www.mikrocontroller.net

Forum: FPGA, VHDL & Co. Datenstrom mit 11Mbit an Ethernet anbinden

Autor: H.Faller (Gast)
Datum: 06.05.2008 14:30

Ich habe einen recht hohen seriellen Datenstrom mit 11Mbit (Messwerte).
Diese Daten möchte ich über Ethernet übertragen. Kann mir jemand sagen
was ich genau dafür benötige und wieviel Arbeitszeit ich investieren
muss.

Für Xilinx FPGAs gibt es IP-Cores - reichen diese für die
Geschwindigkeit?

H.Faller
Autor: Mathi (Gast)
Datum: 06.05.2008 15:42

Sicherlich sollte ein 100MBit Ip-Core dafür ausreichen. Man muss
schließlich den Overhead der Vorverarbeitung mit berücksichtigen.
Über die Arbeitszeit lässt sich nichts genaues sagen. Weit verbreitet
ist die Vorstellung das man einen Ip-Core nimmt und es läuft. Doch sieht
die Realität oft anders aus. Den Zeitaufwand sollte man nicht
unterschätzen.
Autor: Detlev T. (detlevt)
Datum: 06.05.2008 15:55

Über die Xilinx FPGAs kann ich leider nichts sagen. Aber zumindest einen
Tipp geben: Überlege dir, was passieren soll, wenn es beim Ethernet oder
der Gegenstelle 'mal hakt. Da brauchst du viel Zwischenspeicher oder der
Datenverlust ist programmiert.
Autor: Matthias F. (flint)
Datum: 06.05.2008 18:50

Ich habe ein wenig mit dem Gb-Ethernet Core auf Xilinx herumgespielt.
Wir haben das Loopback Design erweitert bis hin zu IP Pakete auswerten
bzw bauen, was in Summe ca eine Woche Arbeit von mir bzw meinem Chef mit
Hilfe beim Debugging von unserem Softwerkmeister war. Das war aber nur
irgendwie hingeschustert, nicht ordentlich und für alle Fälle geeignet.
Man muss sicher einige Wochen rechnen, bis es wirklich fertig ist. Die
Geschwindigkeit war hervorragend, ca 950Mbit/s.
Autor: Sebastian (Gast)
Datum: 06.05.2008 19:35

@Matthias

Darf man fragen was ihr für ein FPGA verwendet habt? Welche
Speicheranbindung hatte ihr?
Autor: Matthias F. (flint)
Datum: 07.05.2008 10:42

FPGA war iirc ein Virtex-4 FX 12.

Ich glaube bzgl Speicheranbindung haben wir einfach interne block RAMs
verwendet und halt sehr wenig Daten verschickt.

Unser Softwerkmeister hat es auch mit Microblaze ein wenig
durchgespielt, da war die Geschwindigkeit aber im Vergleich zur reinen
HW-Lösung grottenschlecht (deutlich unter 100Mbit/s).
Autor: seco (Gast)
Datum: 07.05.2008 14:05

@Matthias:
Habt ihr ein Eval-Board von Xilinx oder eines anderen Herstellers
verwendet? Wenn ja, würde ich mich freuen, zu erfahren welches?

danke und grüße
Autor: Michael (Gast)
Datum: 07.05.2008 15:54

Habt ihr dort einen TCP/IP Stack implementiert oder werden die Daten mit
UMP versendet?
Autor: Matthias F. (flint)
Datum: 07.05.2008 17:15

Das Board ist irgendein Memec Design Board, die genaue Seriennummer
finde ich jetzt nicht.

Bzgl der Arbeit unseres Softwerkers muss ich mich korrigieren, der
Prozessor war der PowerPC Core und die effektive Geschwindigkeit war
damit bei 20Mbit/s.

Von einem UDP/IP-Stack kann man so nicht reden, wir haben eigentlich nur
die Adresse überprüft. Die UDP-Pakete die mein Design verschickt hat
waren richtig genug damit es durch den UDP/IP-Stack von Linux gekommen
ist, das hat uns gereicht.

Antwort schreiben

Die Angabe einer Email-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per Email über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Suchfunktion und Betreffsuche benutzen - vielleicht gibt es schon einen ähnlichen Beitrag
  • Aussagekräftigen Betreff wählen
  • Im Betreff angeben um welchen Controllertyp es geht (AVR, PIC, ...)
  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang
  • JPEG-Dateien (.jpg) nur für Fotos verwenden, Schaltpläne, Screenshots usw. als PNG oder GIF anhängen

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [vhdl]VHDL-Code[/vhdl]
  • [pre]vorformatierter Text (z.B. Code in anderen Sprachen)[/pre]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel






webmaster@mikrocontroller.netImpressumWerbung auf Mikrocontroller.net