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Forum: Platinen Tonertransfer+vergolden

Autor: Karl-J. B. (Gast)
Datum: 01.05.2008 22:48

Hallo ihr!

Mir ist vorher eine Idee gekommen für die Herstellung von Platinen mit
der Tonertransfermethode.

Einmal hatte jemand die Idee, den Toner negativ aufzulaminieren und
anschließend die Platine zu verzinnen. Dann Toner wegmachen und ätzen.
Leider hat das nicht Funktioniert da das Zinn auch weggeätzt wurde.


Nun hab ich mir überlegt, ob es nicht möglich wäre, statt die Platine zu
verzinnen, sie zu vergolden. Gold ist sicherlich beständiger gegen
Natriumpersulfad als Zinn.

Wenn diese Methode funktioniert hätte die den Vorteil das erstens die
Platine vergoldet ist (oxidiert nicht) und Masseflächen haben keine
Löcher.


Ich werd mir mal so ein Fläschchen mit Goldelektrolyt zulegen und das
testen. Falls jemand sowas schon daheim hat und auch Interesse hat ob
das Funktioniert kann er es ja einmal testen und hier posten ob es
Funktioniert hat.


Wenn das nicht Funktioniert oder auch so hab ich noch eine Idee:

Wir laminieren den Toner (negativ) drauf, machen das Papier weg und
machen das was man garnicht macht mit einer Platine: oxidieren lassen.
Wenn die Oxidschicht dick genug ist kann man mit Aceton den Toner
entfernen und die Platine ätzen.

Ich teste in den nächsten Tagen beide Methoden einmal und poste die
Results :)


Gruß Karl

[ An die Nur_Belichten_und_Entwickeln_ist_gut_Leute: Ihr müsst ihr nicht
euren Komentar abgeben das die Tonertransfermethode angeblich so
schlecht und ungeeignet ist. ]
Autor: min (Gast)
Datum: 01.05.2008 23:06

Die Chemie stimmt hier leider überhaupt nicht!
Warum soll bitte das Oxid säuresistent sein? Vielleicht bei Aluminum
aber
nicht bei Kupfer. Auch bei vergolden habe ich da meine Zweifel.
Zumindest wenn ich da mit HCl und Wasserstoffperoxid drangehe.
Mit der Tonertransfermethode habe ich bislang beste Erfahrungen gemacht.
Selbst bei SMD-Prozessorplatinen- mit ein wenig Übung- sehr gute
Ergebnisse. Wichtig ist die Kupferplatte mit Aceton ganz fettfrei
(Gummi-Handschuhe) zu bekommen und dann den Toner aufzubügeln. Verzinnen
geht übrigens danach mit Lötpaste aus dem Baumarkt Heisslötpistole am
Besten.
Autor: Tobias Frost (coldtobi)
Datum: 02.05.2008 09:00

das ätzen funktioiert so, dass es da Kupfer oxidiert und dann das Salz
löst... Sorry, wird nicht gehen.
Autor: AC/DC (Gast)
Datum: 02.05.2008 09:04

Finde ich auch, daß das mit chemischen Edelmetallen so
nicht funktioniert.Die Schichten werden zu dünn, auch
als Oxid. Vielleicht kann man das Zinn elektrolytisch
aufbringen, so wie die LP-Hersteller es machen,dann müßte
es klappen. Habe aber noch kein Rezept im Web für das
Bad gefunden.Hat da jemand einen Tip?
Autor: B.A. (Gast)
Datum: 02.05.2008 10:27

Vielleicht reicht ja auch vernickeln statt vergolden, wär jedenfalls
billiger.
Autor: Karl-J. B. (Gast)
Datum: 02.05.2008 12:07

Hey!

Danke erstmal für eure Antworten.

Zum vernickeln: Wäre zwar billiger aber kann man das löten? Gut man
könnte die Schicht nach dem Ätzen mechanisch entfernen. Ich bestell mir
jetzt mal so 30ml Fläschchen und test das einfach mal :) - mehr als
nicht klappen kanns ja nicht g

Gruß Karl
Autor: Karl-J. B. (Gast)
Datum: 02.05.2008 12:29

Hallo,

(sry für Doppelpost)

Hab mich jetzt genauer eingelesen in die Materie:


Zum Natriumpersulfat:
Natriumpersulfat lässt das Kupfer stark oxidieren wodurch es sich
auflöst.

--> Wir brauchen einen Korrosionsschutz.


Zum Vernickeln:

Also Nickel löten geht.
Nickel ist auch ziemlich beständig gegen Säuren. Wird auch als
Korrossionsschutz verwendet.

--> Könnte klappen

Zum Vergolden:

Gold wird an Steckern auch als Korrossionsschutz verwendet. Allerdings
muss die Schicht mehr als 50% Gold haben also mindestens 20Karat
besitzen.

--> Könnte also auch klappen, ist aber teuer.

Gruß Karl
Autor: Läubi Mail@laeubi.de (laeubi) Benutzerseite
Datum: 02.05.2008 17:16

Wozu den der ganze Aufwand? Bei dem stress kannst du gleich beleichten.
Oder bau nen Laminator um damit soll das doch hervorragend klappen.
Wenn die Masseflächen dir nicht flächig genug sind zur not am ende di
platine nochmal auf nen Bügeleissen braten.
Aber vernickeln/vergolden und wasweisich... ist doch echt humbug. Die
kosten/arbeit steht doch in keinem Verhältnis zum nutzen.
Autor: Karl-J. B. (Gast)
Datum: 03.05.2008 01:35

laminieren tu ich schon und die Ergebnisse sind auch schon relativ gut.
Nur hab ich in den Masseflächen kleine Löcher.

Als soviel Aufwand seh ich das jetzt auch wieder nicht. Ob ich jetzt vor
dem Ätzen eine Nickel/Goldschicht auftrage oder nach dem Ätzen macht
wohl nicht all zu ein großer Unterschied.

Ob das jetzt mehr oder weniger Aufwand wie beim Belichten ist, ist jetzt
mal dahingestellt. Ich finde die Tonermethode hat ihre Vorteile
gegenüber Belichten aber um das gehts hier sowieso nicht.

Gruß Karl

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