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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf firmenwechsel gross -> klein


Autor: hannes (Gast)
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Ich habe ein gutes Angebot, als Senior-Entwickler in einer kleinen (ca. 
50 MA) Firma zu beginnen. Da die Bezahlung recht gut ist (ich würde im 
Jahr EUR 20,000 mehr haben) und mir die kleine Firma sehr gut vom Umfeld 
und den Leuten gefällt, überlege ich daher, von einem grossen 
internationalen Konzern (ich bin dort 11 Jahre) zu dieser Firma zu 
wechseln. Das "Problem" ist, dass ich schon 39 bin, Familie habe und 
eine derartige Veränderung von einem relativ sicheren (aber trägen) 
Arbeitgeber zu einem riskanten (aber pfiffigen) Kleinunternehmen auch 
ein Schritt in die falsche Richtung sein könnte. Ich mache mir natürlich 
Gedanken, ob ich nach, sagen wir mal 5 Jahren, falls die Firma evtl. 
zusperren muss, überhaupt noch die Chance habe, etwas neues zu finden. 
Ich muss andererseits keine Kredite zurückzahlen, und habe eine Frau, 
die auch gut verdient. Meine derzeitige Tätigkeit empfinde ich 
darüberhinaus nicht gerade als sehr attraktiv, da unzählige 
"Formalismen" immer mehr in den Mittelpunkt des Tagesgeschehens gestellt 
werden.

Ich weiss, dass mir hier nimand wirklich die Entscheidung abnehmen kann, 
aber ich wüsste gerne, was andere darüber so denken und selbst 
entscheiden würden, und möchte auch ein paar aussenstehende Meinungen 
einholen bevor ich eine Entscheidung wage...

Autor: Gast (Gast)
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Ich selber arbeite in einer "kleinen" Firma. Vom Betriebsklima finde ich 
kleinere Firmen um einiges Sympathischer (Erklärung wäre jetzt zu lange 
und eher subjektiv). Unser Ex-Senior Entwickler (HW+FPGA) hat mit 50+ 
auch schnell eine neue Stelle gefunden. Hilft Dir vielleicht nicht 
besonders viel , aber ich dachte ich gebe meinen Senf mal dazu.

Autor: Thomas Unger (tommy12)
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Ich würde es sofort machen!

Na klar ist die kleine Firma vielleicht nicht ganz so sicher, aber ander 
seits, wenn sie gut ist, steht sie heut zu Tage meist länger als die 
Großen. Die zwar nicht pleite gehen aber mit Ihren Verlagerungen auch 
für genug Unruhe stiften.

Ausserdem hast Du die Wahl, dich mit Formalien und Scheingefechten zu 
beschäftigen und irgendwann an Verblödung zu sterben oder was 
attraktives spannendes und auch besser bezahltes zu machen!
Selbst wenn Die kleine Firma irgend wann weg sein sollte hast Du 
bestimmt durch sie eine bessere Referenz als mit der Großen oder?

Gruß Thomas

Autor: Timo (Gast)
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Es gibt einen schönen Spruch: "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!"

Und ob ein großer Konzern jetzt zwangsläufig sicher ist, ist auch SEHR 
fraglich (siehe Siemens Handy- und Netzwerksparte, Siemens VDO und BMW). 
Sind alles sehr große Konzerne, aber auch da kann man den Job verlieren.

Ich glaube, ich würde es an deiner Stelle machen!

Autor: MUC-DIS (Gast)
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Ich selbst arbeite in einer kleinen Firma
Man bekommt doch viel mehr mit und wenn man einigermaßen clever ist, hat 
man viele Möglichkeiten. (Geld alleine ist nicht wichtig. Es gibt auch 
noch andere Perspektiven)

Fazit:
Bist Du gut in deinem Job- Hast du keine Probleme. Es könnte Dich 
höchstens der Wettbewerb abwerben.
Machst Du einen schlechten Job, wird das eher erkannt und kann halt zu 
einer schnellen Trennung führen
Gruß
MUC

Autor: mr.chip (Gast)
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Wenn dir die kleine Firma auf einen Schlag 20k mehr bezahlt, dann heisst 
das wohl, dass du gut bist. Dann wirst du im schlimmsten Fall auch in 
fünf Jahren noch einen neuen Job finden. Kann mir ja keiner erzählen, 
dass ein guter (!) Ingenieur mit 45 oder 50 nicht mehr gefragt ist... 
(Weil die 10 oder 15 Jahre, die er sowieso noch im Betrieb ist, im 
schnellebigen IT-Business eine Ewigkeit sind und die enorme Erfahrung, 
die so jemand mitbringt, von jungen Ingenieuren wohl nur schwer getoppt 
werden kann - wie man beispielsweise immer wieder in Foren an 
irgendwelchen alten Füchsen sieht, die wirklich alles wissen.)

Autor: Outi Outlaw (outlaw)
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Ich würde es nicht machen.

Warum ??

Gibts die kleine Firma evtl. in 5 Jahren noch ??

Dann biste 44 und evtl. vor dem Ruin.

Ok, das kann Dir auch bei ner größeren Firma passieren aber die 
Wahrscheinlichkeit ist geringer, denn große Firmen haben einen anderen 
Background.

Du bist schon länger bei der Firma ??

Dann kommen solche Sachen wie "first come, first go" eh nicht mehr auf 
Dich zu.

Autor: Gast (Gast)
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Hallo Hannes,

ich habe vor 7 Jahren den Wechsel in der anderer Richtung vollzogen, 
weil ich es leid war, immer in kleinen Buden zu arbeiten, die dann 
irgendwan pleite gingen (ich habe fast immer mit das Licht mit 
ausgemach. Aallerdings in einer anderen Branche). Seit dem habe ich zwei 
Umstrukturierungen durch und die nächste steht vor der Tür. Ich verdiene 
jetzt mehr als in den kleinen Firmen. Aber: eine Arbeit die Spaß macht 
und nette Kollegen sind durch nichts zu ersetzten. Das Geld macht mich 
zufrieden, mehr aber auch nicht. Würden sich mir neue Möglichleiten 
aufzeigen, wäre ich stark versucht, diese zu nutzen. Da Du nicht der 
Alleinverdiener bist, würde ich das Risiko wagen. Außerdem lernst Du 
auch neue Leute kennen und knüpfst neue Kontakte, die im Falle eines 
Falles Dir später nützlich sein können.

Autor: Michael (Gast)
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Das bei großen Firmen die Arbeitsplatzsicherheit höher ist, glaube ich 
nicht. Man denke doch nur mal an die Telekommunikationssparte, in der in 
den letzten Jahren zig Menschen ausgestellt worden sind (Siemens, ..). 
Und dabei hat es auch viele Ingenieure getroffen..

Autor: Harald (Gast)
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kann Dir nur empfehlen zu wechseln!

Autor: Outi Outlaw (outlaw)
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Ich arbeite bei ner kleinen Firma für eine große und wie gesagt, ich 
kann diesen Schritt nach wie vor nicht empfehlen, selbst wenn es in der 
kleinen Firma mehr Geld geben sollte.

Während ich dabei schon über 10 Jahre für ein und die selbe große Firma 
arbeite, musste ich schon oft diese kleine Firma wechseln und wenn ich 
sehe, welche Vorteile die MAs bei der großen Firma für "weniger" Arbeit 
haben, werde ih schon manchml neidisch.

Leider ist das Reinkommen direkt in die große Firma nicht so einfach, 
daher sollte jeder, der schon "drin" ist sich überlegen, ob er da 
wirklich raus will ....

Ich habe auch bei anderen großen Firmen direkt (leider nur befristet) 
gearbeitet und das wra ein ganz anderes Arbeiten als bei ner kleinen 
Klitsche.

Autor: Michael (Gast)
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@Outi Outlaw:
Ein Nachteil in einer großen Firma zu arbeiten ist, dass man einer unter 
vielen ist und seine Vorstellungen, Ideen nicht so leicht umsetzen kann 
wie in einer kleinen Firma. Außerdem ist man in einer größeren Firma 
spezialisierter aufgestellt, und ist nicht "Mann für alles".

Man sieht aber auch anhand dieses Beispiels, dass man in einer größeren 
Firma nicht zwangsläufig mehr verdient.

Autor: Micha (Gast)
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Hallo Hannes,

ich stehe derzeit vor der gleichen Frage.
Wie hast Du Dich denn entschieden?

Gruesse
Micha

Autor: Eis (Gast)
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Wenn der unterschied nur 5k-7k waeren wuerd ich sagen lass es. Aber 
20k??? Hallo?
Das sind in 5 Jahren 100k. D.h selbst wenn die Firma bergab geht dann 
hast du sozusagen 1 1/2 Jahre Zeit um ne neue Arbeit zu finden bis es 
unrentabel wird. (Mal angenommen die 100k reichen dir 1 1/2 jahre)
Nur ne Beispielrechnung und ja ich weis Steuern muss man Zahlen. Ich 
wollte nur auf die Prinzipielle klarmachen

Autor: gast (Gast)
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Wenn du in der kleinen Firman der Wunderdoktor für alles bist wirst du 
schnell die Vorzüge der Großen schätzen.
Ich hab von einer 200-Mann-Klitsche zu einer 2000-Mann-Klitsche 
gewechselt.
Meine Nerven haben es mir gedankt.

Autor: roffez (Gast)
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Kommt drauf an was für ein Typ du bist. Wenn Du gern Deine Ruhe hast, 
immer Dienst nach Vorschrift machen willst und keine Spezialaktionen 
haben willst, bleib in der grossen Firma. Wenn Du aber Freude daran 
hast, auch selber richtig viel bewegen zu können ohne dass immer 
"Politik" im Weg steht, wechsel zur kleinen Firma.

Ich selber hab von einem Grosskonzern (15000 MA) zu einer 
Grosskonzern-Tochter (600MA) schliesslich zu einer kleinen Klitsche 
(50MA) gewechselt, mir hats immer besser gefallen. Hauptsächlich 
deshalb, weil man wirklich etwas bewegen kann!

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