Datum: 14.04.2008 23:21
Hallo, könnt ihr ein Board mit ARM7 auf dem das .Net Micro Framework läuft empfehlen ? Möglichst mit Ethernet und Grafikcontroller. Danke Duke
Datum: 15.04.2008 11:41
hm.. keine microsoft freunde hier :)
Datum: 15.04.2008 11:49
Eines mal vorweg, ich kenn nur das "normale" .NET Framewor ein wenig. Aber: Ich denke dass ein "Mini Betriebsystem" auf WindowsMobile Basis auf einem ARM7 nicht läuft, da diese (soweit ich weiss) eine MMU (Memory Management Unit) benötigen. Auf ARM7 läuft aber z.B. ein modifiziertes uC Linux. Ich glaub kaum, dass die Redmonder Leutz das auf einen Prozessor portiert haben, der keine MMU hat. Die ganzen PDAs haben alle mind. einen ARM9 bzw. eine Intel Implementierung eines ARM Kerns (PXA..irgendwas). Du bist mit deiner Anfrage auch ein paar Wochen zu spät dran. Ein Besuch auf der "Embedded World" in Nürnberg wäre mal zu empfahlen, da dort zum Einen eine Menge Anbieter für Embedded-Boards ausstellen und von Microsoft Embedded Spezis rumrennen.
Datum: 16.04.2008 13:26
>Eines mal vorweg, ich kenn nur das "normale" .NET Framewor ein wenig. Und deswegen haettest du dir die Antwort auch sparen koennen. http://msdn2.microsoft.com/en-us/embedded/bb278106.aspx Ne Boardempfehlung kann ich aber auch nicht geben, da ich mich zuletzt nach der Embedded 2007 mit dem Thema beschaeftigt habe und zu dem Zeitpunkt noch nichts konkretes zu haben war.
Datum: 18.04.2008 15:32
@matthias: das .net micro framework läuft auf arm7, arm9 ein nettes Video findest du unter http://msdn.microsoft.com/embedded/media/tutorials... Auf der Embedded war noch nichts mit den genannten Anforderungen zu sehen, im ARM9 Bereich eher. @ARM-Fan Anscheinend hat sich seit 2007 wenig getan. Es gab auf der Embedded auch einen Vortrag von Microsoft dazu, aber mit nur geringem Interesse. Vielleicht doch jemand mit Erfahrungen "on Board" ?
Datum: 19.04.2008 11:26
Hi, ich bin der Author des Buches "Expert .NET Micro Framework", welches in ein paar Tagen erscheinen wird. http://www.apress.com/book/view/9781590599730 Dort gibt es dann auch ein Kapitel mit den aktuellen Geräten. Grüße Jens Kühner
Datum: 19.04.2008 11:57
Software, die die Welt nicht braucht... Dazu dann noch kommerzielle Eigenwerbung dazu... Und viel Holz für ein Buch über Software, die keiner braucht. Nicht umsonst hat Microsoft im embedded-Bereich bisher keinen großen Stich machen können. .NET ist schlichtweg unbrauchbar, man braucht einen 32bitter mit viel Speicher, wo sonst ein 8bitter oder gar ein 4bitter gereicht hätte. Ist teuer und verbraucht viel Strom. Wieso?
Datum: 19.04.2008 18:46
@jens: verräts du mir auch so ein Board mit den gewünschten Eigenschaften oder muss ich dein Buch kaufen :) @dirk: philisophische Betrachtung. Ich geb zu, mein Auto hat auch 32 bit, war teuer und braucht viel. Im 8 Bit Polo käme ich auch von A nach B.
Datum: 21.04.2008 08:45
Microsoft schreibt auf der FAQ Seite "http://msdn2.microsoft.com/en-us/embedded/bb267264.aspx" von einem 27MHz ARM7. Da der Footprint aber mit mindestens 390KB angegeben ist fallen wohl die meisten ARM7, die nur über internen Speicher verfügen, onehin weg. Im Whitepaper empiehlt Microsoft als Minimalkonfiguration "300 KB RAM and 512K MB of flash memory" (was K MB sind weiß wohl nur M$ ;)). Das ganze noch mit dem Hinweis "(not counting application needs)", also nur für die Runtime, ohne Applikation. Gruß, Dominic
Datum: 21.04.2008 09:20
Also bleiben nur noch die ARM7 übrig, auf denen Linux laufen würde?
Datum: 21.04.2008 12:17
Nein, es bleibt nur, den Microrotz zu vergessen und kostengünstig mit einem Hundertstel der Ressourcen ein vernünftiges Standalone-Programm zu schreiben. Es kommt doch auch kaum einer auf die Idee, in seinen PKW die komplette Couchgarnitur samt Couchtisch und 70"-Flatscreen einzubauen, nur um zum Brötchenholen zu fahren. Ideen haben die Leute...
Datum: 21.04.2008 17:21
Also wenn ich mir anschaue, womit neue Autos beworben werden, kommen gnug auf solche Ideen. Fehlt bei deiner Beschreibung nur noch die Schalldichte Box für die Kinder auf der Rückbank :)
Datum: 21.04.2008 18:59
Hat denn ein embedded Linux eine Daseinsberechtigung? Ich denke, manche Leute können nicht über ihren Horizont hinaus blicken. Und deren Horizont ist 8k of 8 Bit @ 16MHz.
Datum: 21.04.2008 19:37
Heh, Embedded Linux scheint einen ausreichend attraktiven Mix aus Kosten (Runtime + Development Seats), Implementierungs Aufwand, Hardwareanforderungen, Funktionsumfang, (bitte selbst vervollständigen...) zu bieten, um mittlerweile eine etablierte Option für viele Probleme zu sein. Bisher habe ich persönlich noch nicht von allzu vielen Gadgets mit .Net Micro Framework gehört ;). Mag aber auch mit meiner Ignoranz gegenüber vielem zusammenhängen, was mit M$ zu tun hat. Gruß, Dominic
Datum: 21.04.2008 20:35
Schon lustig, dieser Krieg zwischen Microsoft und Linux... ;) Fakt ist, daß hier einiges durcheinander geworfen wird. Linux ist ein Betriebssystemkernel, welcher durch Zusätze echtzeitfähig gemacht werden kann. .Net ist eine Umgebung für managed code, d.h. da läuft ein garbage collector im Hintergrund. Somit ist das Ganze total undeterministisch und nicht mit Linux zu vergleichen. Für Echtzeitanwendungen also völlig fehl am Platz. Wenn man also Echtzeit braucht - was wohl bei den meisten Anwendungen der Fall sein dürfte - kommt man bei .Net micro nicht um ein unterliegendes Betriebssystem herum, das heißt also: Windows CE. Mit .Net ist man da vom Speicherbedarf her im 2stelligen Megabyte-Bereich. Und ohne MMU ist da nix mehr. Insofern muss man Dirk und Andreas beipflichten...
Datum: 22.04.2008 09:47
Sag ich doch, überflüssig wie ein Kropf. Das Ganze ist schlichtweg Zeitverschwendung. Für Java auf MCs - was ich auch für Schwachsinn halte... - gibt es immerhin schon eigene Controller oder aber, z.B. in der ARM-Familie mit Jazelle, Hardwareunterstützung in Standardcontrollern. Fazit: Wer sich mit .Net micro beschäftigt, hat einfach zuviel Zeit...
Datum: 22.04.2008 15:52
Mein lieber 'Duke', unter all der Polemik ist eigentlich der Zweck deines Ansinnens verlorengegangen. WOZU EIGGENTLICH willst du dieses Zeugs haben? Bloß, um dir die Mühe zu sparen, eine eigene Grafik nebst selbstgeschriebenem GDI entwickeln zu müssen? Also, nach meiner Erfahrung ist man im embedded Bereich immer noch am besten bedient, wenn man sich sein Zeugs selbst konzipiert, selbst konstruiert und selbst programmiert. Wer das nicht will, landet bei einem im Blechkasten versteckten PC mit 'embedded Vista' drauf.... Beste Grüße auch.
Datum: 24.04.2008 21:27
@Wolf: EIGENTLICH um 2 Hauptprobleme zu lösen: 1. vernünftige GUI ohne das Rad neu zu erfinden. Brauchbare GDI´s zu entwickeln ist zeitintensiv. 2. vernünftige Entwicklungsumgebung mit stabilem Code, wenn du mit MS Visual Studio und Keil uVision3 arbeitest und wählen kannst... @All: ich möchte nicht weiter die allgemeine "wieso braucht man mehr wie 4-bit", Mirorotz vs. Linux etc. Diskussion anheizen, daher nur kurz: was gestern alles unnötig und Quatsch war habt ihr heute alle in Benutzung Aber zu meinem Thread zurück: noch jemand mit praktischen Vorschlägen ?
Datum: 24.04.2008 23:04
Ist doch ganz einfach: Nimm ein Quadcore-Board, dann dürfte die Performance halbwegs erträglich sein.
Datum: 24.04.2008 23:41
Wer nur einmal .Net programmiert hat, dürfte die Annehmlichkeiten dieser Programmierumgebung kennen. Ich kenne den .Net Micro Framework nicht. Wenn mir aber der Sprachumfang eines C# auf einer embedded Plattform zur Verfügung stünde, käme aber durchaus Freude auf. Entwickler, die zwischen 8-Bit-Controller und Quad-Core-PC ein Vakuum vermuten, sollten an dieser Stelle einfach mal den Mund halten.
Datum: 25.04.2008 00:58
Ein Vakuum, LOL, schön gesagt. Außer C# reizt daran auch die Implementierung der, wenn auch abgespeckten WPF.
Datum: 25.04.2008 11:15
Weil es mich generell interessiert, auf welche "modernen" Entwicklungsmethoden man sich zukünftig möglicherweise einstellen muss, bin ich mal ein wenig zum Thema NETMF rumgesurft. Hier die Ergebnisse, die deine Frage betreffen: An Boards habe ich für ARM7 (LPC2468) ein einziges gefunden: http://www.ghielectronics.com/details.php?id=107 Bei den ARM9-Boards ist die Auswahl etwas größer, aber an denen bist du ja momentan nicht so sehr interessiert. Ich halte das Thema ".NET auf Mikrocontrollern" für interessant und diskussionswürdig, zumal hier im Forum bisher nicht sehr viel darüber zu finden ist. Da ich dir deinen Thread nicht zumüllen möchte, habe ich einen neuen angefangen: Beitrag "Was bringt der Einstieg ins .NET Micro Framework?"
Datum: 26.04.2008 21:28
Visual Studio ist ne IDE mit kompilern (afaik). µVision ist nur ne IDE.
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