www.mikrocontroller.net

Forum: Offtopic Hartz-IV mit Zwangsarbeiterkomponente

Autor: Jadeclaw Dinosaur (jadeclaw)
Datum: 14.05.2008 11:02

Das Glos-Ministerium (BMWi) hat sich eine neue Studie basteln lassen und
alle im Ministerium sind begeistert:
http://www.jungewelt.de/2008/05-14/030.php

Problem nur, wo sollen 3 Millionen Vollzeitjobs herkommen?
Wenn nicht dafür reguläre Arbeitsverhältnisse wegfallen sollen.
Es wird aber auch freimütig zugegeben, zu was das Ganze dienen soll:
Löhne drücken und gesetzlichen Mindestlohn verhindern.

Gruß
Jadeclaw.
Autor: FPGA-Sultan (Gast)
Datum: 14.05.2008 11:05

Ausbeutung wie im Mittelalter. Ein Glück gehöre ich nicht zu denen. Dem
Herr sei Dank. Ich fürchte nur, daß sich das die Ausgebeuteten nicht
ewig bieten lassen und irgendwann zur Axt greifen. Dann ist der soziale
Frienden in diesm Land dahin ...
Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
Datum: 14.05.2008 11:08

Da steht was von "Arbeitsfaehig". Das heisst dass jene, die wirklich
arbeiten wollen dann umsonst irgendeine Drecksarbeit verrichten koennen
und die, die sich sowieso absichtlich einen faulen Lenz machen finden
schon ihre Mittel und Wege sich mit gefaelschten Attesten aus der
Affaire zu ziehen. Toller Ansatz...
Autor: Irritierter (Gast)
Datum: 14.05.2008 11:20

Jadeclaw Dinosaur  schrieb:

"Problem nur, wo sollen 3 Millionen Vollzeitjobs herkommen?
Wenn nicht dafür reguläre Arbeitsverhältnisse wegfallen sollen.
Es wird aber auch freimütig zugegeben, zu was das Ganze dienen soll:
Löhne drücken und gesetzlichen Mindestlohn verhindern."

Globalisiereung heisst halt:

Es gibt immer Chancen und Risiken.
Je höher der soziale Rang des betreffenden, desto grösser sind die
Chancen !  ---

Und diese Chancen werden exponentiell wachsen, je mehr es geschafft
wird, die Anteile der Gesellschaft mit niedrigem sozialen Rang zu
vergrössern
( Grundprinzip der Umverteilung ).

Wie wird das erreicht ?

Indem man sicherstellt, dass die Hartz-4-Empfänger im Bundestag niemals
eine relevante Gruppe werden !!!

Vor allem deswegen sind vergleichsweise viele Beamte und Juristen in der
Legislative !

Gruss
Autor: dasich (Gast)
Datum: 14.05.2008 13:46

Na denn, Willkommen im 21. Jahrhundert.

Habe gestern einen Bericht gesehen, wonach die "Bankenkriese" den
Steuerzahler zur Zeit mit 36 Mrd. Euro belastet. Irgendwoher muß die
Kohle ja kommen. 25 Mrd. haben die dann ja schonmal drinne. Anstatt das
die Aufsichtsräte in den Banken (Wirtschaftsbosse und Politiker) den
Kopf hinhalten und mit ihrem Vermögen für den Blödsinn geradestehen den
die da so verzapfen, wird wieder mal der Bürger geschröpft. Am besten
funktioniert das bei dehnen die eh keine Lobby haben. Ich befürchte mal,
in 10..20 Jahren lachen wir über diese Maßnahmen, weil die Pfeifen in
Berlin dann schon ganz andere Ideen aus dem Ärmel gezogen und
verwiklicht haben.

Dieses Land kotzt mich an. Wenn man ich so umschaut in der Welt gibt es
aber keine sinnvolle Alternative. Das ist echt deprimierend.
Autor: Bobby (Gast)
Datum: 14.05.2008 14:33

Das Problem ist ja wohl eher: WOHIN ist das ganze Geld.
"Vernichtet" ist eher der falsche Ausdruck. Irgendwo ist
es ja, nur darüber schweigen sich die "Ahnungslosen" aus...
Autor: AC/DC (Gast)
Datum: 14.05.2008 17:37

>Das Problem ist ja wohl eher: WOHIN ist das ganze Geld.

Wohl bei denen die mehr Geld haben als sie zum Leben brauchen.
Das wären Ölmulti`s, die paar Superreichen, die Neureichen Chinesen
(sprießen wie Pilze aus dem Boden) und Unternehmen mit einem Betriebs-
vermögen, das man sich fragt, woher die das haben?

Bei uns düfte man dagegen vergeblich suchen.
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 14.05.2008 18:27

dasich wrote:
> Dieses Land kotzt mich an. Wenn man ich so umschaut in der Welt gibt es
> aber keine sinnvolle Alternative. Das ist echt deprimierend.

Na immerhin haben die Neuseeländer jetzt erkannt, was der
Neoliberalismus für ein Mist ist und rudern zurück...
Autor: jo (Gast)
Datum: 14.05.2008 19:28

denkst du, hobbitland sei eine alternative, weil sie die bahn
zurückgekauft haben?
Autor: Timbo (Gast)
Datum: 14.05.2008 19:40

Der Glos hat doch einen an der Waffel. Ich glaube nicht dass das
verfassungsgemäß ist oder gar durchzusetzen. Das bedeutet derart viele
Entlassungen, da machen die anderen nicht mit. Wenn doch wähl ich
Linkspartei.
Autor: Jupp (Gast)
Datum: 14.05.2008 20:19

>Ich fürchte nur, daß sich das die Ausgebeuteten nicht
>ewig bieten lassen und irgendwann zur Axt greifen.

Du kannst davon ausgehen, dass genau das nicht passieren wird. Der
Bürger wird auch weiterhin mindestens die nächsten 50 Jahre lang brav
seine zwei Volksparteien wählen.
Autor: Martin (Gast)
Datum: 14.05.2008 20:30

>> Wenn doch - wähl ich Linkspartei.

Die bellen nur - beißen tun die auch nicht.
Schau bloß mal, wo die so mitregieren.
Autor: Jupp (Gast)
Datum: 14.05.2008 20:58

>Die bellen nur

Das reicht schon. Entscheidend ist der Gegenpol, auch wenn er nichts
bewirkt. Schau dir doch an, wie die Volksparteien anfingen zu rotieren,
als die Linke plötzlich nennenswerte Stimmanteile bekam.

Und mittlerweile? Die Parte wird vom Verfassungsschutz beobachtet.
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 14.05.2008 21:20

Jupp wrote:
>>Die bellen nur
>
> Das reicht schon. Entscheidend ist der Gegenpol, auch wenn er nichts
> bewirkt.

Wobei der eigentlich wichtige Aspekt natürlich letzteres ist...

Aber wie wärs mal, wenn wirklich Ernst gemacht würde? Erst dann wird
sich wirklich was bewegen.
Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
Datum: 14.05.2008 22:16

Jupp wrote:
>>Ich fürchte nur, daß sich das die Ausgebeuteten nicht
>>ewig bieten lassen und irgendwann zur Axt greifen.
>
> Du kannst davon ausgehen, dass genau das nicht passieren wird. Der
> Bürger wird auch weiterhin mindestens die nächsten 50 Jahre lang brav
> seine zwei Volksparteien wählen.

Ich fuerchte auch. Dieses Volk hier laesst sich alles bieten. Aber man
kann davon ausgehen dass es gewisse Grenzen gibt.
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 14.05.2008 22:19

Michael G. wrote:
> Aber man kann davon ausgehen dass es gewisse Grenzen gibt.

Ich schätze, daß die Grenzen im Osten früher erreicht sein werden, als
im Westen, der es seit 50 Jahren gewohnt ist, von Illusionen zu leben...
Autor: Thilo M. (power)
Datum: 14.05.2008 22:19

>dass es gewisse Grenzen gibt

Richtig.
Wenn zum Abendbrot kein Bier mehr im Kühlschrank steht.
Kannst dir ausmalen wie lange das dauert.

Darum sind die Deutschen so extrem. Entweder total passiv oder komplett
radikal.
Autor: juppi (Gast)
Datum: 14.05.2008 22:24

Hallo Diskutanten

>Ich fürchte nur, daß sich das die Ausgebeuteten nicht
>ewig bieten lassen und irgendwann zur Axt greifen.

>>Du kannst davon ausgehen, dass genau das nicht passieren wird. Der
>>Bürger wird auch weiterhin mindestens die nächsten 50 Jahre lang brav
>>seine zwei Volksparteien wählen.

Wie schon Marx sagte:
Revolutionen(heute Veränderungen)
kommen vom "LUMPENPROLITARIAT"
Deutschland geht es zu gut ...und das wird ständig
von unseren Dienern (Ministern) getestet.

ich hatte die Axt vor 40 J in der Hand (nur bildlich)

Gruß juppi
Autor: Thomas Glass (taximan)
Datum: 14.05.2008 23:08

Der kleine Mann hat zu zahlen, und das Maul zu halten... Ich glaub
allerdings auch nicht, daß das noch ewig gut geht. Spätestens wenn alles
von unten nach oben verteilt ist, isses soweit. Der Bundestag is eh nur
noch ne Lobbytruppe; ich wähl demnächst nur noch die Bibelchristen oder
sowas um die braune Scheiße nicht stärker zu machen. Sonst würde ich
garnicht mehr wählen.
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 15.05.2008 10:59

juppi wrote:

> Wie schon Marx sagte:
> Revolutionen(heute Veränderungen)
> kommen vom "LUMPENPROLITARIAT"

Und da das "LUMPENPROLITARIAT" weder über Bildung, noch über
Zielstrebigkeit und Ausdauer verfügt, sind derartige Revolutionen bisher
immer nur kurze Episoden geblieben. Es ging immer so lange gut, bis
entweder die Rechten der Sache mit einer Militärwalze den Garaus gemacht
hatten, oder sich irgend ein Despot aus den eigenen Reihen seiner
Erziehung im Priesterseminar erinnerte und für die Rechten die
Drecksarbeit erledigte. Was für letztere unschätzbare Vorteile hat: Es
kostet nichts und sie müssen sich noch nicht einmal die Finger
schmutzig machen...
Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
Datum: 15.05.2008 11:19

Bei den Zustaenden braucht man sich ja nicht wundern dass Parteien wie
die NPD zunehmender Beliebtheit erfreuen. Viele sehen sich von den
grossen einfach nur noch hintergangen und verarscht. In solchen Lagen
finden extreme Parteien immer ihre Chance, da sie das versprechen, was
andere nicht anfassen wollen oder koennen. Ich warte nur darauf dass
sich die Geschichte wiederholt, denn der Mensch ist ja unfaehig, daraus
zu lernen.
Autor: The one (Gast)
Datum: 15.05.2008 11:24

Im Klartest heißt das wohl, dass man gezwungen wird für 350 € im Monat
zu arbeiten oder? Tolle Idee.
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 15.05.2008 11:26

Michael G. wrote:
> Ich warte nur darauf dass
> sich die Geschichte wiederholt, denn der Mensch ist ja unfaehig, daraus
> zu lernen.

Ich glaube, da greifst du zu kurz: Beträte Hitler die heutige
Politarena, bliebe er der meschugge Spinner, der er immer war, denn er
bekäme keine Unterstützung vom Großkapital.

Die bekam er seinerzeit nur, weil die Bonzen ernsthaft fürchteten, daß
sie mit einem kommunistischen Umsturz von den Fleischtöpfen verjagt
werden könnten und man keine Alternative zur faschistischen Diktatur
sah.
Autor: Parteigänger (Gast)
Datum: 15.05.2008 11:37

Einwurf:

Wer unzufrieden ist, und hier im Thread scheinen es eine ganze Menge zu
sein, tritt einfach einer demokratischen Partei bei. Hier kann er sich
und seiner Meinung Gehör und Einfluß verschaffen.

Demokratie ist kostenlose Dienstleistung!
Autor: Parteigänger (Gast)
Datum: 15.05.2008 11:38

Demokratie ist KEINE kostenlose Dienstleistung!
Autor: Irritierter (Gast)
Datum: 15.05.2008 11:43

Mit seinem:

"Ich glaube, da greifst du zu kurz: Beträte Hitler die heutige
Politarena, bliebe er der meschugge Spinner, der er immer war, denn er
bekäme keine Unterstützung vom Großkapital."

macht Uhu Uhuhu einen systematischen Fehler:

Was ist, wenn der "meschugge Spinner" selbst aus dem Großkapital stammt
?

Beispiele gibt es doch genügend:
Unser Italiener-Führer ( nach eigener Aussage Mussolini-Fan, Bush (
Vater und Sohn ) u.a. , sind doch alles lupenreine Demokraten, oder etwa
doch nicht ?
Ein General Franco, auch nicht gerade ein Freund aller Menschen, machte
nicht nur gemeinsame Sache mit anderen Faschisten, sondern war Spaniens
Staatschef bis 1974, wurde auch von BRD ( und, falls es z.B. um
Rüstungsaufträge ging, von einschlägigen Firmen ) als berechenbarer
Verhandlungspartner und guter Kunde akzeptiert ...

MfG
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 15.05.2008 12:20

Irritierter wrote:
> Mit seinem:
>
> "Ich glaube, da greifst du zu kurz: Beträte Hitler die heutige
> Politarena, bliebe er der meschugge Spinner, der er immer war, denn er
> bekäme keine Unterstützung vom Großkapital."
>
> macht Uhu Uhuhu einen systematischen Fehler:
>
> Was ist, wenn der "meschugge Spinner" selbst aus dem Großkapital stammt
> ?

Nein, Uhu Uhuhu macht keinen systematischen Fehler - oder stammte Adolf
etwa aus den Kreisen des Großkapitals?

Dein Denkfehler ist folgender:
Diktaturen sind immer die mit Abstand teuersten Staatsformen. Der
Repressionsapparat kostet immens viel Geld, das nicht ohne Grund
investiert wird. Viel effizienter sind Systeme, in denen sich die
Bevölkerungsmehrheit 'freiwillig' ausbeuten läßt - dazu zähle ich die
meisten westlichen Pseudodemokratien.

> Beispiele gibt es doch genügend:
> Unser Italiener-Führer ( nach eigener Aussage Mussolini-Fan, Bush (
> Vater und Sohn ) u.a. , sind doch alles lupenreine Demokraten, oder etwa
> doch nicht ?

Wie kommst du denn darauf? Glaubst du etwa, das Großkapital bestünde aus
Demokraten? Oder gar, der Papst glaubte an einen Gott im Himmel?
Reichlich naiv...

> Ein General Franco, auch nicht gerade ein Freund aller Menschen, machte
> nicht nur gemeinsame Sache mit anderen Faschisten,

Er machte nicht nur gemeinsame Sache mit anderen Faschisten, er war ein
ganz knochenharter!

> sondern war Spaniens
> Staatschef bis 1974, wurde auch von BRD ( und, falls es z.B. um
> Rüstungsaufträge ging, von einschlägigen Firmen ) als berechenbarer
> Verhandlungspartner und guter Kunde akzeptiert ...

Und du weißt, wieviele der damaligen Führungskader der BRD eine
erfolgreiche Karriere im 3. Reich hinter sich hatten?
Autor: Irritierter (Gast)
Datum: 15.05.2008 12:55

Hallo, Uhu Uhuhu,

bloß weil unser Gröfaz nicht aus dem Großkapital kam, schließt sich eine
solche Möglichkeit doch nicht grundsätzlich aus !

---

> Beispiele gibt es doch genügend:
> Unser Italiener-Führer ( nach eigener Aussage Mussolini-Fan, Bush (
> Vater und Sohn ) u.a. , sind doch alles lupenreine Demokraten, oder etwa
> doch nicht ?

Die Ironie darin, dachte ich, müsste doch klar sein ?
Dass Kapitaleigner i.d.R. in ihrem Wirkungskreis wenig Demokratie
zulassen, ist trivial.

Und wie die seinerzeit einmal 12 gleichzeitigen Päpste sich ihre(n) Gott
bzw. Götter aufgeteilt hatten, war für die im Name Christi Verfolgten
und Ermordeten ziemlich egal.

---

"Er machte nicht nur gemeinsame Sache mit anderen Faschisten, er war ein
ganz knochenharter!"

"Und du weißt, wieviele der damaligen Führungskader der BRD eine
erfolgreiche Karriere im 3. Reich hinter sich hatten?"

Volle Zustimmung:

Adenauer sagte damals sinngemäß, dass er beim Aufbau Westdeutschlands
auf diese "im Felde und an der Heimatfront bewährten" Experten nicht
verzichten könne ( die Deserteure warten hingegen bis heute noch auf
ihre generelle Rehabilitierung, so sie noch leben ).

Geschäfte werden auch heute skrupellos mit Diktaturen gemacht, wenn es
sich lohnt.

MfG
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 15.05.2008 13:08

Irritierter wrote:
> bloß weil unser Gröfaz nicht aus dem Großkapital kam, schließt sich eine
> solche Möglichkeit doch nicht grundsätzlich aus !

Das ist doch nicht die Frage. Der Punkt ist viel mehr, daß die
Herrschenden heute keine faschistischen Parteien brauchen - so fest im
Sattel, wie heute, saßen sie im 20. Jahrhundert nie. Von einer
kommunistischen Linken ist weit und breit nichts zu sehen, die, die sich
als Linke bezeichnen, sind gerade mal eine sozialdemokratische Sekte.

Andererseits benutzt unsere weitgehend gleichgeschaltete Presse und die
elektronischen Medien den Begriff Neonazi als Haßreflexauslöser, den sie
jedem überbraten, den sie auftragsgemäß wegmobben wollen. Und der
Deutsche Michel läßt sich fast wiederspruchslos am Nasenring führen.

Früher wurden die Nazis benutzt, um die Kommunisten zu massakrieren,
heute werden sie - von denselben Kreisen - dazu benutzt, Konkurrenten
klein zu halten.

Die Realität ist wieder mal absurder, als jedes Kabarett...
Autor: warze (Gast)
Datum: 15.05.2008 17:51

>tritt einfach einer demokratischen Partei bei. Hier kann er sich
>und seiner Meinung Gehör und Einfluß verschaffen.

Der war gut!

Ich war auch mal in einer Partei, sogar an einer Stelle wo man was zu
sagen hatte. Bi ja gerade deshalb nicht mehr dabei weil obengesagtes
eine Illusion ist. Insbesondere Querdenker (die ja oft die besseren
Ideeen haben) sind chancenlos.
Nur im kleinen Kreis (zB Gemeinde) funktioniert das noch einigermassen.

Und, kaum ist eine Partei an der Macht ändert sie sich - vieles vorher
Gesagte gillt dann nicht mehr (solange man das Versprochene nicht
umsetzen muss ist es gut Versprechen). Die Linkspartei ist da keine
Ausnahme.
Autor: Irritierter (Gast)
Datum: 15.05.2008 20:00

"Die Realität ist wieder mal absurder, als jedes Kabarett..."

Volle Zustimmung !
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 15.05.2008 21:21

Irritierter wrote:
> "Die Realität ist wieder mal absurder, als jedes Kabarett..."
>
> Volle Zustimmung !

Lesetipp: Edgar Hilsenrath: Der Nazi und der Frisör

Da bleibt einem das Lachen im Halse stecken...

http://de.wikipedia.org/wiki/Edgar_Hilsenrath
Autor: juppi (Gast)
Datum: 15.05.2008 21:50

@ Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 15.05.2008 10:59


>Und da das "LUMPENPROLITARIAT" weder über Bildung, noch über
>Zielstrebigkeit und Ausdauer verfügt, sind derartige Revolutionen bisher
>immer nur kurze Episoden geblieben. Es ging immer so lange gut, bis

Du diskutierst "viel und gerne"

Aber hier mußt du dich mit der Geschichte befassen.

Nicht umsonst werden immer kleine zugeständnisse gemacht.

"Futter unters Volk"

P.S.
Hast Du schon einmal etwas gegen die Allmacht unternommen.

MfG
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 15.05.2008 22:04

juppi wrote:
> @ Uhu Uhuhu (uhu)
> Datum: 15.05.2008 10:59
>
>
>>Und da das "LUMPENPROLITARIAT" weder über Bildung, noch über
>>Zielstrebigkeit und Ausdauer verfügt, sind derartige Revolutionen bisher
>>immer nur kurze Episoden geblieben. Es ging immer so lange gut, bis
>
> Du diskutierst "viel und gerne"
>
> Aber hier mußt du dich mit der Geschichte befassen.
>
> Nicht umsonst werden immer kleine zugeständnisse gemacht.
>
> "Futter unters Volk"

Offenbar habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt: Für eine
erfolgreiche Revolution sind Zielstrebigkeit und Ausdauer unabdingbar.
Das Lumpenproletariat kann zwar randalieren - dafür gibt es genug
Beispiele in der Geschichte -, aber Randale hat noch nie zu einer
dauerhaften Gesellschaftsordnung geführt, die sich das größte Glück der
größten Zahl auf die Fahne geschrieben hat.

Da die Herrschenden nicht unbedingt erpicht auf Randale sind, machen sie
zuweilen kleine Zugeständnisse - solange sie billiger zu haben sind...
Autor: juppi (Gast)
Datum: 15.05.2008 22:25

doch es war klar!

hast du schon etwas gegen den allgemeinen Mist etws getan?

MfG
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 15.05.2008 22:34

Ja: Aktionismus meiden und die Resourcen dort einsetzen, wo Aussichten
auf Erfolg bestehen. Z.B. indem man diskutiert und dabei Klarheit
verbreitet. Wenn das genügend Leute machen, bestehen Chancen. Sonst
nicht.
Autor: juppi (Gast)
Datum: 15.05.2008 22:48

hallo

wenn ich immer nur gehandelt hätte wenn erfolgsausichten bestanden
(immer in Beratung)
dann hätte ich nicht Unternehmen dürfen.

Aber ich tat es nicht.

Etwas zu Erreichen was Andere für unmöglich halten,
das ist widerstand  und sehr gut.

MfG
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 16.05.2008 19:35

juppi wrote:
> Etwas zu Erreichen was Andere für unmöglich halten,
> das ist widerstand  und sehr gut.

Aber du gehst doch hoffentlich nicht zum Konsum, wenn der zu hat, oder?
Autor: Andreas Kaiser (a-k)
Datum: 16.05.2008 20:00

Bobby wrote:

> Das Problem ist ja wohl eher: WOHIN ist das ganze Geld.
> "Vernichtet" ist eher der falsche Ausdruck. Irgendwo ist
> es ja, nur darüber schweigen sich die "Ahnungslosen" aus...

Eine der festen Gewohnheiten etlicher hiesiger Forenteilnehmer ist es
ja, über BWLer herzuziehen. Das ist zwar anhand gewisser kultureller
Unterschiede nicht weiter verwunderlich. Aber von manchen Dingen habe
diese Leute dann doch mehr Ahnung als Techniker.
Autor: juppi (Gast)
Datum: 17.05.2008 20:21

@Uhu Uhuhu (uhu)

>Aber du gehst doch hoffentlich nicht zum Konsum, wenn der zu hat, oder?
ich erwarte Besseres!?
scheinbar bist du nie aktiv für etwas eingetreten,wovon du überzeugt
warst.

Rechnest vorher alle Vor und Nachteile durch!?
Dadurch erreicht man keine Änderung!

Gruß  juppi
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 17.05.2008 20:50

juppi wrote:
> Rechnest vorher alle Vor und Nachteile durch!?

Aber selbstverständlich. Aktionen ohne jede Aussicht auf Erfolg sind
reine Energieverschwendung.

> Dadurch erreicht man keine Änderung!

Indem man vorher nicht denkt, erreicht man garantiert keine
Änderung...
Autor: Gast (Gast)
Datum: 17.05.2008 22:28

>Aber du gehst doch hoffentlich nicht zum Konsum, wenn der zu hat, oder?

Wie kann man zum Konsum gehen?
http://de.wikipedia.org/wiki/Konsum

Wie kann ein Konsum zu haben? Wie kann der auf haben?
Autor: Holger Krull (krulli) Benutzerseite
Datum: 17.05.2008 22:42

Damit der Gast nicht ganz im Regen steht:
http://de.wikipedia.org/wiki/Konsum_%28Handelskette%29
Autor: Timbo (Gast)
Datum: 17.05.2008 22:52

>Ja: Aktionismus meiden und die Resourcen dort einsetzen, wo Aussichten
>auf Erfolg bestehen. Z.B. indem man diskutiert und dabei Klarheit
>verbreitet. Wenn das genügend Leute machen, bestehen Chancen. Sonst
>nicht.

Soso, stell Dir mal vor die Franzosen hätte das bei Ihrer Revolution
auch beherzigt, wie sähe es heute in Europa aus!
Autor: Mike J. (Gast)
Datum: 17.05.2008 22:53
Dateianhang: simpsons_nelson_haha2.jpg (51,7 KB, 15 Downloads)
preview image for simpsons_nelson_haha2.jpg

@ taximan
> ... ich wähl demnächst nur noch die Bibelchristen oder
> sowas um die braune Scheiße nicht stärker zu machen. Sonst würde
> ich gar nicht mehr wählen.

Das bringt uns aber nicht viel.

Wenn du dir die jungen Leute anschaust und ihnen zuhörst wie unzufrieden
sie sind weil sie quasi "asozial" sind (keinen Job, nur x mal Lehre und
nie übernommen) ...

Wenn einer Harz4 bekommt denkt er nicht an Familie gründen und Existenz
aufbauen!

Entweder sind diese Leute dann links oder rechts.


Ich persönlich gehe nicht wählen. Weshalb nicht?
Es ist egal ob CDU oder SPD an der Macht sind, es verändert sich nichts.
... hat sich etwas verändert?

Was ich ganz toll finde:
CDU (Märkel) vor der Wahl:
- Steuern erhöhen
- Einschränkung des Kündigungsschutzes
- Stärkung des Kombilohnsystems für mehr Beschäftigung im
Niedriglohnsektor
- Unternehmer sollen Hartz-IV-Empfänger 10 Prozent unter dem Tariflohn
bezahlen dürfen

SPD vor der Wahl:
- Nachbesserungen an Hartz IV
- Angleichung der Regelsätze zwischen Ost- und Westdeutschland
- Ältere Arbeitslose sollen das einkommensabhängige Arbeitslosengeld I
erhalten
- Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns

Und trotz diesem "es wird euch schlechter gehen wenn ihr mich
(CDU-Märkel) wählt" haben die meisten die CDU gewählt.

Jetzt nörgeln die Leute wieder rum.

Das witzige ist, die Frau Märkel hat genau das gesagt was sie jetzt auch
umgesetzt hat. Brauch sich also keiner zu beschweren.


Nelson.wav -> Ha Ha ...


quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahl_2005
Autor: Mike J. (Gast)
Datum: 17.05.2008 22:57

@ Gast

Konsum, HO, Exquisit, Intershop ...
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 18.05.2008 10:54

Timbo wrote:
>>Ja: Aktionismus meiden und die Resourcen dort einsetzen, wo Aussichten
>>auf Erfolg bestehen. Z.B. indem man diskutiert und dabei Klarheit
>>verbreitet. Wenn das genügend Leute machen, bestehen Chancen. Sonst
>>nicht.
>
> Soso, stell Dir mal vor die Franzosen hätte das bei Ihrer Revolution
> auch beherzigt, wie sähe es heute in Europa aus!

Über eure Begriffsstutzigkeit kann man sich nur wundern.

Glaubt denn im Ernst jemand, sowas wie die Französische Revolution wäre
z.B. im 15. oder 16. Jahrhundert möglich gewesen, als Adel und Kirche
ganz Europa fest im Griff hatten?

Nein, natürlich nicht und jeder, der es trotzdem versucht hätte, wäre
aufs Rad geflochten und jämmerlich zu Tode gequält worden. Aber offenbar
halten sich einige von unseren wackeren 'Widerstandskämpfern' für
unsterblich und omnipotent...

Schon mal was von den Bauernkriegen gehört? Die Bauern kämpften - trotz
anfänglicher Erfolge - auf verlorenem Posten und mußten bitter dafür
büßen. Und der Sturz der Despoten war hinterher in viel weitere Ferne
gerückt, als er vorher war...

Also noch mal für die ganz Doofen: Aktionen, die keinerlei Aussicht auf
Erfolg haben (also z.B. < 5%) kann man sich sparen , denn sie stärken
höchstens die Gegenseite.
Autor: Chris D. (myfairtux)
Datum: 18.05.2008 11:54

Es liegt in der Natur der Sache "Kampf", dass man ihn verlieren kann.

Genau die Geschichte zeigt aber, dass es sich lohnt, auch vermeintlich
aussichtslose Kämpfe zu fechten.

Da kann man nur Brecht (ich mag ihn nicht sonderlich, aber da hat er
Recht) zitieren: "Wer kämpft, kann verlieren - wer nicht kämpft, hat
schon verloren."

Im übrigen wäre ich mit Aussagen wie "ist aussichtslos", "nützt sowieso
nichts", "kann nicht funktionieren" sehr vorsichtig.
Hätte ich auf solche Sprüche gehört, wäre ich jetzt nicht selbstständig
:-)

Chris

P.S.: "Bruder Martin, wollt Ihr Euch wirklich alleine gegen die hl.
katholische Kirche stellen?"
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 18.05.2008 12:21

Chris D. wrote:
> Es liegt in der Natur der Sache "Kampf", dass man ihn verlieren kann.

Ja natürlich. Aber um ein plakatives Beispiel zu konstruieren: Der Kampf
gegen die Schwerkraft ist nicht zu gewinnen, auch wenn man sich noch so
bemüht.

> Genau die Geschichte zeigt aber, dass es sich lohnt, auch vermeintlich
> aussichtslose Kämpfe zu fechten.

Natürlich ist es immer eine Frage der Einschätzung von
Erfolgsaussichten - Dinge, die landläufig aus nicht erfolgversprechend
gelten, müssen es nicht unbedingt auch sein.

> Da kann man nur Brecht (ich mag ihn nicht sonderlich, aber da hat er
> Recht) zitieren: "Wer kämpft, kann verlieren - wer nicht kämpft, hat
> schon verloren."

Woraus aber nur ein Schwachkopf schließen kann, daß man den Kampf gegen
die Schwerkraft antreten sollte...

> Im übrigen wäre ich mit Aussagen wie "ist aussichtslos", "nützt sowieso
> nichts", "kann nicht funktionieren" sehr vorsichtig.
> Hätte ich auf solche Sprüche gehört, wäre ich jetzt nicht selbstständig
> :-)

Nun ja, die Aussicht, als Selbständiger Erfolg zu haben, hängt natürlich
zu einem nicht geringen Teil von den eigenen Fähigkeiten ab und in die
Erfolgseinschätzung Dritter fließt erfahrungsgemäß in dem Zusammenhang
häufig eine gehörige Portion Neid ein.

> P.S.: "Bruder Martin, wollt Ihr Euch wirklich alleine gegen die hl.
> katholische Kirche stellen?"

Nun, wenn du die Geschichte kennst, dann weißt du, das Luther ohne
Unterstützung aus adeligen Kreisen mit ziemlicher Sicherheit ein
ähnliches Schicksal, wie Jan Hus erlitten hätte. Die gesellschaftlichen
Verhältnisse sind eben immer mit ausschlaggebend.
Autor: juppi (Gast)
Datum: 18.05.2008 20:14

@Uhu Uhuhu (uhu)

Da 99% deine Einstellung haben ändert sich nichts.

wenn aber eine Änderung erzwungen wir ,wollen  die 99% die Früchte
ernten.


"Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und läßt andere kämpfen
für seine Sache, der muß sich vorsehen: Denn wer den Kampf nicht geteilt
hat, der wird teilen die Niederlage. Nicht einmal Kampf vermeidet, wer
den Kampf vermeiden will, denn es wird kämpfen für die Sache des
Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat."
Bertolt Brecht


gruß juppi
Autor: Gast (Gast)
Datum: 18.05.2008 21:03

>Damit der Gast nicht ganz im Regen steht:
>http://de.wikipedia.org/wiki/Konsum_%28Handelskette%29

Danke. Kommt nicht jeder aus der DDR.
Autor: juppi (Gast)
Datum: 18.05.2008 21:07

nein

nicht der aus der BRD kommt

MfG
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 18.05.2008 21:32

juppi wrote:
> @Uhu Uhuhu (uhu)
>
> Da 99% deine Einstellung haben ändert sich nichts.
>
> wenn aber eine Änderung erzwungen wir ,wollen  die 99% die Früchte
> ernten.
>
>
> "Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und läßt andere kämpfen
> für seine Sache, der muß sich vorsehen: Denn wer den Kampf nicht geteilt
> hat, der wird teilen die Niederlage. Nicht einmal Kampf vermeidet, wer
> den Kampf vermeiden will, denn es wird kämpfen für die Sache des
> Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat."
> Bertolt Brecht
>
>
> gruß juppi

Juppi, das ist ja alles schön und gut, nur: Ich argumentiere nicht dafür
garnichts zu tun. Ich argumentiere dafür, es so zu tun, daß ernsthafte
Aussichten auf Erfolg bestehen. Alles andere ist nämlich nur dumm und
ändert garnichts.

Ich muß immer an die Beispiele aus den Bauernkriegen denken: Die adelige
Baggage würde verjagt, dann verliefen sich sich Bauern, weil die
Erntezeit nahte und sie auf ihre Äcker mußten, was die Baggage dazu
nutzte, sie in kleinen Grüppchen einzusammeln und zu massakrieren.

Den Überlebenden ging es dreckiger als vorneweg...
Autor: Chris D. (myfairtux)
Datum: 18.05.2008 22:03

Uhu Uhuhu wrote:
> Chris D. wrote:
>> Genau die Geschichte zeigt aber, dass es sich lohnt, auch vermeintlich
>> aussichtslose Kämpfe zu fechten.
>
> Natürlich ist es immer eine Frage der Einschätzung von
> Erfolgsaussichten - Dinge, die landläufig aus nicht erfolgversprechend
> gelten, müssen es nicht unbedingt auch sein.

Exakt - und genau wegen Deines obigen Satzes bin ich für den Versuch.

>> Da kann man nur Brecht (ich mag ihn nicht sonderlich, aber da hat er
>> Recht) zitieren: "Wer kämpft, kann verlieren - wer nicht kämpft, hat
>> schon verloren."
>
> Woraus aber nur ein Schwachkopf schließen kann, daß man den Kampf gegen
> die Schwerkraft antreten sollte...

Nun, auch den kann man gewinnen - man muss nur schnell genug sein :-)

>> P.S.: "Bruder Martin, wollt Ihr Euch wirklich alleine gegen die hl.
>> katholische Kirche stellen?"
>
> Nun, wenn du die Geschichte kennst, dann weißt du, das Luther ohne
> Unterstützung aus adeligen Kreisen mit ziemlicher Sicherheit ein
> ähnliches Schicksal, wie Jan Hus erlitten hätte. Die gesellschaftlichen
> Verhältnisse sind eben immer mit ausschlaggebend.

Ja, aber die Umstände und was sich daraus entwickelt kann eben niemand
genau vorhersagen. Im Klartext: man kann im Voraus gar nicht wissen, ob
das, was man unternimmt, scheitert - denn es hängt immer von
(größtenteils unbekannten) Nebenbedingungen ab.

Es bleibt dabei: Luther hatte den Mut und hat es getan und den Stein
ins Rollen gebracht. Vielleicht hätte es irgendwann irgendwo noch ein
anderer versucht.
Tatsache bleibt: es muss jemanden geben, der meint, dass es eben doch
Erfolgsaussichten hat.

Chris
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 18.05.2008 22:22

Chris D. wrote:
>>> Da kann man nur Brecht (ich mag ihn nicht sonderlich, aber da hat er
>>> Recht) zitieren: "Wer kämpft, kann verlieren - wer nicht kämpft, hat
>>> schon verloren."
>>
>> Woraus aber nur ein Schwachkopf schließen kann, daß man den Kampf gegen
>> die Schwerkraft antreten sollte...
>
> Nun, auch den kann man gewinnen - man muss nur schnell genug sein :-)

Für kurze Zeit - aber was nutzt das? Die Antwort findest du bei den
Bauernkriegen...

> Ja, aber die Umstände und was sich daraus entwickelt kann eben niemand
> genau vorhersagen. Im Klartext: man kann im Voraus gar nicht wissen, ob
> das, was man unternimmt, scheitert - denn es hängt immer von
> (größtenteils unbekannten) Nebenbedingungen ab.

Wer nicht voraussehen kann, daß er die Schwerkraft nicht dauerhaft
bekämpfen kann, ist ein Trottel und wird auch sonst nichts erreichen.

> Es bleibt dabei: Luther hatte den Mut und hat es getan und den Stein
> ins Rollen gebracht. Vielleicht hätte es irgendwann irgendwo noch ein
> anderer versucht.
> Tatsache bleibt: es muss jemanden geben, der meint, dass es eben doch
> Erfolgsaussichten hat.

Aber nur dann, wenn überhaupt Erfolgsaussichten bestehen - ansonsten
wird er sang- und klanglos untergehen.
Autor: Chris D. (myfairtux)
Datum: 19.05.2008 13:41

Uhu Uhuhu wrote:
> Chris D. wrote:
>>>> Da kann man nur Brecht (ich mag ihn nicht sonderlich, aber da hat er
>>>> Recht) zitieren: "Wer kämpft, kann verlieren - wer nicht kämpft, hat
>>>> schon verloren."
>>>
>>> Woraus aber nur ein Schwachkopf schließen kann, daß man den Kampf gegen
>>> die Schwerkraft antreten sollte...
>>
>> Nun, auch den kann man gewinnen - man muss nur schnell genug sein :-)
>
> Für kurze Zeit - aber was nutzt das? Die Antwort findest du bei den
> Bauernkriegen...
>
>> Ja, aber die Umstände und was sich daraus entwickelt kann eben niemand
>> genau vorhersagen. Im Klartext: man kann im Voraus gar nicht wissen, ob
>> das, was man unternimmt, scheitert - denn es hängt immer von
>> (größtenteils unbekannten) Nebenbedingungen ab.
>
> Wer nicht voraussehen kann, daß er die Schwerkraft nicht dauerhaft
> bekämpfen kann, ist ein Trottel und wird auch sonst nichts erreichen.

Das wurde vermutlich schon damals dem kleinen Wernher gesagt -
glücklicherweise hat er es nicht beherzigt.

Andersherum wird ein sehr guter Satz daraus: Es ist unmöglich - bis es
jemand tut :-)

Leute, die sich nicht mit Bestehendem abgefunden haben, wurden schon
immer als Trottel tituliert.

>> Es bleibt dabei: Luther hatte den Mut und hat es getan und den Stein
>> ins Rollen gebracht. Vielleicht hätte es irgendwann irgendwo noch ein
>> anderer versucht.
>> Tatsache bleibt: es muss jemanden geben, der meint, dass es eben doch
>> Erfolgsaussichten hat.
>
> Aber nur dann, wenn überhaupt Erfolgsaussichten bestehen - ansonsten
> wird er sang- und klanglos untergehen.

Was man aber vorher nicht wissen kann - daher: versuchen!

Chris
Autor: juppi (Gast)
Datum: 19.05.2008 18:06

@Chris D. (myfairtux)

Hätte es nicht anders sagen wollen.

@Uhu Uhuhu (uhu)

was war das schwerste was du durchgesetzt hast,obwohl
alle der Meinung waren, du schaffts es nicht?

es gibt immer Mensche " die dies tun
die darüber sprechen

MfG
Autor: Gast (Gast)
Datum: 20.05.2008 00:19

Gerade zum Thema Armutsbericht auf RTL: ein 7 (oder war's 5)-facher
Familienvater, Hartz 4-Empfänger, jammert vor der Kulisse seines
30-Zoll-Flach-TV, dass sie Nudeln mit Tomatensoße essen müssen.

HALLO? Geht's noch? Nennt man das heute "Armut"? Ich stelle mir gerade
vor wie sich der durchschnittliche Afrikaner oder Favela-Bewohner fühlt
wenn er sieht wie's bei uns zugeht.
Autor: der Ehrliche (Gast)
Datum: 20.05.2008 01:14

na Gast (Gast), schon wieder in Sachen 'neoliberale Agitation'
unterwegs?

Da bedient man gerne mal nen paar Vorurteile, die das reißerische
Müllfernsehen der Privatsender schürt, nicht wahr? Wahrscheinlich haben
die Macher der Sendung den Flachheimer als Wirkungsverstärker extra
mitgebracht und schön im Kameralicht plaziert.

Wie wäre es mal die Nase in den Armutsbericht der Bundesregierung zu
stecken? Die muss es schließlich wissen, denn deren Gesetz vom Bordell'
Peter hat die Armut erst so richtig in Gang kommen lassen und jetzt sind
die Gesichter plötzlich blass vor Unglauben und keiner weiß was passiert
ist?!

Jeder 8. ist von Armut betroffen und ohne Transferleistungen sogar 25
Prozent der Bevölkerung.

Übrigens, die Zeiten wo Flachbildschirme ein Statussymbol darstellten,
weil sie über 2000 Euro kosteten sind auch lange vorbei und gebraucht
kann sich so ein Ding fast jeder Leisten. Einmalige Ausgaben stellen
auch nie das wirkliche Problem geringer Einkommensschichten dar. Kaufe
mal ein Jahr lang täglich frisches Obst, dagegen ist dein vermeintliches
"Wohlstandssymbol "Flachmann" vom Wert her gesehen ein Witz!

Aber das versteht Gast (Gast) nicht, weil er schließlich Vorurteile und
Falschwissen verbreiten möchte. Gelingt nur leider nicht! Wer genau
hinschaut behält den Überblick. :)