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Forum: Mikrocontroller und Elektronik Wo Welchen DTMF Decoder

Autor: Elektrolyt (Gast)
Datum: 24.02.2008 21:50

Hallo Zusammen,

also ich schaue mich nach einem DTMF-Decoder-IC für CMOS-Pegel um, der
aus einem DTMF-Ton entweder ein Zeichen oder Bitfolge ausgibt. Ich habe
die Serie von "Mitel" entdeckt, allerdings weiss ich nicht, wo ich die
Dinger her bekomme. Der MT88L85 hört sich für mich sehr interessant
an... Hat jemand ne Ahnung, ob die veraltet sind oder ob die eine andere
Bezeichnung bekommen haben? Hab bei meiner Suche nix gefunden. Reichelt
führt die Dinger auch nicht (mehr)...
schönen Sonntag Abend noch
Elko
Autor: Hannes Lux (hannes)
Datum: 24.02.2008 21:53

MT8870 bei CSD?

...
Autor: Elektrolyt (Gast)
Datum: 24.02.2008 22:31

Danke für die schnelle Antwort, aber laut Datenblatt, braucht das Teil
eine Betriebsspannung von 5V und ich meinte CMOS-Level 3.3V. Der Decoder
soll mit einem Handy gespeist werden... Kennt jemand ein IC mit der oben
genannten Funktion und vielleicht auch die Bezugsquelle???
schönen Gruß
Elko
Autor: Hannes Lux (hannes)
Datum: 24.02.2008 22:51

Deshalb war ja auch das Fragezeichen in meiner Antwort, den CMOS-Pegel
können auch 5V oder 15V sein. ;-)

Für 3,3V kenne ich keinen, aber das heißt nicht, dass es ihn nicht gibt.

Allerdings ist die Funktionalität so trivial, dass ich davon ausgehe,
dass sie (bei moderner 3,3V-Technik) in komplexere Chips mit integriert
wurde. Es ist also durchaus möglich, dass es keine separaten
DTMF-Decoder (für 3,3V) mehr gibt, weil die keiner mehr braucht, da
deren Funktion von hochintegrierten Chips nebenbei mit übernommen wird.

Ist etwa so wie die Tatsache, dass es keine separaten OSD-Chips mehr
gibt...

...
Autor: Christoph Kessler (Firma db1uq) (christoph_kessler)
Datum: 25.02.2008 08:40

Conrad-Nummern hier:
Beitrag "Suche DTMF decoder"
aber ob die auch 3,3V können?
Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
Datum: 25.02.2008 10:12
Dateianhang: dtmf.zip (165,8 KB, 100 Downloads)

Das ganze kannst du dir auch ganz einfach mit einen AVR Prozessor selber
bauen. Goertzel Algorythmus ist das Stichwort. Habe Ich selber schon mal
auf einem ATTINY2313 programmiert. Da kannst du dir das Datenformat auch
aussuchen wie das uebergeben wird.


Gruss Helmi
Autor: Christoph Kessler (Firma db1uq) (christoph_kessler)
Datum: 25.02.2008 12:55

Das wäre doch mal einen Beitrag zur AVR-Artikelsammlung hier wert -
"AVR-Goertzel" mit Beispielprogramm
Autor: Alex (Gast)
Datum: 25.02.2008 13:00

Die Firma Holtek hat u.a. Chips für communication devices im Angebot.
Vielleicht ist da was für dich dabei.

Grüße,
Alex
Autor: Paul Baumann (Gast)
Datum: 25.02.2008 13:13

@Helmi
Das ist ja schön. Ich habe für die gleiche Aufgabe 8
Doppeloperationsverstärker verbauen müssen, um 16 Filter
zu habén. :-(
Von diesem Algorithmus habe ich vorher noch nicht gehört.

MfG Paul
Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
Datum: 25.02.2008 14:27

@Christoph Kessler

Koennte man demnaechst mal machen

@Paul Baumann (Gast)

Der Algorythmus ist an sich schon seit Ende der 1950 Jahre bekannt.
Er braucht aber einiges an Rechenleistung. Und die ist zu vernueftigen
Preisen er in den letzten Jahren erhaeltlich. Ich habe den Algo. vorher
schon mal auf einem DSP (LF2407 von TI) implementiert erst danach auf
einem AVR. Der 2313 ist hier auch fast ausgelastet. Wenn man jetzt noch
einen AVR mit ADC nimmt dann kann man sich den externen DAC auch noch
sparen (hatte bei der entwicklung gerade keinen da).


Wenn interesse besteht dann kann ich auch die Eagle Datei fuer Layout
hier mal posten.

Gruss Helmi
Autor: Paul Baumann (Gast)
Datum: 25.02.2008 17:33

@Helmi
>Wenn interesse besteht dann kann ich auch die Eagle Datei fuer Layout
>hier mal posten.
Ja, Interesse besteht, sogar großes..;-)
Ich baue oft sog. Schumacherstufen. Das wird im Modellbau gern
verwendet,
um mit einer bestimmten Frequenz z.B. einen Servo anzusteuern. Wie ich
oben schon schrieb, funktioniert das mit OPV und einem Schwung
RC-Kombinationen drumherum auch, aber es wird mechanisch so groß. Für
Schiffsmodelle geht das ja noch.

Mit so einem MT8870 habe ich es auch scho´n gebaut, aber da hatte ich
nur einen aus einer alten Telefonanlage "geerntet".

MfG Paul
Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
Datum: 25.02.2008 20:29
Dateianhang: eagledtmf.zip (74,2 KB, 70 Downloads)

Hallo Paul

hier die Eagle Dateien

Gruss Helmi
Autor: Elektrolyt (Gast)
Datum: 25.02.2008 21:14

Vielen Dank für die Antworten, ich werd mich bezüglich dem Algorithmus
erstmal schlau lesen, aber ich denke, der Aufwand lohnt sich heute
vielleicht nicht mehr, sich so ein Decoder selber zu programmieren?! Da
der MT8870 bei csd nur 1.50 kostet, bei Conrad is das Ding auch
erhältlich aber für satte 500% Mehrpreis, das is mal krass. Aber wenn
ich keinen LowCMOS Decoder finde, werde ich da wohl nicht drum rum
kommen, mir das Ding selber zu coden.
Wie gesagt, Mitel hat die ICs auch für 3.3V Applikationen, allerdings
nach meinen Recherchen nicht in Deutschland und ich weiss nicht ob Mitel
2 ICs nach Deutschland schickt.
Vielleicht hat ja jemand noch ein Codebeispiel für den Algorithmus in C?
Nimmt man da aus besonderen Gründen den Tiny2313 oder wurde es auf dem
Controller erfolgreich implementiert und getestet?
Autor: Paul Baumann (Gast)
Datum: 25.02.2008 21:27

@Helmi
Danke.
MfG Paul
Autor: Helmi (Gast)
Datum: 25.02.2008 21:39

@Elektrolyt (Gast)

>Vielleicht hat ja jemand noch ein Codebeispiel für den Algorithmus in C?
>Nimmt man da aus besonderen Gründen den Tiny2313 oder wurde es auf dem
>Controller erfolgreich implementiert und getestet?

Ich habe den Tiny2313 nur deshalb genommen weil ich den gerade da liegen
hatte.

In C bei dem Tiny2313 ist das so eine Sache,wie ich oben schon erwähnte
brauchst ordentlich Rechenleistung und der Prozessor ist fast bis zum
Kragen ausgelastet und da muss man mit jeden Befehl geizen. Deshalb auch
der Quarz von 20MHz. Simuliert habe ich das ganze vorher schon in C auf
dem PC.

Gruss Helmi
Autor: Wolfgang Mües (Gast)
Datum: 25.02.2008 21:54

Es gibt auch einen MT88L70. Der ist für 3.3 Volt.

Davon abgesehen gibt es für den MSP430 eine Application Note, wo der
DTMF-Decoder mit Digital Wave Filtern gemacht wird.

Das funktioniert ganz gut!
Autor: Elektrolyt (Gast)
Datum: 11.03.2008 02:41

der mt8870 funktioniert auch ganz gut, ist vor paar tagen angekommen,
aber probleme habe ich mit der Größe des ICs, dass er mit 3.3V nicht
funktioniert und dass ich nur decodieren kann und nicht coden kann.
Kurz gesagt ich bin immernoch auf der suche nach einem evtl. SMD-IC für
das empfangen und senden von DTMFs mit einer Betriebsspannung von 3.3V
Laut Suche gibts die Oben genannten ICs von Mitel aber wo erhältlich?
:-( noch imma nööööx besseres gefunden...
LG Elko
Autor: Frank L. (hermastersvoice)
Datum: 11.03.2008 07:28

wenns auch coden soll gibts da den MT8880. Wird aber auch nur 5V haben
wollen.

bye

Frank
Autor: Elektrolyt (Gast)
Datum: 11.03.2008 10:51

die komplette serie von mitel ist mir bekannt, allerdings habe ich
probleme an die ic´s dran zu kommen.
Bei csd gibts den mt8870 für 1.50€ (habe ich bereits) und bei conrad
kosten die schon 7-8€ (empfänger oder sender/empfänger) aber mir wäre es
schon lieber (wenn ich schon so "viel" Geld fürn Ic ausgebe, dass er
dann auch mit 3.3V läuft. Das Wäre meines wissens der MT88L70 wie weiter
oben schon erwähnt wurde. Aber der codiert auch nicht... gibts denn
keine anderen hersteller für die dinger DTMF-Transciever???

gruß Elko

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