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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Hilfe mit dem Schaltplan


Autor: Frank (Gast)
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Hi Leute,

ich hab ein riesiges Problem mit der Schaltung. Könnte sie mir jemand 
bitte erklären?
Das ganze soll ein Netzgerät mit 12V und 5V ausgang darstellen.
Ich muss von meiner Schule aus bis Morgen eine genaue schriftliche 
Erklärung für dieses Schaltplan vorlegen und habe das problem das ich 
von einem kolleg in die Realschule zurück gewechselt bin und leider 
nicht sehr viel von dieser Technik gelernt habe. Meinem Lehrer scheint 
das egal zu sein >.<.

ich bedanke mich im Vorraus

mfg

Autor: Fred S. (Gast)
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Hallo Frank,

Hausaufgabenhilfe wird in Newsgroups zum Glück meist nur Hilfe zur 
Selbsthilfe. Verstehe bitte meinen Beitrag auch in diesem Sinn.

Kennst Du die Symbole des Schaltplans? Du siehst also einen Trafo 
(primär Netz, sekundär 15V[?]) und einen Brückengleichrichter (kannst Du 
Dir die Spannung am Ausgang des Brückengleichrichters [ohne Kondensator] 
vorstellen?). Der Kondensator wird ohne Last jeweils auf den Spitzenwert 
der Spannung aufgeladen (wie groß ist dieser Wert?). Dann findest Du 
noch (2 sehr seltsam gezeichnete!) Spannungsregler, einen für 5V, den 
anderen für 12V. Zeichne den Schaltplan doch mal so um, dass der Eingang 
der Sapnnungsregler nach links, der auf Masse liegende Pin nach unten, 
und der Ausgang nach rechts liegt, dann wird alles einfacher! Wenn Du 
dann noch konkrete Fragen hast, kannst Du Dich wieder melden. Denke 
auch mal darüber nach, welche Ströme jeweils fließen dürfen, ohne dass 
die max. zulässige Verlustleistung der Spannungsregler überschritten 
wird. Datenblatt z.B. http://www.national.com/ds/LM/LM340.pdf


Viel Erfolg!

Fred

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Also auch wenn ich noch nicht so lange dabei bin versuch ich's mal.

Du hast an JP1 und JP2 230V Wechselspannung aus der Steckdose anliegen. 
Das ganze geht über die Sicherung F1 in einen Transformator (TR1), der 
die Spannung auf 15V runtertransformiert. Damit ist das ganze aber immer 
noch Wechselstrom. Daher ist dem ein Gleichrichter (B2) nachgeschaltet. 
Dieser hat dann zwei Ausgänge +15V und Ground (GND) ab Jetzt 
Gleichspannung.

Die ganzen Kondensatoren dienen der Spannungsglättung, da aus dem 
Gleichrichter immer noch keine saubere glatte Spannung rauskommt, da ja 
aus der Sinusfärmigen Wechselspannung nur die "unteren Sinusbögen nach 
oben geklappt wurden" hast also jede Menge Sinushalbwellen 
hintereinander was ganz schön hubbelig ist.

IC1 und IC2 sind beide Linearregler, von denen IC1 die 15V auf 5V und 
IC2 auf 12V reduziert. Die differenz wird jeweils in Wärme verbraten.

Hoffe das hilft.

Gruß

Thomas

Autor: KlaRa (Gast)
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Hallo,
alles soweit richtig. Nur die 15V sehe ich nicht. Da wir einmal 12V 
haben wollen kann man sagen, es sollten mindestens 15V sein.

>>Meinem Lehrer scheint das egal zu sein >.<.
Tröste Dich! Die haben oft auf diesem Gebiet auch ihre Grenzen.

Gruss Klaus.

Autor: Fred S. (Gast)
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Hi Klaus,

> alles soweit richtig. Nur die 15V sehe ich nicht. Da wir einmal 12V
> haben wollen kann man sagen, es sollten mindestens 15V sein.

Deshalb ja auch
> ... (primär Netz, sekundär 15V[?])....

Gruß

Fred

Autor: Frank (Gast)
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danke leute, das ganze klingt sogar mir recht logisch aber das netzgerät 
soll 50V abgeben.

Autor: Frank (Gast)
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auch danke an fred, ich glaube ich habe den schaltplan langsam kapiert, 
die zeichen kannte ich teilweise, die restlichen bezeichnungen hat mir 
ein freund hinzu geschrieben. habe mir die funktion der einzelnen teile 
im internet nochmal nachgelesen und habe somit mittlerweile auch einen 
kleinen durchblick.

:) thx to all!

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Frank wrote:
> danke leute, das ganze klingt sogar mir recht logisch aber das netzgerät
> soll 50V abgeben.

Wo kommen da jetzt auf einmal 50V her?
Oder meinst du der 'Trafo' wandelt auf 50V herunter?

Falls ja: Wer denkt sich den sowas aus?
  Mal angenommen, auf der Sekundärseite des Trafos kommen
  tatsächlich 50V raus. Nach dem Gleichrichter und dem Siebkondensator
  (dem großen Kondi) rechne ich jetzt großzügig der Einfachheit
  halber auch mit 50V.
  Der 7805 muss daraus 5V machen. Das bedeutet, er muss 45V
  los werden. Nur wie macht er das? Ganz einfach, er verbrät
  den Überschuß in Form von Wärme.
  Wieviel ist das?
  Das hängt jetzt vom Strom ab, der da gezogen wird. Rechnen
  wir mal mit 100mA (das ist nicht viel!)

  D.h. die Leistung die der 7805 an seinem Ausgang abgeben wird,
  ist P = U * I = 5V * 0.1A = 0.5W
  Soweit so gut. Aber wieviel verbrät er in Wärme. Auch hier wieder:
  P = U * I = 45V * 0.1A = 4.5W

  Das heist für 0.5 Watt die hinten rauskommen, werden 4.5 Watt
  in Wärme umgesetzt. Oder anders ausgedrückt: 90% der aufgenommenen
  Energie wird in Form von Wärme abgegeben.

  Mal abgesehen, dass der 7805 bei einer derartigen Verlustleistung
  brennheiß werden wird.

  Und wie gesagt: Das alles bei 100mA. 100mA ist aber nicht wirklich
  viel. Eher wenig.

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Ich hatte das eher als 50W gelesen, wenn er von etwas Spricht was das 
Netzteil abgibt, dann doch Leistung oder?

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Thomas Burkhart wrote:
> Ich hatte das eher als 50W gelesen, wenn er von etwas Spricht was das
> Netzteil abgibt, dann doch Leistung oder?

Möglich wärs.
Könnte natürlich auch eine Falle seines Lehrers sein, der dann
morgen hämisch fragt, wo denn das Problem bei diesem Netzteil
liegt.

Wenns denn wirklich Watt sind:
Aber auch dann kriegt er keine 50W raus. Nicht mit einem 7805 bzw.
7812. Beim 7805 wären das schlimmstenfalls/günstigstenfalls 100W
Verlustleistung, beim 7812 noch immer 30W.

Aber eines steht fest: Im Satz "das netzgerät soll 50V abgeben"
kann irgendetwas nicht stimmen.

Entweder 'netzgerät' ist falsch.
Oder '50' ist falsch.
Oder 'V' ist falsch.

'das', 'soll' und 'abgeben' hingegen stehen außer Zweifel :-)

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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:-) :-) :-)

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