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Forum: HF, Funk und Felder Günstige Technik für Signalübertragung im Umkreis von 500 m

Autor: bluedesert (Gast)
Datum: 14.04.2008 13:07

Hallo,

ich habe in der Schule im Moment ein Projekt am laufen in dem wir auf
dem Papier ein System produzieren und verkaufen was Autofahrer durch
einen Empfänger warnt wenn z.B. ein Krankenwagen (wo sich ein Sender
befindet) naht. Leider weiß ich nicht welche Technik dazu zu benutzen
ist. Es wird nur eine Simplex Übertragung benötigt!!! Der Sender soll im
Umkreis von etwa 500 m dem Empfänger ein Signal übermittelt und ihn
somit aktivieren.

Es sollte eine Technik sein die relativ kostengünstig und stromsparend
ist.

Ich bin für jede Hilfe dankbar!!!

bluedesert
Autor: Thomas Bremer (Firma Druckerei Beste) (virtupic)
Datum: 14.04.2008 13:17

Wie genau muss die Entfernungsbeschränkung eingehalten werden? Wenn du
eine Abweichung von höchstens ein paar Metern willst, dann wirds
knifflig. Zumal ja auch noch andere Autos, LKWs, Büume, Häuser, sonstwas
dazwischen sein können, die die Übertragung behindern.

Es gibt im Einzelhandel kleine Funksprechgeräte für ca. EUR 20,-- pro
Paar. Da könntest du testen, wie weit sie kommen. Einfach einen Ton
übertragen und im Empfänger erkennen. Wenn sie mehr können als
erwünscht, dann kannst du vielleicht was über die Signalqualität machen.
Also Lautstärke oder Störungen messen. Problem ist (von wegen Bäume und
so), dass was dazwischen sein kann, was die Reichweite stark verringert.

Theoretisch könntest du auch ein altes 2400 Baud-Modem nehmen, damit die
GPS-Koordinaten übertragen und im Empfänger mit den eigenen Koordinaten
vergleichen. Probleme hier: mehrere Sender gleichzeitig empfangen und
Preis.

Wenn's wirklich nur ganz nah sein soll, dann geht's vielleicht auch per
Schall. Ultraschall wird zu stark gebeugt, Tiefton oder Infraschall
klappt vielleicht.

Hoffe, die Ideen helfen weiter!

virtuPIC
Autor: Martin L. (mla)
Datum: 14.04.2008 17:39

So ganz simpel darf der Empfänger aber auch nicht sein. Sonst kann man
zu leicht eine DoS-Attacke machen. Und das ist dann nicht mehr lustig.
Stell Dir nur vor auf einer großen Straße/Ampel halten auf einmal 20%
der Autos an um nach einem Krankenwagen/Feuerwehr/Polizeiauto zu sehen
obwohl nur das kleine Mädchen ihren Störsender ausprobiert hat. Passiert
sowas öfters sinkt die Akzeptanz des Produktes rapide und niemand will
es mehr verwenden, geschweige denn kaufen.
Man wird also wohl oder übel eine unsymetrische Verschlüsselung
implementieren müssen. Alles andere ist mit geringen bis mittleren
Aufwand zu schnell geknackt.

Viele Grüße,
 Martin L.
Autor: Ernst Bachmann (ernst)
Datum: 14.04.2008 18:29

Einfache Lösung: Mikrophon, wenn der Typische Krankenwagen-Sirenen-Sound
erkannt wird, dem Fahrer melden. Als Bonus braucht der Krankenwagen dann
garkeine Modifikation, Sirene hat er ja schon.

Ansonsten: Challenge-Response verfahren werden wg. fehlendem Rückkanal
nicht gehen, ganz ohne wirds aber gegen Replay-Attacken anfällig.

Moglichkeit: Krankenwagen sendet aktuelle Uhrzeit + Cryptographische
Signatur derselben.
Empfänger checkt ob die Signatur von einem Autorisierten Schlüssel
kommt, und ob die gesendete Zeit so Pi-Mal-Daumen mit seiner Uhr
übereinstimmt.

Dann hat der Spaßvogel von Nebenan mit dem mitgeschnittenen Signal
wenigstens nur ein paar Stunden freie Fahrt, und nicht länger.
Autor: bluedesert (Gast)
Datum: 15.04.2008 11:31

VieVielen Dank schon mal,

ja das System soll ja nicht wirklich gebaut werden aber das Problem mit
der Sicherheit ist natürlich auch wichtig. Darüber habe ich mir auch
schon Gedanken gemacht aber das System wird wahrscheinlich nie 100%
sicher sein. Wichtig ist das die Technik wirklich günstig und sparsam
mit der Energie umgeht. Die Idee mit dem Mikrofon ist zwar nicht
schlecht aber gerade wenn man etwas lauter Musik hört klappt das schon
nicht mehr. Ich habe auch schon gedacht das man die Technik von
Modellflugzeugen oder Fernbedienungen fürs Auto nehmen könnte aber auf
dem Gebiet bin ich ein absoluter Neuling.

Grüße

bluedesert
Autor: Matthias (Gast)
Datum: 15.04.2008 12:01

Vielleicht lässt sich sowas ja in das vorhandene TMC (z.B. Navi
Staumeldungen) Netz einbinden. Ob das allerdings 500m weise geht weiss
ich nicht. Jedenfalls werden über TMC Navigationssysteme mit
Staumeldungen oder Verkehrsbehinderungen gefüttert. Die Übertragung
erfolgt über das "Radio"
(UKW). Dann müssten nur die Leitstellen die Info ins Netz einspeisen,
solange
ein Rettungsfahrzeugt auf einer bestimmten Strecke unterwegs ist. Dürfte
auch beim freimachen einer Rettungsgasse auf der Autobahn nützlich sein,
da nicht erst der HInweis kommt, wenn der RTW bereits hinter einem die
Lichthupte betätigt....
Autor: Martin L. (mla)
Datum: 15.04.2008 21:49

Das Problem mit dem Mikrophon ist ja, dass die SOnderfahrzeuge nicht
immer mit Tonsignal fahren.

Viele Grüße,
 Martin L.
Autor: Herrmann (Gast)
Datum: 27.04.2008 14:42

Also ich kann nur eines sagen wenn du ein bisschen ahnung von
herstellung von Leiterplatten und SMD löten hast kauf dir ein NRF905e
868Mhz ein Mega 8 und ein SMA Sockel der in die Mitte kommt ca 10x10cm
Alu Platte im abstand von ca 5mm zur LP und auf den SMA Sockel eine 1/4
L Antenne(Draht) und Fertig geht ca 700m.

Der NRF hat den Vorteil das du deine Packete Verschlüsseln kannst anhand
einer ADresse wer dei adresse kennt kann damit kommunizieren.
Alle anderen Packete verwirfst du.

Kosten sind ca 20€ pro sender/empfänger.

Kannst sogar dann zwischen Polizei und Feuerwehr und Krankenwagen
unterscheiden da due dein Packet selbt definieren kannst.

Ist wirklich einfach.

Habe jetzt mein Project Wetterstation auf einem Flugplatz abgeschlossen.

Zentraler Sender und meherer Empfänger reichweite 1.6km bei 10mw.
Autor: Thomas Müller (thomas1123) Benutzerseite
Datum: 27.04.2008 15:25

also die idee das autofahrer "gewarnt" werden sollen wenn ein
rettungsfahrzeug etc. um die ecke kommt ist schon nen sehr alter hut da
hatte sich mal jemand gedanken gemacht und seitdem haben die blaue
blinklichter und veranstalten einen heiden lärm mit ner sirene aufem
dach.

aber wenn es nur für ein einfaches schulprojekt sein soll dann würde ich
nen einfachen sender nehmen und irgentein signal senden das dann von
einem empfänger empfangen wird und es nicht allzu komplizirt machen mit
verschlüsselung etc.

mach dir gedanken was der lehrer sehen will.
wenn er sich schon freut das ne led am empfänger leuchtet wenn du auf
nen knopf am sender drückst dann realisiere nur das denn wenn du ihm
noch erzälst das da nen verschlüsselter code übertragen wird und er
nichtmal versteht warum und weshalb ist ihm das völlig egal.
des weiteren ist manchen lehrern die ausarbeitung und das endprodukt
völlig egal und die benoten nur die präsentation des produktes und die
idee weil se A. nichts von der technik verstehen oder B. zu faul sind
die aufgaben die se gestellt haben entsprechend zu kontrollieren
(ausarbeitung lesen etc.)

viel zu viel aufwand bringt dir garnichts du erreichst ne 1 mit glaube
ich 93% und bei 200% ist das immernoch ne 1. also überlege dir was du
vor hast und ob der aufwand auch lohnt. habe selber schon bei
schulprojekten 200% gegeben und es "nur" mit ner 1 gedankt bekommen.

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