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Forum: HF, Funk und Felder Problem 2.4GHz Antenne im Modellflieger

Autor: Thomas Kusch (Gast)
Datum: 22.04.2008 11:32

Hallo!

Ich habe ein Reichweitenproblem in einem Modellflieger. Anscheinend ist
es kein Defekt, sondern die "Eigenschaft" dieses Produkts. Mit knappen
20m ist es aber aeusserst unbefriedigend und ich wuerde dies gerne
verbessern und ich denke, dass es da durchaus Potential gibt. Leider ist
HF nicht mein Gebiet, so richte ich mich an Euch mit Bitte um
Ratschlaege :)

Zum Objekt.. Es ist ein "Kleinstflieger" mit knappen 20g Gewicht. Die
Funkverbindung laeuft ueber 2.4GHz, wobei es keine Standard-Anlage ist
(das Ding hier: http://www.kyosho.de/?page=shop/flypage&product_id=16572
).

Im Sender ist eine Standard-Lambda/4-Antenne, die aehnlich aufgebaut ist
wie die hier: http://martybugs.net/wireless/images/ducky_element.jpg.
Die Laenge des "aktiven" Teils ist jedoch knapp unter 3cm.

Seltsam ist die Loesung des Empfaengers. Im Flieger befindet sich eine
ca. 3cm x 3cm grosse Platine, die neben dem HF-Teil zwei Miniaturservos
und einen Motorregler beherbergt. An der Platine haengt als Antenne ein
ca. 11.5cm langes Drahtstueck. Kann mir jemand erklaeren wie dies
funktionieren kann? Das waere doch eine Knapp-Lambda-Antenne ohne
Gegengewicht (gross Masseflaeche ist nicht moeglich)?

Was koennte man daraus machen? Eine Lambda/2? Alles was Gewicht bedeutet
scheidet auf der Empfaengerseite aus.

Bin fuer jeden Hinweis dankbar!
Gruesse,
Thomas
Autor: Bensch (Gast)
Datum: 22.04.2008 13:08

> Das waere doch eine Knapp-Lambda-Antenne ohne
Gegengewicht (gross Masseflaeche ist nicht moeglich)?

Die braucht wohl am wenigsten eine Groundplane.
Autor: Thomas Kusch (Gast)
Datum: 22.04.2008 16:40

@Bensch: soll das heissen, bei Lambda-Antenne kann auf das Gegengewicht
verzichtet werden bzw. die jetzige Konfiguration gute Ergebnisse
erzielen muesste??

Gruss
Th
Autor: Chrissi1811 (Gast)
Datum: 22.04.2008 19:14

Eine ganz gute Lösung wäre vielleicht ein Dipol auf oder unter den
Tragflächen, z.B. mit selbstklebender Kupferfolie aufkleben und eine
dünne Lambda/2 Koax-Leitung zur Symmetrierung.
Aber vorher sollte man mal in das Datenblatt des Empfängers schauen, auf
welche Antennenimpedanz er angepasst ist, das mit dem Drahtstück hört
sich nach hochohmigen Antenneneingang an.

War die Antenne den schon dabei? Vielleicht ist sie einfach schlecht
angepasst.
Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
Datum: 22.04.2008 19:42

Ich tippe auf hundsmiserablen Empfänger.
Autor: Thomas Kusch (Gast)
Datum: 23.04.2008 07:22

Hallo!

Danke! Komme leider an den Empfaenger nicht heran (vergossen). Die
Antenne war schon so dabei. Die Laenge wundert mich, denn sie ist mit
11.5cm fuer 2.4GHz zu kurz. Die Verlaengerung um 1cm hat aber auch keine
Verbesserung gebracht.

Gruss,
Th.
Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
Datum: 23.04.2008 09:46

Ohne mehr über den Empfänger zu wissen, isses schwierig.  Könnte sein,
dass eine richtige Loop, also 12 cm Draht von Antenne nach Masse,
einigermaßen geometrisch gleichmäßig (Dreieck, Viereck, Kreis)
verteilt besser funktioniert, oder in den Tragflächen eine Art
Faltdipol unterbringen.  Im Zweifelsfalle ist bei der Empfangsantenne
mehr (umschlossene Fläche) besser, die Verluste durch die Fehlanpassung
sind oft weniger drastisch.  An,,quetschen'' einer symmetrischen
Antenne an einen unsymmetrischen Eingang ist auch nicht so tragisch,
das verzerrt nur das Strahlungsdiagramm ein wenig.  Einen Versuch ist's
zumindest wert.

Möglicherweise ist der Sender auch etwas ,,fußlahm'', aber das wirst
du ohne entsprechende Messtechnik kaum nachweisen können, geschweige
denn reparieren.

Eigentlich sollte man mit 1 mW und einem halbwegs brauchbaren
Empfänger locker 100 m und mehr überbrücken können, schließlich hast
du eine weitgehend hindernisfreie Ausbreitung.
Autor: Oszi40 (Gast)
Datum: 25.04.2008 14:15

Hallo Thomas,

der Empfänger kann auch mit Absicht etwas taub sein, da sich mit der
Antennenhöhe meist auch der Rundumempfang verbessert, was bei
Modellflugzeugen dann auch zu Fehlfunktionen durch Fremdanlagen führen
könnte.

Gruß Lutz
Autor: Gerd (Gast)
Datum: 28.04.2008 17:38

Dipol und 2,4GHz....
Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
Datum: 28.04.2008 20:11

Gerd wrote:

> Dipol und 2,4GHz....

Sehr interessanter Beitrag.

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