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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Laptop onboard Netzteil defekt


Autor: Ralf Vogler (chinchilla)
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Hi,
Mein Notebook (Acer TravelMate 4200) hat vor einiger Zeit als ich es ans 
Netz zum Laden hing und starten wollte einfach abgeschaltet und lief 
danach nur noch mal kurz bis der Akku leer war. Die LED die 
normalerweise leuchtet wenn es an der Steckdose hängt leuchtet nun nicht 
mehr und laden tut es auch nicht mehr.
Das externe Netzteil scheint ok, liefert zumindest die richtige 
Spannung.
Habe zwar noch ein wenig Garantie aber leider in den USA, weil da 
gekauft...
Deshalb hab ich das Mainboard mal freigelegt und nach Sicherungen 
gesucht, aber nur eine "F1" gefunden und die ist noch ok. Der Bereich 
nahe der Büchse für's Netzteil ist teilweise oxidiert, anscheinend als 
mir einmal Mineralwasser über die Tastatur gekommen und durchgesickert 
ist. Das war jedoch ca. 1/2 Jahr bevor das Notebook den Geist aufgegeben 
hat. Kann es sein dass der Defekt eine Spätwirkung davon ist?
Ich habe leider keine Ahnung wie ich die Mosfets usw. überprüfen kann - 
hab nur ein paar Sachen auf Durchgang gemessen.
Da das Gerät vom Akku noch funktioniert hat, denke ich dass es am 
Netzteil auf dem Mainboard liegen muss, ich weiß nur nicht wo ich wie 
anfangen soll.

Ich hab hier ein paar Bilder gemacht und beschriftet auf denen man die 
Problemzone (NT1-3) gut erkennen kann:

http://212.227.251.118/img/laptop/

Zu dem DualComp LM393 ist auch eine pdf im Ordner, weil das Teil für 
mich am verdächtigsten aussieht
Strom kommt auch auf dem Mainboard an, an der Buchse liegt es also 
leider nicht...

Hoffe jemand kann damit was anfangen und mir helfen.
Danke

Autor: Mike (Gast)
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> Der Bereich
> nahe der Büchse für's Netzteil ist teilweise oxidiert, anscheinend als
> mir einmal Mineralwasser über die Tastatur gekommen und durchgesickert
> ist. Das war jedoch ca. 1/2 Jahr bevor das Notebook den Geist aufgegeben
> hat. Kann es sein dass der Defekt eine Spätwirkung davon ist?

Das ist sehr wohl möglich, wenn nicht sogar die wahrscheinlichste 
Ursache. Beim Verdunsten des Mineralwassers bleiben die darin gelösten 
Salze zurück, diese werden durch die elektrische Spannung zersetzt und 
korrodieren mit der Zeit jedes Metall. Auf dem Foto kann ich leider 
nicht viel erkennen, aber links neben dem weissen Barcodestreifen ist so 
eine verdächtige weissliche Stelle. Als erste Massnahme würde ich 
vorsichtig die Salzkruste mit einem Wattebusch und destilliertem Wasser 
entfernen und nach defekten Leiterbahnen suchen. Ich hatte mal im Büro 
ein Notebook mit Wasserschaden, das sich durch Überbrücken einer 
Leiterbahn wiederbeleben liess. Sollte das Wasser aber ins Innere der 
Multilayerplatine eingedrungen sein, wird wohl leider nichts mehr zu 
retten sein.  Garantie wird Dir in diesem Fall ohnehin nichts nützen.

Hast Du mal die Steckbuchse geprüft? Vielleicht ist diese einfach nur 
innen korrodiert?

Gruss und viel Erfolg
Mike

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

die ganze Gegend um den LM393 sieht sehr ungesund aus.
Ansonsten ha ja Mike schon was dazu geschrieben.

Problematisch erscheint mir natürlich, was als Folgefehler des 
"Wasserschadens" alles passiert sein kann, wenn da Bauteile 1/2 Jahr 
Zeit hatten wegen eines Feinschlusses zu sterben...

Bei solchen Pannen geht man normalerweise auch nicht nach der Methode 
"Einschalten - geht noch - Schwein gehabt" vor. Ich hätte es gleich 
zerlegt und "zum Trocknen aufgehängt".

Jetzt kannst Du u.U. in der ganzen Ecke die Teile auslöten, Leiterplatte 
reinigen, auf Unterbrechungen prüfen und neu bestücken.

Eine wegerottete Durchkontaktierung zu einem Innenlayer kann die Mühe 
allerdings völlig nutzlos werden lassen.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Ralf Vogler (chinchilla)
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Danke erstmal euch beiden.
Das mit dem Wasser hört sich wahrscheinlich schlimmer an als es war.
War nur ein "Spritzer" Sprudel über die Tastatur. Hab das Gerät dann 
kopfüber  einen Tag lang aufm Teppich trocknen lassen.
Sichtlich oxidiert ist nur eine Stelle wo ne Schraube durchgeht und ein 
paar Punkte neben dem LM393.
Die "weißen Ablagerungen" beschränken sich auch nur auf den kleinen 
Bereich  (das neben Barcode kommt nur wegen Blitz so rüber) und ließen 
sich leicht abwischen.
Hab die Fotos nachm Säubern mit in den Ordner 
http://212.227.251.118/img/laptop/

Strom kommt auf der Platine an, also liegt's nicht an der Buchse.
Vielleicht liegt's am ext. Netzteil. Ich mach dann mal zwei 35W Halogen 
ran und schau ob's nicht am Schaltnetzteil liegt.

Zu dem Maxim MAX8743 hab ich ne pdf mit in den Ordner, der ist 
anscheinend für Zustand (Netz / Akku) zuständig. Da könnte ich an Pin 
21/22 messen ob die 5V ankommen die dort ankommen sollten wenn das Gerät 
vom Netz aus läuft.

Wie kann ich feststellen ob der LM393 noch gut ist?

Aber bevor ich da unter Strom dran messe will ich erstmal alles 
offensichtlichere ausschließen.

Hoffe man kann's einigermaßen gut erkennen. Wenn nicht mach ich morgen 
nochmal Fotos wenn's sonnig ist. Mit Blitz erkennt man sonst gar nichts.

Autor: Detlev T. (detlevt)
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@Ralf Vogler:
Alternativ-Idee:
Hast du das Netzteil unter Last gemessen? Ich hatte nämlich einmal 
ähnlichen Ärger mit einem Schaltnetzteil, bei dem die Spannung nur 
unbelastet in Ordnung war.

Autor: Ralf Vogler (chinchilla)
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Hab mal was mit Knetmasse und Büroklammern zusammengebastelt 
(extNT_Test.JPG)
Die 2x10W Halogen leuchten in Reihe und ziehen dabei 0,78A.
Macht das das Netzteil schon unschuldig oder soll ich noch parallel 
testen oder die Spannung messen? Habe auch noch 2 35W Halogen da, die 
könnte ich auch reinmachen. NT sollte ja bis 90W ausgelegt sein. Der 
Laptop hatte im Betrieb normalerweise um die 18W gezogen.

Auf dem Teil PQ28 ist ein kleiner Punkt/Erhebung drauf, sieht man auf 
lupe1.jpg.
Hat das was zu bedeuten oder kann das schon so gewesen sein?

Auf lupe3.jpg sieht man die Seite vom LM393 die vorher so "verkalkt" 
war.


Fotos:
http://212.227.251.118/img/laptop/


Danke und Gruß
Ralf

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Ich würde mir momentan eher um die Durchkontaktierungen Sorgen machen...

(siehe Anhang)

Gruß,
Magnetus

Autor: Ralf Vogler (chinchilla)
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Stimmt, die sehen nicht gut aus. Sind aber glücklicherweise die einzigen 
zwei die so ausschauen. Hab mitm Glasfaserstift den Rost runter, der 
Linke sieht ok aus, und ich kann ca. 250 Ohm auf Masse messen. Beim 
Rechten nicht.
Kann auch nicht genau sagen wo der auf der Rückseite hingeht, denke zu 
einem 8-beinigen IC.
Habe von Platinen-Design keine Ahnung. Kann es sein dass das Loch nur 
bis zu einem Layer innen geht? Auf der Oberseite hat es anscheinenend 
keinen Kontakt zu irgendetwas.

Ich hab SMD-Flussmittel, Lötfett und FSW32 SMD-Lötdraht da, kann man 
damit so eine Kontaktierung wiederherstellen oder gibt es da etwas das 
besser "reinläuft"?

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Ralf Vogler wrote:
> Habe von Platinen-Design keine Ahnung. Kann es sein dass das Loch nur
> bis zu einem Layer innen geht?

Ja.

> Ich hab SMD-Flussmittel, Lötfett und FSW32 SMD-Lötdraht da, kann man
> damit so eine Kontaktierung wiederherstellen oder gibt es da etwas das
> besser "reinläuft"?

Wenn eine Durchkontaktierung, welche u.A. eine Verbindung zu einem der 
inneren Layer herstellen soll, weggegammelt ist, hast du ohne Schaltplan 
keine reelle Chance, da wieder was heile zu machen.

Ausserdem wissen wir immer noch nicht, wie es unter den ICs aussieht. 
Dort kann es noch viel verheerender aussehen. :(

Gruß,
Magnetus

Autor: Ralf Vogler (chinchilla)
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Eieiei, du machst mir Angst...
Ich hoff einfach mal dass es nicht so schlimm ist.
Die Löcher gehn doch aber nur so tief wie nötig oder gehn die ganz 
durch?


Hab mal unter Strom die ganzen 8-beinigen SMDs auf der Oberseite 
gemessen.
Hab die Spannungen gegenüber GND mit auf die zwei NTx_sauber.jpg-Fotos 
draufgeschrieben.
Konnte alle wichtigen Spannungen messen: die 19V vom Netzteil, 13V, 4.9V 
und 3,3V.
Denke mal die 13V sind für die 12V Spannung ok. Der Akku ist anscheinend 
komplett leer, da konnte ich auch keine Spannung messen.

Bei den 8 SMDs links vom LM393, unter denen auch der PQ28 dabei ist, 
konnte ich nirgends Spannung messen.
Die Erkennung ob das Notebook am Netz hängt funktioniert anscheinend 
noch, denn es lief nur vom Akku an wenn ich den Netzstecker nicht drin 
hatte.

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