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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Negative Vcc für OpAmp - wie dimensionieren?


Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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Hallo zusammen,

ich möchte einen OpAmp bis auf GND aussteuern und benötige dafür eine 
negative Versorgungsspannung. Die Last zieht maximal 100 mA.

Meine Frage ist nun: Für welchen Strom muss ich die negative 
Versorgungsspannung dimensionieren? Es wird ja nie eine negative 
Ausgangsspannung am OpAmp abgegriffen, also muss sie auch keine 100 mA 
liefern können.

Oder doch?

Grüße
Steffen

Autor: Martin (Gast)
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Deine negative Spannung wird in deinem Fall nur mit dem Eigenverbrauch 
des OP belastet. Rechne da noch mal 1-2mA Reserve drauf das sollte dann 
dicke reichen. Sobald du aber in den Negativen Bereich am Ausgang kommst 
bedient sich der OP aus der negativen Spannung. Also wirklich nur auf 0V 
runter und nicht weiter. :)

Autor: vistageek (Gast)
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Einfache Nullpunktverschiebung mittels Zenerdiode sollte in diesem Fall 
reichen, oder?

Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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Danke für die Antwort! Dann brauche ich die negative Versorgung also nur 
für ein paar mA dimensionieren.

Eine Zener Diode genügt in meinem Fall leider nicht, da sie zu unpräzise 
ist.

Steffen

Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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Oder doch Zener Diode? Ich benötige am Ausgang eine Genauigkeit von 10 
mV! Verstärkung ist ca. 3.

Autor: Andreas K. (a-k)
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Die Frage ist eher, ob du überhaupt eine negative Versorgung benötigst. 
Immerhin gibt es genug OPVs, die an Eingang wie Ausgang bis V- runter 
kommen (angefangen mit den ollen LM324/LM358). Und wenn die Last gegen 
GND liegt und keine nennenswerte kapazitive/induktive Komponente hat, 
kann man für die 100mA auch einen normalen OPV mit Emitterfolger 
verwenden.

Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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Die LM324 / LM358 gehen laut Datenblatt nur bis 20 mV runter. Ich 
benötige aber 5 mV.

Eine negative Spannungsversorgung wäre nicht so das große Problem, da 
ich keine Platzprobleme habe und auch die Kosten nicht so wichtig sind. 
Die Genauigkeit ist dagegen schon wichtig. Ich würde mir die negative 
Versorgung also nur einsparen wollen, wenn es da eine simple Alternative 
gibt.

Autor: Andreas K. (a-k)
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Am Eingang geht er bis unter 0V runter. Und wenn für die 100mA am 
Ausgang ein Emitterfolger hängt, dann muss er selber nicht bis exakt 0V 
runter, sondern nur bis 0,6V.

Autor: HildeK (Gast)
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>Eine Zener Diode genügt in meinem Fall leider nicht, da sie zu unpräzise
>ist.
Ich denke, sie genügt schon. Die OPAs haben eine recht hohe 
Unterdrückung von dynamischen Versorgungsspannungsschwankungen. Die 
werden auf einer weitgehend unbelasteten Hilfsquelle sowieso nicht 
auftreten.

Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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@HildeK:
Ich muss die Zener ja so anschließen, dass sie mir ggü. V- eine positive 
Masse erzeugt. Sonst bekomme ich keine negative Versorgungsspannung hin. 
Und weil der gesamte Rest meiner Schaltung Masse benutzt, ist sie alles 
andere als unbelastet. Ich fahre also immer schön auf meiner Kennlinie 
hin und her.

Allerdings hast Du Recht, der OpAmp ist da Recht flexibel, was die 
Unterdrückung angeht.

Dann habe ich also jetzt drei Möglichkeiten: negative 
Spannungsversorgung, Zener-Diode oder R2R-OpAmp. Da die Schaltung schon 
steht, werde ich's gleich mal mit der Zener-Diode probieren.

An alle Vier: Danke für Eure Tipps!!
Steffen

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