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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik LED nachleuchten?


Autor: Jörn (Gast)
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Moin,

ich möchte eine LED mittels eines 2313 anschalten und diese soll nach
Abschalten der Spannung noch ein wenig nachleuchten (ca. 10 sek.,
einstellbar). Ich dachte mir dazu die angehängte Schaltung(von Eagle
habe ich leider wenig Ahnung und Paint streikt bei mir, weshalb man
sich die Erdungen und +5V denken muß. Die Bauteile sind ein wenig
willkürlich.) mit einem Elko von 1000µF. Die Nachleuchtdauer soll über
den Trimmwiderstand einstellbar sein. Könnte die Schaltung
funktionieren? Welchen Transistor muß man nehmen, damit der bereits bei
geringer Stromstärke (Vom Kondensator über den Trimmwiderstand)
ausreichend durchschaltet? Oder gibt es noch eine einfachere
Möglichkeit, wenn man mal von GoldCaps (zu teuer) absieht?

Danke schon mal,

Jörn

Autor: Johannes Raschke (Gast)
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Der obere Anschluß vom Trimmer ist geerdet, ja? Dann wird die LED sicher
nachleuchten, aber die Einstelung ist nicht so optimal. Ich würde den
Kondensator über den Mittelabgriff des Potis nach Masse entladen und
die Kondensatorspannung auf nen Smitt-Trigger geben. Der kann dann
einen nahezu beliebigen NPN-Transistor steuern. Dann verlischt die LED
nicht allmählich, sondern geht nach der eingestellten Zeit - Zack -
aus.
Oder Du machst das mit dem AVR, wo der doch schonmal da ist.
Was meinst Du überhaubt mit "nach Abschalten der Spannung"? Der
Transistor braucht doch auch Spannung, die er schalten kann...

Autor: Johannes Raschke (Gast)
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Ach ja, wenn Du einen Transistor verwendest, brauchst du keinen so
großen Kondensator; einfach einen Trimmer mit hohem Widerstand nehmen,
z.B. 100k.

Kondensator - Entladung geht so, meine ich:

Uc=U0*(1-e^(t/RC))

Autor: Matthias (Gast)
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Hi

machst du Schaltung so:


                     VCC
                      +
                      |
                     .-.
                     | |
                     | |
                     '-'
                      |
                      |
                      V
                      -
                      |
                      |
                      |
              _   |/
AVR o-----+--|___|--|
          |         |>
         .-.          |
         | |          |
         | |          |
         '-'          |
          |          ===
          | +        GND
         ###
         ---
          |
          |
         ===
         GND
created by Andy´s ASCII-Circuit v1.24.140803 Beta www.tech-chat.de

Dann geht die LED beim Einschalten (DDRx=1 PORTx=1) des Ports sofort
an. Wenn du den Port dann ausschälst (DDRx=0 PORTx=0) leuchtet die LED
noch nach und wird dann nach einer E-Fkt. dunkler. Mit den Werten der
Widerstände/des Kondensators muß man evtl. etwas spielen bis man den
gewünschten Effekt hat.

Matthias

Autor: edi-edi (Gast)
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wer (in welcher zeit) soll den 1000! uF elko laden?

Autor: Jens Renner (Gast)
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Allerdings. Die LED dürfte beim Einschalten ebenso lange brauchen wie
beim Ausschalten, da er ungeladen einen Kurzschluss darstellt.

Autor: Matthias (Gast)
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Hi

ich hab mal ein bischen simuliert. Bei meinem Vorschlag kommt man mit
220µF, 22k Basisvorwiderstand und 1k Ladewiderstand auf eine
Nachleutdauer von 8s (bis zum Einsetzen des Abklingen) Ladezeit beträgt
etwa 1s.

Also durchaus brauchbar. Warum man das aber nicht per Software machen
kann ist mir schleierhaft.

Matthias

Autor: Jörn (Gast)
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Danke für die Hilfe!
Natürlich kann man das auch per Software machen. Allerdings habe ich
mich für eine Hardware-Lösung entschieden, da der Controller sich dann
nicht mehr darum kümmern muß. Dieser empfängt nämlich Daten seriell,
welche LED er schalten soll. Diese schaltet er dann kurz an und kümmert
sich dann um andere Dinge. Deshalb hielt ich eine Hardware-Lösung für
am wenigsten anfällig.
Mit "nach Abschalten der Spannung" meinte ich, wenn der Pin wieder
auf low geht, war ein wenig schlecht formuliert!

Danke nochmal,

Jörn

Autor: Jochen (Gast)
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@ Matthias, wenn ich den am Ausgang des AVR's eine "0" habe, dann ist
doch MP1 auf Masse gezogen, was somit heißt, dass sich der Kondensator
über den Widerstand und den AVR entläd, somit fliest doch kein strom
über den Transistor. Man müsste an den Ausgang des AVR's eine Diode
schalten, dann müsste es gehen, oder habe ich falsch gedacht?

Jochen

                    VCC
                      +
                      |
                     .-.
                     | |
                     | |
                     '-'
                      |
                      |
                      V
                      -
         MP1          |
          |           |
          |           |
          |   _   |/
AVR o-----+--|___|--|
          |         |>
         .-.          |
         | |          |
         | |          |
         '-'          |
          |          ===
          | +        GND
         ###
         ---
          |
          |
         ===
         GND

Autor: Matthias (Gast)
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Hi

man schaltet den Port nicht auf 0 sondern schaltet ihn nach dem Laden
des Kondensators auf Eingang ohne Pull-Up. Der Pin wird also hochohmig
-> der Kondensator entlädt sich über die Basis des Transistors.

Matthias

Autor: Jochen (Gast)
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Ok, dann hat sich das erledigt.

Autor: Jörn (Gast)
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Welchen Transistor sollte man denn für die Schaltung verwenden? Es
sollte ja einer mit einer ausreichenden Stromverstärkungs ein, da der
Basisstrom vom Kondensator ja relativ gering sein wird und er dann
trotzdem voll durchschalten sollte.

Autor: Matthias (Gast)
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Hi

irgend einen mit einem hohen hfe. Den den ich in der Simulation
verwendet habe hatte hfe=100. Ein BC337-40 sollte es also problemlos
tun. Da kann man dann den Basisvorwiderstand evtl. noch etwas
vergrößern.

Matthias

Autor: ulrich strobel (Gast)
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nim doch stat dem transistor einen uln28XX das sind invertierende npn
transistorenarrays. und dann das ganze mit dem kondesator, die haben
innenwiederstand und sind auch darlington. datenblatt gibts bei
reichelt.

Autor: Steffen Damelang (Gast)
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Hallo ...

ich weiss zwar nciht, wie ausgelastet Dein AVR ist, aber es sollte
problemlos möglich sein, die LED während des Empfanges ... oder danach
eben einzuschalten und über den Timer wieder abzuschalten. Das sind
schlimmstensfalls 3-4 Befehle.

Zeitlich sollte das doch kein Problem darstellen.

MfG
Steffen

P.S. Und das Geld für die Hardware kann man woanders investieren ;-)

Autor: Sven (Gast)
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Hallo an alle,

also ich würde für so eine Anwendung den BS170 kleinsignalmosfet
nehmen,dann kann der Elko auch einigermaßen klein bleiben.
Du soltest dann mit 10 - 22 µF auskommen.
Parallel zu dem Elko würde ich ein sehr hochohmiges Poti legen, über
den sich der Elko wieder entladen kann, am besten 10MOhm.

hoffe konnte helfen

Sven

Autor: Matthias (Gast)
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Hi

Nachteil an der FET-Lösung ist das die Zeit kaum zu berechnen ist. Bei
einem Einzelstück sollte das nicht das Problem sein, bei mehreren schon
eher. Grund dafür ist der Leckstrom des Elko den man dann nicht mehr
vernachläsigen kann.

Matthias

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