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Forum: Mikrocontroller und Elektronik LED parallel schalten

Autor: Thomas Müller (Gast)
Datum: 08.05.2008 07:48

Hallo,

ich möchte mir einige Vorwiderstände sparen. Deshalb überlege ich jetzt
ob es sinnvoll ist jeweils zwei gleiche LEDs an einen Vorwiderstand zu
hängen d.h. die LEDs parallel zu schalten. Rein ohmisch gesehen wäre das
ja kein Problem.

Machen da aber nicht Exemplarstreuungen Probleme?

Grübelt Thomas
Autor: Mampf (Gast)
Datum: 08.05.2008 07:57

Willst du das aus Platzgründen oder aus Kostengründen sparen?
Autor: Gast2 (Gast)
Datum: 08.05.2008 07:58

Reihenschaltung ist technisch sinnvoller.

Gast2
Autor: Thomas Müller (Gast)
Datum: 08.05.2008 08:05

Hallo,

aus Platzgründen wäre es gut wenn ich die Widerstände einsparen könnte.
Autor: Andreas W. (Gast)
Datum: 08.05.2008 08:05

@thomas

schlechte idee.
1. der vorwiderstand wird heisser.
2. die Exemplarstreuungen machen sich bemerkbar :) sehr sogar.

Gast2 meinte Reihenschaltung, das ist eine gute Idee wenn die Spannung
reicht.
Autor: Sven Pauli (haku) Benutzerseite
Datum: 08.05.2008 08:19

Reihenschaltung ist eigentlich idiotensicher, aber die LEDs sollten
trotzdem bei gleichem Strom X dieselbe Helligkeit Y liefern.

Parallelschaltung ist meiner Erfahrung nach zu urteilen problemlos
möglich, solange

1. die LEDs baugleich sind
2. die LEDs nicht der letzte Billigmist sind und einigermaßen schmal
umrissene Flusspannungen haben und
3. die LEDs dicht beieinander sitzen, sodass sie sich alle annähernd
gleichstark erwärmen (Erwärmung verändert die Flusspannung!)
Autor: Thomas Müller (Gast)
Datum: 08.05.2008 08:46

Hallo,

ich danke mal für die Antworten. Ich werd's mit der Parallelschaltung
probieren denn die LED's kommen alle von der gleichen Rolle und werden
zudem noch per PWM Helligkeitsgesteuert. Da sollten doch eigentlich
kleinere Helligkeitsdifferenzen keine große Rolle spielen zumal die
Frage ist ob das auch später der Anwender noch erkennen kann.

Ciao
Autor: Ernst Bachmann (ernst)
Datum: 08.05.2008 11:03

> und werden zudem noch per PWM Helligkeitsgesteuert

Gerade da wird die Parallelschaltung nochmehr Probleme machen als im
"Normalbetrieb".

Mit der PWM betreibst du die LEDs vermutlich mit einem Peak-Strom >
normaler If, und in dem Bereich sind die Exemplarstreuungen IMHO
besonders ausgeprägt.

Wenns wirklich auf den Platz ankommt, nimm LEDs mit integriertem
Vorwiderstand.
Wenns nur auf den Preis ankommt, spendier jeder LED einen Widerstand,
ist billiger als regelmäßig LEDs nachzulöten.
Autor: Gast2 (Gast)
Datum: 09.05.2008 07:49

Mal grundsaetzlich gefragt:

Was sollen die LED's tun - In einer bestimmten Helligkeit leuchten!

Also muss ein bestimmter Strom durch diese fliessen. Da die Helligkeit -
und damit der Strom gleich sein sollen, kommt nur eine Reihenschaltung
in Frage. Voraussetzung ist, dass die verfuegbare Spannung reicht.

Parallelschaltung ist da einfach technisch falsch. Ausserdem wirkt da
noch folgender Mechanismus zerstoerend:
eine LED hat eine um 3mV kleinere Flusspannung - diese LED bekommt einen
hoeheren Strom als die anderen - erwaermt sich staerker als die anderen
- die Flusspannung dieser LED sinkt staerker als die der anderen -
bekommt einen hoeheren Strom als die anderen - und irgendwann uebernimmt
diese LED den groessten Teil des Stromes und haelt das aus - oder auch
nicht. Von gleicher Helligkeit kann da aber schon lange nicht mehr die
Rede sein.

@ Thomas Müller
Ist aber manchmal ziemlich frustrierend hier zu sehen, dass Leute Fragen
stellen, dann technisch richtige Antworten bekommen und dann doch das
technisch falsche machen, was sie am Anfang vorhatten.

Wozu dann die Fragerei?
Gast2
Autor: Guido Körber (Gast)
Datum: 09.05.2008 13:07

Noch frustrierender ist wenn schon längst die technisch richtige Antwort
gegeben wurde, dann aber noch Schlauberger aus dem Loch krabbeln und die
Physik auf den Kopf stellen wollen.

Also bitte auf Gast2 hören, der weiß wovon er redet: Parallelschalten
von Bauteilen die einen Konstantstrom brauchen geht nicht gut wenn man
keine zusätzlichen Maßnahmen zur Aufteilung des Stromes trifft.
Autor: Johannes M. (johnny-m)
Datum: 09.05.2008 13:16

Guido Körber wrote:
> Noch frustrierender ist wenn schon längst die technisch richtige Antwort
> gegeben wurde, dann aber noch Schlauberger aus dem Loch krabbeln und die
> Physik auf den Kopf stellen wollen.
>
> Also bitte auf Gast2 hören, der weiß wovon er redet: Parallelschalten
> von Bauteilen die einen Konstantstrom brauchen geht nicht gut wenn man
> keine zusätzlichen Maßnahmen zur Aufteilung des Stromes trifft.
Exakt! Es gibt immer jemanden, bei dem das (zufälligerweise, weil
gewisse spezielle Randbedingungen erfüllt waren) schon mal funktioniert
hat, und der dann sofort meint, das funktioniert immer. Neben dem
aktuellen Thema (das auch mit schöner Regelmäßigkeit auftaucht) gilt
Ähnliches für die Sache mit asynchroner serieller Datenübertragung ohne
Quarz, zu der fast wöchentlich ein neuer Thread auftaucht.

Leute, Ihr könnt die Physik nicht aushebeln! Auch bei LEDs, die zufällig
aus der selben Charge kommen, gibt es erstens geringfügige Abweichungen
und zweitens muss nur eine der verbauten LEDs durch irgendeine
schaltungstechnische Gegebenheit im Betrieb ein klitzekleines bisschen
wärmer werden als die anderen und schon klappt's nicht mehr.

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