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Forum: Mikrocontroller und Elektronik ARM Starter Kit zum kennenlernen.

Autor: Timo (Gast)
Datum: 18.04.2008 09:14

Moin,
nach den ersten Erfahrungen mit TI MSP430 und Renesas M32C möchte ich
nun gerne mal einen ARM kennen lernen ....

Habe unter anderem folgende Seite entdeckt und wollte mal hören ob
jemand etwas darüber berichten kann (abraten oder empfehlen)
Oder eine andere Seite vorschlägt....

http://elmicro.com/de/lpcproto1.html

Ansprüche: Es sollte nicht zu teuer sein, da privat...
Möchte den ARM kennen lernen und eventuell auch mal ein Real-Time OS
drauf spielen ...

Einige Boards besitzen auch USB  Ethernet  Kartenslot
Gerade mit USB / Ethernet würde ich auch gerne etwas "rumspielen" wollen


Schonmal Danke und Gruß
Timo
Autor: Markus Müller (Gast)
Datum: 18.04.2008 17:47

Ich würde Ihnen sneuer und somit auch besser (kostengünstiger) als die
älteren LPC21xx Modelle.
Zum OS drauf spielen sollte das Board auch ein LCD haben.
Mein Vorschlag: Sie suchen im Internet erst mal nach einem OS das Ihnen
gefällt und wählen dann zum OS das unterstützte Board aus, dann haben
Sie sicher am wenigsten Arbeit mit Anpassungen.
Gruß Markus.
Autor: Stefan (Gast)
Datum: 18.04.2008 19:57

Ich empfehle ARM-Controller mit Cortex-M3-Kern.
Die bieten erhebliche Vorteile gegenüber den ARM7-Controllern.
Das fängt mit dem integrierten Interruptcontroller an, geht über die
wesentlich kürzere und determinierbare Interrupt-Latenz bis hin zu der
vor allem für Einsteiger bedeutsamen Tatsache, daß er nur einen
Befehlssatz hat.
Andere Kleinigkeiten wie z.B. einen Speicherschutz interessieren eher
Profis.

Am umfangreichsten ist derzeit die Stellaris-Familie von Luminary.
Es gibt zig Derivate mit allen möglichen Features wie
- Ethernet
- CAN
- USB Host
- DMA
- Quad Encoder
usw.
Taktfrequenzen gehen bis 50 MHz und Gehäuse gibt es von 28 SOIC bis zu
100 LQFP.
FlashRAM bis 256KB, RAM bis 64KB.
Es gibt den GCC-Compiler dafür, FreeRTOS ist auch portiert.
Sehr gut ist, daß Luminary Libraries für die ganze Peripherie
mitliefert. Man kann also gleich ohne große Vorkenntnisse einsteigen.
Vor allem muss man sich nicht gleich mit den vielen Registern und deren
Einsellungen rumschlagen.
Per USB Host einen USB-Stick ansprechen? Schnell erledigt.

Dev-Kits sind recht preisgünstig, beim gegenwärtigen Dollarkurs hängst
Du Dich am besten an eine Digikey-Sammelbestellung hier an.

Interessant ist auch, daß NXP in der zweiten Jahreshälfte
Cortex-M3-Derivate herausbringt. Die gibt es dann vermutlich mit höheren
Frequenzen, zudem wird NXP sein MAM (Memory Accelerator Module)
einbauen, das dürfte dann für hohe Geschwindigkeiten sorgen.

Insgesamt kann ich Dir nur zum Cortex-M3 raten. Der Arm7 hat zu viele
Nachteile und wird über kurz oder lang vom M3 abgelöst.
Autor: Düsentrieb (Gast)
Datum: 18.04.2008 20:20

guck mal das an:
http://www.st.com/mcu/contentid-105-110-STM3210B_PRIMER.html

der primer kostet ca 30 eu , komplette ide dabei, debug usw.
Autor: Fabian Scheler (rosepeter)
Datum: 18.04.2008 20:46

Hallo Timo,

wenn du einfach nur etwas mit dem ARM7 spielen willst, kannst du dir
auch mal einen Emulator ansehen, zwei recht interessante Simulatoren
sind:

- VisualBoyAdvance (Gameboy Advance)
- DeSmuME (Nintendo DS)

der VisualBoyAdvance emuliert z.B. einen ARM7 und der DeSmuME einen
ARM9, sind halt keine LPC2xxxm, auch keine SAM7xxx, sondern
wahrscheinlich Nintendo-spezifische Derivate, aber zum rumspielen sollte
das vollkommen reichen und außerdem kosten bei nix :-) Beide
implementieren übrigens einen GDB-Stub, so dass man eigenen Code auch
bequem debuggen kann.

Ciao, Fabian
Autor: Timo (Gast)
Datum: 19.04.2008 19:32

Hallo zusammen,
danke für die Antworten...
Werde übers WE weiterhin etwas stöbern und vor allem eure Empfehlungen
mal wahr nehmen. Habe es nicht eilig und will mich ja vorher erst einmal
schlau machen..

Ein OS ist ja kein muss, von daher kann ich net sagen was gut ist und
würde dann eher zuerst ein boatd suchen und wenn ich dann irgendwwann
mehr zeit dafür habe, werde ich ein passendes OS suchen müssen.

Danke und Gruß
Timo

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