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Forum: Analogelektronik und Schaltungstechnik Class D Audioverstärker "missbrauchen"

Autor: Klaus (Gast)
Datum: 26.04.2008 22:53

Tag zusammen,

bin schon seit längerem auf der Suche nach einer brauchbaren PWM
H-Brücke für 5-10 A. Bis 2 A nehme ich den L298, aber darüber findet man
kaum ein funktionierendes plug & play Platinenlayout. Brauche gerade
eine Temperaturregelung mit einem 24 V / 8 A Peltierelement und bin zu
faul, mir aus den 300 kursierenden halbgaren
MOSFET-H-Brücken-Schaltplänen irgendwas zusammenzufrickeln :-) Wir haben
hier einen kommerziellen Regler, der 10 A bei einer PWM mit 15 kHz
macht, nur kostet der > 300,-, werde also zunächst keinen weiteren
kaufen.

Frage also: Im Grunde machen Class D Audioverstärker auch nichts anderes
als eine PWM und das bei einer extrem hohen Frequenz. Vermute mal, daß
die meisten Autoendstufen Class D Verstärker sind, und die sind billig
zu bekommen -> fertig WÄRE die plug & play Endstufe. Nur das
Audioendstufen immer DC-Filter eingebaut haben. Sieht jemand eine
Chance, eine Autoendstufe zu modifizieren, damit sie DC Signale
verstärkt? Oder habe ich irgendein grundlegendes Problem übersehen?

Vielen Dank schonmal!

Klaus
Autor: 3348 (Gast)
Datum: 26.04.2008 23:04

Ist richtig. Der Audioversterker mag DC koennen, das findet man im
Datenblatt. Das Ersatzschaltbild gibt auch Auskunft.
Autor: Klaus (Gast)
Datum: 26.04.2008 23:10

Danke für die schnelle Antwort!

Ok, aber wenn er's nicht kann, müsste eigentlich ein "Entfernen" des
Filters reichen. Die Frage ist nur, wo wird überall gefiltert? Nur am
Eingang oder nochmal vor den Leistungstreibern? Hat jemand das
vielleicht schon mal versucht?


Cheers

Klaus
Autor: 3348 (Gast)
Datum: 26.04.2008 23:23

Ich hab mal einen linearen Audioverstaerker DC gekoppelt als
Steppermotor Mikroschritttreiber benutzt. Ein eingangshochpass kan man
immer weglassen, muss aber den Gleichtaktbereich im Auge behalten.
Autor: Snt Opfer (snt-opfer)
Datum: 27.04.2008 09:08

Wenn man noch die (hoffentlich vorhandene) DC-Schutzschaltung austrickst
und im Vorfeld mal überprüft ob die Endstufe überhaupt stromtechnisch
bzw. kühlungstechnisch den DC Betrieb verträgt, sollte es klappen.
Die Endstufe ist ja eher für moderate Dauersignale mit aufgesetzten
Impulsen (->Musik) konstruiert.

Grundsätzlich sollte es funktionieren !
Dürfte auch problemlos 4-Quadranten Betrieb mit machen, zumindest wenn
man den "Zwischenkreis" (->Netzteil) im Auge behält, nicht das der hoch
geht.
Autor: Klaus (Gast)
Datum: 27.04.2008 11:49

Na das klingt doch ermutigend. Werde mal eine Endstufe auf Ebay schießen
und schauen wie weit ich komme. Netzteil: Hatte an ein ATX Netzteil
gedacht, die sollen Gerüchten zufolge mittlerweile sogar ohne Last
laufen, ohne sich selbst totzuregeln.

Für's Peltier brauche ich zwar keinen 4-Quadranten-Betrieb, aber als
Motortreiber wäre so ein Endstufe natürlich auch höchst interessant.
Temperatur würde ich einfach per NTC mitloggen, allerdings schätze ich
mal, daß Autoendstufen sich bei Übertemp ohnehin automatisch abschalten.
Autor: Stefan B. (sbs)
Datum: 27.04.2008 17:57

Für Peltierelemente solltest du aber eine gute Gleichspannung nehmen und
kein PWM.

Denn der Wirkungsgrad von den Peltierelementen geht mit PWM ziemlich in
den Keller.

Gruss
Stefan
Autor: Klaus (Gast)
Datum: 27.04.2008 19:26

Stimmt, die Effizienz geht in den Keller:

http://efindon.server.hi-tech-media.biz/efindon/pd...

Ist aber eher eine Frage der Restwelligkeit denke ich. Und Class D
AUDIO-Verstärker haben zum einen eine extrem hohe PWM Frequenz und zum
anderen Filter am Ausgang, damit's auch gut klingt :-) Denke das wird
gehen. Nur mit der Eingangs-DC-Filterung bin ich noch unsicher.
Autor: Klaus Ra. (klara)
Datum: 27.04.2008 19:43

Hallo Klaus,
warum nimmst Du nicht ein Schaltnetzgerät. 24V/8A ist doch nicht so
ungewöhnlich.
Gruss Klaus.
Autor: Klaus (Gast)
Datum: 27.04.2008 19:47

Na ja. das wird ein Regelkreis mit PI Regler, da die Temperatur relativ
genau geregelt werden muss (Wellenlängenstabilisierung eines 50 W
Diodenbarrens). Mit einem Schaltnetzteil könnte ich höchstens einen
2-Punkt-Regler bauen.
Autor: eProfi (Gast)
Datum: 17.05.2008 00:12

Du meinst ein Festspannungs-schaltnetzteil aus- und einschalten.

Es gibt aber auch einstellbare Schaltnetzteile (mit variabler
Ausgangsspannung). Ein solches würde ich empfehlen.
Audioverstärker ist overkill, da liegen die Prioritäten anders.
Autor: Jankey (Gast)
Datum: 17.05.2008 13:31

omg ihr mit euerer Effizierz --> Fette Drossel rein und eure
klugscheisserei hat ein ende :)
Autor: Jankey (Gast)
Datum: 17.05.2008 13:31

PS: ich find die idee richtig Geil

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