Datum: 10.04.2008 11:12
Hallo zusammen, sitze an einem Projekt, wo es darum geht ein RFID-System in eine Metallschublade zu integrieren. Das System arbeitet auf 13,56 MHz mit induktiever Kopplung und ich bin so weit, dass ich meinen Schwingkreis gut auf die Umgebung abstimmen kann, und erste Erfolge in Sachen Transponderlesen sind auch recht zufriedenstellend. Allerdings bereitet das "Antennendesigne" mir noch recht große Probleme. Habe schon einige Formen ausprobiert, z.B. eine klassische Leiterschleife in Rechteck- oder Kreisform. Auch kombinationen aus versch. Formen, aber mein Ziel, eine homogene Ausleuchtung der gesamten Schublade, scheint noch in weiter Ferne. Nun meine Frage: Welche Simulationssoftware ist hier geeignet? Suche ein Programm, welchem ich meine verschiedenen Umgebungsfaktoren vorgeben kann, was mir dann eine Optimierung ausspuckt. Habe da schonmal in verschiedenen Amateurfunkforen gesucht, allerdings gehts hier ja naturgemäß um große Reichweiten, dementsprechend ums Fernfeld. Bei mir gehts aber um Lesereichweiten von einigen Zentimetern (ca. 0 bis 20cm), also Nahfeld. Gruß Max
Datum: 10.04.2008 20:59
Solange die Spule von Nichtmetall umgeben ist, kann man's selbst rechnen, Induktionsgesetz und ueber die Drahtlaenge integrieren. Ich hab mal was geschrieben, ist aber schon viel zulange her.
Datum: 11.04.2008 00:16
Hi, Max, Du: "ein RFID-System in eine Metallschublade zu integrieren". Die Metallschublade hat entscheidenden Einfluß. Wenn ich mir eine Schublade vorstelle mit Boden und Seitenflächen aus Metall, dann sieht die RFID-Antenne überall eine Kurzschlußwindung, und das RF-Feld endet in Wirbelströmen und Wärmeentwicklung. Du: "eine homogene Ausleuchtung der gesamten Schublade.." Unmöglich. Was sieht der Transponder, der an einer Seitenfläche liegt? Er liegt neben einer Kurzschlußwindung. Dann kannst Du ein Feld nur dort aufbauen, wo kein Kurzschluß besteht. Möglicherweise quer zur Schublade. Möglicherweise in der Öffnung, durch welche die Schublade hineingeschoben wird. Die Dämpfung der metallenen Seitenwand und Boden wächst exponentiell mit der Annäherung der Transponderantenne zum Metall. Eine Bodenlage aus Wellpappe dürfte schon etwas bringen. Ciao Wolfgang Horn
Datum: 11.04.2008 08:53
Mit HFSS von Ansoft kann man so eine Situation bestens berechnen. Klaus
Datum: 11.04.2008 11:33
Das Metall muss weg, ob man's rechnen kann oder nicht ist erst mal egal. Was spricht gegen Kunststoff ?
Datum: 11.04.2008 15:01
Zunächst schonmal vielen Dank für Eure Antworten. Der Problematik, mit der Kurzschlusswindung aus sicht eines Transponders in unmittelbarer Nähe zum Metall, bin ich mir bewusst. Vielleicht zunächst eine kleine Info zum Stand der Dinge: - als Antenne verwende ich normalen Kupferdraht (4mm²) - der Draht ist auf einer 5 mm dicken Holzplatte aufgeklebt - diese Holzplatte liegt auf dem Metallboden der Schublade - die Schublade ist 60 x 60 cm groß und hat eine Höhe von ca. 10 cm - in die Schublade werden Kunststoffbehälter verschiedener Größe gesetzt (diese befinden sich also über der Antenne) - in diesen Behältern befinden sich die Teile mit den Tags Gegen Kunststoffschubladen spricht der Wille des Auftraggebers ;-) Wenn ich Transponder in ISO-Kartengröße benutze, werden diese in ca. 5-6 cm Abstand zur Antenne gelesen, wenn sie direkt auf der Holzplatte liegen, also ca. 5 mm über dem Metallboden. Von daher sehe ich eigentlich nicht so das große Problem in der Kurzschlusswindung aus Sicht der Transponder. Im späteren Betrieb des Systems kommen die Tags nicht mehr als 2-3 cm in die Nähe von Metallboden oder Metallwandungen. Nach oben hin habe ich sogar Lesereichweiten von bis zu 60 cm über der Schublade. Problem ist halt eine günstige Form des Antennendrahts zu finden, so das ich eine optimale Feldstärkeverteilung bekomme. Wenn ich bsp. eine rechteckige Leiterschleife verwende, habe ich in den 90° Winkeln eine klasse Feldstärke, dafür in der anderen Richtung Auslöschung. Eine kreisrunde Leiterschleife bringt mir in den Ecken zu wenig Feldstärke. Vielleicht ist das Problem noch einmal deutlicher geworden. Werde mir jetzt mal HFSS anschauen, was damit zu machen ist. Danke!!! Gruß Max
Datum: 12.04.2008 13:16
Danke für die Zusatzinformationen, Max, Hast Du es schon mit einer Spirale versucht? In einer Ecke anfangen, immer 1/2cm nach innen die nächste Windung? Ciao Wolfgang Horn
Datum: 12.04.2008 18:50
HAllo ich hoffe zu dem Thema hier einen kleinen Spezi zu finden. Wir haben eine Platine okmplett mit smartcard und wollen uns in rfid einfuchsen. Hat einer von Euch Profis sourcen für einen Atmel ? Wir wollen dann unsere Anwendung/Platine behalten. Wir bedanken uns auch mit einer Spende. DAnke für Eure schnelle Hilfe. Petrus
Datum: 12.04.2008 22:44
Könnt ihr Eure scheiss DA nicht mal selber versuchen?
Datum: 14.04.2008 11:10
Hallo Herr Bert, halt Dich doch einfach in einer vernünftigen Diskussion an die Spielregeln, dann braucht keiner ausfällig zu werden. Wenns Dich zu sehr aufregt, dann lies doch erst gar nicht in den Foren, ist dann besser für Dich und uns! Gruß Max
Datum: 14.04.2008 11:15
Hallo Wolfgang, wie meinst Du das genau mit der Spirale? Gruß Max
Datum: 14.04.2008 11:21
Er meint ein spiralförmige Antenne, rund oder eckig ausgeführt.
Datum: 16.04.2008 19:20
Ja ja, der dt. Ing.-Nachwuchs, ein Lacher. Leute, vielleicht ist BWL eine Alternative?
Datum: 17.04.2008 10:40
Jens wrote:
> Leute, vielleicht ist BWL eine Alternative?
Für deinen Quark ist eher der Kindergarten eine Alternative.
Bitte lass deinen Müll im /dev/null-Forum ab.
Datum: 30.04.2008 11:40
Hallo nochmal, habe zur Simulation das Programm 4NEC2 benutzt. Hat im magnetischen Nahfeld recht brauchbare Ergebnisse geliefert. Ist zwar für meinen Zweck mehr oder weniger ein Schätzeisen, aber ich konnte damit schnell und günstig verschiedene Antennenformen ausprobieren und die meisten "Vorhersagen" des Programms bestätigte dann auch der praktische Aufbau. Gruß Max
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