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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Maybritt Illner am Do - Familienvater mit 3600€ netto

Autor: Tom (Gast)
Datum: 26.04.2008 15:19

Hallo zusammen,

hat jemand von euch diesen Do Maybrit Illner gesehen? In der Sendung war
ein Familienvater mit 3 Kindern, der mit 3600€ netto(!) (inkl.
Kindergeld) nicht auskommt. Seine Frau arbeitet auch (Teilzeit als OP
Schwester, er ist kath. Gemeindereferent) Hallo? Gehts noch?
Das hat mich ziemlich empört. Dieser Herr braucht sich über den Staat
überhaupt nicht beschweren, da er der größte Nutznießer ist. In den
obigen Berufen verdient man im Normalfall nicht so gut, deswegen ist der
Abstand zwischen Brutto und Netto hier sehr gering.
Wen das so weitergeht, wird man als arbeitender Single immer mehr
ausgebeutet... Manchmal nervt mich der Sozialstaat enorm..
Autor: 3348 (Gast)
Datum: 26.04.2008 15:23

Wer nicht jammert erweckt den Eindruck es gehe ihm zu gut. Man kann
immer nochmals einen Tausender mehr verpuffen.
Autor: Gunb (Gast)
Datum: 26.04.2008 16:38

Ja,

habe ich auch gesehen. Nachdem vor einigen Wochen auf der ARD in "Hart
aber Fair" Frau Kastenhuber, deren genaue monatlichen Ausgaben man auf
der entsprechenden Website ansehen kann, hat nun auch das ZDF jemanden
mit 3600,-€ Nettoverdienst eingeladen. Auch Frau Kastenhuber hatte rund
3600,-€.

Sie ist Sozialpädagogin, der o.g. Familienvater katholischer
Gemeindereferent. Ich muss mich auch immer wieder wundern, wieso in
solchen Sendungen immer wieder diese sozialen Dienstleister sitzen,
statt Leute aus der Wirtschaft - zumindest mit normalen Gehalt und nicht
wie der Herr von EON.

Man sollte diese Jammerlappen mal 1 Jahr in Unternehmen arbeiten lassen.
Dann fehlt ihnen erst einmal die Zeit zum Jammern und sie bekommen mal
einen Eindruck, wie andere ihr Geld verdienen und was denen dann davon
übrigbleibt.

Echt, die setzen Kinder in die Welt und wollen nirgendwo Abstriche
hinnehmen. Zahlen sollen's dann die, die eh nur noch arbeiten und froh
sind, wenn sie als Single überhaupt noch ein wenig Lebensstandard
jenseits der Familie haben dürfen. Und Jobs sind in der Wirtschaft auch
schwerer zu behalten.

Aber sich gegen die von Politikern angeheizte Meinung, alle Singles
seien nur Partygänger und hinter dem Geld her, kann man sich kaum noch
wehren. Die Realität sieht anders aus, aber das ist ein anderes Thema -
nämlich eines, dass keiner diskutieren will. Wenn man sich da schon
diese realitätsfremde Familienministerin ansieht...

Der Mann soll - VERZEIHUNG - einfach den Mund halten. Wenn jemand
1100,-€ für's Haus im Monat abbezahlt, und dies mit 3 Kindern kann, und
dann noch immer nach allen Abzügen 400,-€ übrig hat, dann geht's im gut!
Meine Eltern konnten mit 2 Kindern jedenfalls keine umgerechnet rund
2200,- DM im Monat an Schulden für's Haus tilgen.

Da fehlen einem irgendwo die Worte (auch wenn's jetzt ziemlich lang
geworden ist).
Autor: Wasser (Gast)
Datum: 26.04.2008 17:13

>Ich muss mich auch immer wieder wundern, wieso in solchen Sendungen >immer wieder
diese sozialen Dienstleister sitzen, statt Leute aus der >Wirtschaft

Wundert mich garnicht. Mich würde es auch nicht wundern wenn Redaktionen
extra solche Menschen einladen und den Eindruck zu vermitteln guckt mal
euch gehts doch spitze und ihr seht das einfach nicht.

Mich nervt auch immer wenn Gäste Politikern Fragen stellen dürfen.

1. Politiker erzählt irgendwas
2. Gast bekommt Mikro hingehalten ( Meist an so ne langen Stange ) darf
Fragen/Antworten .
3. Poltiker darf reagieren, jeden erdenklichen Mist erzählen.
4. Gast bekommt das Mikro nicht mehr und somit nicht die Gelegenheit die
Aussagen von Punkt 3 zu wiederlegen oder in irgendeiner Form darauf
einzugehen.

Das ganze nennen die dann imer Diskusion.


Achtet mal drauf.
Autor: Peter Zwegat (Gast)
Datum: 26.04.2008 17:40

Publikum in Talkshows sind das peinlichste was die Fernsehbranche zu
bieten hat.
Autor: besorgter Bürger (Gast)
Datum: 26.04.2008 17:40

Die Sendung habe ich ebenfalls mit Interesse verfolgt. Der Mann hat sich
nicht nur beschwert das er rund 1000 Euro zu wenig hat, er klagt auch
derzeit vor Gericht (Sozialgericht?? Verwaltungsgericht??) ihm stünde
irgend ein steuerlicher Nachlass oder Ausgleich wegen seinen Kindern zu
(war etwas schwer in der Kürze gegen Ende nachzuvollziehen was genau er
meinte).

Wie auch immer, ich glaube hier ist mal wieder der falsche Gast
eingeladen worden, in einer Sendung, die ich ansonsten durchaus schätze.
Die Einkommenssituation vieler anderer ist sehr viel schlechter, wer
eben gerade den Länderspiegel gesehen hat weiß was ich meine. Dort wurde
eine Tafel in München gezeigt die gerade in den letzten Wochen/Monaten
aufgrund der Erhöhung der Lebensmittelpreise einen starken Zulauf
bekommen hat. Mittlerweile hat München laut LS über 177.000 Bürger die
an oder unter der Armutsgrenze leben (auch viele 400 Euro Jobber).

Bemerkenswert war in der Sendung von Maybritt Illner für mich dieser
Satz von Guido Westerwelle (fast wörtlich):

"5 Millionen Erwerbstätige sind aus der Mittelschicht herausgefallen und
in
die sog. armutsgefährdete Schicht abgerutscht"

Da es in Deutschland immer noch in den Wirtschaftseliten en vogue ist
Deutschlands zunehmende Armut herunterzureden, zu verharmlosen oder gar
ganz zu leugnen, wie das der Dauergast politischer Talksendungen
Hans-Olaf Henkel macht, fand ich es bemerkenswert solch eine Aussage
endlich mal aus der Spitze der FDP zu hören. Die Frage ist halt nur
welche Schlussfolgerungen daraus entstehen.
Autor: besorgter Bürger (Gast)
Datum: 26.04.2008 17:43

>Publikum in Talkshows sind das peinlichste was die Fernsehbranche zu
>bieten hat.

Durchaus nicht, sie sind nur nicht so aalglatt und redegewandt wie der
Berufspolitiker oder die Interessen-Lobbyisten. Außerdem erwischt man
die Leute meistens unvorbereitet, während die "Profigäste" mit
ausgearbeiteten Manuskripten in die Sendung kommen. Nehme mal dem
Moderator seinen Zettel weg und die Sendung wird auch nicht mehr die
gleiche sein. ;)
Autor: Andreas (Gast)
Datum: 26.04.2008 20:46

>In der Sendung war ein Familienvater mit 3 Kindern,
>der mit 3600€ netto(!) (inkl. Kindergeld) nicht auskommt.


Bevor Ihr Euch über so was aufregt, empfehle ich einfach mal,
nachzurechnen.
Es kann durchaus schwierig sein, mit so etwas auszukommen.

Nur mal so zum Mitrechnen, bei mir sieht es so aus:
Kredit Zins + 1% Tilgung: 1.700 Euro pro Monat.
Privatversicherung für mich: 280 Euro
Privatversicherung für meine Frau: 360 Euro
Privatversicherung für beide Kinder: zusammen 280 Euro
Nebenkosten für das Haus: 500 Euro
Haushaltshilfe Minijob: 380 Euro

So, 3.600 Euro fast erreicht.
Aber noch nicht drin:
- KFZ
- Lebensmittel
- Kleidung
- Musikunterricht Kinder
- Sport
- Hobbies
- Urlaub
- Oper/Theater
- Altersvorsorge
- etc. pp.

Ich kann mich nicht beschweren, bei uns bleiben netto so ca. 7.000 pro
Monat hängen, so daß wir über die Runden kommen, aber es ist durchaus
so, daß das Leben teuer geworden ist, so daß 3.600 Euro knapp werden
können.

Einfach mal über den Tellerrand rausschauen!
Autor: Stefan (Gast)
Datum: 26.04.2008 21:04

...so isses. Man will die Hütte auch in absehbarer Zeit auf Null haben.

Viel Erfolg.

t-8 jahre

:-)
Autor: Thomas Ranseier (ziggy)
Datum: 27.04.2008 03:39

Andreas wrote:

> Einfach mal über den Tellerrand rausschauen!

Genau das solltest du auch tun.

Am besten du liest dir nochmal in aller Ruhe deinen Beitrag durch und
schreibst zur Strafe hundertmal:
- Ich werde niemals wieder so einen Scheiß verzapfen. -
Autor: Karl Ramseier (Gast)
Datum: 27.04.2008 09:20

> Nebenkosten für das Haus: 500 Euro

Cool, dass ist weit mehr als ich hier für meine Bude mit allen
Nebenkosten und Doppelgarage (der Trend geht zum Zweitfahrzeug :-D )
zahle. Vielleicht einfach mal ein bisschen auf dem Boden der Realität
bleiben, dann klappt's auch mit 3600 Teuros im Monat.

Gruß
Autor: Herbert von Caravan (Gast)
Datum: 27.04.2008 09:49

Jawoll! ....und schon ist das Ziel dieser Art von Sendungen erreicht:

Die Leute zerfleischen sich untereinander, weil die Propaganda gewirkt
hat.

So lange sich die Menschen mit solchen Lappalien befassén, haben sie
keinen
Sinn für die realen Probleme.

Hochachtungsvoll
Herbert von Caravan
Autor: Torsten (Gast)
Datum: 27.04.2008 10:06

Ich als Student wäre froh über das Geld :)
Ja selbst 400 Euro wären schon viel hoffentlich kommen keine
Studiengebühren dann kann ich mir ein Plätzchen unter der Brücke suchen!
Autor: Gast123 (Gast)
Datum: 27.04.2008 10:25

> Nur mal so zum Mitrechnen, bei mir sieht es so aus:
> Kredit Zins + 1% Tilgung: 1.700 Euro pro Monat.
> ...
> Haushaltshilfe Minijob: 380 Euro
> Nebenkosten für das Haus: 500 Euro
Ich hoffe in den 500€ ist der Gärtner schon drin, sonst wärs wirklich
viel. Da könnte man doch bestimmt noch was sparen.

Also nochmal mit spitzem Bleistift nachrechnen, ob da nicht nochwas
rauszuholen ist.

Andreas, netter Versuch, leider aufgeflogen und als Troll enttarnt.
Autor: Tom (Gast)
Datum: 27.04.2008 10:40

@Andreas: 7000€ netto? So viel verdienen die meisten Ingenieure nicht
mal brutto! Ich sehe deinen Betrag eher als Scherz an..
Autor: Gast (Gast)
Datum: 27.04.2008 10:53

> Es kann durchaus schwierig sein, mit so etwas auszukommen.
>
> Nur mal so zum Mitrechnen, bei mir sieht es so aus:
> Kredit Zins + 1% Tilgung: 1.700 Euro pro Monat.
> Privatversicherung für mich: 280 Euro
> Privatversicherung für meine Frau: 360 Euro
> Privatversicherung für beide Kinder: zusammen 280 Euro
> Nebenkosten für das Haus: 500 Euro
> Haushaltshilfe Minijob: 380 Euro

...

> Ich kann mich nicht beschweren, bei uns bleiben netto so ca. 7.000 pro
> Monat hängen, so daß wir über die Runden kommen,
                           ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

R O T F L

Ja, manche haben's echt schwer. Muss man am Ende vielleicht noch das
Dienstmädchen loswerden!1111
Autor: Gunb (Gast)
Datum: 27.04.2008 10:56

@Andreas:

Wohl von einem der grossen Finanzdienstleister beraten worden, wie?
Deine finanzielle Aufstellung treibt einem die Tränen in die Augen.
Autor: Gunb (Gast)
Datum: 27.04.2008 10:59

@Andreas:

Mann, Mann, Mann, der April ist doch zu Ende - dein Scherz kommt zu
spät.

So kann man nur sagen:

Ja Mai, ja Mai!
Autor: Holger Krull (krulli) Benutzerseite
Datum: 27.04.2008 11:03

@Andreas
Wenns Geld nicht mehr reicht, dann beantrage doch noch zusätzlich
Leistungen nach SGB II. Das ist dein gutes Recht...
Autor: Prasser & Jammerer (Gast)
Datum: 27.04.2008 11:53

Teures Haus ? Privatversicherungen ? Haushalthilfe ? Ja, da kann man gut
jammern.
Autor: me (Gast)
Datum: 27.04.2008 12:11

Ihr glaubt den Scheiss?

Ohoh ...
das sind doch nur Möchtegern-Schauspieler. Die bekommen ne Rolle
zugeteilt für das nächste Thema, die sie möglichst überzeugend spielen
müssen und fertig.

Da guck ich doch lieber Werbung als TalkShows, was schlechteres hat das
Fernsehn ja wohl kaum zu bieten.

---
Seit Jahren schaue ich gar kein Fernsehen mehr (hör auch nur noch selten
Radio, ausnahme Streams), sondern nur noch (zum Abendessen) ein paar
(gute) Serien im engl. Original.
Als ich ab und zu noch mal fern gesehen hab, habe ich sogar gute Filme
nicht zuende geschaut wegen der vielen Werbung im Film (bzw. dem wenig
Film in der Werbung!).


VG!
Autor: Betrachter (Gast)
Datum: 27.04.2008 12:39

Er hat aber recht.
Auch wenn es manche nicht wahrhaben wollen es gibt Leute die so viel
verdienen!!! (für manche kann es das nicht geben das andere mehr
verdienen als sie selbst)
Kann sein das er es alleine verdient, oder mit Frau zusammen 7000€ hat,
aber es geht.
Lass ihn 5000 haben und die Frau 2000 und schon hasts.
Das mit den Kosten kommt auch hin. Je nachdem was man für Ansprüche und
für einen Lebensstandart hat. Ist der eben recht ausgefallen oder
großzügig, können 3000 oder 4000€ schnell weg sein.
Gejammert hat er auch nicht, soweit ich gelesen habe hat er nur
aufgezeigt das sowas schon möglich ist.
Wenn jemand da aber jammert, ist es halt jammern auf höherem Niveau.
Autor: Tom (Gast)
Datum: 27.04.2008 12:48

@Betrachter:
Mit einem solchen Gehalt gehört man aber mit Sicherheit nicht mehr zur
Mittelschicht. Vor kurzem wurde vom deutschen Bundestag eine Anfrage der
FDP zur Brutto-Netto Problematik beantwortet. Demnach haben im Jahr 2003
nur ca. 800.000 Personen so viel verdient, dass sie den
Spitzensteuersatz zahlen mussten, der bei ca. 52000€
Bruttojahreseinkommen beginnt. Bei den 800.000 wurden bereits
zusammenveranlagte Ehegatten berücksichtigt.

Meistens verdienen dienjenigen mit derartig hohen Einkommen ihr Geld
nicht allein durch die Arbeit. Das ist in D kaum möglich. Meist stammen
diese reich ab, und erhalten zusätzliches Geld in Form von
Mieteinnahmen, etc.
Autor: Betrachter (Gast)
Datum: 27.04.2008 13:40

Kann schon sein das bei manchen mehrere Einnahmequellen vorliegen. Das
bietet sich ja auch an wenn man etwas mehr Geld hat noch in andere
Einnahmequellen zu investieren.
Das es kaum möglich ist so viel zu verdienen würd ich nicht so pauschal
sagen, schau dir doch einmal die Abteilungsleiter und Manager von
größeren Firmen an, die verdienen teilweise nicht gerade wenig.
Autor: Tom (Gast)
Datum: 27.04.2008 13:48

@Betrachter: Ja, es stimmt, dass die Abteilungsleiter in den großen
Firmen sehr gut verdienen. Aber die Anzahl ist recht überschaubar...
Wenn es in jedem der DAX30 Unternehmen ca. 5000 gibt, dann sind es
gerade mal 150.000...
Autor: Betrachter (Gast)
Datum: 27.04.2008 15:57

Von wo bis wo geht denn die Mittelschicht wenn man bei 7000€ nicht mehr
dazugehört, ich würd sowas als obere Mittelschicht bezeichnen. Bzw. ab
wann geht denn die Oberschicht los?
Autor: Tom (Gast)
Datum: 27.04.2008 16:11

Alle, die im Jahr über 100.000€ brutto verdienen, würde ich der
Oberschicht zuordnen. Und bei 7000€ netto ist dies klar der Fall.
So viel verdient nämlich nicht mal ein leitender Arzt an einer
Universitätsklink oder ein Professor..
Autor: Also nee (Gast)
Datum: 27.04.2008 18:11

> Es kann durchaus schwierig sein, mit so etwas auszukommen.

Klar. Auch Michael Jackson hat's geschafft, pleite zu gehen.

> So, 3.600 Euro fast erreicht.

Dir ist schon klar, daß man als besserverdienend gilt, wenn man die
Hälfte davon bekommt?

> Aber noch nicht drin:
>
> - KFZ
> - Lebensmittel
> - Kleidung
> > - Musikunterricht Kinder
> - Sport
> - Hobbies
> - Urlaub
> - Oper/Theater
> - Altersvorsorge
> - etc. pp.

Ja, da fehlen ja noch die Yacht, der Pool, das Sommerhaus und die Ponys
der Kinder.

> aber es ist durchaus so, daß das Leben teuer geworden ist, so daß 3.600
> Euro knapp werden können.

Was sollen die Familien sagen, die mit unter 1000 Euro brutto
auskommen müssen?

> Einfach mal über den Tellerrand rausschauen!

Das solltest du allerdings mal tun, ja.
Autor: Gast NRW (Gast)
Datum: 28.04.2008 10:19

Hallo zusammen,

überlegt mal 1.100,-€ fürs Haus.

Das enspricht ner Kreditaufnahme von 250.000 bis 300.000€.

Da man in Deutschland immer noch von 20% Eigenanteil spricht müssen die
sich schon ein grössere Haus gekauft haben.

Wenn man dann stöhnt kann ich nur sagen - evtl. falsche Prioritäten
gesetzt ?

Übrigens ich habe auch 2 Kinder und verdiene als Ing. nicht schlecht
(Etwas mehr als die 3600 netto incl. Kindergeld). Will aber nicht
klagen. Wegen der tollen Kinderbetreungsituation (NRW) kann meine Frau
momentan nicht arbeiten gehen. Und nach einem anderen Thread hier gehöre
ich damit schon zu den asoluten oberen 10% von den
Einkommenssteuerpflichtigen Einkommen:

https://www-ec.destatis.de/csp/shop/sfg/bpm.html.c...

In den Talkshows werden immer wieder "leider" nicht representative Leute
eingeladen - Und ich vermute auch dadurch bekommen unsere Politiker ein
falsches Bild der Wirklichkeit.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 28.04.2008 10:25

vielleicht verdienen die Leute beim Fernsehen (von unseren Gebühren)
soviel, dass 3.600,-€ bedauernswert ist!
Autor: Rufus t. Firefly (rufus) (Moderator)
Datum: 28.04.2008 10:40

> Demnach haben im Jahr 2003 nur ca. 800.000 Personen so viel
> verdient, dass sie den Spitzensteuersatz zahlen mussten, der
> bei ca. 52000€ Bruttojahreseinkommen beginnt.

52k€ p.A.? Das bekommt man sogar mit einem Tariflohn hin, Metall NRW
T6.4*
sind netto 4394,39€ p.M.

4394,39 * 12 = 52732,68

Und das ohne 13. Monatsgehalt und ohne irgendwelche Leistungs- oder
Sonstwaszulagen.

Mit 35 Stunden in der Woche.


Ist ja toll, daß die Steuerprogression darüber bereits aufhört.


*) Quelle:
http://www.metallnrw.de/download/METALL%20NRW-%20E...,
Tabelle "Tarifentgelte
(Tarifgehälter und feste ERA-Leistungszulagen)
für kaufmännische und technische Tarifangestellte"
Gruppe K6/T6 nach dem 3. Beschäftigungsjahr.
Autor: Axel (Gast)
Datum: 28.04.2008 11:46

Nun, 250 - 300k€ zahlt man in einigen Regionen auch schnell mal für ein
Reihenhaus.

Aber ich frage mich wirklich, wie das manche Leute schaffen. Das geht
eigentlich nur, wenn man wichtige Versicherungen (Berufsunfähigkeit,
Risikolebensversicherung in angemessener Höhe z. B.) und Altersvorsorge
(alleine Riester sind ja fast 200€/Monat) sträflich vernachlässigt.

Die 3600€ reichen bei uns mit zwei Kindern jedenfalls auch nur gerade
so. Manche Kosten wie Kindergarten sind ja auch nach Einkommen
gestaffelt, wir kommen da dann lecker auf zweimal Höchstsatz von jeweils
160€.

Und Mallorca ist davon auch nicht mehr drin, wenn die Kinder in die
Schule kommen.

Nicht das ich Grund zur Klage hätte, aber mit einer Familie ist das Geld
schnell weg.

Gruss
Axel
Autor: Tom (Gast)
Datum: 28.04.2008 18:37

>52k€ p.A.? Das bekommt man sogar mit einem Tariflohn hin, Metall NRW
>T6.4*
>sind netto 4394,39€ p.M.

Ja, aber wie viel Prozent der Angestellten ist in der höchsten
Tarifgruppe? Und ATler wird es sicher nicht in Massen geben..
Autor: Betrachter (Gast)
Datum: 28.04.2008 19:56

Sin schon ´n paar. ;-)
Autor: Dieter Werner (dds5)
Datum: 28.04.2008 19:56

> 52k€ p.A.? Das bekommt man sogar mit einem Tariflohn hin, Metall NRW
> T6.4*
> sind netto 4394,39€ p.M.
>
> 4394,39 * 12 = 52732,68

Ähem, muss man in NRW keine Steuern und Sozialabgaben bezahlen?

Das sieht mir eher nach Bruttoeinkommen aus.
Autor: Tom (Gast)
Datum: 28.04.2008 19:59

Soviel ich weiß, war es früher auch so, dass man nur mit einem
Hochschulabschluss in die höchste Tarifgruppe gelangen konnte. Mit ERA
ist das jetzt anders, oder?
Allein durch diese Tatsache, wird der Personenkreis schon stark
eingeschränkt, da meines Wissens nach nur ca. 15% aller Arbeitnehmer
Akademiker sind..
Autor: Betrachter (Gast)
Datum: 28.04.2008 20:24

Man ist je nach Abschluß in einer anderen Tarifstufe eingestiegen und
mit der Zeit dann nach oben "gewandert".
Autor: Rufus t. Firefly (rufus) (Moderator)
Datum: 28.04.2008 23:34

@Dieter Werner:

Mist, Du hast natürlich recht. Da habe ich wohl Nutto und Bretto
vertauscht, aber das darf man, da ja das auch die Kanzlerette schafft.

An der Grundaussage ändert das aber nichts, bei den 52 k€ ging es ja um
das zu versteuernde Einkommen, vulgo Brutto.
Autor: Andreas (Gast)
Datum: 28.04.2008 23:39

Jetzt muss ich mich doch noch einmal zu Wort melden, da ja leider hier
einige Leute nicht mal ansatzweise versucht haben, mitzudenken.
Ein grosses Lob an Betrachter, er hat es verstanden und liegt mit seiner
Schätzung ziemlich gut.
Ich bin selbständig und meine Frau ist Beamtin. Ich habe auch nicht über
meine Situation gejammert, ganz im Gegenteil, ich weiß sehr wohl, daß
wir bei der momentanen Situation in Deutschland sicherlich zu den
10%-15% gehören, denen es finanziell am besten geht, und das liegt auch
ganz sicherlich nicht (nur) an eigener Leistung, es ist wohl auch sehr
viel Glück dabei.

Ich wollte nur darauf hinweisen, daß viele Antworten zum
Ursprungsbeitrag schlichtweg unsachlich sind.

Ein paar Kommentare noch:
>Nebenkosten für das Haus: 500 Euro
Ja, unser Haus ist etwas größer als der Durchschnitt, ca. 300qm
Wohnfläche, und das Grundstück liegt in einer etwas teureren Gegend.
Kosten im Detail habe ich jetzt nicht, aber so grob:
150 Euro Strom pro Monat (OK, könnte sicherlich ein bißchen weniger
sein)
25 Euro Wärmepumpe + Lüftungsanlage
30 - 50 Euro für die Gemeinde (Ab-/Wasser, Müll, Grundsteuer,
Winterdienst, etc.)
50 Euro Versicherungen
50 - 75 Euro Gartenpflege
150 Rücklage für Wartung Haus/erste Renovierung
So, was ist daran jetzt nicht verständlich oder unglaubwürdig?

>Das enspricht ner Kreditaufnahme von 250.000 bis 300.000€.
>Da man in Deutschland immer noch von 20% Eigenanteil spricht müssen
>die sich schon ein grössere Haus gekauft haben.

Recht gut geschätzt, es liegt etwas höher. Das Eigenkapital war aber
höher und das Grundstück hatten wir schon früher gekauft.


>Wenn man dann stöhnt kann ich nur sagen - evtl. falsche Prioritäten
>gesetzt ?

Wo habe ich gestöhnt? Ich habe nur gesagt, daß man mit 3.600 durchaus
schon am Limit sein kann.


>Aber ich frage mich wirklich, wie das manche Leute schaffen. Das geht
>eigentlich nur, wenn man wichtige Versicherungen (Berufsunfähigkeit,
>Risikolebensversicherung in angemessener Höhe z. B.) und Altersvorsorge
>(alleine Riester sind ja fast 200€/Monat) sträflich vernachlässigt.


Naja, das hängt auch immer davon ab, in welchem Alter und bei welcher
Gesundheit/welchem Beruf man diese Versicherungen abschließt.
Meine BU kostet aus dem Gedächtnis heraus keine 100Euro pro Monat
(Beitragsrückzahlung eingerechnet, bei 4.500/Monat Leistung im BU-Fall,
Laufzeit bis 60 Jahre).
Lebensversicherung ist ebenfalls nicht weiter nennenswert und
Leistungssumme fällt mit der Abzahlung des Kredits.


>Die 3600€ reichen bei uns mit zwei Kindern jedenfalls auch nur gerade
>so. Manche Kosten wie Kindergarten sind ja auch nach Einkommen
>gestaffelt, wir kommen da dann lecker auf zweimal Höchstsatz von jeweils
>160€.

Na, das ist ja noch richtig preiswert, wir zahlen über 400,- Euro pro
Kind.
Wenn das mal gerecht ist, daß wir für dieselbe Leistung ein Mehrfaches
zahlen wie andere. Und das, obwohl wir auch mehr Steuern zahlen.

Wie dem auch sei, ich kann jedenfalls den genannten Familienvater aus
dem Ursprungsposting gut verstehen.
Autor: Punktrichter (Gast)
Datum: 29.04.2008 07:41

@Andreas
nein, den zitierten Herrn aus dam Anfangsposting solltest Du eben nicht
verstehen, da dieser mit seiner Situation unzufrieden ist und jammert.
Du jammerst ja anscheinend nicht, oder verstehe ich das falsch?
Es ist wohl ein ureigenes menschliches Prinzip, dass man immer mehr
will. Das ist wohl genetisch bedingt und hat uns bei der Evolution auch
geholfen. Aber moralisch verwerflich würde ich das in jedem Fall nennen.
Autor: .Gast. (Gast)
Datum: 29.04.2008 08:30

@Andreas:
> Ich habe nur gesagt, daß man mit 3.600 durchaus schon am Limit sein kann.
Das mag dein persönlich gesetztes Limit sein, das du aus deinem selbst
verdienten Geld auszugeben bereit bist. In dem angesprochenen Fall gehts
darum, dass der Herr mit 3600€  nicht auskommt und Leistungen vom Staat
einfordern will (so habe ich das verstanden), also sich das von der
Gemeinschaft zahlen lassen will. Ich glaube da besteht ein geringfügiger
Unterschied. Ich hoffe da stimmst du uns zu.
Autor: Betrachter (Gast)
Datum: 29.04.2008 09:32

Da besteht allerdings ein kleiner Unterschied.;-)
Denn man kann mit dem Geld gut zurechtkommen und man kann eben nicht gut
zurechtkommen, je nachdem wie die eigenen Vorstellungen und
Lebensverhältnisse sind. Bei diesem Gehalt noch was vom Staat zu wollen
ist natürlich Schwachsinn, dann sollte man erstmal bei sich selbst
schauen wo das Geld denn hinkommt und wo Möglichkeiten zum sparen sind,
weil eben andere mit weniger auch gut zurechtkommen.
Autor: Zardoz (Gast)
Datum: 29.04.2008 13:57

> Bei diesem Gehalt noch was vom Staat zu wollen ist natürlich
> Schwachsinn, dann sollte man erstmal bei sich selbst schauen
> wo das Geld denn hinkommt und wo Möglichkeiten zum sparen sind,
> weil eben andere mit weniger auch gut zurechtkommen.

Ganz so schwachsinnig ist das nun auch wieder nicht, denn bei dem
Einkommen dürfte zunächst mal der Staat eine ganze Menge vom
Steuerzahler bekommen. Und der Vergleich mit denen, die auch mit weniger
gut zurechtkommen, läuft immer auf eine Nivellierung der individuellen
Leistung hinaus. Was wiederum letztlich zu einer Senkung der
gesellschaftlichen Gesamtleistung mit entsprechenden Wohlstandsverlusten
für alle führt.

Nice week,
Zardoz
Autor: Punktrichter (Gast)
Datum: 29.04.2008 14:17

sicher zahlt ein Gutverdienender mehr Steuern als ein Normalverdiener.
Darum wird ja auch dei Reichensteuer kontrovers diskutiert.
Fakt ist dennoch, dass das Anspruchsdenken hier m.E. krass schief liegt.
Autor: Zardoz (Gast)
Datum: 29.04.2008 14:31

> Fakt ist dennoch, dass das Anspruchsdenken hier m.E. krass schief liegt.

Verstehe ich das richtig: Wer viel beiträgt zur Finanzierung des Staates
und der Sozialversicherungen, der zeigt krasses Anspruchsdenken, wenn er
darauf hinweist, daß es so ist. Und wer nicht nur nichts beiträgt,
sondern von Transferzahlungen lebt, dem muß dringend noch mehr gegeben
werden?

Hier liegt ganz etwas anderes krass schief ...

Nice week,
Zardoz
Autor: Dennis (Gast)
Datum: 29.04.2008 14:42

Seit Tagen kursieren hier andauernd diese Threads und keiner gönnt dem
anderen auch nur einen cent...

Leute was soll denn der Quatsch? Wenn jmd 50000 im Jahr bekommt, dann
ist das doch kein Grund denjenigen anzuprangern, diese Stimmung ist doch
mal voll daneben...

Ich hab mal einen Bericht gesehen der vergleicht wie Deutsche und
Amerikander über ihr Gehalt reden. In Deutschland redet man eigentlich
gar nicht drüber und wenn jmd den Mund aufmacht dann ist das gleich
irgendein "managerschwein"...
In Amerika klopft man sich dagegen gegenseitig auf die Schulter und
bveglückwünscht sich das es so wohl so gut läuft. Warum darf ein anderer
nicht mehr verdienen und warum dürfen (jetz auf andere Studententhreads
bezogen) Studiumsabsolventen nicht für ihre Leistung ein entsprechendes
gehalt erwarten...

Wen kümmert es das jemand anders mehr verdient, hier wird niemandem auch
nur ein cent gegönnt.

So ein Quatsch...
Autor: Punktrichter (Gast)
Datum: 29.04.2008 14:53

@Zardos, dem Allwissenden
>>Und wer nicht nur nichts beiträgt,
>>sondern von Transferzahlungen lebt, dem muß dringend noch mehr gegeben
>>werden?

Ich muss wohl psychologische Hilfe in Anspruch nehmen, um aus meinen
Zeilen diese Aussage abzuleiten.
Offenbar bin ich diesem Thema nicht gewachsen.
Verzeiht, Meister.
Autor: Mousse-T (Gast)
Datum: 29.04.2008 15:19

@Dennis

Voll und ganz zustimm. Das ist aber leider die deutsche Menatlität
;-)...
Autor: Betrachter (Gast)
Datum: 29.04.2008 20:33

Stimmt, gibt wenige Leute die übers Geld reden können bzw. einem auch
etwas gönnen.
Hab mich oben etwas falsch ausgedrückt als ich meinte das es Schwachsinn
ist. Wollte damit eher sagen das jemand der so viel Geld hat keine
staatl. Hilfe nötig hat und sie auch nicht braucht. Wenn das Geld nicht
reicht muss eben erst einmal am eigenen Lebensstil gefeilt werden.
Das heißt nicht das diejenigen die nichts tun mehr kriegen sollen, das
natürlich nicht.

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