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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Aus 3,6V (Akku) wie am besten 3V3, 5V und ~7-12V?


Autor: Uli (Gast)
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Hallo,

ich habe demnächst vor, eine kleine Schaltung mit einem Akku zu 
betreiben. Daran hängen folgende Komponenten:
-5V Atmega
-3,3V Bluetooth
-~7V Servo & DC Motoren

Dafür habe ich mir folgendes überlegt:
3,6V über Step-Up auf 7,2V sollte ja gehn, wobei das ordentlich auf den 
Akku gehen dürfte denke ich, aber einen Tod muss man halt sterben. Dann 
von diesen 7,2V mit einem lowdrop-Festspannungsregler auf 5V für die 
Steuerungselektronik (mit Entstörkondensatoren natürlich) und  direkt an 
die Motorenversorgung.

Die 3,3V fürs BTM weiss ich aber noch nicht so recht umzusetzen: ich 
könnte sie an die 5V Controllerversorgung hängen, womit Entstörung wohl 
nichtmehr so stark nötig ist wie bei den 7,2V (durch die Motoren). 
Andererseits saugt das BTM ordentlich am Akku, sodass vlt ein direktes 
anschließen an den Akku (mit Festspannungsregler gehts ja leider net, 
weil wohl zuwenig tolleranz :-/) sinnvoller wäre.

Hat jemand eine bessere Idee?

Grüße Uli

Autor: gast (Gast)
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>Hat jemand eine bessere Idee?

NEE...

Autor: Patrick O. (sir-patrick)
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Hi

Wieso benutzt du nciht für jede Wunschspannung einen eigenen 
DC-Spannungswandler? Sind die leicht so teuer?

Autor: Uli (Gast)
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@Patrick:
wie meinst du das? Die Festspannungsregler die ich kenne, sind keine 
Step-Ups.. und da sitzt der Knackpunkt an der ganzen Sache. Was ist 
energieeffizienter - erstmal Step Up und dann alles (getrennt) 
Runterregeln, oder schritt für schritt, um z.b. den Verlust von 7 auf 
3,3 durch 5 zu 3,3 etwas zu kaskadieren... (ich hoffe es ist nun 
verständlich was ich meine)

grüße Uli

Autor: Peter (Gast)
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Also, ich weiß nicht, ob ich alles richtig verstanden habe. Du kannst 
doch die  7V mit einem Spannungsverdoppler bei Bedarf erzeugen. Genauso 
die 3.3V einen separaten Regler und dann bei Bedarf mit dem Shutdown-Pin 
zuschalten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Spannungsverdoppler
http://www.national.com/mpf/LP/LP2981.html

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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Hallo Uli,

1) 3.3V: LTC1878
http://www.linear.com/pc/productDetail.jsp?navId=H...

2) 5V: MAX1797
http://www.maxim-ic.com/quick_view2.cfm/qv_pk/2377

3) 7.2V: evtl.LTC3872?
http://www.linear.com/pc/productDetail.jsp?navId=H...

1) und 2) sind getestet, geht sehr gut.
3) habe ich nicht getestet. Habe jetzt auch nicht bei anderen 
Herstellern nachgesehn. Gibt sicher noch Alternativen.

Wieviel Strom fließt bei den 7.2V?

Den Atmega kannst Du evtl. auch an 3V3 laufen lassen. Spart den (sicher 
wiedermal nicht lieferbaren) MAX1797.

Gruß
Axelr.

Autor: Sven (Gast)
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Hm,

warum nicht 2 Akkus einsetzen und die restlichen Spannungen
dann erzeugen ?

Ich würde den Akku nach dem stärksten Verbraucher aussuchen
und das andere sind doch von der Stromaufnahme Hilfspannungen ? ;-)

Gruß Sven

Autor: Stefan Ernst (sternst)
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1. 5V rausschmeißen und durch 3,3V ersetzen.
2. 7V durch Step-Up direkt aus Akku.
3. 3,3V mit SEPIC-Wandler auch direkt aus Akku.

Autor: avion23 (Gast)
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Soweit ich weiß ist bei einer Lithium Zelle unterhalb der 3.3V nur noch 
wenig Ladung vorhanden. D.h. ein buck-boost o.ä. hat kaum Vorteile 
gegenüber einem buck-wandler im Bereich für 3.3V. Dazu gab es einen 
Artikel auf embedded.com.

Die 5V vom Atmel sind extrem störend. Kannst du das nicht ändern? 
Entweder durch anderen µC oder durch senken der Taktfrequenz. Damit 
würdest du direkt weniger Leistung verbrauchen, was bei einem Akku ja 
nicht verkehrt ist.

Also:
-Step-down auf 3.3V für atmel + bluetooth
-step-up für 7.2V.

Falls kein stepup IC zur hand ist könntest du das sogar mit dem atmel 
machen.

Autor: Gast (Gast)
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Du solltest erst einmal klären, welche Ströme bei diesen Spannungen 
geliefert werden müssen. Davon hängt es ab, welche 
Schaltregler/Festspannungsregler sinnvoll sind.

Autor: Uli (Gast)
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Hallo,

da ich gerade im letzten Momment noch dein einen Max-Link angeschaut hab 
muss ichs nochmal neu schreiben (versuchs diesmal Schematisch und 
übersichtlicher) :>

Ausgangsspannung: 3,3-3,6V von Lithium-Ionen-Akku (Handy-Akku mit ca 
1Ah, ich gehe von 700mAh aus) [Aus Platzgründen habe ich dort wohl keine 
andere Wahl, 2 in Reihe ist dumm zu Handhaben und ungesund für Akkus]
benötigte 3,3V für BTM-222: verbraucht angeblich so ca 100mA im 
Discovery-Modus oder kurzzeitig beim senden, im Datenblatt stehen jedoch 
"Typ 114mA"
benötigte 5V für ATmega32: warum ein 5V gleich mehr; hat nicht viel Last 
zu handhaben: LEDS werden Low-Active angeschlossen, Servo-Motor (geplant 
später mehr) wird getrennt mit Strom versorgt, L293D Motortreiber für 2x 
RB35-Motoren welche auch ihren Strom von dieser anderen Quelle bekommen 
und dann noch UART-Kommunikation mit dem BTM ;D

etwa 5-12V für Motoren: 7V2 habe ich aus dem einfachen Grund der 
doppelten Spannung festgelegt, und weil es ein Mittelwert zu hoher 
Leistung (&Verbrauch) und zu Schneckentempo ist.

Letztendlich klingt es vernünftiger den M32 auch auf 3v3 zu legen (Strom 
sparen & Logiksignale), jedoch traue ich mich nicht wirklich an einen 
3v3 heran (das ist sicherlich nicht so gesund, da meinen 5V ISP zu 
nutzen), dann geht die erhofte Modularität mit anderen Komponenten der 
sonst genutzten 5V Logik flöten und ich muss mir nen M32L beschaffen 
(wohl das kleinste Problem von all den).
Ausserdem zuckt mir mittlerweile mit meinen 16MHz schon mein Servo 
teilweise etwas nervös, was aber eine andere Baustelle ist. UART und 
Servo sind beide absolut Zeitkritisch, PWM für Motortreiber kann auch 
Schwankungen unterliegen.

Der LTC1878 klingt nett, ist aber anscheinend schlecht zu bekommen 
(konnt ihn zumindest beim R&C net finden, und dann glaube ich nicht, 
dass der "Fachhandel" sowas haben wird). Was gibt es da denn für 
geeignete/kompatible Alternativprodukte? (vorallem das Feature mit <3V 
noch sinvolle Spannung zu erzeugen klingt nett)

@Stefan was meinst du mit SEPIC konkret, ich habs mal in Wikipedia 
überflogen, bin aber net wirklich sicher was nun ein solcher ist und was 
nicht.

@avion brauch ich fürs Step-Up wirklich den Atmel? Lässt sich das nicht 
mit Transistoren und Spulen und so lösen? Ich nehm da aber auch gerne 
einen Stepup-IC, wenn dadurch die Signalsauberheit für die 
Steuerungselektronik eher gesichert ist.

Grüße Uli

Autor: avion23 (Gast)
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Also...

U_in = 3.0V - 4.2V, normal 3.7V, I_max = 2A
U_1 = 3.3V, I = 114mA
U-2 = 5-12V, normale 7.2V,  I = ???

Du kannst einen normalen Atmel auch mit 3.3V betreiben, probier's aus. 
Das problem des ISPs kannst du mit Vorwiderständen umgehen, der Strom 
durch die Portpins muss unter 20mA bleiben. Du kannst ihn dann auch mit 
5V programmieren, solange du nachdenkst ;)


>@avion brauch ich fürs Step-Up wirklich den Atmel? Lässt sich das nicht
>mit Transistoren und Spulen und so lösen? Ich nehm da aber auch gerne
>einen Stepup-IC, wenn dadurch die Signalsauberheit für die
>Steuerungselektronik eher gesichert ist.
Nimm besser einen IC. Für den IC brauchst du auch noch Spule, Diode, 
Kondensator.

Wenn dir das mit den 3.3V für den atmel zu heickel ist, dann verwende 
einen low-drop regler aus der 7.2V Schiene.

Autor: Stefan Ernst (sternst)
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> @Stefan was meinst du mit SEPIC konkret, ich habs mal in Wikipedia
> überflogen, bin aber net wirklich sicher was nun ein solcher ist und was
> nicht.

Denk nicht weiter drüber nach, avion hat da völlig recht, in diesem Fall 
wäre das etwas Overkill. Schaue mal ins Datenblatt des BT-Moduls 
bezüglich des Spannungsbereichs. Ich würde nämlich sogar erwägen, auf 
einen Schaltregler für die 3,3V ganz zu verzichten, und mit einem 
LDO-Linearregler direkt aus dem Akku zu erzeugen. Mit einem Schaltregler 
bekommt man auch keinen besseren Wirkungsgrad hin.

Autor: Uli (Gast)
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Hallo,

also den M32 mit 3V3 betreiben geht laut Datenblatt schonmal net, und 
bringt das nicht total die Timings durcheinander?
 Operating Voltages 
2.7 - 5.5V for ATmega32L 
4.5 - 5.5V for ATmega32 
Nochmals (auch wenns nen bissle dumm kommt) die Frage: kann ich einen 
ATmega32 (ohne L) auf 3,3V laufen lassen. Hat das schonmal jemand 
gemacht, und damit sinvolle Anwendungen machen können? (getimte Sachen 
wie UART oder Servos oder so)

Aufgrund deiner Aussagen müsste man doch eigentlich relativ einfach nen 
"universal 5V auf 3v3 Programmer Adapter bauen können, korrigiert mich, 
wenn ich falsch liege:
GND     keine Änderung
MOSI    R2R mit 3,3k und 1,8k
RESET   R2R
VCC     <-- LDO oder einfach auch ein R2R - was solls...
MISO    <-- da bräuche ich doch dann einen kleinen stepup, oder? Müsst aber auch mit PNP-NPN Schaltung und den neuen 3,3V aus VCC gehen...
SCK     <-- hmm.. jo.. bin ratlos - wohl auch R2R, oder?

BTM-222 Datenblatt sagt:
Supply Voltage(VDD) 2.7 - 3.6 DCV 
Supply Voltage(PVCC)  3.0 - 3.3 DCV 
somit könnte man dieses sogar wirklich fast mit einem 3,3 (oder besser 
dann ein 3,0?) LDO betreiben, aber was, wenn ein 3,3er genutzt wird, und 
die Akkuspannung unter 3,3V rutscht?

Grüße Uli

Autor: Stefan Ernst (sternst)
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Uli wrote:
> aber was, wenn ein 3,3er genutzt wird, und
> die Akkuspannung unter 3,3V rutscht?

Dann hast du am Ausgang die Akkuspannung minus dem Drop-Out des Reglers.

Autor: Olaf (Gast)
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> Ausgangsspannung: 3,3-3,6V von Lithium-Ionen-Akku (Handy-Akku mit ca
> 1Ah, ich gehe von 700mAh aus)

Das ist leider falsch. Diese Akkus liefern je nach Ladungsstand 2.7 bis
4.2V. Du brauchst also fuer 3.3V einen Buck-Boost Converter.

> Nochmals (auch wenns nen bissle dumm kommt) die Frage: kann ich einen
> ATmega32 (ohne L) auf 3,3V laufen lassen.

Atmel garantiert das natuerlich nicht, und ich wuerde es auch nicht
verkaufen, aber so fuer zuhause kein Problem. Probleme gibt es dann
wohl am ehesten wenn du den Temperaturbereich noch ausnutzen willst und
dann vielleicht beim beschreiben eines EEPROMs bei 0Grad mit maximalen
Takt.
Es kann auch gut sein das der ohne L in wahrheit einer mit L ist, haengt
dann davon ab wie die Ausbeute beim Endtest war.

Olaf

Autor: Uli (Gast)
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Hallo,

gut, Stefan, dann wird da also dann ziemlich schnell Schluss sein - 
nunja, ich muss erstmal das BTM in Betrieb nehmen, und versuchen, meinen 
M32 unterzuversorgen.

Aber was brauch ich denn nun am sinnvollsten:
-LDO hat den Nachteil, dass er ab <3,3V kaum noch sinn macht und das 
schnell erreicht wäre
-StepUps scheinen schwer zu beschaffen zu sein
-Buck-Boost (Inverter?) habe ich bisher nicht wirklich ICs überhaupt 
finden können

Ich liebäugle am meisten mit StepUps. Könntet ihr mal grob 
zusammentragen, welche ihr da kennt die hierfür benutzt werden könnten 
(brauche hoffentlich dann nur 3,3V und Spannungsverdoppler für die 
"hochvoltige"-Schiene ;D)?
(LTC1878 ist übrigens nett, aber wie schon gesagt wohl nicht beziehbar)

Auch wäre natürlich nett, den Akku In-System zu laden; bin da beim 
stöbern eigentlich nur auf den BQ2057 (oder die BQ2000er Serie) 
gestoßen, welche das doch machen sollten?!
Hat schonmal jemand sowas gemacht, und wie sieht da das beschaffen aus?
Gibt es bekanntere ICs die einen LION mit einer Zelle laden können?

Grüße Uli

Autor: Stefan Ernst (sternst)
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Uli wrote:

> -LDO hat den Nachteil, dass er ab <3,3V kaum noch sinn macht und das
> schnell erreicht wäre

Also ich sehe das etwas anders. Wenn der Regler z.B. einen Drop-Out von 
0,2V hat, kannst du das BTM bis zu einer Akkuspannung von 3,2 V im 
spezifizierten Bereich betreiben. Und bei einer Spannung von 3,2V ist 
der Akku eh schon fast leer.

> -StepUps scheinen schwer zu beschaffen zu sein

Nein, so pauschal kann man das nicht sagen.
Mach mal eine Angabe, wie viel Strom du überhaupt bei den 7V brauchst.

Autor: Gast (Gast)
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Zahlenwerte gibt es ja noch nicht, aber ich nehme an, daß die 
7-12V-Leitung den größten Strombedarf haben wird.

Somit würde ich zunächst einen step-up Regler von ca. 3V auf 12V 
aufbauen und daraus entweder 5V oder 3V3 mit einem step-down Regler 
gewinnen. Das dürfte einfacher sein als ein spezieller 
buck-boost-Wandler.
Je nach Leistungsbedarf würde ich dann die andere Spannung mit einem 
LDO-Regler erzeugen: entweder 5V aus 12V oder die 3V3 aus den 5V. Dazu 
müßte man durchrechnen, wo Akkulaufzeit und Wirkungsgrad am besten 
abschneiden und wo die Kosten für den Aufbau am günstigsten sind.

Autor: avion23 (Gast)
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bei 3.3.V sind weniger als 10% der Ladung im Akku vorhanden. Ab 3.0V ist 
der Akku tiefentladen, die Schutzschaltung schluckt auch noch ~1µA.

Und weil es mich so nervt, dass meine Texte immer ignoriert werden jetzt 
ein paar Quellen, am besten in dieser Reihenfolge lesen:
http://www.embedded.com/columns/technicalinsights/198001703
http://www.embedded.com/columns/technicalinsights/192300637
http://www.embedded.com/columns/technicalinsights/192202201


"Throughout most of the battery discharge curve, both converters operate 
in a buck mode (Figure 3). This gives the performance advantage to the 
buck converter, which has one less power MOSFET in the power conversion 
process. Below 3.5V, the buck-boost converter input current increases 
(Figure 6). This increasing current, compounded with the characteristic 
increasing battery discharge rate, quickly discharges the battery below 
3.5V (Figure 4).

In summary, the buck converter consistently displayed equal or better 
battery life. At 300mA, the buck output voltage remained within the 5% 
tolerance for up to nine minutes longer than the buck-boost. 
Additionally, the buck converter continued to operate in dropout mode, 
tracking the battery voltage for an additional four minutes. At 800mA, 
the battery life was identical for both converters. See the results in 
Table 2. " Zweiter Artikel, Fazit auf Seite 3.

Darauf beruht meine Aussage, dass ein buck-converter in diesem Fall 
angebrachter ist.

Autor: Stefan Ernst (sternst)
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@ avion23:

> Darauf beruht meine Aussage, dass ein buck-converter in diesem Fall
> angebrachter ist.

Ein LDO-Linearregler hat in diesem Fall einen Wirkungsgrad von >90%. 
Wird nicht leicht, da mit einem Schaltregler drüber zu kommen.

Autor: Olaf (Gast)
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> -Buck-Boost (Inverter?) habe ich bisher nicht wirklich ICs überhaupt
> finden können

Ich glaub im Datenblatt zum MC34063 gibt es dafuer eine Applikation.

Ich hab auch mal irgendwo (Maxim) ein exotisches Konzept gesehen. Das 
bestand aus einem Aufwaertswandler wenn Ue zu niedrig war und einem 
LowDropregler wenn es anders war. Aber vermutlich nicht zu beschaffen.
Da hat ein 34063 doch so seine Vorteile.

Man koennte aber natuerlich einen Trick probieren. Stell dir einfach vor 
du wuerdest deine Batterie invertiert anschliessen. Dann braeuchtest du 
nur einen Wandler der aus einer immer negativen Spannung eine positive 
macht.


> Auch wäre natürlich nett, den Akku In-System zu laden; bin da beim
> stöbern eigentlich nur auf den BQ2057 (oder die BQ2000er Serie)
> gestoßen, welche das doch machen sollten?!

Ich mach das mit BQ24108. Den gab es auf der Homepage von TI.

http://www.criseis.ruhr.de/powerbox/powerbox.html

> Gibt es bekanntere ICs die einen LION mit einer Zelle laden können?

Naja, frueher hab ich das auch mal mit einem L200 gemacht. Eigentlich
brauchst du bloss einen Spannungsregler mit Strombegrenzung. 
Grundsetzlich kann man das natuerlich mit jedem Gemuese aufbauen das man 
so rumliegen hat. Moderne Konzepte wie der BQ24108 haben nur den Vorteil 
das sie schoen klein sind. Allerdings stellt der ordentliche 
Anforderungen an das Platinenlayout weil er ja eine sehr hohe 
Schaltfrequenz hat.

Wenn man aber den Platz hat dann koennte man sicher einen MC34063 mit 
externem Operationsverstaerker als LiLader verwenden. Sowohl preislich 
wie auch von der Beschaffbarkeit nur schwer zu schlagen.

Olaf

Autor: avion23 (Gast)
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Hi Stefan,
ich hatte mich auf die buck-boost Wandler Diskussion bezogen. Ich weiß, 
habe ich nicht gesagt. Du kannst dir ja trotzdem die verlinkten Artikel 
anschauen, die sind wirklich interessant.

Zum Thema buck <--> LDO:

*LDO:*
Im Extremfall ist U_in=4.2V, U_out=3.3V
--> Delta(U)=0.9V, sind 21% von 4.2V
Höchstmöglicher Wirkungsgrad bei einem Drop von 0.5V (geht weniger in 
dem Bereich?) wäre für U_in=3.8V, U_out=3.3V, 13% Verlust.
Also  ist der Wirkungsgrad eines LDO mit 0.5V Drop:
79% - 87% wobei der Spannungsbereich schlechter ausgenutzt wird als mit 
buck.

*buck:*
In dem Bereich sind tatsächlich mal 90% mithilfe optimierter ICs mit 
synchroner Gleichrichtung möglich, und das über fast den ganzen Bereich.



Und ja, ich gebe zu, dass es Korinthenkackerei ist :P Der 
Threadersteller ist mit einem LDO mehr als gut bedient, vor allem wird 
er mit einem Wandler nicht den Wirkungsgrad erreichen.

Autor: Stefan Ernst (sternst)
Datum:

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avion23 wrote:

> Im Extremfall ist U_in=4.2V, U_out=3.3V

Aber wirklich nur im Extremfall. In mehr als 90% der Zeit dürfte die 
Akkuspannung zwischen 3,7 und 3,4 V liegen.

> ... bei einem Drop von 0.5V (geht weniger in dem Bereich?) ...

Dieser hier hat z.B. <0,1V bei 3,3V und 150mA:
http://www.onsemi.com/pub_link/Collateral/NCV8560.REV0.PDF
Beschaffbarkeit für Privat ist natürlich eine andere Frage. ;-)

Autor: Stefan Ernst (sternst)
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Nachtrag:

Ein MIC5209-3.3 hat bei 150mA einen Drop-Out von ca 0,2V und ist für 
Privat z.B. bei elpro zu bekommen.

Autor: Uli (Gast)
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Hallo,

das Schaubild der Entladekurve von avion sagt mir als Laie, dass ich 
mich dann netmehr so sehr darum schere, dass ich ab ca 3,3V Restspannung 
(mit LowDrop-LDO dann) meinen Mega und BTM halt netmehr betreiben kann. 
Das scheint zeitlich dann nicht mehr viel auszumachen, da lad ich dann 
lieber einfach den Akku neu, als den wirklich zu versuchen Leerzusaugen.

Bleibt also noch ein Bauteil zu finden (möglichst wenig externe 
Beschaltung wegen Anfälligkeit und Platzmangel), welches mir für den 
Nutzstrom die Spannung erhöht.

Ich habs zwar glaube ich schonmal gesagt, aber sags gerne auch nochmal:
auf der (meist mit 7V angegebenen) Leitung liegen 2 RB35 Motoren die 
unter Vollast als Peak anscheinend je 300mA ziehen können, da ich sie 
aber Softwaremäßig so steuern will, dass sie nie gleich voll 
eingeschaltet werden sollte dieser Peak zu vernachlässigen sein. Der 
Servo-Motor sollte vielleicht einen geeigneten Widerstand als 
Strombegrenzer bekommen, dass er nicht ganz so schnell schaltet - was 
haltet ihr davon? Dadurch würde ich doch auch bei diesem extremwerte im 
Verbrauch senken, oder?

Grüße Uli

PS: Was gibt nun mehr Sinn? Auf 7V oder auf 12V? Was ist so in etwa die 
Verlustleistungsdifferenz vom einen im Vergleich zum anderen? 12V wären 
schon ganz nett ;D

PPS: Vielen Dank schonmal an alle, die bisher tatkräftig mitgewirkt 
haben!

Autor: Stefan Ernst (sternst)
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> Ich habs zwar glaube ich schonmal gesagt, aber sags gerne auch nochmal:
> auf der (meist mit 7V angegebenen) Leitung liegen 2 RB35 Motoren die
> unter Vollast als Peak anscheinend je 300mA ziehen können, ...

Du sagtest zwar, dass da Motore dran sollen, aber es fehlte noch die 
wichtige Stromangabe.

> PS: Was gibt nun mehr Sinn? Auf 7V oder auf 12V? Was ist so in etwa die
> Verlustleistungsdifferenz vom einen im Vergleich zum anderen? 12V wären
> schon ganz nett ;D

Bezüglich des Wirkungsgrades des Schaltreglers macht das keinen großen 
Unterschied.

Mein Vorschlag wäre z.B. der LT1170. Der würde passen und den gibt es 
bei Reichelt. Du kannst ihn auch sehr einfach mit dem µC abschalten (zum 
Strom sparen, wenn die Motore gerade nicht gebraucht werden).

Autor: Uli (Gast)
Datum:

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Der LT1170 scheint mir mit 5A nen bissle überdimensioniert - ich denke 
2,5 oder gar 1,25 (LT117(1|2)) sollten locker reichen.

Das mit dem Ausschalten muss man noch genauer betrachten: ich kann im 
Datenblatt nicht genauer sehn, was für eine Logikspannung das braucht.

Was muss ich dann eigentlich noch an Hühnerfutter aussenrum geben, damit 
ich von meiner Batteriespannnung auf (relativ) stabile 12V komme?

Autor: Stefan Ernst (sternst)
Datum:

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Uli wrote:

> Der LT1170 scheint mir mit 5A nen bissle überdimensioniert - ich denke
> 2,5 oder gar 1,25 (LT117(1|2)) sollten locker reichen.

Nein, bei 12V am Ausgang reichen 2,5A nicht.
Ein Schaltregler kann auch nicht zaubern. Was hinten an Leistung 
rauskommt, muss vorne auch mindestens reingehen. Bei 12V und 600mA am 
Ausgang und einem angenommenen Wirkungsgrad von 80%, sind es bei 3V am 
Eingang 3A. Und das ist nur der Durchschnitt, der tatsächliche 
Spitzenstrom im Schaltelement liegt nochmal deutlich höher. 5A ist daher 
eher knapp bemessen.

> Das mit dem Ausschalten muss man noch genauer betrachten: ich kann im
> Datenblatt nicht genauer sehn, was für eine Logikspannung das braucht.

Du musst nur einfach mit einem kleinen Transistor den Vc-Pin auf Masse 
ziehen.

> Was muss ich dann eigentlich noch an Hühnerfutter aussenrum geben, damit
> ich von meiner Batteriespannnung auf (relativ) stabile 12V komme?

Die Schaltung gleich auf der ersten Seite des Datenblattes ist die Deine 
(plus einem Transistor fürs Abschalten). Den dort gezeigten 
Output-Filter brauchst du aber nicht.

Autor: avion23 (Gast)
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Danke für deine Infos Stefan.
Bei Linearreglern hat mich immer der große Drop abgeschreckt. Ich weiß 
jetzt, dass es auch anders geht :)

Autor: Ulrich P. (uprinz)
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Hmm...
Man kann gefahrlos einen M32 auch als L missbrauchen, wenn man auch die 
L-Spec einhält. Würde ich auch nicht in einem kommerziellen Produkt 
machen, aber für zu Hause hat das immer funktioniert. Aber nur, wenn man 
auch bei fmax=8MHz bleibt.
Dann wiederum kann man seinen Logikkram aber auch direkt an den Akku 
anschließen, da nichts und niemand verbietet einen M32(L) bei 4.2V zu 
betreiben. Da es hier auch ein wenig nach Modellbau riecht, kann man 
dann den BrownOut-Interrupt für eine Neutralstellung verwenden.

Es ist schon eine Zeit lang her, dass ich nach Multi-Out DC/DC Wandlern 
gesucht habe, aber ich bin mir sicher, dass neben Maxim vor allem TI 
(PowerTrend / Ex-BurrBrown) einige Lösungen hatten. Durch Jobwechsel 
habe ich aber die Liste nicht mehr zur Hand.

Zum ISP kann ich nur sagen, dass die Investition von 39€ in einen AVRISP 
Mk-II lohnend ist, da dessen Ausgangspuffer aus der Zielschaltung genau 
deswegen versorgt wird, weil deren Spannung variieren kann. Damit hat 
sich das Problem dann erledigt und man kann auch noch bei 1.8V 
programmieren.

Gruß, Astralix

Ps: Bei Sonderbauteilen, die man nicht um die Ecke bekommt und um die 
Ecke schließt in meinem Fall auch Farnell und RS mit ein, lohnt sich hin 
und wieder ein Blick auf DigiKey. Bei Maxim, ST, Analog und TI war aber 
auch über deren Bestellsystem bzw. die Musterstück Anforderung immer 
etwas zu machen. Diese Erfahrung habe ich auch privat gemacht ohne 
meinen Arbeitgeber zu erwähnen oder utopische Stückzahlen vorzulügen.

Autor: uli (Gast)
Datum:

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Hallo Ulrich,

das mit dem Modellbau haste richtig gerochen ;) Aber es ist kein 
richtiger Modellbau, sondern nur "Zweckmodellbau", um einfach mal zu 
schauen, wie man das ganze von ner anderen Seite angehen könnte.

Was mir BrownOut für eine Neutralstellung bringen soll weiß ich net, ich 
hab doch 2 RB35-Motoren (festes Untersetzungsgetriebe) und den Servo 
beeindruckt sowas schon garnet.

Wenn dem dann soweit ist, und ich versuche das umzusetzen (kann 
Stressbedingt noch nen paar Wochen dauern) dann meld ich mich hier 
wieder, und vielleicht ist dann ja noch jemand da.

Grüße Uli

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