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Forum: HF, Funk und Felder Simulation vs. Realität

Autor: schwarzbeck (Gast)
Datum: 25.04.2008 10:16

bin HF Neuling, ist es noch sinnvoll jenseits 30MHz mit Programmen wie
LTspice Schaltungen zu simulieren oder bräuchte man dazu bessere
Programme die auch feldgebundene Abstrahlungen im Nah- / Fernfeld
berücksichtigen ?

Wie sieht es mir parasitären Effekten aus, müssen diese hinreichend im
Modell implementiert werden um nicht später böse Überraschungen bei
realen Messungen  zu erleben?

Und zu geht erletzt welche Programme sind für entsprechende
Problemstellung zu empfehlen?
Autor: Christoph Kessler (Firma db1uq) (christoph_kessler)
Datum: 25.04.2008 11:53

Ist der mit dir verwandt ?

Guenter Schwarzbeck, DL1BU, silent key
Dipl.-Ing. Guenter Schwarzbeck, DL1BU, ist am 2. April 2008 im Alter von
80 Jahren in Schoenau gestorben...Firma „Schwarzbeck Mess-Elektronik“...
Vorreiter bei der Entwicklung und Herstellung von
Funkstoermessempfaengern
http://www.darc.de/g/kar/
Ich habe mal seine Firma besichtigt

Zur Frage: auf Frequenzen über 100 MHz wird mit 50 Ohm Technik
gerechnet, die Software basiert üblicherweise auf den S-Parametern, z.B
die Ansoft-Software:
http://www.mikrocontroller.net/articles/Schaltungs...
Autor: Armin (Gast)
Datum: 25.04.2008 12:22

Wenn du mit Analog Devices sachen rumspielst dann kannst du auch mal auf
der Seite von denen einige Tools herunterladen.
Ansonsten Filtertools gibt es genügend im Internet mit denen man solche
Sachen simulieren kann.
Es gibt noch Microwave Office.
Es gibt glaub ich auch eine Studentenversion von Ansoft und AWR
Microwave Office.
Autor: schwarzbeckantenne (Gast)
Datum: 25.04.2008 12:56

ne Dr. Schwarzbeck is nich zu mir verwandt

wie sieht es aus wenn man z.b. weder Quellen- nach Senkenimpedanz kennt?
Autor: Kupfer Michi (Gast)
Datum: 25.04.2008 16:21

Bei 30MHz ist 1/10 der Wellenlänge immer noch gross gegenüber den
üblichen Schaltungsdimensionen, d.h. man kann in erster Näherung immer
noch davon ausgehen, dass am Anfang und Ende einer Leitung die gleiche
Spannung herrscht. Effekte wie Laufzeit, Reflektion, etc. können also
zunächst vernachlässigt werden.

Was man bei 30MHz jedoch schon nicht mehr vernachlässigen kann sind die
ganzen parasitären Effekte. Es ist also sinnvoll an den kritischen
Stellen bei den idealen R/L/Cs die parasitären Werte mit anzugeben,
ebenfalls für die kritischen Verbindungsleitungen ein paar nH zu
spendieren.

Damit kommt man schon um einiges weiter und gewinnt Erkentnisse über die
neuralgischen Punkte.

Kommt man weiter in den VHF/UHF Bereich wirds in LTSpice etwas mühsam.
Das Arbeiten mit TLine Elementen ist dann angesagt.
Ist halt alles ne Frage wie weit du über 100MHz hinaus kommen willts.

Hier findest du wie man S-Parameter aus einer Simulation Extrahiert:
http://w7zoi.net/S-param%20extraction.pdf

Wie man S-Parameter mit einem .SUBCKT einbettet wurde vor kurzem
behandelt.
Autor: schwarzbeckistdiehaselnuss (Gast)
Datum: 25.04.2008 18:30

ich sollte bis 200MHz kommen. Und ihr meint mit LTspice kommt man
ziemlich weit?
Autor: gast (Gast)
Datum: 25.04.2008 18:42

hat sich jemand schon mal mit den parasitären Effekten von Kermaik C's
spez. MLCC beschäftigt?
Das ja ein übelster Rotz. Bin schon 3 Tage dran mal ein vernüftiges
Model für Pspice zu finden.
Mußte feststellen dass jeder Hersteller eine andere Resonanzfrequenz hat
bei ein und dem selben C z.B. 1uF.
Das Tolle ist, unser LCR Meter misst auch total im Nebel rum, dient also
auch nicht also Refferenz. Theoretisch müßte dieses richtig messen das
es ich um eine Vierdraht Messung handelt, aber ich denke mal es liegt
auch noch an der Kalibrierung. Aber kann sich jemand erklären wieso
dieses drecks Ding (Hioki) um Faktor 1000 vom Wert ausm Datenblatt
abweicht, dass hab ich noch nie erlebt.
Autor: Nicht_neuer_Hase (Gast)
Datum: 25.04.2008 19:29

"Aber kann sich jemand erklären wieso
dieses drecks Ding (Hioki) um Faktor 1000 vom Wert ausm Datenblatt
abweicht, dass hab ich noch nie erlebt."

Da ist offenbar etwas faul ...
Wenn das Messgerät nicht einfach def. ist, ...
liegt vielleicht doch ein systematischer Fehler vor ???

Gruss
Autor: Martin L. (mla)
Datum: 25.04.2008 22:56

Man kann ziemlich gut, auch noch im dreistelligen MHz Bereich, mit Spice
simulieren. Das hilft jedenfalls dem Verständnis und man kann so auch
recht schnell schlechte von brauchbaren Konzepten trennen.
Was idR. aber nicht mehr stimmt sind die Ein- und Ausgangsimpedanzen von
den Halbleitern. Dafür sind die Modelle einfach nicht gemacht.
Entsprechendes gilt für die genauen Verstärkungen.
Weil man gerade bei der Anpassung auch bei den besseren Tools nicht so
wirklich sicher sein kann kommt man aber um einen Testaufbau oft nicht
herum. Und den kann man dann ja an den Networkanalyser hängen und die
Anpassnetzwerke gleich "richtig" ausrechnen.

Viele Grüße,
 Martin L.
Autor: Nicht_neuer_Hase (Gast)
Datum: 26.04.2008 12:24

Wenn das Modell Spice und seine Derivate etwas taugt ( kann man wohl von
ausgehen ), stimmt's bei jeder Frequenz ( soweit der
Variablen-Wertebereich noch eingehalten ist ).

Der Anwender muss halt nur realistisch modellieren ( nichts für mich ! )
...

Gruss

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