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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Kleine Transformatoren selbst wickeln?


Autor: Paul H. (powl)
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Hi!

So ein Printtransformator kostet ja gleich mal 2,50€ und hat auch eine 
bestimmte größe. Ich brauche bei meiner Schaltung allerdings nur 50mA 
oder sowas in der Art bei 5V. Muss nichtmal stabilisiert sein.

Da dachte ich mir dass ich mir ja einen kleinen Trafo selbst wickeln 
könnte. So à la 250Wicklungen Primär und 5 Wicklungen Sekundär oder eben 
jeweils doppelt soviel.

Das ganze dann auf einen kleinen Ringkern.

Geht das? Wovon hängt der Strom ab, der entnommen werden kann? Wordurch 
wird der Strom der von der Netzspannung aus durch die Primärspule fließt 
eigentlich begrenzt? Serienwiderstand?

Das ganze gilt übrigens nicht nur der Kostenersparnis sondern auch der 
Experimentierfreude und der Tatsache, dass ich gerade eben bei Reichelt 
bestellt und den Transformator vergessen habe ;-)

lg Powl

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Autor: 6638 (Gast)
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Ringkern ? Eher nicht. Das wuerde heissen das Kupfer durchzuziehen. Auf 
einen E-Kern Wickel ist einiges einfacher. Mit einer Akkubohrmaschine 
geht das gut.

Autor: Paul H. (powl)
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Habe leider noch so einen ringkern da der sich dafür anbietet. Dafür 
keinen E-Kern.

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Hallo Paul,

> So ein Printtransformator kostet ja gleich mal 2,50€
Da kommst du mit selberwickeln bestimmt auch nicht billiger oder gar 
kleiner.

> 50mA bei 5V
sowas gibts natürlich auch zu kaufen. z.B. 
http://www.reichelt.de/?ARTICLE=1598;

> Muss nichtmal stabilisiert sein.
Das wär auch der erste stabilisierende Trafo.

> Wordurch wird der Strom der von der Netzspannung aus durch die Primärspule
> fließt eigentlich begrenzt? Serienwiderstand?

Induktivität.
/Grundlagen!/

> ... eben bei Reichelt bestellt und den Transformator vergessen habe ;-)

Dann ist die billigste, einfachste und sicherste (VDE) Möglichkeit ein 
Steckernetzteil. Gibts für unter 5€ überall.
Bei deinem Kenntnisstand rate ich dir vom selberwickeln ab.

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>So à la 250Wicklungen Primär und 5 Wicklungen

Das gibt wohl einen satten Kurzschluss.

Bei solchen kleinen Trafos sind gut 2000Windungen als Primärwicklung 
drauf, sonst ist die Induktivität zu klein und der Strom kann innerhalb 
einer Periode zu stark steigen und den Kern in die Sättigung treiben.

Es kommt nicht nur auf das VErhältnis an, obwohl man in der Schule nicht 
mehr lernt.

Dazu gibts ne Transformatorengleichung. Mit der lässt sich die 
Primärwindungszahl ausrechnen.
Und danach willst du das garnicht mehr selbst machen ;-)

Autor: Paul H. (powl)
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Alexander Schmidt wrote:
>> 50mA bei 5V
> sowas gibts natürlich auch zu kaufen. z.B.
> http://www.reichelt.de/?ARTICLE=1598;

Wie gesagt, vergessen mitzubestellen.

>> Wordurch wird der Strom der von der Netzspannung aus durch die Primärspule
>> fließt eigentlich begrenzt? Serienwiderstand?
>
> Induktivität.
> /Grundlagen!/

Danke ;-) Dachte ich mir schon aber war mir eben nicht sicher.

>> ... eben bei Reichelt bestellt und den Transformator vergessen habe ;-)
>
> Dann ist die billigste, einfachste und sicherste (VDE) Möglichkeit ein
> Steckernetzteil. Gibts für unter 5€ überall.
> Bei deinem Kenntnisstand rate ich dir vom selberwickeln ab.

Dass der Kern in die Sättigung geraten kann ist mir bewusst, allerdings 
war mir noch nicht so bewusst dass dies mit der Wicklungszahl 
zusammenhängt. Ja mit meinem Draht krig ich eh keine 2500 Wicklungen da 
rum.



Matthias Lipinsky wrote:
>>So à la 250Wicklungen Primär und 5 Wicklungen
>
> Das gibt wohl einen satten Kurzschluss.
>
> Bei solchen kleinen Trafos sind gut 2000Windungen als Primärwicklung
> drauf, sonst ist die Induktivität zu klein und der Strom kann innerhalb
> einer Periode zu stark steigen und den Kern in die Sättigung treiben.
>
> Es kommt nicht nur auf das VErhältnis an, obwohl man in der Schule nicht
> mehr lernt.
>
> Dazu gibts ne Transformatorengleichung. Mit der lässt sich die
> Primärwindungszahl ausrechnen.
> Und danach willst du das garnicht mehr selbst machen ;-)

OK ;-)

lg PoWl

Autor: Blackbird (Gast)
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Beim Selberwickeln sollte man auf keinem Fall vergessen, daß da über 
300V Spitzenspannung anliegen. Nicht nur die elektrische Dimensionierung 
allein bestimmt die Windungszahl, den Wickelkörper, den Kern, die 
Drahtstärke, usw. ..., sondern auch der mechanische Aufbau gehen da mit 
ein. Große Trafos sind einfacher zu dimensionieren und zu fertigen.

Nimm ein Steckernetzteil. Ist wirklich die bessere Lösung. Da bist Du 
auch aus dem Schneider, wenn es eine Unfall mit dem Gerät gibt (was 
hoffentlich nicht vorkommen sollte).

Blackbird

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