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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Suche Beruf indem man mit Mikrocontrollern zu tun hat.


Autor: Michael Justinger (juston)
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Hallo,
habe bald mein Fachabitur für Informatik & Automatisierungstechnik und 
würde gerne einen Beruf erlernen indem man mit Mikrocontrollern zu tun 
hat.

Wie wäre denn z.B. eine Berufsbezeichnung?

Welchen Beruf habt ihr denn hier so erlernt wenn ich fragen darf?


Gruß
Michael

Autor: willi (Gast)
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wenn du softwareentwickler werden möchtest wirst du um ein studium nicht 
herumkommen

Autor: Michael Justinger (juston)
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Und wenn ich mehr auf der Hardware Ebene tätig sein will?

Autor: willi (Gast)
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Entwicklung = Studium
Ausbildung = Handlanger
Techniker = gehobener Handlanger oder Hilfsentwickler oder Systemtester

Autor: cees (Gast)
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Naja, Du könntest ein E-Technik Studium (auch FH) dranhängen und dann 
anfangen, dich als Hilfskraft bei allen möglichen Elektronik-Einsetzern 
zu bewerben. Dann kannst Du mal in Elektronik-Entwicklung 
reinschnuppern. Meist findest Du an den FHs/Unis genug Aushänge von 
Firmen, die Hilfskräfte suchen.

Als E-Techniker hast Du gerade in kleinen Firmen eine gute Chance, die 
Elektronik und SW zu entwickeln. Üblicherweise gilt: je größer die 
Firma (bzw. deren (Elektronik-)Entwicklungsabteilung), desto stärker die 
Arbeitsteilung; sprich Elektronik den E-Technikern, SW den 
Informatikern.

Sieh Dich mal bei Firmen für Messtechnik, Auto-Elektronik o.ä. um.

Gruß,
Christian

Autor: Gisbert (Gast)
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Trucker ?

Toll-Collect, GPS, Motormanagement, Handy....... überall 
Microkontroller..

SCNR

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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willi wrote:
> Entwicklung = Studium
> Ausbildung = Handlanger
> Techniker = gehobener Handlanger oder Hilfsentwickler oder Systemtester

Das ist jetzt vielleicht etwas hart ausgedrueckt, aber wohl wahr. Die 
wirklich guten Jobs, wo man wirklich entwickelt, erfordern alle einen 
Hochschulabschluss. Wenn man sich innerhalb der Firma weiterentwickelt 
und bissel Engagement hat kann man z.B. als Techniker schon auch in die 
Richtung kommen. Aber das ist auch ne Geldfrage, man wird wohl weniger 
bekommen.

Autor: willi (Gast)
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das ist der ungetrübte blick auf die realität für berufseinsteiger. ob 
es denn dann immer so bleiben muss sei mal dahingestellt

Autor: gast (Gast)
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Auch wenn ich dir jetzt die Illusion nehme :

Auch wenn die dein zukünftiger Job etwas mit mC zu tuen habe sollte, 
wird die eigendliche mC Programmierung nur einen geringen Bruchteil 
deiner Tätigkeit darstellen. Die meiste Zeit wird für Planung, 
Sitzungen, Ausarbeitungen, sonstige Doku, Tests etc. draufgehen. Stell 
dich auch schon mal darauf ein, dass du sehr oft einen mC nicht nach 
seinen Fähigkeiten sondern nach den Preisvorstellungen div. Einkäufer 
bzw. Chefs auswählst und du diese über Jahre hinweg immer weiter 
ausreizen musst.

Wie gesagt, ich will dir nicht die Illusion nehmen, doch die Realität in 
dem Job sieht etwas anders aus, als man sich u.U.als Hobbybastler 
vorstellt.

Autor: KoF (Gast)
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Hab in meiner kurzen Laufbahn (bin erst 24) schon so einiges (meist als 
Quereinsteiger) gemacht.

- hab nach der Realschule die Berufsfachschule Technik ...
- und danach noch das Fachgymnasium Technik besucht
- Dann eine Ausbildung als Fachinformatiker - Anwendugsentwickler 
(3Jahre)
- Danach in der Automatisierung (SPS-Prog/Planung/Bau/Support) 
gearbeitet (~1,5Jahre)
- Arbeite jetzt als Entwickler für Mikrocontroller Applikationen (seit 
knapp 0,5 Jahren) und werde dieses auch denke ich erstmal weitermachen

Nagut, finanziell ist es nicht die Welt, aber naja... "Viel" fährt man 
auf dem Wagen. Zum leben reicht es dicke und eine schicke Wohnung 
(~100m²) in bevorzugter Wohngegend kann ich mir auch leisten. Nur beim 
Auto muste ich Abstriche machen und fahre einen Dacia Logan ;)

Aktuell denke ich auch noch über ein Fernstudium nach... aber da lege 
ich mich noch nicht so fest.


PS. ein nicht zu unterschätzender Punkt sind Kontackte in der Industrie! 
Ich hatte das Glück und habe in einem recht Namenhaften Konzern gelernt 
und mit vielen einflussreichen Menschen zu tun gehabt! Man sollte nicht 
glauben, was potenzielle Arbeitgeber nicht alles versuchen über jemanden 
herauszufinden - bei meinem letzten Vorstellungsgespräch (meines 
jetztigen Arbeitgebers) wurde ich mit Namen konfrontiert, bei denen man 
sich schon über mich (positiv) erkundigt hatte.

Autor: Michael Justinger (juston)
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Hallo,
danke für eure interessanten  Antworten aus dem Realen Berufsleben.

Wenn ich denn nun kein Studium anstreben möchte, welchen 
Ausbildungsberuf könntet ihr mir ''empfehlen''.

Ich habe mir schon mal bei der Agentur für Arbeit ein Paar Berufsbilder 
angesehen,  jedoch konnte ich keins finden aus dem ich auch nur 
irgendwie herauslesen konnte, dass ich in dem Beruf irgend wann mal was 
mit µC zu tun haben werde.

Gruß
Michael

Autor: Christian R. (supachris)
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Als Elektroniker für Systeme und Geräte kannst du öfters µC auflöten, 
und vielleicht sogar mal einen Bestückungsfehler in einer µC-Schaltung 
suchen. Programmieren werden die (meist E-Technik-) Ingenieure.

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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>Suche Beruf indem man mit Mikrocontrollern zu tun hat.

Packer bei Angelika... *SNCR me, too*

Autor: Michael K. (kichi)
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Während einer Ausbildung (Elektroniker f. Geräte u. Systeme) wirst du 
mit µC (höchstwahrscheinlich) nicht viel zu tun haben. Da lernst du 
hauptsächlich Grundlagen der Analog- und Digitaltechnik und baust die 
Sachen diskret auf.

Um dann als Facharbeiter einen Job zu bekommen, bei dem du 
µC-Schaltungen entwickelst und programmierst, wirst du Glück brauchen. 
Dass du mal Schaltungen mit µC zusammenlöten oder reparieren darfst wird 
schon vorkommen, aber selber Software entwickeln wirst du nicht oder 
kaum. Da wirst du dann noch weiter machen müssen, z.B. den Techniker. 
Oder studieren...

Autor: Günter -.. (guenter)
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Michael Justinger wrote:
> Hallo,
> habe bald mein Fachabitur für Informatik & Automatisierungstechnik und
> würde gerne einen Beruf erlernen indem man mit Mikrocontrollern zu tun
> hat.
>
> Wie wäre denn z.B. eine Berufsbezeichnung?

Such mal nach der Berufsbezeichnung oder Stellenangebote für "Field 
Application Engineer" oder "Application Engineer". Das sind die 
Menschen, die beim MCU-Hersteller die Application Notes erstellen und 
mit Kunden zusammen Lösungen für deren Einsatzgebiet erarbeiten. Je nach 
MCU-Typ kann das recht abwechslungsreich sein.

Autor: Gast (Gast)
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Wenn etwas Glück im Spiel ist und man in einer Firma landet, in der sich 
der Chef mehr für Fakten als für irgendwelche Papiere interessiert, dann 
schaffst Du es auch als Facharbeiter in die Entwicklung. Und die Firma 
freut's gleich doppelt - hat sie doch jemanden gefunden, der annähernd 
die Arbeit eines Ingenieurs leistet und nur einen Bruchteil von dessen 
Gehalt bezieht ;-) Ich habe nach meiner Ausbildung zum 
Kommunikationselektroniker (mittlerweile scheint es wohl anders zu 
heißen) als Produktionsmitarbeiter bei einem Hersteller (aktiv 
lebenserhaltender) medizinischer Geräte angefangen und mich nach 5 
Jahren bis zur Entwicklung durchgeschlagen. Grob geschätzt wachsen dort 
an Konzepten 20%, an Schaltungen 80% und an Software 30% auf meinem 
Mist. Techniker bzw. ein Studium wurden mir schon nahegelegt, aber nur 
um ein paar Papiere mehr für die Akten zu ergattern ist mir das Leben 
dann doch zu kurz - da gibt's wichtigere Dinge. Klar - sollte man einmal 
die Firma wechseln wollen/müssen, steht man erstmal wieder nur als 
Facharbeiter da. So weit im Voraus plane ich aber nicht, solange alles 
gut läuft ;-)

Autor: 6640 (Gast)
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>würde gerne einen Beruf erlernen indem man mit Mikrocontrollern zu tun hat.

zB Raumpfleger. Da kannst du die ausgeloeteten Controller aus der Tonne 
kramen...

Ich hab E-Technik an der FH studiert.

Autor: Spess53 (Gast)
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Hi

@ @6640 ich hab E-Technik an der FH studiert.

Das merkt man.

@Michael
Hast du wirklich Ahnung, oder willst du das nur machen?

MfG Spess

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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>Das ist jetzt vielleicht etwas hart ausgedrueckt, aber wohl wahr. Die
>wirklich guten Jobs, wo man wirklich entwickelt, erfordern alle einen
>Hochschulabschluss. Wenn man sich innerhalb der Firma weiterentwickelt
>und bissel Engagement hat kann man z.B. als Techniker schon auch in die
>Richtung kommen. Aber das ist auch ne Geldfrage, man wird wohl weniger
>bekommen.

Najaaaa... nicht ganz. Es gibt da noch die Quereinsteiger ;-)

>Wenn etwas Glück im Spiel ist und man in einer Firma landet, in der sich
>der Chef mehr für Fakten als für irgendwelche Papiere interessiert, dann
>schaffst Du es auch als Facharbeiter in die Entwicklung.

Genau so.

>Und die Firma
>freut's gleich doppelt - hat sie doch jemanden gefunden, der annähernd
>die Arbeit eines Ingenieurs leistet und nur einen Bruchteil von dessen
>Gehalt bezieht

Das kommt auf die Firma, den Chef und die eigenene Verhandlungskünste 
an. In kleinen und mittelständischen Entwicklungsfirmen hat man die 
größten Chancen - wenn man ´was kann!

Autor: C. Steiger (tekka)
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"Während einer Ausbildung (Elektroniker f. Geräte u. Systeme) wirst du
mit µC (höchstwahrscheinlich) nicht viel zu tun haben. Da lernst du
hauptsächlich Grundlagen der Analog- und Digitaltechnik und baust die
Sachen diskret auf."

-----

Aber auch nur wenn man den Jackpot knackt.
Der Informationselektroniker Fachrichtung Gerätetechnik ist ein 
hirnloser Komponententauscher der weder kreativität noch intellekt 
benötigt, da kann man froh sein wenn man überhaupt mal irgendwas 
aufbauen darf.

Hab die Ausbildung dazu ja hinter mir und erst noch Versucht nen Job in 
dem Bereich zu finden, das ist überall derselbe Mist. Bei Fehler A 
tausch Bauteil A, bei Fehler B Bauteil B, bei Fehler C Bauteil C, und 
wenns immernoch nicht geht werden Platinen oder gleich das ganze Gerät 
getauscht. Elektrotechnikkentnisse braucht man dafür keine, lediglich 
die Fähigkeit sein denkvermögen abzuwürgen und das ganze wie ein Roboter 
abzuleiern.

Da ich keine lust hatte in 5 Jahren hirntot zu sein, habe ich ein 
Mechatronik-Studium drangehängt mit dem ich grade beschäftigt bin, in 
der Hoffnung das ich danach was finde was mir wirklich gefällt.

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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>Der Informationselektroniker Fachrichtung Gerätetechnik ist ein
>hirnloser Komponententauscher der weder kreativität noch intellekt
>benötigt, da kann man froh sein wenn man überhaupt mal irgendwas
>aufbauen darf.


Das kommt einerseits auf den Betrieb an (bei uns werden die Werker immer 
mit einbezogen, wenn es um Geräteentwicklungen geht), andererseits auf 
den Menschen selbst. Wenn der keine Lust hat, sich einzubringen, dann 
ist er selbst schuld. Sein Vorgesetzter kann natürlich auch dazu 
beitragen, dass sich der Werker mit einbringt, indem er dieses Verhalten 
fordert.
Wenn man KFZ-Mechatroniker bei VW (im Wolfsburger Werk) lernt, steht man 
vermutlich auch eher am Fließband, als wenn man die Ausbildung in einer 
Niederlassung macht.

Autor: Rudolph R. (rudolph)
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Schade nur, dass keine Kommunikationselektroniker Informationstechnik 
mehr ausgebildet werden.
Der Elektroniker für Geräte und System ist am dichtesten dran und immer 
noch weit weg.


@Micheal Justinger

Es ist weniger der Beruf als vielmehr der Job.

Autor: Michael K. (Gast)
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@ Spess53
Welchen Michael meinst du?

Autor: cees (Gast)
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...Fazit:

"Nur" mit Ausbildung brauchst Du ziemlich viel Glück, wenn Du wirklich 
in kreativer Position in der Entwicklung landen willst. In der Tat kenne 
ich bei mir in der Entwicklung (ca. 300 Entwickler) ganze EINE Person, 
die das geschafft hat. Der hatte sich allerdings mit einer 
Elektronikfirma selbstständig gemacht, richtig Anhnung und ein 
abgebrochenes Studium + gute Kontakte. Die Techniker hier in der 
Entwicklung entwickeln auch mal etwas, aber das beschränkt sich i.d.R. 
auf eine Spannungsversorgung oder mal einen Leistungstreiber, vielleicht 
mal ein Labview-Programm... Obwohl: unsere Layouter sind auch alle 
Techniker.

Beiss in den sauren Apfel und geh zu Uni/FH. Wenn Du die Motivation hast 
ist das machbar - vor allem, wenn Du nebenher schon arbeitest und 
merkst, dass Entwickeln wirklich Dein Ding ist. Mit Bafög und Nebenjob 
ist ein Studium auch bezahlbar, vielleicht musst Du auf den neuen 3er + 
eigene Wohnung verzichten, aber das macht sich nachher sehr schnell 
bezahlt! Trust me. :D

Autor: gast (Gast)
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@willi
Entwicklung = Studium
Ausbildung = Handlanger
Techniker = gehobener Handlanger oder Hilfsentwickler oder Systemtester


meine Meinung dazu:

Studium = arroganter Fachidiot
Ausbildung = Basis für erfolgreiche Karriere
Techniker = Zeigt dem Ingenieur was Sache ist...

Autor: Jörg S. (Gast)
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> Studium = arroganter Fachidiot
> Ausbildung = Basis für erfolgreiche Karriere
> Techniker = Zeigt dem Ingenieur was Sache ist...
Mag sein, nur dummerweise werden Ingenieursstellen i.d.R. mit 
Ingenieuren besetzt, selbst wenn es Techniker oder andere Personen gibt 
die genauso gut oder besser sind.

Autor: Michael K. (Gast)
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> Mag sein, nur dummerweise werden Ingenieursstellen i.d.R. mit
> Ingenieuren besetzt, selbst wenn es Techniker oder andere Personen gibt
> die genauso gut oder besser sind.

In D sind irgendwelche Bescheinigungen nun mal mehr wert als alles 
andere...

Autor: ARM-Fan (Gast)
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>meine Meinung dazu:
>Studium = arroganter Fachidiot
>Ausbildung = Basis für erfolgreiche Karriere
>Techniker = Zeigt dem Ingenieur was Sache ist...

Selten so gelacht :-)

Für ideal halte ich jedoch, wenn jemand vor dem Studium bereits
eine entsprechende Berufsausbildung gemacht hat (und weiß auf
welcher Seite der Lötkolben warm wird) oder dies sogar gekoppelt
mit dem Studium verläuft (Berufsakademie, Studium im Praxisverbund, ...)

Wer vorher schon jahrelanger Hobbybastler, Lichtorgelbauer und
AVR- oder Sonstwasprogrammierer war, darf auch direkt zum Studium
antreten ;-)

Autor: Ausbildung + FH (Gast)
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Hallo...
Mein Tipp und zugleich auch mein eingeschlagener Weg:

Ich habe nach dem Abitur ein zweigleisiges Studium nach dem "Ulmer 
Modell" (Infos: www.hs-ulm.de gibts mittlerweile aber auch schon an 
anderen Hochschulen) begonnen. Das heisst: Ausbildung zum Elektroniker 
für Geräte und Systeme bei einer Firma mit parallel laufendem Studium an 
einer FH.
Während der Ausbildungsphase brauchst du natürlich auch ein wenig Glück 
und Eigeninitiative um deine Interessen zu verwirklichen. Bei mir war 
der Glücksfall zum einen die neue Prüfungsreform in den 
Ausbildungsberufen und zum einen das persönliche Interesse meines 
Ausbilders an Microcontrollern. So durfte ich den neu eingesetzten PIC 
von Grund auf erlernen, und später sogar Simulationsboards testen, 
programmieren, etc. Da kein Kaufprodukt alle uns wichtigen Eigenschaften 
beinhaltete, machten wir uns selbst an die "Entwicklung". Die nun selbst 
gefertigten Platinen sind für weitere Azubis zum "Lernen" am PIC.
Nach Abschluss der Ausbildung (Hauptstudium läuft grad) bin ich nun in 
der Forschungsabteilung eingesetzt. Hier wird es in kleinen Projekten 
bis hin zur Diplomarbeit auch (meistens) auf Mikrocontroller 
hinauslaufen. Und das, obwohl meine Firma eigentlich wenig bis gar 
nichts in die Richtung selbst macht/ herstellt.
Hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen, nen Einblick verschaffen.

Autor: C. Steiger (tekka)
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> Das kommt einerseits auf den Betrieb an (bei uns werden die Werker immer
> mit einbezogen, wenn es um Geräteentwicklungen geht), andererseits auf
> den Menschen selbst. Wenn der keine Lust hat, sich einzubringen, dann
> ist er selbst schuld. Sein Vorgesetzter kann natürlich auch dazu
> beitragen, dass sich der Werker mit einbringt, indem er dieses Verhalten
> fordert.

Der besagte Jackpot. Wer sowas hat und sich nicht einbringt gehört 
entweder gleich erschlagen oder auf ewig in eine absteige verbannt wie 
die meiner Ausbildung, weil da hilft alles engagement nichts -

Der miese Sklaventreiber von Chef hat erst mit aufscheuchen der 
Handwerkskammer überhaupt erst so getan als würde es ihn tangieren. Uns 
vollgelogen das es auf dem Plan steht, aber nie was gemacht. Und was 
wollten wir? Das sich einer der beiden Meister in der Firma schlappe 1-2 
Stunden pro Woche zeit nimmt und fragen beantwortet, für die man sonst 
von der Seite angeschiessen wurde wenn man es zwischendrin machen 
wollte. Drückt ja die gewinne, wenn die Azibus nicht ihre Geräte 
abwickeln, für die es sich nicht lohnt eine normale Arbeitskraft 
einzusetzen.

Und von den leuten aus den Schulblöcken kam auch nix besseres 
diesbezüglich, da war in der richtung auch nicht wirklich was los.


Fazit: Wer sich ne Ausbildung in dem Fach antun will sollte genau wissen 
was er tut, sprich das ganze als Schritt für die weitere Laufbahn 
nehmen. Als alleiniges Standbein? Nur mit sehr sehr sehr viel glück mit 
der Firma, alles andere ist geistig nicht viel anspruchsvoller als ein 
Müllmann oder Strassenkehrer.

Autor: Marius S. (lupin) Benutzerseite
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Ich mach momentan auch Ausbildung zum Elektroniker - Geräte und 
Systeme... leider...

Werde wohl um ein oder ein halbes Jahr verkürzen. Ist echt nicht sehr 
anspruchsvoll. Im zweiten Lehrjahr geht es dann langsam mit µC 
Programmierung los, aber auch nur in PIC assembler und es geht wirklich 
von null los und in gaaaaanz kleinen Schritten, so das auch wirklich 
jeder mit kommen kann.

Praktisch wird man das als Facharbeiter wohl nicht einsetzen 
können/dürfen, aber es geht wohl darum die Grundlagen der digitalen 
Informationsverarbeitung zu erlernen.

Weil ich auch mal was (neues) lernen möchte, werde ich noch ein Studium 
dran hängen, würde ich auch jeden empfehlen der die Möglichkeit dazu hat 
(hatte sie aufgrund eines vergeigten Abis nicht).

Autor: C. Steiger (tekka)
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Du hast Assembler? Da bist du noch gut dabei -
Wir hatten son komisches Basic-Derivat, kotz ;)

Richtig schlimm wirds dann wenn trotz des Schneckentempos nur ein 
Bruchteil mitkommt. Brrr. Aber gut, die leute haben sich auch nicht 
wirklich drum geschert, alá wozu braucht man denn Programmiersprachen, 
wo heute in fast jedem Toaster ein µC steckt, hehe.

Sehr übel fand ich dann den Kommentar von meinem Lehrer, das er 
Assembler abgesetzt hat, weil er den Stoff nicht in die Leute 
reinbekommt. ...und die Lehrmethoden warens nicht, noch einfacher gings 
wirklich nichtmehr.

Autor: Marius S. (lupin) Benutzerseite
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PIC assembler ist doch das einfachste was man heutzutage programmieren 
kann, oder? ~36 Befehle oder so und das war's.

Sind halt immer ziemlich viele Leute dabei die den Beruf nicht aus 
Interesse an Elektronik erlernen sondern einfach weil sie nichts anderes 
finden konnten...

Hast du in der Regelzeit (stattliche 3,5 Jahre Langeweile) abgeschlossen 
oder bist du noch dabei?

Autor: C. Steiger (tekka)
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PIC kenne ich jetzt nicht, nur die AVRs, aber das dürfte sich von der 
komplexität her nicht wirklich was geben.

..und wem sagst du das im Bezug auf das interesse,
da gabs wirklich viele bei mir.

Bezüglich der dauer konnte ich gottseidank das erste Jahr wegfallen 
lassen (vergurktes Fachabi Fachrichtung ET, konnte trotzdem angerechnet 
werden) und hatte damit nur 2.5 Jahre Magenbeschwerden und extremste 
Schlafprobleme*. Dann Fachabi nachgeholt (gibt eine Form B die man mit 
Ausbildung nehmen kann, 1 Jahr statt deren 2), und jetzt im 2. Semester 
Mechatronik.

Mit dem ersten Fachabi wars bei mir wohl wie bei vielen, irgendwie keine 
richtige Perspektive gehabt, mich dann für den Informationselektroniker 
entschieden da ich mit der ET schon seit kindesalter Kontakt hatte und 
es interessant fand, und nunja. Wachgerüttelt. In soner absteige wie 
meiner Ausbildung will ich niemals enden, da wäre ich nach 5 jahren 
entweder hirntot oder in der Klapse, brrrr.

* Ich bin zwar eigentlich Atheist, aber trotzdem danke ich heute noch 
dem Schutzengel der diesen riesenklotz Gestrüpp neben der Leitplanke hat 
wachsen lassen, welcher mich dann aus dem Sekundenschlaf gerissen hat 
als ihn mein Auto mit Tempo 140 umgepflügt hat... (ausser ein paar 
Kratzern, grüner Matsche im Radkasten und einem derbst geschockten Azubi 
mit Puls 300, der noch ne Stunde später auf der Arbeit zitteritis hatte 
ist nix passiert, aber ohne den Busch, uuuh...) Zum glück bin ich aus 
dem Laden raus, das war ne scheiss zeit, echt.

Autor: Michael Justinger (juston)
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Hallo,
danke für eure Infos und Ratschläge.
Ich werde dann doch ein Studium an der FH anstreben. Das ist wohl das 
Beste.

Gruß
Michael

Autor: Frank (Gast)
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Ich bin auch einer der Elektroniker führ Geräte und Systeme und kann das 
Gesagte eigentlich nur unterstreichen.

Außer mit PIC's (ASM) und "sogar" ~4 Stunden C auf einem Atmega ist in 
der Ausbildung eigentlich nicht viel in Richtung µC vorgesehen. Ich 
hatte das Glück, dass mir der Ausbilder weitgehend freie Hand gelassen 
hat, was ich während der Arbeitszeit mache und so konnte ich mich 
intensiver mit µC beschäftigen. Mit den Ergebnis, dass ich nach 
erfolgreichem Abschluss, mich in der Entwicklungsabteilung sofort mit 
32-Bit Controllern von Fujitsu auseinandersetzen durfte. Aber wie schon 
von meinen Vorrednern angesprochen, hatte das wohl in erster Linie mir 
Glück zu tun...

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