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Forum: Platinen Schrittmotor Spannung


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Autor: Daniel Münzi (erfolgstyp)
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hallo

ich will einen Schrittmotor mit den daten
Schrittwinkel:  1,8°
Strom bipolar:  2,2 Ampere
Widerstand:  0,9 Ohm
Induktivität/Phase:  2,2 mH

ansteuern.

Ich bin jetz etwas verunsichert mit der höhe der Spannung. ich wollte 
sie mit der fornel Xl=2*Pi*f*L und dem ohm´schen gesetz berechnen (siehe 
anhang)und komm da auf nen meiner meinung nach wahnwitzigen wert. danke 
im vorraus

mfg münzi

Autor: Bernhard R. (barnyhh)
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650 U/min bedeuten bei 200 Schritten/Umdrehung: 650 mal 200 = 130.000 
Schritte/min. Das sind - dicker Daumen - 2 kHz. Ganz ordentlich, man 
kann auch sagen: wahnwitzig!

Bei einem Fahrzeug mit einem Rad-Radius von - angenommen - 2 cm 
entspräche das einer Geschwindigkeit von 2 mal 650 mal 2Pi cm/min, also 
knapp 10.000 cm/min = knapp 100 m/min = 6 km/h.

Da braucht man natürlich schon ein Bißchen Leistung.

Grüße
Bernhard

Autor: Daniel Münzi (erfolgstyp)
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kann ich denn den blindwiderstand kompensieren so dass bei jeder 
drehzahl der phasenstom bei ca 2 A ist?

Autor: Martin Cibulski (Gast)
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Hallo Münzi,

mir sind in der Berechnung zwei Dinge aufgefallen:

Rwirk wird einfach als Summe von Blind- und Ohmwiderstand berechnet,
aber die Spannungszeiger stehen senkrecht aufeinander, da solltest
Du mit Vektoren rechnen.

Bei dem Strandstrom bin ich mir nicht sicher,
aber 2,2 Ampere Maximalstrom sind doch als Effektivwert etwas weniger,
2,2 Anmpere / Wurzel(2) ?

Damit käme eine deutlich kleinere Spannung heraus.

Gruß,
Martin

Autor: Bernhard R. (barnyhh)
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Um welche Art Anwendung dreht es sich denn hier überhaupt???
Für derartige Drehzahlen nimmt man üblicherweise ganz normale 
Gleichstrommotoren, keine Schrittmotoren.

Grüße
Bernhard

Autor: Daniel Münzi (erfolgstyp)
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@Martin

bei Rwirk geb ich dir natürlich recht aber bist du sicher dass die 
angabe von 2,2A auf dem Datenblatt auf den Spitzenstrom bezogen ist?

Autor: Daniel Münzi (erfolgstyp)
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@ bernhard

es geht um die steuerung einer fräse (die fräse hab ich und die geht 
einwandfrei) das problem sind nur die schrittmotoren. es werden fräsen 
mit einer positionierungsgeschwindigkeit von bis zu 2500 mm/min 
angeboten bei einer steigung des gewindes von 3mm sind das rund 833 
U/min da bin ich mit meinen 650 U/min noch verhältnismäßig "langsam".

mfg münzi

Autor: Bernhard R. (barnyhh)
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Das akzeptiere ich.

3 mm Gewindesteigung / 200 Schritte pro Umdrehung entsprechen einer 
Schrittweite von 0,015 mm. Auch das liegt - denke ich - im Rahmen.

Jetzt fragt sich nur noch, was die maximale Schrittfrequenz der hier 
einzusetzenden Schrittmotoren ist.

Die 2,2 A Stromaufnahme kommen natürlich nur dann zustande, wenn der 
Motor sein maximales Drehmoment abgeben soll. Ich könnte mir gut 
vorstellen, daß beim Positionieren geringere Drehmomente - sprich Ströme 
und damit auch Motorspannungen - erforderlich sind.

Grüße
Bernhard

Autor: münzi (Gast)
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ich würde gern das volle drehmoment ausnutzen weil meine achsen ein 
wenig schwergängig sind zwar nicht schlimm aber bevor der motor 
hängenbleibt...
an welcher spannung denkt ihr soll ich den motor betreiben und kann ich 
den blindwiderstand kompensiren?

mfg münzi

Autor: Bernhard R. (barnyhh)
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Das gute Stück sollte per entsprechendem Schrittmotor-Treiber an 60 Volt 
laufen. Der Treiber ist so zu dimensionieren, daß er den Strom auf 2,2 A 
regelt.

Grüße
Bernhard

Autor: Michael (Gast)
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Wäre es nicht evtl möglich ne kleine Schaltung zu bauen, mit der man, 
über nen paar Dioden, die Spannung, die am Motor anliegt messen kann? 
Soweit ich weiß ist es doch so, dass durch die Induktivität der Spulen 
eine Gegenspannung erzeugt wird, die die anliegende Spannung - bissel 
unprofessionell ausgedrückt - "auffrisst" und somit auch der Strom 
sinkt.
Also müsste dein Controler nichts weiter tun, als die Spannung zu messen 
und zu erhöhen, wenn sie zu klein wird.
Kann gut sein, dass ich mit der Vermutung falsch liege.

Desweiteren solltest du darauf achten, dass du ne Standby-Funktion 
einbaust, die bei Stillstand des Motors die Spannung sehr weit 
runterregelt, da der sonst nen bissel heiß wird.
Da du wohl ne sehr große Masse bewegen willst, ist es auch erforderlich 
eine Anlauffunktion zu modellieren, da der Motor sonst beim Anlaufen 
überfordert ist und Schritte verliert.


Gruß
Michael

Autor: Bernhard R. (barnyhh)
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@Michael
Ein entsprechender Schrittmotortreiber steuert den Strom des 
Schrittmotors in genau dieser Art.

Gruß
Bernhard

Autor: Daniel Münzi (erfolgstyp)
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also hab ich am motor immer annähernd die maximale spannung (durch 
meinen Schrittmotortreiber) und brauche den blindwiderstand nicht mit 
einem kondensator kompensieren um den maximalen stromfluss zu haben?
achja welcher schrittmotortreiber macht das?

mfg münzi

Autor: Bernhard R. (barnyhh)
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Hier http://www.roboternetz.de/wissen/index.php/Schrittmotoren steht 
einiges Wissenswertes über Schrittmotoren und ihre Ansteuerung.

Für eine 2A-Steuerung gibt es dort sogar eine Platine (Achtung, 
Betriebsspannung!).

Grüße
Bernhard

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