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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik KFZ-Zweitbatterie


Autor: Markus L. (lucky79)
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Hallo,

ich steh vor einem kleinen Problem...

Mein Vorhaben:
Ich möchte in einen Kleinbus (Transporter, 12V Boardnetz) einen 
Zweitakku (ca. 80Ah) hinten auf der Ladefläche einbauen. Der 2. Akku 
soll geladen werden, wenn der Motor läuft. Wenn ich allerdings irgendwo 
stehen bleibe soll einiges an Elektronischem Gerät so versorgt werden, 
dass alles NUR vom 2. Akku versorgt wird und nicht vom Hauptakku vorn 
beim Motor.

Ich hab mir überlegt eine Leistungsdiode einzusetzen, aber wegen der 
doch recht hohen Ströme bin ich wieder davon abgekommen.
Meine 2. Überlegung wäre ein Hochstromrelais bzw. leistungs FETs.

Würde also in etwa so aussehen:

  ||   ||          +-------------+         ||    ||       +-------
+---------+        |  Elektronik |       +----------+     |
|  Akku 1 |->---->-|             |->--->-|  Akku 2  |-----| Verbraucher
|         |        +-------------+       |          |     |
+---------+                              +----------+     +-------

Ich hoff, dass jemand von euch hier Ideen zu einer möglichen Lösung hat 
und mir weiterhelfen kann...

Mit bestem Dank im Voraus,

Markus

Autor: Martin Teves (Gast)
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Ein ganz einfaches Relais schaltet die Batterien parallel. Sowas gibt es 
sogar serienmäßig z.B. bei vielen VW-Transportern. Das entsprechende 
Relais gibt es dort auch als Ersatzteil.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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was passiert eigentlich wenn die Lichtmaschine 2 leere 
parallelgeschaltete Batterien laden muss, wird dadurch der Regler 
überlastet oder geht es auch die Kohlen der Lima?

Autor: dachs (Gast)
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Es dauert laenger, bis die Batterien voll sind, sonst nichts.

Matth

Autor: Bensch (Gast)
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> wird dadurch der Regler überlastet oder geht es auch die Kohlen der Lima?

1. Den Kohlen ist es egal, denn die führen nur den Erregerstrom.

2. Dem Regler ist es egal, denn der regelt nur den Erregerstrom und 
damit  indirekt den Laststrom.

Viele Transporter haben 2 Batterien mit TRENNRELAIS, ich hab's mal 
nachgerüstet ohne Probleme.

Autor: Sparki (Gast)
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Es gibt bei KFZ-Audio-Läden spezielle Hochleistungsrelais, diese werden 
dann meißtens eingeschaltet, wenn die Zündung eingeschaltet wird.
Wichtig ist halt nur, dass du dir ein Relais kaufst, dass auch hohe 
Ströme verträgt.

Autor: eProfi (Gast)
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Naja, wenn der erste Akku ganz voll und der zweite ganz leer ist, kann 
ein gewaltiger Ausgleichsstrom fließen, wenn der Relaiskontakt schließt.
Evtl. diesen Fall abfangen und erst mit einem Widerstand (Glühlampe) die 
Spannungen angleichen.

Oder Tiefentladeschutz einbauen, das ist auch für den Akku gesünder.

Oder die Wechsel-/Drehstromseite der LiMa anzapfen und einen zweiten 
Gleichrichter für den zweiten Akku spendieren, dann sind die Akkus 
entkoppelt.

Vorteil: wenn der Anlaß-Akku leer ist (z.B. Licht angelassen), hast Du 
gleich einen Starthilfe-Akku dabei (vorausgesetzt der ist voll).
Optimal wäre eine 2. LiMa, ist aber größerer mechanischer Aufwand, lohnt 
sich kaum.

Autor: Markus L. (lucky79)
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eProfi wrote:
> Naja, wenn der erste Akku ganz voll und der zweite ganz leer ist, kann
> ein gewaltiger Ausgleichsstrom fließen, wenn der Relaiskontakt schließt.
> Evtl. diesen Fall abfangen und erst mit einem Widerstand (Glühlampe) die
> Spannungen angleichen.
oder bei gewisser Differenzspannung über FETs und PWM - sollte doch 
gehn...

> Oder Tiefentladeschutz einbauen, das ist auch für den Akku gesünder.
is auf der Verbraucherseite vorgesehen

> Oder die Wechsel-/Drehstromseite der LiMa anzapfen und einen zweiten
> Gleichrichter für den zweiten Akku spendieren, dann sind die Akkus
> entkoppelt.
Quasi ein eigener Laderegler für 2. Akku? überfordert das nicht die LiMa 
wenn 2 Regler dran ziehen???
ok, könnt ja den Strom vom Hauptregler messen und danach den 2. 
stuerern, nur wie mach ich das mit dem Erregerstrom? Der wird ja auch 
vom Laderegler eingestellt...
Siehe http://www.kfz.josefscholz.de/Drehstrom-Lima.html

> Vorteil: wenn der Anlaß-Akku leer ist (z.B. Licht angelassen), hast Du
> gleich einen Starthilfe-Akku dabei (vorausgesetzt der ist voll).
ja, das wär schon Klasse, muss aber nicht unbedingt sein...

> Optimal wäre eine 2. LiMa, ist aber größerer mechanischer Aufwand, lohnt
> sich kaum.
wohl wahr...

Autor: Florian P. (eckel)
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man sollte jedoch darauf achten zwei identische batterien von der 
kapazität her betrachtet zu verwenden ansonsten könnten zu hohe 
ausgleichsströme fließen und dir die batterie unnötig belasten...

Autor: Bensch (Gast)
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> Quasi ein eigener Laderegler für 2. Akku?

Es gibt im Auto keinen Laderegler, nur einen Generatorregler. Und nach 
dem Motto "viele Köche verderben den Brei" würde ein 2. Regler nur Murks 
ergeben.

Trennrelais ist das einzig sinnvolle und bezahlbare.

Gleiche Batteriekapazität ist nicht nötig.

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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eProfi wrote:
> Oder die Wechsel-/Drehstromseite der LiMa anzapfen und einen zweiten
> Gleichrichter für den zweiten Akku spendieren, dann sind die Akkus
> entkoppelt.

Aber dann wird die Spannung des zweiten Akkus nicht so gut ausgeregelt? 
Die Hälfte der Gleichrichterdioden liegt dann nicht im Regelkreis. Keine 
Ahnung ob sich das ernsthaft auswirkt, dürfte sich wohl nur um <0,5V 
handeln.
Daher meine Frage: Hast du das so schon mal mit Erfolg praktiziert?

Die Idee ist auf jeden Fall nicht schlecht.

Autor: daniel (Gast)
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vielleicht einen kaltleiter zwischenreinklemmen den +1 und +2?
sollte ladungsunterschied zu gross sein, würde der widerstand
zu grosse ausgleichströme unterbinden

Autor: Markus L. (lucky79)
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daniel wrote:
> vielleicht einen kaltleiter zwischenreinklemmen den +1 und +2?
> sollte ladungsunterschied zu gross sein, würde der widerstand
> zu grosse ausgleichströme unterbinden

Wie sollte denn so ein Kaltleiter dimensioniert werden? bzw. woher 
bekommt man sowas?
Ein Ausgleichsstrom kann ja ziemlich schnell ziemlich hoch werden...

Ich hab mich jetzt schon mal auf die Trennrelais-Variante - natürlich 
mit Sicherung - eingestellt.

http://www.conrad.at/goto.php?artikel=504358
Ich werd das Teil hier vom großen C nehmen, das kann 150A - sollte also 
ausreichen... Hab mir überlegt, das Ganze mit ca. 20sek Verzögerung mit 
dem Zündschalter scharfzumachen.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Ausgleichsströme sind zwar hoch, aber kurz. Die Akkuspannungen gleichen 
sich selbst dann schnell nahezu an, wenn einer ziemlich entladen ist.
150A klingt gut.

PS: in LKWs wurde auch oft 12/24V Umschaltung gemacht, im Normalbetrieb 
beide parallel, zum Starten in Reihe. Umschaltung mit entsprechenden 
"Relais".

Da passierte auch nichts, wenn eine Batterie getauscht wurde und der 
Ladezustand stark verschieden war. Nach weinigen Sekunden fließt da nur 
noch ein erträglicher Querstrom, bis die Ladungen ausgeglichen sind.

Geeignete Absicherung ist aber schon zu empfehlen...

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: eProfi (Gast)
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"Aber dann wird die Spannung des zweiten Akkus nicht so gut 
ausgeregelt?"

"Quasi ein eigener Laderegler für 2. Akku? überfordert das nicht die 
LiMa
wenn 2 Regler dran ziehen???"

Soweit ich das sehe, wird bei den modernen Reglern nur die 
Ausgangsspannung auf 14,x geregelt.
Dann ist die Spannung nach dem einen Gleichrichter nahezu gleich mit der 
Spannung nach dem anderen Gleichrichter.

"Die Hälfte der Gleichrichterdioden liegt dann nicht im Regelkreis. 
Keine
Ahnung ob sich das ernsthaft auswirkt, dürfte sich wohl nur um <0,5V
handeln.
Daher meine Frage: Hast du das so schon mal mit Erfolg praktiziert?"

Gemacht habe ich das noch nicht, aber die Idee kam mir, weil meistens 9 
Dioden drin sind: 6 für die Leistung und 3 für die Erzeugung der 
Erregerspannung (falls sie nicht aus dem Akku gezogen wird). Das hat den 
Vorteil, dass eine stehende LiMa keinen Strom aus dem Akku zieht 
(höchstens den, der über die Ladekontrollleuchte die Grundmagnetisierung 
sicherstellt).

Zur Sicherheit würde ich dann aber nicht nur 3, sondern 6 externe Dioden 
(3 für - und 3 für +) spendieren, damit die internen unteren 3 etwas 
entlastet werden. Deren Kühlung ist eh meist unterdimensioniert.
Auf Schmelzsicherungen (Sollbruch - äh Sollschmelsstellen) achten, falls 
mal eine Dioden durchschlagen sollte.

Früher waren die mechanischen Regler etwas komplizierter:
Es gab welche mit 2 und andere mit 3 Relais, auf denen teilweise mehrere 
Wicklungen (hochohmige Spannungs- und niederohmige Stromwicklungen) 
aufgebracht waren.

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