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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Ist diese Schaltung zur Strommessung tauglich ?


Autor: Guenter S. (nuecke)
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Hallo zusammen,
Bin nicht sonderlich erfahren in der Hardwareentwicklung, deshalb meine 
Frage hier: Ist die im Anhang befindliche Schaltung zur Strommessung 
tauglich (Ströme 0-2 Ampere)? Die Spannungsversorgung des 
Mikrokontrollers für die Messwerterfassung und des LM358 wird 3,3 Volt 
sein (Single Supply). Die Spannungsreferenz am uC ist 1,225 Volt.

Oder ist für diesen zweck z.B. ein LMV822 Operationsverstärker besser?

Gruß
Nücke

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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theoretisch schon, praktisch wirst du folgende probleme haben:

- Der OPV kann, bei Speisung mit single supply, nicht bis an NULL volt 
heran.
- Masseschleifen & Leitungsführung werden ebenfalls Probleme bereiten

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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3.3V ist fuer den LM358  zu wenig. Der LMV822 ist da weit aus besser 
fuer geeignet den der braucht laut Datenblatt gerade mal 2.5V.

Ansonsten sollte deine Schaltung eigentlich funktionieren.


Highlevel Outputvoltage fuer den LM358 ist VCC-1.5
bei 3.3V Versorgung gerade mal 1.8V Ausgangsspannung

Gruss Helmi

Autor: Gast (Gast)
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>Highlevel Outputvoltage fuer den LM358 ist VCC-1.5
>bei 3.3V Versorgung gerade mal 1.8V Ausgangsspannung


Wobei das hier nicht problematisch wäre, da die Spannung am shunt bei 2A 
0,1V beträgt und bei maximaler Verstärkung von 6 am Ausgang des OPV 0,6V 
liegen würden. Für einfache Ansprüche (Offset, Drift) reicht die 
Schaltung.

Autor: Michael Wilhelm (Gast)
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Bei asymmetrischer Spannungsversorgung wird es aber mit dem LM358 
lediglich ein "Schätzeisen" sein.

MW

Autor: Guenter S. (nuecke)
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Hallo zusammen, danke erst mal für die Antworten.

@lippy:
mit dem Problem im 0-Voltbereich kann ich leben, im wesentlichen bewegen 
sich die zu messenden Ströme im Bereich 0,1 - 1,0 Ampere.

@helmi1:
Das mit der Spannungsversorgung beim LM358 dachte ich mir fast, werde 
also wohl doch den LMV822 nehmen.

@Gast:
warum nicht Verstärkung 12 ? ich würde dann doch den gesamten Bereich 
der Referenz ausnützen: 0-2 A --> 0 - 1,2 V
oder seh ich das falsch?

letztendlich muss es auch keine High-End Messung werden.

Unter der Annahme, ich ersetze in der Schaltung den LM358 durch den 
LMV822, was kann ich da dann sonst noch (mit möglichst geringem Aufwand) 
verbessern ?



Gruß
Nuecke

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Das Masseseitige Ende von R3 moeglichst nahe an R1 anschliessen waere 
noch zu empfehlen


Gruss Helmi

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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http://www.national.com/mpf/LM/LM358.html
Single supply: 3V to 32V
Input common-mode voltage range includes ground

Der hat pnp-Eingänge und kann bis GND herunter messen. Allerdings geht 
der Ausgang nur mühsam nach GND herunter, ein Pull-down-Widerstand kann 
helfen für die letzten 0,8V.

Autor: Guenter S. (nuecke)
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Ok, habe ich im Platinenlayout "zufälligerweise" (puuhh, Glück gehabt 
:-) ) schon fast optimal so berücksichtigt. Werde da aber noch dran 
"drehen".

Gruß
Nuecke

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Naja

es gibt ja wohl bessere OP's mittlerweile.

LM358 ist 70er Jahre Design

Gruss Helmi

Autor: Guenter S. (nuecke)
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@Christoph:
Pull-Down gegen Masse wäre dann z.B. einfach einen Widerstand zwischen 
OP-Ausgang und Masse (Dimensionierung abhängig vom AD-Wandler-Eingang) ?

Autor: Gast (Gast)
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>warum nicht Verstärkung 12 ? ich würde dann doch den gesamten Bereich
>der Referenz ausnützen: 0-2 A --> 0 - 1,2 V

Faktor 12 ginge auch, aber mit den gezeichneten Widerständen geht nur 1 
- 6-fache Verstärkung. Tipp: nimm besser feste Widerstände und das Poti 
nur für den letzten Feinabgleich.

>LM358 ist 70er Jahre Design

Hat aber immer noch gewisse Vorzüge: Eingang ab 0V, Ausgang 
kurzschlußfest, billig :-)

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