Datum: 24.04.2008 01:03
Hallo, da ich recht gern bastel, wollt ich mal ne kleine Funkstrecke aufbauen. Will eigentlich noch nichts konkretes übertragen, sondern erstmal hinsichtlich Programmierung schauen was da so möglich ist. Gibt ja ne Reihe netter und auch billiger Funkmodule zum Testen, aber hab irgenwie nicht so den Überblick über die möglichen Frequenzbereiche. Was sind denn die gravierenden Unterschiede zwischen den Arbeitsfrequenzen? So was ich mitbekommen hab erreicht man mit höheren Frequenzbändern auch höhere Datenraten, dafür sind die niederen Bänder besser bei der Reichweite. Stimmt das?!? Ist das alles? Danke an die Profis
Datum: 24.04.2008 08:58
Bastelmeister wrote: > Was sind denn die gravierenden Unterschiede zwischen den > Arbeitsfrequenzen? > > So was ich mitbekommen hab erreicht man mit höheren Frequenzbändern auch > höhere Datenraten, dafür sind die niederen Bänder besser bei der > Reichweite. Das kann man ungefähr so sagen. Höhere Frequenzen werden halt von ,,büroüblichen'' Materialien stärker bedämpft. Allerdings ist das nur ein Teil der Miete: mit einer Baugröße, bei der ich bei 2,4 GHz schon eine Richtantenne mit 6,5 dBi zusammen bekomme, bin ich bei 868 MHz noch unter einer Dipollänge (lambda/2) und damit bei weniger als 2 dBi. 6dB mehr wiederum sind etwa doppelte Reichweite. 433,92 MHz und 2,45 GHz sind sogenannte ISM-Bänder, also Bereiche, die für industrielle, medizinische und wissenschaftliche Zwecke gewisser- maßen ,,zum Zumüllen'' freigegeben worden sind. Neben den Störungen durch die Primär- und Sekundärnutzer (u. a. Amateurfunk im gesamten 433,92-MHz-Bereich und in der Hälfte des 2,45-GHz-Bereichs) kommen also noch mögliche undefinierte Störungen von HF-Anlagen dazu, bei denen eine Abstrahlung gar nicht gewollt ist, die aber trotzdem strahlen. Bei 2,4 GHz kommt weiterhin die relativ dichte Belegung durch andere breitbandige Datenübertragungsdienste hinzu, insbesondere IEEE 802.11. 868 MHz ist ein sogenanntes SRD-Band (short range devices), das eigens aus den Problemen mit der Nutzung der ISM-Bänder für Kurzstrecken- Datenübertragung konzipiert worden ist. Damit ist es merklich weniger zugemüllt, aber es ist derzeit relativ schmal und es gibt viel restriktivere Regelungen als auf den ISM-Bändern, besonders bezüglich der zugelassenen Einschaltdauer. Letztlich sind das aber genau die Verhaltensmaßregeln, die sicher stellen, dass das SRD-Band auch weiterhin für den Zweck benutzbar bleibt. Wenn schon 433,92 MHz, dann achte auf Qualität. Billigramsch hat dort scheunentorweite SAW-Filter und arbeitet fest auf 433,92 MHz. Bessere Teile haben ein separates schmalbandiges ZF-Filter und lassen Frequenzen im gesamten ISM-Band-Bereich zu. Trotzdem wird sie dein benachbarter Funkamateur mit ganz legalen 50 W Sendeleistung ein paar 100 kHz weiter noch außer Betrieb setzen können, aber wenigstens nicht mehr jeder Funkkopfhörer oder Autoschlüssel.
Datum: 24.04.2008 09:06
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Datum: 24.04.2008 09:32
Bei 2,4 GHz kämen noch die diversen IEEE-802.15.4-Module (,,ZigBee'') hinzu.
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