, UNI- und FH-Ingenieure ergänzen sich, und
sollten sich nicht als Konkurrenz sehen. Zum Beispiel, der UNI-Ing.
erarbeitet theoretische Grundlagen und der FH-Ing. setzt diese praktisch
um. Diese Vorgehensweise ist in meiner derzeitigen Firma gängige Praxis
und funktioniert sehr gut. OK, bei uns in der Firma stimmt allerdings
auch die "Chemie" zwischen den Leuten.

Meine Kritik an Bachelor und Master ist prinzipieller Natur. Warum wird
etwas "minderwertigeres" als Referenz genommen, und nicht international
der Standard an dem deutschen Dipl.-Ing. gemessen. Immerhin ist dieser
Abschluß weltweit etabliert, und deutsche Dipl.-Ing.'s sind immer noch
sehr gefragt.

An alle Bachelor-Studenten nehmt Euch das "minderwertigeres" jetzt nicht
so zu Herzen, es bezieht sich nur auf die Art der Ausbildung! Denn neben
der internationalen Vergleichbarkeit interessieren den Arbeitsmarkt
natürlich auch preiswerte Ingenieure. Ob der Bachelor sich allerdings
fachlich durchsetzt, wird erst die Zukunft zeigen. Und es liegt an jedem
selbst die Unzulänglichkeiten des Studiums durch Selbststudium
auszugleichen.

Als Referenz kann ich nur meine eigene alte FH-Harz :-) nehmen. Nach
einem Gespräch das ich mit "meinem" Professor vor ca. einem 1/2 Jahr
geführt habe, dürfte der Master dem Dipl.-Ing.(FH) dieser Schule
gleichzusetzen sein, der Bachelor allerdings nicht. Bedingt durch die
verkürzte Studienzeit auf 3 statt 4 Jahre sind eben keine 2
Praxissemester möglich. Inwieweit es eine Begrenzung der theoretisch
behandelten Themen gibt kann ich nicht beurteilen. Wie aber steht es mit
dem Training, erworbenes Wissen auch anzuwenden? Auswendiglerner braucht
die Industrie nicht sondern Fachleute! Es ist einfach frustrierend wenn
neue Kollegen noch nie einen Lötkolben in der Hand hatten. Und im
Prototypenbau kommt man da nun mal nicht drumherum.

Ich kann nur alle Bachelor-Studenten empfehlen, neben dem Studium
fachlich einschlägig zu jobben oder den Master noch draufzusetzen! Denn
bei meinen Kontakten zu anderen Firmen, zeigt sich dem Bachelor
gegenüber eine stark abwartende Haltung.

Trotzallem wünsche ich jedem Studenten einen erfolgreichen Abschluß und
einen gelungenen Berufseinstieg!

Tschau Sven!
Autor: Frank (Gast)
Datum: 16.05.2008 10:38

Ich pack mal kurz aus:
Ich selbst habe den Bachelor gemacht und dadurch die Möglichkeit
erhalten einen Job zu bekommen - mit einem Vordiplom hätte ich die
Stelle schlichtweg nicht bekommen, da das kein anerkannter Abschluss
ist. Den Master habe ich parallel zum Job gemacht. Auch nicht in 2
Jahren wie vorgesehen laut Prüfungsordnung, sondern in 4. Mit ein
bisschen ranhalten wäre es sicher noch fixer gegangen, aber ein wenig
Privatleben wollte ich mir auch noch gönnen. Bei uns an der Uni kann man
Anträge auf Teilzeitstudium stellen und die vorgesehene STudienzeit wird
verlängert.
Ansonsten ist der Bachelor natürlich schon eine Grundstudium, wenngleich
es im dritten Jahr Wahlmöglichkeiten gibt. Für den Master gibt es drei
Vertiefungsrichtungen, von denen man eine wählen kann. Diese ist mit
einem Mentor (Prof.) abzustimmen. Prinzipell ist damit viel möglich, da
es zwar Vorgaben gibt, welche Fächer für welche Vertiefungsrichtung
belegt werden können, aber auch (starke) ABweichungen sind möglich, wenn
der Prof das für sinnvoll hält.

Frank
Autor: Norgan (Gast)
Datum: 16.05.2008 11:11

@ Sven Woehlbier (woehlb)

Es ist ja noch schlimmer als du das so siehst. Diese angebliche
internationale Vergleichbarkeit war nie gegeben. In manchen Ländern war
und ist der Bachelor der normale, übliche Abschluss eines entsprechend
anspruchsvollen Studiums. In anderen Ländern war und ist er nur ein
Zwischenschritt, da dort der Master der normale Abschluss ist.

Wie soll eine internationale Vergleichbarkeit möglich sein, wenn es
international gar keine Referenz gibt?

Trotz dieser Tatsache sind unsere Politiker und Lobbyverbände, aber auch
gerade die Unis, auf den Zug aufgesprungen. Die Unis haben die Chance
gesehen den FHs mal wieder einen Reinzuwürgen. Allerdings ist der
Unitraum, dass FHs dann nur Bachelorabschlüsse vergeben dürfen,
geplatzt. Die Grundlage für das Vorurteil Bachelor = minderwertig wurde
damals von der Unipropaganda gelegt. Nicht das die FHs ohne Schuld sind.
Die haben nämlich die Chance gesehen das diskriminierende "(FH)" im
akademische Grad loszuwerden und laut "Hura!" geschrieen .

Jeder hatte so sein eigenes Süppchen gekocht. Jeder hat sich einen
Scheiß zusammengelogen, um einen Vorteil zu gewinnen. Auf der Strecke
sind die Studenten geblieben.

 -------------

Um mal kurz auf die Originalfrage zurückzukommen. Wenn der Student nicht
Diplomand genant werden möchte, dann soll er einen Vorschlag machen, wie
er genannt werden möchte. Als sein Betreuer würde ich mir darüber nicht
selber den Kopf zerbrechen. Sollte dass dass Hauptproblem des Studenten
sein, dann ist er eindeutig nicht ausgelastet und eine Überprüfung der
Aufgabenstellung ist angezeigt.
Autor: anonym (Gast)
Datum: 16.05.2008 15:36

bezeichnung für den bakk-diplomanden:
bäkker
für den master-dipl-dings:
meister

wenn derjenige beides fertig hat, wird er zum bäkkermeister ;-)

so ähnlich hat es unsere institutsleiterin am anfang mal zum spaß
erklärt...
Autor: Pit (Gast)
Datum: 16.05.2008 20:38

he leute, es kommt nicht auf den Titel, sondern auf die Leistung an.
Titel kann man kaufen! (Leistung aber auch gegen GELD)
Viele Semster heißen nicht automatisch viel Geist. Interesse und
Arbeit am Thema bringt den gewünschten Erfolg.!!!
Es gibt Leute, die ganz ohne Studienabschluß einen Herrn Doktor
die Einzelheiten reinkorrigieren. Klar ist das eher die Ausnahme,
aber Verallgemeinerungen sind ne blöde Sache.
Autor: AC/DC (Gast)
Datum: 16.05.2008 20:41

Volontär
Autor: timmi (Gast)
Datum: 16.05.2008 20:50

man geht kacken

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