Servo

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Der Servo ist unter die Aktuatoren einzuordnen und besteht aus

  • Elektromotor mit Getriebe (Getriebemotor)
  • Positions-Rückmelde Einrichtung (das Poti)
  • elektronischen Steuerung und Regelung

Die Gehäuse und die Befestigungsmöglichkeiten sind quasi genormt, sodass man oft einen Servo probeweise durch einen anderen ersetzen kann. Derartige Servos sind im Modellbau seit langem im Gebrauch und daher ausgereift und in den Abmessungen kompakt. Sie sind auch günstig zu bekommen, etwa ab 5,- € bis über 100,- €. Die billigen sind oft langsamer und weniger präzise was den gewünschten anzufahrenden Winkel angeht. Auch kann bei minderwertigen Servos in manchen Positionen oder unter Last ein gewisses Zittern beobachtet werden. Einige Servos sind auch nicht besonders EMV - fest.

Im Modellbau werden damit Ruder von Flugzeugen oder Booten gesteuert. Die Servos haben meist einen aufgesetzten (austauschbaren) Hebelharm der einen Winkel von etwa 270 Grad durchlaufen kann. Sie können bestimmte Positionen in recht kurzer Zeit erreichen (<1 Sek bzw etwas darüber) und dank des integrierten Getriebes und der elektronischen Positionsüberwachung wird diese Position auch gehalten. Bei Stromlosigkeit allerdings können Servos bereits mit wenig Kraft gedreht werden, je nachdem welcher Widerstand durch das Getriebe aufgebracht werden kann.

Übliche Servos brauchen eine Versorgungsspannung von 5-6 V, sowie ein Ansteuersignal in etwa gleicher Höhe. Ein TTL Pegel oder µC-Output ist benutzbar. Die anzufahrende oder zu haltende Position wird durch die Impulsbreite des (normalerweise vom Fernsteuerempfänger bereitgestellten) Kanalimpulses bestimmt. Die Impulsbreite beträgt üblicherweise 1ms bis 2ms, wobei 1,5ms der Mittelstellung entspricht. Der Kanalimpuls wird etwa alle 20ms wiederholt. Die genauen Werte von Impulsabstand und Impulsbreite können von Hersteller zu Hersteller etwas variieren (0,8ms..2,2ms).

Die digitalen Servos haben eine höhere Stellgenauigkeit, ziehen auch meist mehr Strom, kosten aber mehr. (ab etwa 40,- €).

Sonderform: "Segelwinde", Windenservo. Diese Formen sind auf Kraftentwicklung hin ausgelegt. Der Abtriebskopf, der anstatt eines Hebels mit einer Scheibe bestückt wird, kann mehrere vollständige 360° Umdrehungen ausführen.

Siehe auch[Bearbeiten]