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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Logic Analyzer mit aktivem Probe?


Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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Hallo zusammen,

ich habe hier einen Logic Analyzer von Kontron, Modell PLA/2. Ich finde 
leider überhaupt keine Info's zu diesem Gerät. Das Problem dabei ist, 
dass ich keine Probes dafür habe und so wenig damit anfangen kann.

Ich habe zwar eine starke Vermutung, an welche Pins die Messleitungen 
liegen müssen. Aber wenn ich auf diese ein Messsignal lese, wird auf dem 
Bildschirm leider trotzdem nichts angezeigt. Da permanent die Anzeige 
"No Probe connected" blinkt, nehme ich an, dass ich eine spezielle Probe 
benötige.

Meine Frage ist nun: Kennt jemand diesen Logic Analyzer und kann mir 
Infos zu dem Gerät geben? Gibt es überhaupt sowas wie eine "aktive 
Probe"? Das Gerät scheint mir ungefähr 10 bis 15 Jahre alt zu sein (max. 
200 MHz, Disassembler für 486er).

Grüße
Steffen

Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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Ich habe mich nochmal ein bißchen schlau gemacht. Es gibt wohl wirklich 
soetwas wie "aktive Probes" (also Probes mit Verstärkern/Übertragern). 
Allerdings kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen, dass diese 
Technik schon vor 10 bis 15 Jahren (wie bei meinem LA) eingesetzt wurde.

Was meint ihr?

Autor: Lötkünstler (Gast)
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was hat das mit der Zeit vor 10-15 Jahren zu tun?
100-250Mhz  Ozilloskope gabs doch damals auch schon.
z.B.Rode&Schwarz,Gould,Philips usw.
Nur wer konnte sich solche Schätzchen damals schon leisten?
Gibt`s kein Manual oder Schaltungen im Web?
Ich glaube in eienr FAchzeitschrift habe ich sowas schon mal
gelesen.
Ich weiß aber leider nicht mehr in welcher und wann.
Kann man den Hersteller nicht Kontakten?

Lötkünstler
<Mit der Lizenz zum Löten>

Autor: 6641 (Gast)
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Ich glaube mich erinnern zu koennen. Das Geraet ist sicher 15-20 Jahre 
alt. Ja, die Hatten so Zigarettenschachteln grosse Pods, von dort gingen 
dann 16 Proben weg. Diese Pods waren mit verdrilltem flachband am 
Logikanalyzer angeschlossen. Der Hersteller sollte sicher noch was dazu 
haben. Frag mal dort an.

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Cool... da hat noch einer nen PLA/2... Die Dinger hab ich in meiner 
Ausbildungszeit kennengelernt (war dort von '88 bis '91 als Azubi). Der 
Analyzer ist also gute 20 Jahre alt ;)

Leider kann ich zu den Probes auch nicht viel sagen... hab aus meiner 
Ausbildungzeit nur noch die Tastaturplatine mit dem Drehencoder (fand 
ich schon damals echt klasse) daheim rumliegen.

Auch bei Kontron selbst dürften kaum noch Informationen zu bekommen 
sein, da es in den 90ern wohl mal nen heftigen Break in der 
Firmengeschichte gab.

Gruß,
Magnetus

Autor: Olaf (Gast)
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> Allerdings kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen, dass diese
> Technik schon vor 10 bis 15 Jahren (wie bei meinem LA) eingesetzt wurde.

Witzbold. Ich hab hier einen Tek 7D01 der wohl vom ende der 70er stammen
duerfte und 100Ms macht. Der hat natuerlich auch aktive Probes. Wie soll
man den sonst so hohe Frequenzen durch ein Kabel bekommen?

Bei Tek war uebrigens ein Spezialbaustein drin der die Anpassung an 
unterschiedlich einstellbare Logiclevel vorgenommen hat und danach auf 
symetrisches ECL umgesetzt hat.

Etwas in der Richtung wirst du wohl auch brauchen.

BTW: In der aktuellen C't besprechen sie kurz den Analyzer von 
Intronics.
Allerdings fehlt es dem Autor wohl etwas an etechnischen Grundlagen, 
sonst wuerde er nicht die kurzen Messleitungen kritisieren.

Ich hab fuer meinen 7D01 die Probes nachgebaut. Wenn du fuer deine Kiste
ein Schaltbild auftreiben kannst, sollte das kein grosses Problem sein.
Heutzutage wuerde ich mir aber auch das Dingen von Intronics kaufen und 
mir die Muehe nicht mehr machen. Gegen den Charme eines echten 
Tektroniks kommt Intronics zwar keinesfalls an, aber die 
Leistungsfaehigkeit ist besser.

Olaf

Autor: Bensch (Gast)
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Ich hab hier noch den Vorgänger rumstehen, den KLA32.
Auf den Probes steht "Kontron Logic Probe LP8", könnten die vielleicht 
da drauf passen?

Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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Danke für Eure Antworten! Ich hatte schon die Befürchtung, dass selbst 
ihr mir hier nicht weiterhelfen könntet.

Also wie Magnetus schon schreibt: die Chance, über den Hersteller 
weitere Unterstützung zu erhalten, ist gering. Kontron wurde nämlich 
Ende der 90er von seiner Mutter veräußert und im Jahr 2000 neu 
gegründet. Was nicht heißen soll, dass es mir nicht doch einen Versuch 
wert wäre.

Ich habe mir den Vormittag gegönnt, um die Eingangsbeschaltung des LA 
zurückzuentwickeln. Herausgekommen ist das Bild im Anhang (Schaltung des 
ersten von sechs Probes). Das Messsignal des Pods trifft auf einen 
ECL-TTL-Konverter. Ich frage mich allerdings, wofür Pin 2, 12 und 13 
(Ausgänge) und Pin 25 und 26 (Eingänge) vorhanden sind. Pin 12 und 13 
gehen hinter dem Treiber direkt auf den EISA-Bus. Hat jemand von Euch 
eine Idee? Hoffentlich erwartet das Gerät da keine (aufwändige) Logik!

@Bensch: Haben Deine Probes einen 26pol. Wannen-Steckverbinder?

Grüße
Steffen

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Bensch wrote:
> Ich hab hier noch den Vorgänger rumstehen, den KLA32.
> Auf den Probes steht "Kontron Logic Probe LP8", könnten die vielleicht
> da drauf passen?

Uiii... KLA32... Kansst du mal nachsehen, ob an dem großen Lüfter (der 
ist wirklich GROß) noch eine kleine Platine Platine mit 1 oder 2 ICs 
und einem Poti dran hängt?

Ich hatte in der Ausbildung mal die ehrenvolle Aufgabe eine 
Drehzahlüberwachung für diesen Lüfter zu entwickeln, welche unterhalb 
einer Drehzahl X einen akustischen Alarm auslösen sollte. Die Platine 
wurde damals wirklich in die Dinger eingebaut (stolzbin).

Vielleicht könntest du ja mal einen deiner Probes für Steffen zerlegen. 
Ich denke mal, dass die Hardware nicht zu sehr von der der PLA/2 Probes 
abweicht. Die Gehäuse der Probes sind, soweit ich mich erinnere, nur 
zusammengeclipst.

Gruß,
Magnetus

Autor: Bensch (Gast)
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@  Magnus Müller

Nee, da schau ich nicht mehr nach, das dauert ja mindestens ne Stunde 
und zudem müsste ich das Teil (40kg meine ich) erstmal auf einen LEEREN 
Tisch wuchten- meine Bandscheibe wird mir böse sein....

Zur Probe: Wenn ich ein Photo von nem geöffneten Teil und am besten auch 
vom Stecker kriege, kann ich's mal vergleichen.

Wenn einer das Teil abholen will, kostet genau 1€ natürlich plus 
Märchensteuer.

Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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Hallo Bensch,

ich wäre Dir sehr verbunden, wenn Du ein Foto schießen würdest! Ich 
komme nämlich leider nicht mehr weiter.

"Verkaufst" Du nur den gesamten LA oder wäre es ok für Dich, nur die 
Probes abzugeben? Es klingt für mich so, als wenn Du das ganze Gerät aus 
dem Keller haben möchtest. Ich habe aber nur Interesse an den Probes und 
kann sie auch nicht abholen. Aber vielleicht verschickst Du ja auch nur 
die Probes und wir werden uns über Aufwandsentschädigung für Dich einig?

Steffen

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Ich würde den kompletten KLA32 nehmen. In welcher Gegend wohnst du?

Gruß,
Magnetus

Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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Ok, vielleicht sollten wir das alles besser per Mail klären, bevor der 
Thread hier abdriftet:

steffen.hausinger ätt yahoo de

Vielleicht fällt jemandem von Euch ja auch noch etwas zu diesem Thema 
ein?

Steffen

Autor: Bensch (Gast)
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Das Teil steht in Aachen.

Keine Photos, sorry. Hab keine Kamera hier. Und verschicken würde ich 
nur, wenn die Probes wirklich die richtigen sind, denn ohne die könnte 
ich wohl niemanden mehr animieren, das Trum abzuholen.

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Bensch wrote:
> Das Teil steht in Aachen.

Ach du Sch....

Ich wäre zwar kommendes Wochenende in Worms, aber bis Aachen sind es 
dann doch noch ein paar Meter.

Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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>denn ohne die könnte ich wohl niemanden mehr animieren, das Trum abzuholen.

Deswegen ja die Aufwandsentschädigung.

Aber Du würdest mir auch einen großen Gefallen tun, wenn Du mir den 
Aufbau Deines Probes beschreiben könntest. Ich frage mich vor allem, 
welche ICs verbaut sind und ob es eine Art "Hardwarecodierung" (also 
Leitungsbrücken) zwischen einzelnen Pins der Probe gibt. Denn mein LA 
meldet nur "No Probe connected", es muss also einen 
Erkennungsmechanismus geben. Und ich hoffe, dass dieser Mechanismus 
nicht über einen Datenaustausch (mittels µC o.ä.) zwischen Probe und LA 
funktioniert. Denn den könnte ich ohne viel Arbeit nicht simulieren und 
mein LA wäre wertlos.

Autor: Magnus Müller (Gast)
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> Aufbau Deines Probes beschreiben könntest. Ich frage mich vor allem,
> welche ICs verbaut sind und ob es eine Art "Hardwarecodierung" (also
> Leitungsbrücken) zwischen einzelnen Pins der Probe gibt. Denn mein LA
> meldet nur "No Probe connected", es muss also einen
> Erkennungsmechanismus geben. Und ich hoffe, dass dieser Mechanismus
> nicht über einen Datenaustausch (mittels µC o.ä.) zwischen Probe und LA
> funktioniert. Denn den könnte ich ohne viel Arbeit nicht simulieren und
> mein LA wäre wertlos.

Da waren bestimmt keine µCs in den Probes verbaut. Schlimmstenfalls 
findest du dort ein PAL/GAL. Die waren zu der Zeit "in".

Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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Mich würd's auch wundern, denn eine richtige Datenkommunikation mit der 
Probe wäre meiner Meinung nach ziemlich oversized.

Wie meinst Du das mit dem GAL/PAL? Was soll der machen?

Ich habe drei Eingänge, von denen ich die Beschaltung nicht weiß. Und 
ich habe alle möglichen Pegelkombinationen an diesen Eingängen 
ausprobiert. Ich habe auch versucht auszuprobieren, ob ich die zwei D-FF 
Ausgänge in einer bestimmten Kombination auf die Eingänge schalten muss. 
Alles Fehlanzeige. So langsam frage ich mich, ob da nicht doch mehr 
dahinter steckt.

Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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@Bensch: hast Du schon Zeit gefunden, nach den Probes zu schauen?

Steffen

Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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Hallo nochmal,

ich habe inzwischen den Hersteller Kontron angeschrieben. Leider kam 
bisher keine Antwort zurück. Viel Hoffnung habe ich da aber auch nicht.

Alleine bin ich leider auch nicht weiter gekommen. Der LA ist das 
reinste Logik-Gatter Grab. Wenn mir Bensch also nicht noch den 
entscheidenden Tipp liefert, werde ich den LA wohl begraben müssen. 
Bensch, bitte melde Dich doch nochmal!

Grüße
Steffen

Autor: Daniel (Gast)
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Hallo Steffen

Der Thread ist zwar schon eine Weile alt, aber vielleicht liest du ihn 
ja noch.

Ich habe einen PLA/2 mit 3 Probes. Hattest du unterdessen Erfolg bei der 
Suche? Ich brauche den PLA/2 gerade für ein Projekt, und könnte auch 
noch eine Probe mehr brauche.

Grüsse,
Daniel

Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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Hallo Daniel,

ich bin noch an dem Thema dran. Ich habe in der Zwischenzeit jemanden 
ausfindig gemacht, der ebenfalls einen PLA/2 besitzt. Obwohl wir uns 
nicht kennen, war derjenige so hilfsbereit, mir Infos vom Innenleben 
eines Probes zu geben!!

Leider befindet sich im Probe ein Hybrid-Baustein, so dass ein 1:1 
Nachbau nicht in möglich ist. Mit der richtigen Beschaltung konnte ich 
meinen PLA/2 allerdings überreden, dass er einen Probe überhaupt erst 
einmal erkennt. Für den Rest bin ich nun auf der Suche nach einer 
Schaltung, die mir die Messsignale auf ECL umwandelt (so wie Olaf es 
weiter oben beschreibt).

Grüße
Steffen

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