www.mikrocontroller.net

Forum: Mikrocontroller und Elektronik USB über LWL

Autor: Seppel (Gast)
Datum: 05.05.2008 14:17

Hallo

Ich möchte USB über LWL übertragen, hat jemand so was mal gemacht? Gegen
viele Euros kann man so was kaufen, aber da ich mehrere benötige und
auch knapp bei Kasse bin würde ich gern welche selbst bauen und das
gleich auf meine Platine Integrieren.

Kann mir jemand nen Tipp geben?

Danke

Seppel
Autor: gast (Gast)
Datum: 05.05.2008 14:26

mit µC die USB daten in irgend ein 1-wire protokoll umwandeln?
Autor: Seppel (Gast)
Datum: 05.05.2008 14:31

Ich möcht eine "USB Verlängerung" mit LWL dazwischen.

Seppel
Autor: Christian R. (supachris)
Datum: 05.05.2008 14:36

Sowas geht nicht einfach so, und selbst zu bauen schon gar nicht. Schau
mal hier: http://www.hy-line.de/extreme-usb
Da USB ein bidirektieller Bus ist, und nur extrem kurze Reaktionszeiten
zulässt, gehört da einiges an Know-How und Technik dazu, sowas zu
machen.
Autor: gast (Gast)
Datum: 05.05.2008 14:36

mit µC die USB daten in irgend ein 1-wire protokoll umwandeln und nach
dem LWL wieder ins usb protokoll.

wie schnell muss die übertragung denn sein?

hab mal was zu rs232 über lwl gelesen. dann könnte man mit nem ftdi

usb -> rs232 -> lwl -> rs232 -> usb
Autor: Klugscheißer (Gast)
Datum: 05.05.2008 14:53

Christian R hat doch schon alles geschrieben, was man dazu nur sagen
kann. Aber ich wiederhole es gerne für die Sitzenbleiber:
>>Da USB ein bidirektieller Bus ist, und nur extrem kurze Reaktionszeiten
>>zulässt, gehört da einiges an Know-How und Technik dazu, sowas zu
>>machen.

hy-line hat Patent drauf und dazu gehörte einiges an Forschung und
Entwicklung. Afaik ist sowas im privaten bereich nicht machbar (auch
nicht mit "usb -> rs232 -> lwl -> rs232 -> usb").
Autor: gast (Gast)
Datum: 05.05.2008 15:07

wenn er über usb z.b. messdaten versenden möchte geht das sehr wohl mit
je einem µC an den LWL enden!

USB -> µC -> (halbe stunde warten) -> µC -> USB
Autor: Ulrich P. (uprinz)
Datum: 05.05.2008 15:47

Eine vollständig transparente Busverlängerung wird man mit Hausmitteln
nicht schaffen. Das würde bedeuten, Datenströme mit ca. 470MBit/s
bidiraktional zu verarbeiten. Aber vielleicht kan der OP ja mal genauer
sagen, was er machen möchte und dann kann man die Idee aufs Machbare
einschränken.

Das Problem ist ja die sehr hohe Datenmenge, wenn man alles machen
möchte. Geht es jedoch nur um ein relativ langsames Device und ein
bestimmtes Protokoll, muss man da ansetzen, wo man die Daten in
handhabbare Pakete zerlegen kann.

Gehen wir mal davon aus, dass ich meine Heizung im Keller mit dem PC im
Büro überwachen möchte, die Heizung aber ausschließlich über ein
USB-Interface verfügt. Dann kann ich im Grunde einen USB-Controller ala
AT90USB1287, der im Host Mode die Heizung als Device akzeptiert, nehmen.
Er kann dann die Daten über z.B. die Elektor oder Wiki Lösung mit einer
ISA Netzwerkkarte auf das LAN bringen.
Exakt der gleiche Aufbau ist für den Anschluss an den PC nötig. Hier
wird der 1287 als Device an den PC angebunden und tut so, als wäre er
die Heizung, in dem er deren VID/PID simuliert und die Kommunikation auf
das LAN zur/von der Gegenstelle durchreicht.

Es ist aber ein wenig Reverse-Engineering erforderlich, da man der
Heizung einen funktionierenden Host vorgaukeln muss und der PC-Software
ein Device bereit halten muss, dass sich wie das Original verhält.

Es mach bei einem solchen System aber wenig Spaß, z.B. ein Festplatte
anzubinden. Auch wenn das Mass-Storage-Profil recht einfach in einem
Controller unterzubringen ist, machen 12Mbit für eine Datensicherung
nicht viel Spaß, aber schneller als eine Datasette ist es immerhin noch.

Gruß, Ulrich
Autor: gast (Gast)
Datum: 05.05.2008 15:51

@Ulric P.:
genau so ist es.

@Klugscheißer:
Besser selber sitzen bleiben wenn man keine Ahnung hat!
Autor: 3349 (Gast)
Datum: 05.05.2008 15:55

Das Problem sind die sehr kurzen Timeouts der USB Nachrichten. Wenn man
nun transparent bidirektional USB ueber lange Distanzen haben will, so
geht das, indem man das erste Retry konsequent in den Dreck gehen laesst
und die Antwort immer auf das zweite Retry zurueckgibt. Das wird in
viele Faellen mit FPGA Hardware gemacht.
Autor: Guido Körber (Gast)
Datum: 05.05.2008 16:01

Also erst mal: USB Verlängerungen sind generell problematisch und
funktionieren nur über Verletzung von Protokolldetails. Mein Rat dazu
ist die Finger von solchen Dingern zu lassen.

Was funktioniert sind "Remote Hostcontroller", also Lösungen wie sie
aktuell von KeySpan, Belkin und anderen angeboten werden. Dabei befindet
sich der USB Host in einem kleinen Server der über Ethernet oder WLAN an
den Computer angeschlossen wird. Gewissermaßen übernimmt das Ethernet
dabei die Funktion des lokalen Busses über den sonst der USB
Hostcontroller mit dem Prozessor verbunden ist.
Autor: gast (Gast)
Datum: 05.05.2008 16:04

Wie sollten auch sonst USB Printserver funktionieren? Und das schon
länger und ohne hy-line
Autor: Klugscheißer (Gast)
Datum: 05.05.2008 16:10

>> @Klugscheißer:
>> Besser selber sitzen bleiben wenn man keine Ahnung hat!

@ gast: du bist wohl nicht nur ein Mal sitzen geblieben. Ich habe
geschrieben, dass es im privaten Bereich so gut wie unmöglich ist. Und
glaub mir ich habe Ahnung wovon ich rede, sonst würde ich nichts
schreiben. Habe mich für dich sogar hingesetzt und nachgerechnet, dass
man bei H-Speed USB über die LWL ca. auf 40 Meter kommen würde. Aber die
Hardware dafür zu bauen, ist eine andere Geschichte. Ich glaube nicht,
dass der Topic Starter so viel Geld ausgeben möchte.
Autor: gast (Gast)
Datum: 05.05.2008 16:24

@Klugscheisser:
Nicht gleich in die Luft gehen! Beleidigungen helfen niemandem.
Wenn ich dich aber zizieren darf:
 "Afaik ist sowas im privaten bereich nicht machbar"

Tut mir leid, wenn ich dich falsch verstanden habe, aber "nicht machbar"
ist für mich etwas anderes als "so gut wie unmöglich".

Und selbst bei dem "so gut wie unmöglich" bin ich für den privaten
Gebrauch anderer Meinung (wenn ich jetzt nur wüsste was übertragen
werden soll)

Ich habe selber bereits in einem projekt einen usb speicher-stick über
LAN angeschlossen. Bin mit der Leisung zwar nicht 100%ig zufrieden, aber
mit nem AT90USB1286 bei 16MHz erträglich.

vielleicht nennt Seppel uns mal sein genaues Anwendungsgebiet bevor wir
uns zerfleischen.
Autor: Seppel (Gast)
Datum: 06.05.2008 07:30

Hallo

Ich möchte mehrere FTDI 2232 an einen PC anschleißen um µC's,
Taktgeneratoren... störfest anzubinden. Klar könnte man das über
SPI,.... machen aber Welches LWL Kabel hat schon 3 Leitungen, 3 LWL
Leitungen pro SPI, oder noch einen CS Logik,... Thema Kosten,...

Habe mir schon Gedanken darüber gemacht, aber eine USB Buchse im Gehäuse
wäre eine nette Sache, wäre deutlich handlicher und modularer. Was ich
mir vorstelle sind die 10m LWL Kabel aus dem Audio Bereich für ein
langsames USB, die Hammer Datenrate benötige ich nicht. Anwendung ist
eine Antennen-Rotor Box in die ich noch HF Messequipment einbauen
möchte, bzw Boxen an einer Antennenanlage. Und da das ganze ordentlich
HF vertragen soll, LWL.


Seppel
Autor: Christian R. (supachris)
Datum: 06.05.2008 07:49

So wird das nix. Das ist schlicht nur mit der teuren Speziel-Technik von
Hy-Line möglich. Das USB protokoll ist und bleibt bidirektional, das
kann man nicht ohne weiteres auf Glas übertragen. Außerdem hast du die
kurzen reaktionszeiten und schnellen Anstiegszeiten auf den
Signalleitungen bei USB Full Speed genauso, das ist dann egal.

Du müsstest schon so etwas wie UART zu jedem µC ziehen, dann kommst du
mit 2 LWL pro Gerät aus. Und diese Toslink-Dinger kosten ja fast nix.
Autor: 3350 (Gast)
Datum: 06.05.2008 08:41

HF vertragen ? Man darf eh die Umgebung nicht mit HF verstrahlen. Es
gibt da Vorschriften. Eine serielle Schnittstelle waere passend. Bei
Blitzschlag haben die LWL gewisse Vorteile...
Autor: Rufus t. Firefly (rufus) (Moderator)
Datum: 06.05.2008 09:36

Nimm einen USB-Device-Server mit Ethernet-Anschluss und verbinde diesen
über eine LWL-Netzwerkstrippe mit Deinem Rechner. Das benötigt zwar
entsprechende Medienkonverter, aber es ist umsetzbar und läuft so
stabil, wie USB-Geräte an einem USB-Device-Server halt funktionieren.

USB-Device-Server sind mittlerweile recht günstig zu bekommen, in
manchen Routern ist so etwas auch integriert (FritzBox 7170 oder 7270
mit neuer Firmware), auch gibt es Softwarelösungen, die allerdings einen
zweiten PC voraussetzen.
Autor: Klugscheißer (Gast)
Datum: 06.05.2008 09:48

Wie wäre es z.B mit EIA422 und USART? Da hast du deine gewisse
Störsicherheit und eine einfache bzw. kostengünstige Umsetzung. Ein paar
Optokoppler noch dazu und du bist der Boss deiner Übertragung. Aber
Blitze sollte man vermeiden :)
Autor: Seppel (Gast)
Datum: 06.05.2008 09:58

Hallo

Wie bekomme ich Ethernet auf LWL gewandelt? Und das nicht als
Schaltschrank, ist ja eine Antenne, Gewicht und Größe Spielen eine
Rolle.

Ich habe überlegt einen Diff. Opamp zu benutzen und eine Logik zwischen
rein. Je nach dem wer zu erst sendet darf das "Medium" belegen, der
andere sieht dann die falsche Info, bzw. die des ersten Senders.

Weiß jemand ob USB Kollissions-behaftet ist? Kennt jemand ein kleinen
Tutorial zu USB Physical Layer?

Wie kann ich die Schnittstelle auf USB 1.1 limitieren, Autodetect,...
bei FTDI 2232 ? Die TOSLINK Technik geht ja nur bis 6Mbit oder so.

Seppel


P.S.

Klar muss ich Vorschriften einhalte, aber auf einem großen abgesperrten
Grundstück mit hohem Mast ist das weniger Kritisch bezüglich Einhaltung
der Grenzwerte. Die Feldtärke ist in der Antenne viel viel Höher als am
Boden. Am Boden hätte ich kein Problem.
Autor: ..... (Gast)
Datum: 06.05.2008 10:15

blitzschlag ??

und stromversorgung, ist eh draht.  ??

oder geht die auch über lwl   ??
Autor: Seppel (Gast)
Datum: 06.05.2008 10:55

Hallo

Stomversorung ist kein Problem, das kan man ja entkoppeln, die Leitung
muss nicht mal ins Haus. Das ist ja gerade das schöne am LWL, kein
Groundshift, keine Statische Aufladung, keine Probleme mit Störung,....

Seppel
Autor: Sebastian (Gast)
Datum: 06.05.2008 10:59

Stichwort: 100Base-FX. Als "Wandler" können Switches verwendet werden,
die beide Medien unterstützen, 100Base-T und 100Base-FX. Ist nicht
übertrieben kostengünstig, aber vielleicht fällt ja was aus dem
Serverbereich ab, gebraucht oder so.

Wenn es auf Datenrate nicht so ankommt, ist es immer noch einfacher,
RS232 über Glasfaser zu übertragen. Da gibt es Selbstbaulösungen.
Autor: Rufus t. Firefly (rufus) (Moderator)
Datum: 06.05.2008 11:15

> Weiß jemand ob USB Kollissions-behaftet ist? Kennt jemand ein kleinen
> Tutorial zu USB Physical Layer?

USB hat keine Kollisionen, da es genau einen Master gibt, der den
Datenverkehr steuert. Das ganze ist sehr ausführlich in der
USB-Spezifikation beschrieben, die man sich unter www.usb.org besorgen
kann.

> Wie kann ich die Schnittstelle auf USB 1.1 limitieren, Autodetect,...
> bei FTDI 2232 ?

Die FTxxx-Bausteine verwenden alle nur 12 MBit, auch wenn sie das
USB2.0-Protokoll implementieren.

12 MBit lassen sich einfach erzwingen, indem ein entsprechend alter
USB-Hub verwendet wird.
Autor: Christian R. (supachris)
Datum: 06.05.2008 11:18

Vergiss es, USB selber auf LWL bringen zu wollen. Das geht so einfach
nicht. Überleg dir lieber, was du über USB übertragen willst, und setz
das auf LWL anstatt auf USB um.
USB auf LWL geht nur mit massivem Aufwand, oder denkst du die Hy-Line
machen den Spartan3 da umsonst auf die Platine?

Das einfachste wäre wie gesagt UART, da musst du 2 LWL Fasern legen.
Wenn´s unbedingt USB sein muss, wäre Keyspan USB Server mit 100Base FX
noch eine Möglichkeit, wurde ja aber schon mehrfach angesprochen.
Autor: gast (Gast)
Datum: 06.05.2008 11:21

Würde CAN auf LWL gehen? Eine LWL Bus-Leitung sollte reichen und
Kollisionen werden auch abgefangen, wenn man auf der Leitung
gleichzeitig Senden und "Lauschen" kann.  (Natürlich wieder kein
bidirektionales vollwertiges USB, aber um µCs und Taktgeneratoren zu
steuern sollte es funktionieren).

Ich kann mich auch irren, da ich mich mit CAN nicht 100%ig auskenne.
Autor: gast (Gast)
Datum: 06.05.2008 11:25

Was passiert, wenn sich zwei lichtimpulse im LWL treffen?

Token Ring wäre auch eine Möglichkeit Kollisionen zu vermeiden um mit
einer LWL auszukommen.

Ansonsten kann ich Christian R. nur zustimmen. Vergiss USB über LWL!
Autor: Ulrich P. (uprinz)
Datum: 06.05.2008 12:27

Tja, ich wiederhole mich gerne und schließe mich auch den Kollegen an:
USB auf LWL ist mit vertretbarem finaziellen und technischen Aufwand für
den Hobby-Bereich nicht auf direktem Wege machbar.
Aber, wie auch schon geschrieben, man kann LWL durchaus an USB
ankoppeln, wenn man das USB-Device als Schnittstelle verwendet und
lediglich die für das Projekt benötigten Daten über das LWL überträgt.

Es gibt im PKW einige optische Bussysteme, einige Infos dazu habe ich
auch zu Hause herum liegen. Es gibt fertige Chips, die z.B. MOST an
einen LWL-Ring anbinden, dazu verwenden sie Opto-Tranceiver von z.B.
Tyco-AMP. Der Vorteil ist bei diesem Verfahren, dass das ganze über
preiswerte und dicke Plastikfaser funktioniert und nicht über teure und
aufwendig zu verarbeitende Glasfaser. Auch ist ein Ring immer besser als
zwei Einbahnstraßen.
Im MOST ist auch gleich die Paketierung vorgesehen, so dass das
Gegenstück ein Interface auf mehrere Schnittstellen und Geräte
darstellen kann.

Vielleicht kann man auch einfach nur bei solchen professionellen
Bussystemen lernen und auf das notwendige vereinfachen. Also z.B. den
LWL Tranceiver direkt an einen USART, den mit maximaler Datenrate und
einem MOD-Bus ähnlichen Protokoll ausstatten. Ist nicht so schnell aber
sehr viel einfacher, weniger spezielle Chips und leichter zu
durchschauen.

Das alles sollte recht einfach zu realisieren sein, aber es wird wohl
darauf hinaus laufen, dass man für seine USB-Ankopplung einen
Device-Treiber schreiben muss, wenn man die auf der anderen Seite
angeschlossenen Geräte als einzelne Schnittstellen im PC abbilden will.
Davon habe ich keine Ahnung, da ich das unter Windows nach durchsicht
des MSDN einfach nicht machen will und unter Linux noch nicht gemacht
habe.

Gruß, Ulrich
Autor: die ??? (Gast)
Datum: 06.05.2008 14:14

Gleichzeitiges Aus- und Einkoppeln aus/in die Faser wird das Problem bei
bidirektionaler Übertragung. Da hast du mit dem TOSLINK-Kram keine
Chance.
Autor: Ulrich P. (uprinz)
Datum: 07.05.2008 16:36

Er könnte durchaus Toslink nehmen, und damit einen Ring aufbauen. Das
Toslink Zeug bekommt man im Gegensatz zu den MOST Chips und Tranceivern
nämlich überall zu kaufen. Der Toslink hat aber den Nachteil, dass er
'commercial' ist und damit wirft er ein paar Probleme auf: Die
verfügbaren Fasern sind mit preiswerten Kunststoffen verarbeitet, werden
also auf dem Dach zu heiß und verformen sich sowohl in der Isolation als
auch am Stecker. Sie sind zudem in Längen über 5m/10m kaum zu bekommen,
da man Toslink keine größerenm Übertragungsstrecken nachsagt.
Andererseits ist ein Repeater mit einem 74LVC1G04 auch schnell selbst
gebaut.

Eine andere Lösung wäre es, sich gleich im Audio-Bereich zu bedienen und
Audio ADC/DACs mit S/P-DIF zu verwenden. Statt eines ATmega da einen
AT32 verwenden, die haben I2S Schnittstelle. Niemand schreibt vor, dass
nur Audio über diese Interfaces übertragen werden dürfen.

Gruß, Ulrich
Autor: Travel Rec. (travelrec) Benutzerseite
Datum: 07.05.2008 16:54

Beachte: Audio-ADCs und DACs haben integrierte, digitale Hochpassfilter,
Gleichspannungen oder Frequenzen unter 20Hz lassen sich damit nicht
messen/übertragen/wandeln.
Autor: Rufus t. Firefly (rufus) (Moderator)
Datum: 07.05.2008 17:03

All diese Überlegungen scheitern aber an der grundlegenden Idee, USB
transparent auf irgendwas anderes umzusetzen.

Das ist, obwohl es nur eine Zweidrahtschnittstelle ist, äußerst
kompliziert, da eine Richtungserkennung erforderlich ist, und gerade die
ist so einfach nicht hinzubekommen.

Ein gangbarer und sicherlich auch finanzierbarer Weg ist die Verwendung
von USB-Deviceservern, die an ein Netzwerk angeschlossen werden. Das ist
eine etablierte Lösung, die mit den meisten USB-Geräten funktioniert und
die auch problemlos mittels Medienkonvertern auf ernstgemeinte
Glasfaserübertragung umgesetzt werden kann.

Der damit verbundene finanzielle Aufwand dürfte bei einer allem Anschein
nach kommerziellen Anwendung nicht das K.O.-Kriterium sein; wir reden
hier von gerade mal 500..600 EUR.

Das hier ist ein USB-Device-Server
http://www.digi.com/de/products/usb/anywhereusb.jsp
Vergleichbare Geräte wird man sicherlich auch für weniger als die
aufgerufenen 300 EUR bekommen.

Ein 100BaseTx-zu-100BaseFx-Konverter ist für etwa 130 EUR zu bekommen:
http://www.alternate.de/html/product/Netzwerk_Zube...

Oft ist soetwas auch gleich integriert in einen Switch zu bekommen,
entsprechende Netzwerkkarten gibt es auch.
Autor: pico (Gast)
Datum: 07.05.2008 17:15

>Ich möcht eine "USB Verlängerung" mit LWL dazwischen.

>Seppel

wenn man 2 x lwl nimmt, dürfte dass mit 4 transistoren
und 8 widerständen zu erledigen sein!

warum einfach wenn es kopliziert geht?

gruß pico
Autor: Christian R. (supachris)
Datum: 07.05.2008 17:39

pico wrote:
>>Ich möcht eine "USB Verlängerung" mit LWL dazwischen.
>
>>Seppel
>
> wenn man 2 x lwl nimmt, dürfte dass mit 4 transistoren
> und 8 widerständen zu erledigen sein!
>
> warum einfach wenn es kopliziert geht?
>
> gruß pico

Na freilich. Die Schaltung zeig mir mal, wie du ein bidirektionales
differenzielles Signal ohne Richtungsinformation mit 4 Transistoren auf
2 LWL bringst.

[ ] Du weißt, wie USB funktioniert.
Autor: pico (Gast)
Datum: 07.05.2008 17:48

@Christian R

ja

überlegmal

>bidirektionales differenzielles Signal

das entspricht 2 leitungen mit je 2 zuständen rx/tx mit h/l und das
auch noch mit ttl-pegeln!

pico
Autor: pico (Gast)
Datum: 07.05.2008 18:13

ps

ich babe vergessen dich darauf hinzuweisen, das wenn du
die zwei leitungen vom usb anschluss 1:1 auf lwl umsetzt,
dich um das protokoll nicht mehr kümmern mußt!!

pico
Autor: Ernst Bachmann (ernst)
Datum: 07.05.2008 18:18

na pico, dann versuch das mal.
Kannst ja zum Start die LWL weglassen, und dir nur überlegen wie du 4
Transistoren in die Datenleitungen schalten kannst, so dass du immer
noch nen USB-Connect hinktiegst.
Autor: Ex Russer (Gast)
Datum: 07.05.2008 18:31

Pico,
USB hat timeouts, nach denen gibt es ein retry. Dieser Timeout ist sehr
kurz, bei 10m ist so Schluss.
Autor: Christian R. (supachris)
Datum: 07.05.2008 18:39

pico wrote:
> @Christian R
>
> ja
>
> überlegmal
>
>>bidirektionales differenzielles Signal
>
> das entspricht 2 leitungen mit je 2 zuständen rx/tx mit h/l und das
> auch noch mit ttl-pegeln!
>
> pico

Und woher weißt du, ob der Slave gerade in seinem Zeitschlitz was sendet
oder ob der Host was sendet? Diese Information gibts nur innerhalb der
USB Transceiver und nicht auf dem Kabel.
Autor: pico (Gast)
Datum: 07.05.2008 19:05

so mein letzer tip :

die gerade emfangende seite ist hochomig (beides eingänge, d+ und d-)
und die sendente umgekehrt.

darüber ist es möglich den bus in der richtung umzuschalten bzw das
signal auf 2 lwl aufzuteilen!

wenns jetzt nicht geklingelt hat, tuts mir leid
pico
Autor: pico (Gast)
Datum: 07.05.2008 19:58

sorry wollte nicht so frech werden, schäm pico
Autor: Ernst Bachmann (ernst)
Datum: 07.05.2008 22:45

Sorry, pico, so einfach ist das nicht.

Einer der beiden Empfänger-Pins wird z.B. nie hochohmig, da hängt ein
1.5k Pullup nach 3.3V dran. Der Host wertet diesen bei der
Geräteerkennung aus.

Zu den Problemen bei der Richtungumschaltung etc. kommen wir, sobald du
dir mal den LowLevel Teil der USB Spec durchgelesen hast.

Aber wenn du eine generische Schaltung hast, mit der sich ein
Glasfaserkabel wie ein Stück Draht verhält, erleuchte uns doch bitte.
Autor: Guido Körber (Gast)
Datum: 08.05.2008 15:39

Warum haben eigentlich so viele Leute ein Problem damit die Antwort "Das
geht nicht" zu akzeptieren, obwohl sie selber keine Ahnung von der
Materie haben?

USB verlängern oder auf LWL umsetzen geht nicht. Es gibt zwar Produkte
die dies tun, aber die funktionieren nur unter kontrollierten
Randbedingungen und teilweise mit Leistungsverlust. Das ist durch das
Protokoll bedingt, das teilweise Zeiten voraussetzt, die sich bei einer
längeren Leitung alleine aufgrund der Lichtgeschwindigkeit nicht
einhalten ließen.

Also die Optionen sind einen USB Server zu verwenden (ab ca. 70 Euro zu
haben), oder eine andere Lösung zu suchen. USB ist kein Installationsbus
und keine Weitbereichsverbindung. Das sollte man bei der Spezifikation
eines Systems beachten, wenn ich einen Hammer brauche nehme ich ja auch
keinen Zollstock.
Autor: pico (Gast)
Datum: 08.05.2008 21:37

@ernst

es gibt eine "generische Schaltung" 8R's und 4T's
pro seite (empfänger, sender).
diese fällt dir auch (wenn wir noch zwei wochen soweiter machen)
von selber ein.

@Guido Körber

>!!Yes, diese hat Randbedingungen

>Warum haben eigentlich so viele Leute ein Problem damit die Antwort "Das
>geht nicht" zu akzeptieren, obwohl sie selber keine Ahnung von der
>Materie haben?

aber keine "Ahnung", habe ich nicht gelesen
pico
Autor: Artur Funk (Gast)
Datum: 08.05.2008 21:44

Wartet doch einfach bis USB 3.0 rauskommt. Der Standard beinhaltet eine
POF (LWL) als Transfermedium und soll schon dieses Jahr erscheinen.
Übrigens, das Ganze soll 100% abwärts kompatibel zu Fullspeed und
Highspeed USB zu ein. Ich bin schon mal gespannt :)
Autor: Rufus t. Firefly (rufus) (Moderator)
Datum: 08.05.2008 22:41

@pico:
Es wäre förderlich, wenn Du Deine Behauptungen mit Substanz unterfüttern
könntest und auf die von Ernst vorgebrachten sachlichen Argumente
eingehen würdest, die Deine Behauptungen in Frage stellen.

Merkwürdig erscheint mir, daß, wäre es so einfach, das Problem zu lösen,
es noch keine einzige Implementierung davon gibt. Der gleiche
Wundermechanismus der Richtungserkennung müsste sich ja auch verwenden
lassen, um USB auf twisted pair mit gerichteter Übertragung zu
konvertieren.

Für Full-Speed-USB (12 MBit) gibt es ja durchaus kommerziell verfügbare
Lösungen, auf http://www.bb-elec.com/product_family.asp?FamilyId=148
findet sich sogar eine Glasfaserverbindung für nur 200 USD, die aber nur
10 m überbrücken kann.

Bei 500m ist man mit 700 USD dabei.

Wird aber High-Speed-USB (480 MBit) gefordert, so werden die Geräte
gleich empfindlich teuer, hier beispielsweise gibts was für 1600 USD
http://www.gefen.com/kvm/product.jsp?prod_id=4498#buy.

Zwar wird viel überteuerter Mist verkauft, aber ich bezweifle sehr, daß
hier mit einer Handvoll Widerständen und Transistoren gearbeitet wird.
Autor: Christian R. (supachris)
Datum: 09.05.2008 07:56

Pico scheint nicht zu wissen, wer Guido Koerber ist, und womit er sich
hauptberuflich beschäftigt ;)
Autor: gast (Gast)
Datum: 09.05.2008 09:08

Vielleicht kommen wir einfach noch einmal auf das Problem zurück,
anstatt sich hier gegenseitig die Augen auszustechen.

"Ich möchte mehrere FTDI 2232 an einen PC anschleißen um µC's,
Taktgeneratoren... störfest anzubinden."

Das geht über LWL, nur nicht direkt mit einer USB zu LWL Schnittstelle.
Das werden sich jetzt (fast) alle einig sein und ein freunschaftliches
Bier trinken gehen

Wie schon mehrfach erwähnt, einfach einen uC als Device an den PC. Daten
mit uC empfangen und auf LWL senden. Andere uCs können dann über LWL
empfangen und über UART, i2c .... weiter senden oder direkt selber
verarbeiten. Das ganze mit nem Token und das ganze sollte in einem
Überschaubaren Projekt zu machen sein. Token würde ich auf jeden Fall
empfehlen!
Autor: Guido Körber (Gast)
Datum: 09.05.2008 13:03

@pico: Man kann also mit ein paar diskreten Bauteilen in die
Vergangenheit reisen?
Autor: Christian R. (supachris)
Datum: 09.05.2008 14:44

Alles was man braucht sind 4 Transistoren, 8 Widerstände, einen
Flux-Kompensator und 1.21 Mega-Watt Leistung. Fertig ;)
Autor: Gast (Gast)
Datum: 09.05.2008 20:36

Es wird hier immer wieder beschrieben, wie zeitkritisch das ganze per
USB ist... ich frage mich, wie dann USB-Server funktionieren(?)
(www.usb-server.com)
Ich hab das selbst ma ausprobiert und läuft gut. Aber wenn das USB
Protokoll mit den Laufzeiten so riesen Probleme hat, wie wird das dann
da geregelt? Kann man da so was wie nen "Busy" setzen um die gegenseite
warten zu lassen?

btw: jeweils ein PC zu den USB geräten, dann kannste ja Ethernet per LWL
machen ;-)
Autor: Guido Körber (Gast)
Datum: 12.05.2008 13:26

Das habe ich weiter oben schon beschrieben: USB Server enthalten den USB
Hostcontroller. Damit gibt es keine USB Verlängerung, sondern der
Anschluss des Hostcontrollers an die CPU geschieht halt über Ethernet.
Autor: die ??? (Gast)
Datum: 12.05.2008 13:51

Gast wrote:
> Es wird hier immer wieder beschrieben, wie zeitkritisch das ganze per
> USB ist... ich frage mich, wie dann USB-Server funktionieren

Weil es vermutlich nicht transparent (für den Host) implementiert ist.
Host <-> [USB-Device-Controller <-> Buffer <-> Eth-Controller] 

                                <==>

         {Eth-Controller <-> Buffer <-> USB-Host-Controller} <-> Device

Der Host sieht nur den USB-Device-Controller im []-Converter. Wie der
das "nach hinten raus" abhandelt ist dem Host egal. Das Protokoll und
die Geschwindigkeit zwischen [] und {} kann beliebig sein, natürlich mit
den resultierenden Einschränkungen. Man möge mich korrigieren, es ist
nur eine Vermutung.  :^)
Autor: Guido Körber (Gast)
Datum: 13.05.2008 13:23

Warum wird hier eigentlich so viel Grütze geschrieben wenn die richtigen
Antworten bereits da sind?

Antwort schreiben

Die Angabe einer Email-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per Email über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Suchfunktion und Betreffsuche benutzen - vielleicht gibt es schon einen ähnlichen Beitrag
  • Aussagekräftigen Betreff wählen
  • Im Betreff angeben um welchen Controllertyp es geht (AVR, PIC, ...)
  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang
  • JPEG-Dateien (.jpg) nur für Fotos verwenden, Schaltpläne, Screenshots usw. als PNG oder GIF anhängen

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [pre]vorformatierter Text (z.B. Code in anderen Sprachen)[/pre]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel






webmaster@mikrocontroller.netImpressumWerbung auf Mikrocontroller.net