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Forum: Digitale Signalverarbeitung / DSP Stabilität bei der Simulation (C++ code)

Autor: Daniel (Gast)
Datum: 14.05.2008 19:49
Dateianhang: main.cpp (1,3 KB, 61 Downloads)

Hallo Leute,

ich überlege gerade warum meine Simulation
bei unterschiedlicher Schrittweite und
bei der Variation der Parameter (m,k,d) manchmal
instabil wird.

Im Grund geht es um ein Feder-Masse-Dämpfer System.
Die DGL ist mx''+dx'+kx - u = 0

./main > data

Zum ploten nehme ich gnuplot
plot 'data' using 1:2

Ich hänge den Code an.
Wie bestimme ich die kritische Schrittweite in
Abhängigkeit von m,d,k an?

Grüsse, Daniel
Autor: Daniel (Gast)
Datum: 14.05.2008 20:10
Dateianhang: instabil.plt (4,7 KB, 47 Downloads)

m=1
k=100
d=0.1
x0=10
x1=0
tend = 10
u = nullfunction
dt = 1e-2
Autor: Daniel (Gast)
Datum: 14.05.2008 20:33
Dateianhang: instabil.png (35,7 KB, 33 Downloads)
preview image for instabil.png

dt = 1e-2
Autor: Daniel (Gast)
Datum: 14.05.2008 20:33
Dateianhang: stabil.png (40,7 KB, 20 Downloads)
preview image for stabil.png

dt = 1e-3
Autor: I_ H. (i_h)
Datum: 15.05.2008 02:11

Es gibt keine "kritische" Schrittweite. Je weniger Schritte desto
ungenauer, je mehr desto genauer. Wenn's ungenau wird, neigt die Sache
zu Instabilität.

Wolltest du das exakt durchrechnen, müsstest du der Sache symbolisch
zuleibe rücken. Das macht aber keinen Spaß, weil es rechenaufwendig ist
und häufig keine (automatisch ermittelbare) Lösung gibt.

Kleiner Tipp: Wenn du nicht grad einen 486er benutzt sind mal eben 10k
Schritte garkein Problem, 100k und 1Mio auch nicht (höchstens für
gnuplot, also gib zB. nur jeden 10. Wert aus). Du kannst dir zB. auch
die gemittelte Differenz zwischen verschiedenen Schrittweiten angucken,
zB. zwischen 1e-n und 2e-n für verschiedene n. Dann weist du so
ungefähr, bis wohin es Sinn macht.
Autor: Daniel (Gast)
Datum: 15.05.2008 19:22

@I_H Danke für Deine Antwort
es ist schon einbischen langer her als ich Signale und
Systeme gehört habe, aber ich meine, dass das Problem
ähnlich der Zeitquantisierung ist. Da war etwas mit
der Z Transformation und der Forderung alle Nullstellen
im Einheitskreis zu haben. Nur denke ich liegt hier das Problem
anders herum. Man hat nicht ein kontinuirliches System, dass
man stabil diskretisiert, sondern "baut" diskretes Model direkt
über die Simulation auf.
Ich bin mir noch nicht ganz sicher, dass es darauf zurückzuführen ist.
Ich werde mal probieren die Eigenantwort (bei u(t)=0)
zu berechnen und dann die Eígenantwort x(t) Fouriertransformieren
um die grösste Frequenz im Band bestimmen. Vielleicht wird f_max
gerade 1/dt_min sein.

Die Verkleinerung der Schrittweite könnte ich glaub bis
1e-6 runtersetzen, bei noch kleineren Werten würde ich
schnell sehr misstrauisch werden. (ohne rationale Erklärung :-)

Grüsse, Daniel
Autor: I_ H. (i_h)
Datum: 15.05.2008 20:46

Das würde dann erklären wieso die Sache ab einer bestimmten Grenze
instabil wird, aber die Genauigkeit ist ja 'n ganz anderes Gebiet, da
geht's um Numerik (auch wenn es stabil bleibt kommen ja unterschiedliche
Ergebnisse mit unterschiedlichen Schrittweiten raus).
Im Endeffekt rechnest du da ja die Diff. Gleichungen durch, und das ist
im Allgeimenen nur genau für Schrittweite gegen 0. Du willst da ja ein
natürlich auftretendes Phänomen modellieren, und das läuft eben
(praktisch) kontinuierlich ab.

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